{"id":18442,"date":"2020-11-19T15:44:24","date_gmt":"2020-11-19T15:44:24","guid":{"rendered":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/2020\/11\/19\/eugh-urteil-cbd-kein-betaeubungsmittel\/"},"modified":"2023-01-23T19:45:00","modified_gmt":"2023-01-23T18:45:00","slug":"eugh-urteil-cbd-kein-betaeubungsmittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/eugh-urteil-cbd-kein-betaeubungsmittel\/","title":{"rendered":"Europ\u00e4ischer Gerichtshof urteilt: CBD kein Bet\u00e4ubungsmittel"},"content":{"rendered":"\n<p>Ermutigendes<strong> Urteil des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) <\/strong>wenige Wochen vor der UN-Abstimmung zum Thema CBD. Die Luxemburger Richter teilten die Auffassung vieler Experten, dass <strong>Cannabidiol kein Bet\u00e4ubungsmittel <\/strong>ist. Gest\u00fctzt wird das Urteil v. a. auf die Tatsache, dass Cannabidiol keine psychoaktive Wirkung hervorruft. Experten in ganz Europa nehmen das Urteil erfreut auf. Auch Juristen sind der Auffassung, dass es nun schwierig wird, CBD UN-weit doch noch als Bet\u00e4ubungsmittel einzustufen. <strong>Das Urteil kommt somit zu einem sehr g\u00fcnstigen Zeitpunkt.&nbsp;Dennoch ist bis zum 2. Dezember noch nichts sicher.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDer Gerichtshof stellt fest, dass die Bestimmungen \u00fcber den freien Warenverkehr innerhalb der Europ\u00e4ischen Union anwendbar sind, da das im Hauptverfahren in Rede stehende CBD nicht als Bet\u00e4ubungsmittel angesehen werden kann.\u201c <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>So lautet ein Auszug aus der Urteilsbegr\u00fcndung der Richter am EuGH in Luxemburg. Zwei wesentliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die Urteilsbegr\u00fcndung der Richter:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Cannabidiol hat keine psychoaktive Wirkung&nbsp;<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Das EU-Recht nimmt Bezug auf zwei UN-\u00dcbereinkommen zu Drogen. CBD wird von diesen Resolutionen nicht abgedeckt<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eKeine sch\u00e4dlichen Auswirkungen auf die Gesundheit\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Urteil ist ein ermutigendes Signal f\u00fcr die Branche. Best\u00e4tigt f\u00fchlt sich auch die European Industrial Hemp Association (EIHA). Denn der EuGH folgte in vielen Punkten deren Einsch\u00e4tzung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beweise \u00fcber Sch\u00e4dlichkeit von CBD fehlen&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie die EIHA best\u00e4tigt auch der Gerichtshof die fehlenden Erkenntnisse \u00fcber eine Sch\u00e4dlichkeit. Nach heutigem Kenntnisstand l\u00f6st <a href=\"https:\/\/cannatrust.eu\/wiki\/cannabidiol-cbd\/\" class=\"rank-math-link\">CBD<\/a> keine gesundheitlichen Probleme aus. Die Substanz ist weder psychoaktiv noch suchtf\u00f6rdernd.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einstufung als Bet\u00e4ubungsmittel nicht UN-kompatibel?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei der Betrachtung von Suchtstoffen und psychoaktiven Pflanzen bezieht sich das <strong>EU-Recht auf zwei UN-\u00dcbereinkommen aus dem vergangenen Jahrhundert.<\/strong> Kern hiervon ist es, die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschheit zu sch\u00fctzen. Die Einsatz von CBD widerspricht diesem Grundsatz nicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der auf Cannabis spezialisierte Rechtsanwalt Robert Jappie kommentiert das Urteil wie folgt: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDies ist heute ein gro\u00dfer Gewinn f\u00fcr die CBD-Branche. Der EuGH best\u00e4tigt, dass CBD zwar im wahrsten Sinne des Wortes als Droge im Rahmen der Einheitlichen Konvention der Vereinten Nationen angesehen werden k\u00f6nnte, dies jedoch dem allgemeinen Geist dieser Konvention und ihrem Ziel, die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschheit zu sch\u00fctzen, zuwiderlaufen w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Urteil mit hoher Bedeutung f\u00fcr die Zukunft von CBD&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Bedeutung des EuGH-Urteils ist nach der Kehrtwende der Europ\u00e4ischen Kommission Anfang dieses Jahres noch wichtiger geworden. Seinerzeit vollzog man in Br\u00fcssel eine Art 180-Grad-Wende. Pl\u00f6tzlich mehrten sich Bestrebungen, CBD EU-weit als Bet\u00e4ubungsmittel einzustufen. Und dies, nachdem zuerst die zweifelhafte Betrachtung als \u201eneuartiges Lebensmittel\u201c in Aussicht gestellt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Und auch jenseits des Atlantiks steht im Dezember eine wichtige Entscheidung an. <strong>Die Kommission der Vereinten Nationen f\u00fcr Suchtstoffe (CND) wird in den n\u00e4chsten Wochen zusammentreten, um den Status von Cannabis in internationalen Vertr\u00e4gen zu er\u00f6rtern.<\/strong> Zur Debatte steht, CBD global v\u00f6llig neu zu betrachten und dem Rat der WHO zu folgen:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Cannabidiol Produkte, die nicht mehr als 0,3 Prozent THC enthalten, w\u00e4ren aus allen internationalen Konventionen zu Drogenkontrolle zu entfernen. Verst\u00e4ndlich, dass das aktuelle Urteil aus Luxemburg f\u00fcr Experten und Branchenkenner als ermutigend angesehen wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch ist uns hier noch einmal wichtig zu sagen: Inwiefern such das Urteil des EuGH letztendlich auf den CBD-Markt auswirken wird, bleibt abzuwarten. Die freie Verk\u00e4uflichkeit von CBD-Produkten ist hiermit leider l\u00e4ngst nicht erreicht.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Quellen:<\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/curia.europa.eu\/jcms\/jcms\/p1_3332715\/de\/\" target=\"_blank\" label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\" class=\"rank-math-link broken_link\">https:\/\/curia.europa.eu\/jcms\/jcms\/p1_3332715\/de\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>www.businesscann.com\/huge-result-for-cbd-industry-with-europes-top-court-saying-it-is-not-a-narcotic\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ermutigendes Urteil des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) wenige Wochen vor der UN-Abstimmung zum Thema CBD. Die Luxemburger Richter teilten die Auffassung vieler Experten, dass Cannabidiol kein Bet\u00e4ubungsmittel ist. Gest\u00fctzt wird das Urteil v. a. auf die Tatsache, dass Cannabidiol keine psychoaktive Wirkung hervorruft. Experten in ganz Europa nehmen das Urteil erfreut auf. 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