{"id":18400,"date":"2020-10-29T08:22:00","date_gmt":"2020-10-29T08:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/2020\/10\/29\/erfolgreiche-erstattung-von-dronabinol\/"},"modified":"2022-01-26T09:26:11","modified_gmt":"2022-01-26T09:26:11","slug":"erfolgreiche-erstattung-von-dronabinol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/erfolgreiche-erstattung-von-dronabinol\/","title":{"rendered":"Frau erstreitet sich erfolgreiche Erstattung von Dronabinol"},"content":{"rendered":"\n<p>Niederlage f\u00fcr eine <strong>Krankenkasse und den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). <\/strong>Eine <strong>Frau klagte erfolgreich gegen die Ablehnung ihrer Krankenkasse, den Wirkstoff Dronabinol (THC) zu erstatten.<\/strong> Ihre \u00c4rztin sah es als erwiesen an, dass Dronabinol die letzte M\u00f6glichkeit sei, der Patientin bei ihren multiplen gesundheitlichen Problemen zu helfen. Die Richter \u00fcbten in ihrer Urteilsbegr\u00fcndung scharfe <strong>Kritik am Vorgehen des Krankenversicherers<\/strong> und den zuarbeitenden Gutachtern. Bereits eine einzige der zahlreichen Diagnosen der Frau h\u00e4tte eine Verordnung von Dronabinol gerechtfertigt, so die Juristen. Damit best\u00e4tigt sich leider einmal mehr die Bef\u00fcrchtung, dass auch \u00fcber drei Jahre nach der <strong>Freigabe von <a href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/thc\/\" class=\"rank-math-link\">Tetrahydrocannabinol<\/a> f\u00fcr therapeutische Zwecke weiterhin gro\u00dfe Schwierigkeiten<\/strong> bei der praktischen Umsetzung bestehen. F\u00fcr die Kl\u00e4gerin bedeutet der Richterspruch neue Hoffnung. Genau wie f\u00fcr viele andere Patienten, die von dem Wirkstoff profitieren.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die 1974 geborene Frau aus Brandenburg hat es wahrlich schlimm getroffen. Unruhige Beine (Restless-Legs-Syndrom) hindern sie ebenso an einem erholsamen Schlaf wie ein <a href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/cbd-bei-tinnitus\/\" class=\"rank-math-link\">Tinnitus.<\/a> Zudem leidet die Dame unter st\u00e4ndig wiederkehrenden <a href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/cbd-bei-depression\/\" class=\"rank-math-link\">Depressionen<\/a>, dem Borderline-Syndrom, chronischen Schmerzen und Migr\u00e4ne. <strong>Die letzte Hoffnung laut ihrer \u00c4rztin: das Medikament Dronabinol<\/strong>. Es handelt sich dabei um das seit 2017 f\u00fcr medizinische Zwecke zugelassene Hanfprodukt Tetrahydrocannabinol.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Landessozialgericht Berlin-Brandenburg kassiert erstes Urteil&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201e<strong>Die rechtlichen Voraussetzungen f\u00fcr eine Versorgung mit Dronabinol liegen in geradezu idealtypischer Weise vor\u201c<\/strong>, so die Auffassung der Richter am Landessozialgericht Berlin-Brandenburg. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Diese erlie\u00dfen eine einstweilige Anordnung, wonach die Krankenkasse der Patienten verpflichtet ist, Dronabinol in Tropfenform und einer Dosierung von 25mg\/ml zu erstatten. Ihre Kollegen am Sozialgericht Neuruppin sahen dies noch anders und wiesen die Klage der Frau ab. Die umfassende Krankheitsgeschichte, so die Richter, w\u00e4re indes gar nicht notwendig f\u00fcr die Entscheidung gewesen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eSchon das <strong>stark ausgepr\u00e4gte Restless-Legs-Syndrom <\/strong>erf\u00fcllt das Merkmal einer \u201a<strong>schwerwiegenden Erkrankung\u2018,<\/strong> was auch Antragsgegnerin und MDK annehmen und was daher keiner weiteren Vertiefung bedarf\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>hei\u00dft es in der schriftlichen Urteilsbegr\u00fcndung, in der die Juristen \u00fcbrigens nicht mit Kritik an Versicherer und MDK sparten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gutachten des MDK kaum schl\u00fcssig&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Potsdamer Richter folgten damit vollumf\u00e4nglich den Empfehlungen der verordnenden \u00c4rztin, die <strong>Dronabinol als einzige M\u00f6glichkeit sah, der ansonsten austherapierten Patienten zu helfen.<\/strong> Das Gericht sah die Argumentation der <strong>Krankenkasse<\/strong>, die in den vergangenen zwei Jahren nicht weniger als vier Gutachten veranlasste, als <strong>\u00fcberaus zweifelhaft <\/strong>und wenig nachvollziehbar an. Das gilt auch f\u00fcr die Ausf\u00fchrungen des MDK, die laut der Kammer \u201eweit hinter dem Niveau der (\u2026) er\u00f6rterten begr\u00fcndeten Einsch\u00e4tzung des behandelnden Vertragsarztes zur\u00fcckbleiben\u201c. Deutliche Worte also, verbunden mit neuer <strong>Hoffnung f\u00fcr die Patienten <\/strong>und viele weitere Menschen, die von dem Hanf-Medikament profitieren k\u00f6nnten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Quelle:<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Lau T. Dronabinol: Kasse blamiert sich vor Gericht. Apotheke-Adhoc<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niederlage f\u00fcr eine Krankenkasse und den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Eine Frau klagte erfolgreich gegen die Ablehnung ihrer Krankenkasse, den Wirkstoff Dronabinol (THC) zu erstatten. 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