{"id":18408,"date":"2020-10-23T07:08:54","date_gmt":"2020-10-23T07:08:54","guid":{"rendered":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/2020\/10\/23\/cbd-als-arzneimittel-in-italien\/"},"modified":"2022-01-26T09:26:11","modified_gmt":"2022-01-26T09:26:11","slug":"cbd-als-arzneimittel-in-italien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/cbd-als-arzneimittel-in-italien\/","title":{"rendered":"CBD als Arzneimittel: In Italien bewahrheiten sich Bef\u00fcrchtungen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Update vom 30.10.2020<\/h2>\n\n\n\n<p>Das italienische Gesundheitsministerium hat das <strong>erlassenene Dekret aufgehoben<\/strong>, welches nat\u00fcrliches CBD zum 30. Oktober 2020 in die Arzneimittelliste des Landes aufgenommen h\u00e4tte. Gesundheitsminister Roberto Speranza hat gestern einen zweiten Beschluss erlassen, der das <strong>Original annulliert<\/strong>, das sowohl von italienischen als auch europ\u00e4ischen Hanfverb\u00e4nden vehement abgelehnt worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ministerium teilte mit, dass nun eine <strong>Arbeitsgruppe<\/strong> einberufen werde, die sich &#8222;systematisch und umfassend&#8220; mit dem <strong>Status von CBD<\/strong> befassen soll. Auch fordern sie, dass das Istituto superiore di sanit\u00e0 (ISS) und der Obersten Gesundheitsrat der Regierung Stellung zur Neubewertung der Bet\u00e4ubungstabellen nimmt und beurteilt, &#8222;ob die Wirkungen des Wirkstoffs Cannabidiol unabh\u00e4ngig vom prozentualen Anteil des Konsums desselben unver\u00e4ndert bleiben\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: https:\/\/www-lastampa-it.cdn.ampproject.org\/c\/s\/www.lastampa.it\/cronaca\/2020\/10\/29\/news\/cannabis-light-il-ministro-speranza-cancella-il-decreto-che-classifica-il-cbd-come-stupefacente-1.39476589\/amp\/<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Originalbeitrag vom 23.10.2020<\/h2>\n\n\n\n<p>Was von Branchenkennern, Unternehmern und Anwendern schon l\u00e4nger bef\u00fcrchtet wird, ist in <strong>Italien<\/strong> nun Realit\u00e4t: <strong>Der Staat stuft nat\u00fcrliches<a href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/cannabidiol-cbd\/\" class=\"rank-math-link\"> CBD<\/a> als Arzneimittel ein. <\/strong>Entsprechende Produkte d\u00fcrfen <strong>nur noch mit Genehmigung der italienischen Arzneimittelagentur (AIFA) hergestellt werden.<\/strong> Besonders kurios ist dabei, dass diese <strong>Einschr\u00e4nkung nicht f\u00fcr synthetisch hergestellte CBD Pr\u00e4parate gilt<\/strong>. <strong>Ausgenommen <\/strong>sind zudem<strong> Produkte, <\/strong>die<strong> nicht zur oralen Anwendung bestimmt sind<\/strong>, wie Augentropfen, Cremes, oder Z\u00e4pfchen<strong>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der italienischen, aber auch europ\u00e4ischen Hanfbranche nimmt man den Beschluss des zust\u00e4ndigen Ministeriums mit Sorge auf. Das <strong>Modell k\u00f6nnte auch in den Nachbarl\u00e4ndern Schule machen<\/strong>. Kopfsch\u00fctteln l\u00f6st vor allem der Zeitpunkt dieser Entscheidung aus, wurde doch erst k\u00fcrzlich durch das Landwirtschaftsministerium in Rom beschlossen, dass <strong>landwirtschaftliche Extrakte nicht als Bet\u00e4ubungsmittel<\/strong> gelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Man stelle sich die Situation eines italienischen Hanfbauern vor: Erst vor einigen Wochen flatterte eine Nachricht des Landwirtschafsministeriums ins Haus. Die Nachricht darin liest sich erfreulich: Die angebauten Hanfextrakte sind laut Beschluss das, was sie auch tats\u00e4chlich sind: landwirtschaftliche Erzeugnisse und keine Bet\u00e4ubungsmittel. Kurze Zeit sp\u00e4ter die Warnung, wonach nat\u00fcrliches <strong>Cannabidiol offiziell <\/strong>in die <strong>Landesliste der Arzneimittel <\/strong>aufgenommen wurde. Verboten sind Anbau, Produktion und Verkauf zwar weiterhin nicht, aber eben an wesentlich<strong> strengere Regeln <\/strong>gebunden. So m\u00fcssen <strong>verkaufte CBD Pr\u00e4parate<\/strong> beispielsweise mit dem<strong> Hinweis auf eine konkrete Indikation <\/strong>versehen sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Synthetisches CBD: Legal, aber schlechter?