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Der Einfluss von CBD auf den Testosteronspiegel

Geschrieben von Gunnar R.

Als Geschlechtshormon des Mannes generiert Testosteron einige wichtige Effekte im Körper. Es sorgt dafür, dass sich die „typisch männlichen“ Merkmale ausbilden. Das Wachstum von Hoden, Bartwuchs und vermehrter Muskelaufbau sind nur einige der zahllosen Wirkungen von Testosteron. Im Umkehrschluss ist ein Testosteronmangel mit vielen großen Nachteilen für den männlichen Körper assoziiert. Aus den unterschiedlichsten Gründen versuchen Menschen, in den körpereigenen Hormonhaushalt einzugreifen. Oft medizinisch begründet, um Störungen gezielt auszugleichen. Manchmal ist aber auch eine künstliche Erhöhung des Testosteronspiegels erwünscht, zum Beispiel, wenn vermehrt Muskelmasse aufgebaut werden soll. Das kann höchst schädlich für den Körper sein. Aber wie wirkt sich eigentlich CBD auf den körpereigenen Testosteronspiegel aus?

Grundsätzlich kann man zwischen drei Möglichkeiten, den körpereigenen Testosteronspiegel durch Zugabe von außen zu erhöhen, unterscheiden:

  1. Medizinisch begründet, um eine Hormonstörung zu behandeln
  2. Homöopathisch durch bestimmte Lebensmittel/Pflanzen, um beispielsweise Potenz, Fruchtbarkeit und Muskelwachstum zu stimulieren
  3. Als Anabolika zugeführt, was kurzfristig zu massivem Muskelwachstum und mittelfristig zu schwersten körperlichen Schäden führt

Die Frage, wie Cannabis auf den Testosteronhaushalt wirkt, kann also dem Punkt 2 zugeordnet werden. Von Cannabis ist bekannt, dass es unzählige Wirkungen auf den menschlichen Körper hat. Berauschend, wie THC oder in vielerlei Hinsicht heilsam, wie CBD. Kaum vorstellbar, dass die Nutzung der Heilpflanze keinen Einfluss auf den Hormonhaushalt hat. 

THC erweist sich als völlig unbrauchbar 

Wer die berauschende Wirkung eines THC-haltigen Produkts mit der nützlichen Wirkung einer natürlichen Testosteronsteigerung verbinden will, sieht sich beim Blick in die Fachliteratur enttäuscht: THC ist nicht nur illegal, sondern in dieser Hinsicht völlig unwirksam. Mehr Fruchtbarkeit ist keinesfalls zu erwarten, so die Mehrzahl der Studien. Im Gegenteil: Im Blut starker THC-Konsumenten fanden Forscher geringere Mengen an Geschlechtshormonen. Dass die Spermienzahl in einigen Untersuchungen ebenfalls reduziert war, dürfte kaum hilfreich sein. Allerdings gibt es auch keine Hinweise darauf, dass diese Effekte von Dauer sind. 

Zusammenfassend lässt sich also festhalten:

  • Regelmäßiger THC-Konsum senkt den Testosteronspiegel und die Anzahl an Spermien
  • Dauerhafte Schädigungen der Fruchtbarkeit sind nach Beendigung des Konsums nicht zu erwarten

CBD wirkt sich günstig auf die Produktion von Testosteron aus

Biowissenschaftler haben herausgefunden, dass CBD an anderen Rezeptoren wirkt als THC. Zwar verlangsamt auch Cannabidiol zunächst die Testosteron-Synthese, indem es mit den verantwortlichen Leydig-Zellen in den Hoden interagiert. Einerseits ändert sich dies aber sofort, nachdem CBD wieder aus dem Körper ausgeschieden ist. Andererseits senkt CBD die Hormone Prolaktin und Cortisol. Beide sind Gegenspieler von Testosteron, hemmen also dessen Wirkung. Insofern unterstützt CBD die Wirkung von Testosteron – sanft und natürlich: Ganz anders also als medizinisch nicht notwendige, künstliche Hormonpräparate, von denen Impotenz und Unfruchtbarkeit noch die harmloseren Folgen sind. 

Quellen

  • https://theuniversalplant.com/cbd-testosterone/
  • Hall W, Solowij N, Lemon J. The Health and Psychological Consequences of Cannabis Use. National Drug Strategy Monograph Series No. 25. Canberra: Australian Government Publishing Service, 1994.
  • Murphy L. Endokrinum. In: Grotenhermen F (Hrsg.): Cannabis und Cannabinoide. Pharmakologie, Toxikologie und therapeutisches Potential. Huber, Bern 2001.
  • Zimmer L, Morgan JP. Marijuana Myths Marijuana Facts. A review of the scientific evidence. New York/San Francisco: The Lindesmith Center, 1997.
  • House of Lords Select Committee on Science and Technology. Cannabis. The scientific and medical evidence. London: The Stationery Office, 1998.

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Über den Autor

Gunnar R.

Gunnar R.

Gunnar arbeitet seit der ersten Stunde für CannaTrust und konnte mit dem Projekt sein Enthusiasmus für Cannabis, speziell CBD, in Wort und Schrift umsetzen. Als Wirtschaftsjournalist hat Gunnar bereits für renommierte Medien wie Stern, Spiegel oder die Süddeutsche Zeitung geschrieben. Darüber hinaus verfügt er durch seine Mitarbeit an der größten medizinischen Online-Enzyklopädie Europas über ein überaus detailliertes Verständnis für Wirkungsweisen von Medizinprodukten.