{"id":18438,"date":"2020-11-23T10:44:00","date_gmt":"2020-11-23T10:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/2020\/11\/23\/medizinalcannabis-alternative-zu-opioiden\/"},"modified":"2022-02-24T11:09:11","modified_gmt":"2022-02-24T10:09:11","slug":"medizinalcannabis-alternative-zu-opioiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/medizinalcannabis-alternative-zu-opioiden\/","title":{"rendered":"Medizinalcannabis kann Opioide in der Schmerztherapie ersetzen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Chronische R\u00fcckenschmerzen <\/strong>geh\u00f6ren in Deutschland zu den Volkskrankheiten. In vielen F\u00e4llen m\u00fcssen dauerhaft<strong> Schmerzmedikamente <\/strong>eingenommen werden. Weil konventionelle Wirkstoffe bei einigen Patienten keine ausreichende Wirkung erzielen, m\u00fcssen<strong> zus\u00e4tzlich Opioide<\/strong> gegeben werden. Diese haben zwar eine sehr starken analgetischen, das hei\u00dft <strong>schmerzlindernden Effekt<\/strong>, sind jedoch sehr nebenwirkungsreich und k\u00f6nnen vor allem anh\u00e4ngig machen. In einer <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC7480723\/\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\" class=\"rank-math-link\">Studie <\/a>fanden US-Forscher nun heraus, dass eine erg\u00e4nzende Behandlung mit medizinischem <strong>Cannabis<\/strong> vielen Patienten erm\u00f6glicht, die <strong>Opioid-Dosis zu verringern<\/strong> oder gar vollst\u00e4ndig auf diese Arzneimittel zu verzichten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Millionen Menschen in Deutschland, aber auch dem Rest der Welt, leiden unter <a class=\"rank-math-link\" href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/cbd-gegen-schmerzen\/\">chronischen (R\u00fccken-)Schmerzen<\/a>. Besonders h\u00e4ufig betroffen ist die Region um die Lendenwirbels\u00e4ule (Lumbalgie). Die Ursachen sind vielf\u00e4ltig, besonders h\u00e4ufig:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Altersbedingte Verschlei\u00dferscheinungen&nbsp;<\/strong><\/li><li><strong>Arthrose der Wirbelgelenke<\/strong><\/li><li><strong>Bandscheibenvorf\u00e4lle&nbsp;<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Behandlungsm\u00f6glichkeiten gibt es viele, fast immer m\u00fcssen Betroffene aber schmerzlindernde Medikamente einnehmen. H\u00e4ufig reichen \u201ekonventionelle\u201c Wirkstoffe nicht aus, sodass zus\u00e4tzlich <strong>Opioide<\/strong> gegeben werden m\u00fcssen. Diese sind hochwirksam, verursachen jedoch Nebenwirkungen und bergen das Risiko einer Abh\u00e4ngigkeit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Studie untersucht Einfluss einer begleitenden Cannabis Therapie<\/h2>\n\n\n\n<p>Die <strong>Society of Cannabis Clinicians in Sebastopol (USA)<\/strong> hat jetzt die Ergebnisse ihrer<strong>&nbsp;retrospektiven Kohortenstudie<\/strong> mit <strong>61 Patienten<\/strong> ver\u00f6ffentlicht, die an chronischen Schmerzen der Lendenwirbels\u00e4ule leiden und Opioide einnehmen. Nachdem sie medizinisches Cannabis erhielten, konnten in einem durchschnittlichen Zeitraum von 6,4 Jahren 50,8 Prozent die Einnahme von Opioiden abbrechen. Die 29 Patienten, die die Opioid-Therapie fortf\u00fchren mussten, teilten sich wie folgt auf:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Neun Patienten konnten die Dosierung der Opioide reduzieren<\/li><li>Drei Patienten mussten die bew\u00e4hrte Dosierung beibehalten&nbsp;<\/li><li>17 mussten die Opioid-Dosis erh\u00f6hen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Es konnten keine Faktoren identifiziert werden, welche Patienten f\u00fcr einen Beendigung der Opioid-Behandlung besonders pr\u00e4destiniert waren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Studienautoren sehen Cannabis als Chance&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Um Patienten eine gleichsam effektive wie schonende Therapie ihrer chronischen R\u00fcckenschmerzen anbieten zu k\u00f6nnen, empfehlen die Studienautoren<strong>, Cannabis in den Behandlungsplan zu integrieren.<\/strong> Dass rund die H\u00e4lfte aller Studienteilnehmer im Rahmen der Langzeitbeobachtung Cannabis als vollst\u00e4ndige Alternative zu Opioiden nutzen k\u00f6nnen, ist ermutigend. Denn es gibt ausreichend Evidenz dar\u00fcber, dass Cannabis eine schonende und gut wirksame Therapie f\u00fcr Schmerzpatienten darstellt. Aber auch f\u00fcr Patienten, die nicht vollst\u00e4ndig auf Opioide verzichten k\u00f6nnen, gibt es gute Nachrichten. In ihrer Schlussfolgerung stellte das Forscherteam klar, dass<strong> Cannabis die Opioid Wirkung verst\u00e4rkt und sich beide Wirkstoffe sinnvoll erg\u00e4nzen<\/strong>. Das bedeutet f\u00fcr viele Patienten, dass sie die Dosierung der Opioid Pr\u00e4parate reduzieren k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich in enger Zusammenarbeit mit ihrem behandelnden Arzt.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chronische R\u00fcckenschmerzen geh\u00f6ren in Deutschland zu den Volkskrankheiten. In vielen F\u00e4llen m\u00fcssen dauerhaft Schmerzmedikamente eingenommen werden. Weil konventionelle Wirkstoffe bei einigen Patienten keine ausreichende Wirkung erzielen, m\u00fcssen zus\u00e4tzlich Opioide gegeben werden. 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