{"id":18184,"date":"2020-06-11T07:41:00","date_gmt":"2020-06-11T07:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/2020\/06\/11\/parteien-fordern-eigenen-hanfanbau-in-dortmund\/"},"modified":"2023-01-23T20:27:11","modified_gmt":"2023-01-23T19:27:11","slug":"parteien-fordern-eigenen-hanfanbau-in-dortmund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/parteien-fordern-eigenen-hanfanbau-in-dortmund\/","title":{"rendered":"Parteien fordern eigenen Hanfanbau in Dortmund"},"content":{"rendered":"\n<p>Die <strong>Linken und Piraten in Dortmund<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.op-online.de\/deutschland\/cannabis-hanf-dortmund-kaufen-nrw-linke-zr-13442121.html\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fordern eine Ausnahmegenehmigung<\/a> f\u00fcr den <strong>Anbau von Cannabis<\/strong> in der BVB-Stadt. Auch die Gr\u00fcndung eines &#8222;Cannabis-Clubs&#8220; ist Teil der Forderung. Die Stadt dagegen ist von den Pl\u00e4nen weniger \u00fcberzeugt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das steckt dahinter: Um das Leben von <a class=\"rank-math-link rank-math-link\" href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/krankheiten\/\">schwerkranken Menschen<\/a> in der Stadt Dortmund zu verbessern, fordern die Linken die Gr\u00fcndung eines <strong>\u201eCannabis-Clubs\u201c<\/strong>. Dieser Patienten-Vereinigung sollen dann alle Dortmunder <strong>Cannabis-Patienten<\/strong> beitreten k\u00f6nnen und durch qualifiziertes Fachpersonal Cannabis erhalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Versorgung mit Cannabis in Dortmunder Apotheken desolat<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Hintergr\u00fcnde zu dieser Forderung: <strong>Cannabis <\/strong>darf in <strong>pharmazeutischer Qualit\u00e4t<\/strong> seit M\u00e4rz 2017 an bed\u00fcrftige Patienten verschrieben werden. Dazu k\u00f6nnen die Schwerkranken bei den <strong>Krankenkassen<\/strong> die Erstattung der Kosten beantragen. Doch nicht immer wird die <strong>Kosten\u00fcbernahme <\/strong>von den Kassen bewilligt. Dar\u00fcber hinaus bem\u00e4ngeln die Linken, dass die Versorgung mit Cannabis in Dortmunder Apotheken \u201edesolat\u201c sei, da Apotheken wohl bundesweit mit <strong>Lieferengp\u00e4ssen <\/strong>zu k\u00e4mpfen haben. Derzeit bezieht Deutschland den <strong>Medizinal-Hanf<\/strong> aus Kanada und den Niederlanden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Cannabis-Anbau bald auch in Dortmund?<\/h2>\n\n\n\n<p>Deutschland plant seit Inkrafttreten des Abgabe-Gesetztes im Jahr 2017 den Anbau von Hanf. <a class=\"rank-math-link rank-math-link\" href=\"https:\/\/www.bfarm.de\/DE\/Bundesopiumstelle\/Cannabis\/_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Bundesinstitut f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)<\/a> hat daf\u00fcr eine <strong>Cannabisagentur <\/strong>gegr\u00fcndet, die k\u00fcnftig den <strong>Anbau von Cannabis<\/strong> zu medizinischen Zwecken in Deutschland <strong>steuern und kontrollieren<\/strong> soll. Die Agentur hat bereits zwei Unternehmen mit dem Anbau von Cannabis beauftragt. Das Volumen bel\u00e4uft sich auf rund 7 Tonnen Cannabis und sp\u00e4ter weitere 3 Tonnen pro Jahr. Ende 2020 soll es nach Sch\u00e4tzungen der Cannabisagentur die erste Ernte geben. Zuvor hat es Rechtsstreitigkeiten zur Vergabe der Auftr\u00e4ge gegeben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Linke wollen Sicherheit in Versorgung mit Cannabis<\/h2>\n\n\n\n<p>Die <strong>Versorgungssicherheit f\u00fcr Patienten<\/strong> zu gew\u00e4hrleisten ist ein Grund, warum die Linken lieber einen <strong>Hanfanbau direkt vor Ort<\/strong>, in Dortmund, fordern. In einem Antrag der Linken und Piraten im Ausschuss f\u00fcr Soziales, Arbeit und Gesundheit argumentieren die Parteien:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Es ist unverzeihlich, den Kranken die Folgen von Fehlkalkulationen, juristischen Streitigkeiten und B\u00fcrokratie weiter zuzumuten.