{"id":18371,"date":"2020-10-14T07:20:00","date_gmt":"2020-10-14T07:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/2020\/10\/14\/studie-wirkung-von-cannabis-bei-chemotherapie\/"},"modified":"2023-04-21T10:22:44","modified_gmt":"2023-04-21T08:22:44","slug":"studie-wirkung-von-cannabis-bei-chemotherapie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/studie-wirkung-von-cannabis-bei-chemotherapie\/","title":{"rendered":"Studie: Cannabis-Pr\u00e4parat reduziert \u00dcbelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie"},"content":{"rendered":"\n<p>Zu den <strong>h\u00e4ufigsten Nebenwirkungen <\/strong>einer Chemotherapie geh\u00f6ren starke <strong>\u00dcbelkeit und Erbrechen<\/strong>. Durch verschiedene Medikamente \u2013 sogenannte <strong>Antiemetika<\/strong> \u2013 versuchen \u00c4rzte, diese Effekte der ohnehin schon sehr belastenden Behandlung zu reduzieren. In einer ersten Studie wurde nun festgestellt, dass <strong>Cannabis <\/strong>die genannten unerw\u00fcnschten Wirkungen von Zytostatika <strong>deutlich reduzieren <\/strong>kann. Zweieinhalb Jahre wurde Chemotherapie-Patienten ein Hanfpr\u00e4parat verabreicht, eine andere Gruppe erhielt ein Placebo. Die Unterschiede waren signifikant. Die australischen Studienautoren planen nun weitere, vertiefende Untersuchungen, an deren Ende im Idealfall der routinem\u00e4\u00dfige Einsatz von medizinischem Cannabis als <strong>Begleitmedikation <\/strong>zu einer Chemotherapie stehen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum ein Patient, der sich einer Chemotherapie unterziehen muss, kommt um die Nebenwirkungen \u00dcbelkeit und Erbrechen herum. Die Beschwerden k\u00f6nnen derart belastend sein, dass Betroffene einen<strong> Abbruch der lebensnotwendigen Behandlung in Erw\u00e4gung ziehen.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDie mit der Chemotherapie verbundenen Nebenwirkungen sind einige der Hauptursachen f\u00fcr den Abbruch der Behandlung\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>sagt Philippe Lucas, Vizepr\u00e4sident f\u00fcr globale Patientenforschung bei einem Hersteller f\u00fcr medizinisches Cannabis. Aus diesem Grund verabreichen \u00c4rzte den Patienten <strong>Wirkstoffe<\/strong>, die <strong>\u00dcbelkeit lindern<\/strong>, sogenannte Antiemetika. Schon lange wei\u00df man, dass Cannabis ebenfalls einen<strong> antiemetischen Effekt<\/strong> aufweist. Wie gut sich dieser f\u00fcr eine begleitende Medikation im Rahmen einer Chemotherapie eignet, haben australische Wissenschaftler der Universit\u00e4t Sydney nun in einer  ersten Studie zu dem Thema evaluiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Cannabis zeigt deutliche \u00dcberlegenheit gegen\u00fcber Placebo<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Pilotphase der Studie dauerte zweieinhalb Jahre, wobei<strong> 81 Teilnehmer<\/strong> eingeschrieben waren. Um in die Studie aufgenommen zu werden, mussten die Patienten bereits <strong>w\u00e4hrend der Chemotherapie unter \u00dcbelkeit und Erbrechen gelitten haben<\/strong>, obwohl sie entsprechende Medikamente zur Vorbeugung eingenommen hatten. Ein Teil erhielt ein <strong>Cannabis<\/strong> <strong>Pr\u00e4parat<\/strong>, die Vergleichsgruppe bekam ein wirkungsloses <strong>Placebo <\/strong>verabreicht. Die Ergebnisse der zweieinhalb Jahre dauernden Pilotphase der Studie waren deutlich:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Ein Viertel<\/strong> der Patienten, die Cannabis erhielten, klagten weder \u00fcber \u00dcbelkeit noch \u00fcber Erbrechen<\/li>\n\n\n\n<li>In der Placebo-Gruppe waren dies lediglich <strong>14 Prozent<\/strong>, also nur etwas mehr als die H\u00e4lfte<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Diese ermutigenden Ergebnisse zeigen, dass medizinisches Cannabis dazu beitragen kann, die Lebensqualit\u00e4t von Chemotherapie-Patienten zu verbessern\u201c,<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p> freut sich Studienleiter Peter Grimison.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weitere Studien sollen vielversprechenden Effekt best\u00e4tigen<\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem der Auftakt sehr vielversprechend verlaufen ist, plant Peter Grimison die <strong>n\u00e4chsten<\/strong> <strong>Schritte<\/strong>: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Die Studie wird nun in eine gr\u00f6\u00dfere Phase \u00fcbergehen, um mit noch gr\u00f6\u00dferer Sicherheit festzustellen, wie wirksam medizinisches Cannabis ist und<strong> ob es f\u00fcr die routinem\u00e4\u00dfige Krebsbehandlung in Betracht gezogen werden sollte<\/strong>&#8222;, sagte Professor Grimison. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Best\u00e4tigen sich die Ergebnisse auch bei einem gr\u00f6\u00dferen Patientenkollektiv, k\u00f6nnte dies ein <strong>Durchbruch <\/strong>sein, schlie\u00dflich stellt Cannabis eine <strong>gut vertr\u00e4gliche, nat\u00fcrliche<\/strong> und offensichtlich <strong>sehr wirksame Alternative zu synthetischen Antiemetika<\/strong> dar. F\u00fcr <strong>Krebspatienten <\/strong>w\u00e4re dies eine <strong>gro\u00dfe Erleichterung<\/strong> in einer ohnehin schon schweren Situation.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu den h\u00e4ufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie geh\u00f6ren starke \u00dcbelkeit und Erbrechen. Durch verschiedene Medikamente \u2013 sogenannte Antiemetika \u2013 versuchen \u00c4rzte, diese Effekte der ohnehin schon sehr belastenden Behandlung zu reduzieren. In einer ersten Studie wurde nun festgestellt, dass Cannabis die genannten unerw\u00fcnschten Wirkungen von Zytostatika deutlich reduzieren kann. 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