Dachverband für Cannabis Social Clubs gegründet

Cannabis Social Clubs Legalisierung Eigenanbau

Berlin. Die deutschen Cannabis Social Clubs (CSC) haben sich zu einem Dachverband zusammengeschlossen. Dieser soll die deutschen Anbauvereine im Zuge der Cannabis Legalisierung politisch vertreten.

Eckpunkte für Cannabis Legalisierung

Cannabis Social Clubs sind Gemeinschaften von Personen, die gemeinsam Cannabis anbauen und so den Eigenbedarf ihrer Mitglieder abdecken. CSCs sind also keineswegs kommerziell, sondern eher als eine Art Gemeinschaft von Cannabisgärtner zu verstehen. Der im Berliner Hanfmuseum Ende Oktober gegründete „Dachverband der Cannabis Social Clubs Deutschland (CSCD)“ soll den Hanfanbauern eine Stimme geben und hatte schon im Vorfeld ein Eckpunktepapier für die geplante Legalisierung von THC erstellt.

Zu diesem Eckpunktepapier gehört die Forderung, dass auch Eigenanbau legalisiert werden soll. Desweiteren betont der CSCD, dass Prohibition nicht wirkt und zu vielen unnötigen Strafverfahren führt. Bei den Experteninterviews zur Entstehung des Eckpunktepapiers der deutschen Bundesregierung (CannaTrust berichtete) waren die Social Clubs zum Bedauern des Dachverbands nicht beteiligt. Der CSCD will sich auch auf europäischer Ebene über die „European Coalition for Just and Effective Drug Policies“ (ENCOD) engagieren.

Vorteile der Cannabis Social Clubs

Derzeit werden laut Aussage des Dachverbands im Wochentakt neue Vereine gegründet. Olli Waack-Jürgensen, Vorsitzender des Berliner Vereins High Ground und Mitglied im Verbandsvorstand, fasst die Vorteile von CSCs zusammen:

„Sie fördern eine natürliche soziale Kontrolle und Unterstützung von Selbstreflektion durch regelhafte Beratungsangebote und bieten damit eine niedrigschwellige Prävention die in den Alltag der Mitglieder integriert ist. Daneben bietet das soziale Gefüge der Clubs die Möglichkeit zum gemeinsamen leben und erleben einer umfangreichen Cannabiskultur als positive Alternative zum einsamen Rausch.“

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