{"id":18357,"date":"2020-09-25T08:15:07","date_gmt":"2020-09-25T08:15:07","guid":{"rendered":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/2020\/09\/25\/kann-hanf-das-bienensterben-verhindern\/"},"modified":"2023-01-23T20:07:41","modified_gmt":"2023-01-23T19:07:41","slug":"kann-hanf-das-bienensterben-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/kann-hanf-das-bienensterben-verhindern\/","title":{"rendered":"Kann Hanf das Bienensterben verhindern?"},"content":{"rendered":"\n<p>F\u00fcr Forscher haben sich jetzt einer<a class=\"rank-math-link broken_link\" href=\"https:\/\/academic.oup.com\/ee\/article-abstract\/49\/1\/197\/5634339?redirectedFrom=fulltext\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> aktuellen Studie<\/a> nach v\u00f6llig neue T\u00fcren ge\u00f6ffnet, um dem Bienensterben entgegenzuwirken: <strong>Hanfpflanzen <\/strong>k\u00f6nnten dabei helfen, <strong>das Bienensterben einzud\u00e4mmen.<\/strong> Dementsprechend sollten Farmer und Politiker diese Chance nutzen und die <strong>Regeneration des Bienenvorkommens <\/strong>effektiv nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wissenschaftler der New Yorker Cornell Universit\u00e4t haben im Rahmen einer Studie, die im Februar ver\u00f6ffentlicht wurde, das Verhalten der verschiedenen Bienenarten auf Hanfpflanzen untersucht. Hierf\u00fcr wurden im Sommer 2018 <strong>elf Hanffarmen<\/strong> von unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe genauer unter die Lupe genommen. Von kleinere Ackerfl\u00e4chen bis hin zu zehntausend Quadratmeter gro\u00dfen Plantagen war einiges dabei. Das Ergebnis war interessant: <strong>16 Bienenarten zeigten gro\u00dfes Interesse f\u00fcr Cannabis<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">M\u00e4nnliche Pflanze attraktiver f\u00fcr Bienen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Beliebtheit der einzelnen Kulturen war nach Angaben der Forscher von der Beschaffenheit der umgebenden Landschaft abh\u00e4ngig. Wurde diese <strong>intensiver agrarwirtschaftlich<\/strong> genutzt, war sie <strong>unattraktiver <\/strong>f\u00fcr die Insekten. Und im Gegensatz zu einzelnen Menschen war das Interesse bei der m\u00e4nnlichen Pflanze, der<strong> Gattung Sativa, <\/strong>deutlich gr\u00f6\u00dfer und nicht die bl\u00fchende weibliche Pflanze, die reich an <a class=\"rank-math-link\" href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/thc\/\">Tetrahydrocannabinol <\/a>(THC). Die Gr\u00f6\u00dfe machte ebenfalls einen Unterschied: <strong>Je h\u00f6her der Wuchs, umso attraktiver f\u00fcr die Bienen.<\/strong> Zus\u00e4tzlich produzieren die m\u00e4nnlichen Pflanzen jede Menge <strong>Pollen<\/strong>. Nichtsdestotrotz \u00e4nderte der <strong>THC-Gehalt nichts am Zustand der Bienen<\/strong>, denn sie haben keine Rezeptoren f\u00fcr Cannabinoide und k\u00f6nnen deshalb nicht high werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein R\u00e4tsel bleibt f\u00fcr die Forscher bestehen: <strong>Warum Hanf die Bienenarten anlockt. <\/strong>Schlie\u00dflich locken die Pflanzen weder mit s\u00fc\u00dfen Nektar noch fallen sie mit ihrer Farbpracht auf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Industrielle Landwirtschaft ist eine Gefahr<\/h2>\n\n\n\n<p>Laut dem Deutschen Imkerbund hat sich die Zahl der Bienenv\u00f6lker innerhalb der letzten 67 Jahre von <strong>2,5 Millionen auf 1,4 Millionen reduziert<\/strong>. Das ist besonders der wachsenden <strong>industriellen Landwirtschaft<\/strong>, der Nutzung von <strong>Pestiziden <\/strong>und der <strong>Zerst\u00f6rung<\/strong> <strong>der Lebensr\u00e4ume <\/strong>geschuldet. Wildbienen, also Hummeln oder Wespen stehen deshalb laut der <a class=\"rank-math-link broken_link\" href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/wespe#alternative-bekampfungsmassnahmen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesartenchutzverordnung<\/a> (BArtSchV) unter Naturschutz.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Cannabis als perfekte Alternative<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Wissenschaftler w\u00e4ren Hanfpflanzen <strong>die Rettung<\/strong>: Cannabis kommt mit <strong>wenig Wasser aus<\/strong> und ist<strong> nicht vielen D\u00fcngemitteln ausgesetzt.<\/strong> Die Pflanzen k\u00f6nnten den Bienen in einer Zeit der Blumenknappheit eine <strong>wichtige N\u00e4hrstoffressource <\/strong>bieten. Cannabis k\u00f6nnte so die <strong>agrar\u00f6konomischen Best\u00e4ubungsdienste <\/strong>f\u00fcr andere Kulturen in der Landwirtschaft aufrechterhalten. Aus diesem Grund raten Wissenschaftler und Forscher dringend dazu<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201ediese aufkeimende Chance zur Regeneration des Bienenvorkommens nicht entgehen zu lassen\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Georg Wurth, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Hanfverbandes vermutet, dass die Ergebnisse hier in Deutschland Zuspruch bekommen k\u00f6nnten. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDer Anbau von Nutzhanf ist in Deutschland erlaubt. Das einzige Hindernis sind im Grunde fehlende Verwertungsstrukturen f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Anwendungsm\u00f6glichkeiten.\u201c<\/p>\n<cite>https:\/\/www.rnd.de\/wissen\/bienen-fliegen-auf-cannabis-hanf-konnte-dem-bienensterben-entgegenwirken-DIEMEIGG3ZGHNJBWDZ65RCQBQA.html<\/cite><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Forscher haben sich jetzt einer aktuellen Studie nach v\u00f6llig neue T\u00fcren ge\u00f6ffnet, um dem Bienensterben entgegenzuwirken: Hanfpflanzen k\u00f6nnten dabei helfen, das Bienensterben einzud\u00e4mmen. Dementsprechend sollten Farmer und Politiker diese Chance nutzen und die Regeneration des Bienenvorkommens effektiv nutzen. 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