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Abh\u00e4ngigkeit vom Schwarzmarkt verhindern<\/h2>\n\n\n\n<p>Schwerkranke Patienten in Dortmund sind oftmals auf den <strong>Schwarzmarkt <\/strong>angewiesen, da es in <strong>Apotheken <\/strong>oft zu <strong>Engp\u00e4ssen <\/strong>kommt. Dies soll zuk\u00fcnftig jedoch verhindert werden. Apotheken sind gesetzlich verpflichtet, Arzneimittel in einer Menge vorr\u00e4tig zu halten, die mindestens dem durchschnittlichen Bedarf f\u00fcr eine Woche entspricht. Die Stadt Dortmund \u00e4u\u00dfert sich folgenderma\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Da Cannabis eher selten verordnet wird, ist eine Vorratshaltung in allen Apotheken nicht gesetzlich verpflichtend.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>In einigen Dortmunder-Apotheken seien Cannabisbl\u00fcten vorr\u00e4tig, da sie dort h\u00e4ufiger angefragt w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Linke wollen Cannabis-Anbau in der Hand der Stadt sehen<\/h2>\n\n\n\n<p>Nicht nur das Sicherstellen der Versorgung f\u00fcr Dortmunder ist den Linken wichtig, sondern auch die <strong>Qualit\u00e4t <\/strong>des ausgegebenen <strong>Cannabis<\/strong>. Die Stadt habe die M\u00f6glichkeit, die Abgabe und Qualit\u00e4t des Cannabis in der eigenen Hand zu halten. Die Parteien begr\u00fcnden:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Durch eine Schw\u00e4chung des Schwarzmarktes wird der Gewinn der organisierten&nbsp;<strong>Kriminalit\u00e4t<\/strong>&nbsp;geschm\u00e4lert und das unkontrollierte Angebot insbesondere an Jugendliche eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aktueller Cannabisbedarf in Dortmund: 100 Patienten<\/h2>\n\n\n\n<p>Laut Angaben der Parteien g\u00e4be es in Dortmund aktuell circa 100 <strong>Cannabis-Patienten<\/strong>. Die Zahl der potenziellen Menschen in Dortmund, die <a href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/krankheiten\/\" class=\"rank-math-link\">Cannabis als Medizin<\/a> gebrauchen k\u00f6nnten, l\u00e4ge bei 6000.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu haben die Parteien eine <strong>Modellrechnung <\/strong>der anfallenden <strong>Kosten <\/strong>erstellt, die sich auf rund 91.000 Euro pro Jahr belaufen. Durch den <strong>Verkauf des Cannabis<\/strong> k\u00f6nnte die Stadt rund 134.000 Euro einnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadt ist von den Argumenten der Linken wenig \u00fcberzeugt, es g\u00e4be<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>eher geringe Nachfrage nach Cannabisbl\u00fcten in Dortmunder Apotheken.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>\u201eEine Versorgung der Patienten sei derzeit nicht gef\u00e4hrdet\u201c, lautete die Aussage der Apothekenleitungen bei der \u00dcberwachung des Gesundheitsamtes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Linken und Piraten in Dortmund fordern eine Ausnahmegenehmigung f\u00fcr den Anbau von Cannabis in der BVB-Stadt. Auch die Gr\u00fcndung eines &#8222;Cannabis-Clubs&#8220; ist Teil der Forderung. Die Stadt dagegen ist von den Pl\u00e4nen weniger \u00fcberzeugt. 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