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung, dass <strong><a class=\"rank-math-link\" href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/cbd-kosmetik\/\">kosmetisches CBD<\/a><\/strong> von den Regularien<strong> verschont bleibt,<\/strong> mag noch einleuchten. Schlie\u00dflich ist es ein Unterschied, ob man etwas als Hautpflegeprodukt (o. \u00c4.) nutzt oder dies in Form von <strong>\u00d6l bzw. <a class=\"rank-math-link\" href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/cbd-kapseln\/\">Kapseln<\/a><\/strong> einnimmt. Genau das Letztere geschieht aber eben <strong>auch mit synthetischem CBD <\/strong>und genau das bleibt von den neuen Beschl\u00fcssen vollends verschont. Kopfsch\u00fctteln und Achselzucken bei Branchenkennern. Auch die italienische Fachpresse hadert mit den Beschl\u00fcssen aus Rom. In einem Presseartikel hei\u00dft es daher: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eWenn nur \u00d6l mit synthetischem CBD auf dem Markt bleiben w\u00fcrde, w\u00e4re dies wenig zielf\u00fchrend, da es mehrere wissenschaftliche Studien gibt, die betonen, wie effektiv gerade nat\u00fcrliches CBD (\u2026) ist.\u201c <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Hier warnt man sogar vor einem m\u00f6glichen \u00dcbereifer der Gesundheitspolitiker. W\u00fcrde man n\u00e4mlich <strong>nat\u00fcrliches CBD grunds\u00e4tzlich verbannen, m\u00fcsste auch die Produktion von Bier verboten werden<\/strong>. Immerhin enth\u00e4lt Hopfen einen &#8211; wenn auch sehr geringen &#8211; Prozentsatz an CBD.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Viele Produkte m\u00fcssen vom Markt genommen werden&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Bereits im September verschickte Gesundheitsminister Roberto Speranza ein Rundschreiben an alle Beteiligten. Zwar k\u00fcndigte der Politiker schon seinerzeit einen baldigen Beschluss an, dass dieser so weit geht, \u00fcberraschte dann aber doch viele. Vor allem die oben beschriebenen Widerspr\u00fcche lassen viele Menschen, vor allem zufriedene Nutzer von <a class=\"rank-math-link\" href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/cbd-oel\/\">CBD \u00d6l<\/a>, mit vielen Fragen zur\u00fcck. Vorsichtshalber wurde in dem Schreiben damals schon verf\u00fcgt, dass keine<strong> weiteren Produktlieferungen mehr an Apotheken erfolgen sollten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die neue Situation in Italien kommt nicht \u00fcberraschend.&nbsp;Bereits im <strong>Januar 2019 <\/strong>hatte die <strong>Europ\u00e4ische Kommission<\/strong> festgelegt, dass <strong>CBD-haltige Produkte in die Liste der neuartigen Lebensmittel<\/strong> aufgenommen werden sollten. Den Unternehmen, die im September 2019 genau dies beantragten wollten, wurde von einer weiteren Verfolgung des Vorhabens abgeraten. Denn, so die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde, man beabsichtige, <strong>CBD mittelfristig als Arzneimittel einzustufen<\/strong>. Genau wie in Italien nun geschehen. Wo nun viele Produkte vom Markt genommen werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>https:\/\/www.cannabisterapeutica.info\/2020\/10\/21\/il-cbd-e-uno-stupefacente-facciamo-chiarezza\/<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Update vom 30.10.2020 Das italienische Gesundheitsministerium hat das erlassenene Dekret aufgehoben, welches nat\u00fcrliches CBD zum 30. Oktober 2020 in die Arzneimittelliste des Landes aufgenommen h\u00e4tte. Gesundheitsminister Roberto Speranza hat gestern einen zweiten Beschluss erlassen, der das Original annulliert, das sowohl von italienischen als auch europ\u00e4ischen Hanfverb\u00e4nden vehement abgelehnt worden war. 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