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Corona-Krise erhöht Nachfrage nach Cannabis

Cannabis with Euro bills on the table
Geschrieben von Kathi Klundt

Bereits vor einiger Zeit haben wir darüber berichtet, wie CBD auf Viren – wie das Corona-Virus – wirken kann. Jetzt gibt es Neuigkeiten aus der Cannabis-Wirtschaft.

Für den Cannabis-Markt hat die Corona-Krise einen Vorteil geschaffen: Dank der Krise sind die Absätze der Cannabis-Industrie deutlich gestiegen. Nichtsdestotrotz erwarten Experten, dass es zu erhöhten Lieferengpässen kommen wird, die auch Deutschland betreffen werden.

Dass Cannabis jemals so gefragt sein wird, wie Mehl und Zucker, ist für viele eher schwer vorstellbar. Trotz des Lockdowns durften in den meisten US-Bundesstaaten medizinische Cannabis-Shops geöffnet bleiben, da sie als wesentliche Bestandteile des Gesundheitssystems gelten. Andere, für den Freizeitkonsum bestimmte Cannabis-Shops, durften zumindest für die Lieferung und Abholung geöffnet bleiben.

Für den Branchen-Analysten Stephen Murphy, Gründer des Cannabis-Analysehauses Prohibition Partners, ist es ein gutes Zeichen, wieso Cannabis von einigen US-Staaten als „notwendiges“ Gut eingestuft wurde. Er sagte hierzu:

Das zeigt, wie sehr Cannabis in der Mitte der Gesellschaft verankert ist.

Investments werden schwieriger

Auch wenn die Industrie als solche im Cannabis-Segment von der Corona-Krise nicht betroffen ist, so ist es doch der Bereich der Finanzierung. Viele Investoren sind bereits vorsichtiger geworden. Auf absehbare Zeit wird es für Unternehmen demnach schwieriger werden, sich Risikokapital zu sichern. Einige Firmen haben bereits ihre Expansionspläne stillgelegt, Stellen abgebaut oder haben ganz schließen müssen, wodurch auch die Investoren Geld verloren haben. Dabei benötigt die Branche noch viel Geld für Lobbyarbeit, Maschinen, Technologie und Mitarbeiter.

Ebenso gilt es zu bedenken, dass die Cannabis-Branche weiterhin mit Stigmatisierungen zu kämpfen hat. Auch die Freigabe in Kanada 2018 verlief bisher eher schleppend und war für die Industrie eine Enttäuschung. Der große Boom blieb vorerst aus.

Corona-Krise sorgt für Aufschwung

Erst die Corona-Krise hat nun für eine positive Wende gesorgt. Allein in den USA verdoppelten sich die Verkäufe im Vergleich zu den Vormonaten. Selbst in Deutschland sind die Verkaufszahlen gestiegen und dies nicht nur für Medizinalcannabis. Firmen, die CBD-Produkte vertreiben, konnten Rekordzahlen vermelden.

Grundsätzlich hat man festgestellt, dass sich seit dem Lockdown und der Corona-Krise der Cannabis-Gebrauch deutlich erhöht hat. Abzuwarten bleibt, wie die Lieferengpässe in Deutschland – verursacht durch die eingeschränkten Transportwege – überwunden werden können.

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Kathi Klundt

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