{"id":18426,"date":"2020-11-06T10:15:00","date_gmt":"2020-11-06T10:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/2020\/11\/06\/us-studie-kein-erhoehtes-schlaganfall-risiko\/"},"modified":"2022-01-26T09:26:11","modified_gmt":"2022-01-26T09:26:11","slug":"us-studie-kein-erhoehtes-schlaganfall-risiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/us-studie-kein-erhoehtes-schlaganfall-risiko\/","title":{"rendered":"US-Studie: Kein erh\u00f6htes Schlaganfall Risiko durch Cannabis"},"content":{"rendered":"\n<p>Der <strong>Umgang mit Cannabis<\/strong> wird heute in vielen L\u00e4ndern <strong>relativ liberal<\/strong> gehandhabt. Das hat zweifellos viele Vorteile, jedoch bestehen auch Bedenken dahingehend, dass der vermehrte Konsum zu gesundheitlichen Sch\u00e4den f\u00fchrt. H\u00e4ufig genannt wird dabei der <strong>isch\u00e4mische Schlaganfall<\/strong>. Einzelne Fallstudien weisen tats\u00e4chlich auf ein erh\u00f6htes Auftreten der neurologischen Erkrankung bei regelm\u00e4\u00dfigem Hanfkonsum hin. Eine US-Studie konnte diesen Zusammenhang jetzt entkr\u00e4ften. Zumindest isoliert betrachtet ist <strong>Cannabiskonsum kein Risikofaktor f\u00fcr einen Schlaganfall<\/strong>. Rein epidemiologisch kann es trotzdem sein, dass einige <strong>Cannabis Konsumenten statistisch gesehen h\u00e4ufiger eine akute Durchblutungsst\u00f6rung des Gehirns erleiden<\/strong>. Denn nicht selten wird Hanf zusammen mit anderen Drogen oder Tabak konsumiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Erh\u00f6ht regelm\u00e4\u00dfiger Cannabis Konsum tats\u00e4chlich das Risiko, an einem isch\u00e4mischen Schlaganfall zu erkranken? Dieser Frage gingen nun Forscher der University of Mississippi (USA) im Rahmen einer<a class=\"rank-math-link\" href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/32983613\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Studie<\/a> auf den Grund. Einige Fallstudien legen tats\u00e4chlich einen Zusammenhang nahe. <strong>Ein isch\u00e4mischer Schlaganfall beruht auf einer Minderdurchblutung des Hirngewebes<\/strong>. Ihm gegen\u00fcber steht der sog. h\u00e4morrhagische Schlaganfall, bei dem es zu einer Hirnblutung kommt. <strong>Dass die erstgenannte Variante bei Cannabiskonsumenten h\u00e4ufiger vorkommt, k\u00f6nnen die US-Wissenschaftler nicht best\u00e4tigen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bisherige Studien mit einigen Schw\u00e4chen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die erw\u00e4hnten Studien, die zun\u00e4chst auf Hanf als Schlaganfall Risikofaktor schlie\u00dfen lassen, untersuchten <strong>das Pflanzenprodukt stets im Zusammenhang mit weiteren potenziellen Krankheitsausl\u00f6sern<\/strong>. So konsumieren nicht wenige Cannabis Nutzer regelm\u00e4\u00dfig <strong>Rauschmittel wie Methamphetamine und Kokain oder schlicht Tabak<\/strong>. Von all diesen Substanzen ist l\u00e4ngst erwiesen, dass sie das Schlaganfall Risiko erh\u00f6hen. Gleichzeitig konnte <strong>keine der bisherigen Studien nachweisen, dass der jeweilige Schlaganfall auch tats\u00e4chlich durch Cannabis ausgel\u00f6st wurde<\/strong>. Um dessen Rolle als unabh\u00e4ngigen Risikofaktor zu beleuchten, analysierten die Forscher Daten von 9.350 Patienten, die wegen eines isch\u00e4mischen Schlaganfalls ins Krankenhaus eingeliefert wurden und bei deren Aufnahme man ein Drogenscreening durchgef\u00fchrt hat. Bei 1.643 Patienten konnte Cannabis nachgewiesen werden. Patienten, deren Testergebnis positiv auf Methamphetamine und Kokain ausfiel, wurden aus der Studie ausgeschlossen, um keine Verwechselung bei den Ergebnissen zu riskieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schlaganfall und Cannabis: Kein direkter Zusammenhang nachweisbar<\/h2>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich wurden weitere potenzielle Risikofaktoren ber\u00fccksichtigt, so zum Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/cbd-bei-schlaganfall\/\" class=\"rank-math-link\">Schlaganf\u00e4lle <\/a>in der Familie<\/li><li><a href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/bluthochdruck\/\" class=\"rank-math-link\">Bluthochdruck<\/a><\/li><li>Fettleibigkeit<\/li><li><a class=\"rank-math-link\" href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/cbd-bei-diabetes\/\">Diabetes <\/a>mellitus<\/li><li>Sichelzellenkrankheit<\/li><li>Vorhofflimmern und weitere Herzerkrankungen<\/li><li>Tabakkonsum<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus fanden <strong>Faktoren wie Alter, Geschlecht und Ethnie<\/strong> Ber\u00fccksichtigung. Bei Betrachtung der Gesamtergebnisses wurden den Wissenschaftlern klar, <strong>dass Cannabis kein unabh\u00e4ngiger Risikofaktor f\u00fcr isch\u00e4mische Schlaganf\u00e4lle darstellt<\/strong>. Es fand sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Kontrollgruppen mit und ohne Cannabis. Besonders erstaunlich: Rechnet man die oben genannten Risikofaktoren heraus, hatten <strong>Cannabis Nutzer statistisch gesehen sogar ein geringeres Erkrankungsrisiko<\/strong>. Als Schlaganfallprophylaxe taugt der Pflanzenstoff deswegen freilich nicht. Die <strong>beste Vorsorge<\/strong> ist und bleibt eine <strong>gesunde Lebensweise<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Quelle:<\/h3>\n\n\n\n<p>https:\/\/www.forbes.com\/sites\/emilyearlenbaugh\/2020\/10\/13\/cannabis-use-not-associated-with-increased-risk-for-ischemic-stroke-in-recent-study\/#1a6b66d16f91<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Umgang mit Cannabis wird heute in vielen L\u00e4ndern relativ liberal gehandhabt. Das hat zweifellos viele Vorteile, jedoch bestehen auch Bedenken dahingehend, dass der vermehrte Konsum zu gesundheitlichen Sch\u00e4den f\u00fchrt. H\u00e4ufig genannt wird dabei der isch\u00e4mische Schlaganfall. Einzelne Fallstudien weisen tats\u00e4chlich auf ein erh\u00f6htes Auftreten der neurologischen Erkrankung bei regelm\u00e4\u00dfigem Hanfkonsum hin. 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