Möglicher Einsatz von Cannabis gegen PTBS?

Cannabis gegen PTBS

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) tritt oft bei Menschen auf, die einer großen seelischen Belastung ausgesetzt waren. Der Öffentlichkeit ist die PTBS vor allem von Soldaten bekannt, die aus einem Kriegsgebiet kommen und die schrecklichen Bilder bewaffneter Konflikte nicht verarbeiten können. Um Kriegsveteranen, seelisch und körperlich Verwundete sowie Hinterbliebene gefallener Soldaten kümmert sich die Battle Brothers Foundation. Die Vereinigung möchte prüfen, inwiefern auch Cannabis zur Therapie der PTBS eingesetzt werden kann. Dies gelingt am besten durch eine Beobachtungsstudie. Eine solche wurde nun genehmigt und wird im kommenden in Zusammenarbeit mit einem israelisch-amerikanischen Unternehmen für medizinische Daten und Forschung durchgeführt

Es sind die Bilder von brennenden Häusern, sterbenden Kindern und Bombenhagel, die heimkehrende Soldaten an der PTBS erkranken lassen. Aber man muss nicht an die Front, um unter den quälenden Symptomen zu leiden. Auch Unfälle, Verbrechen oder plötzliche Todesfälle können bei Menschen zu der gefürchteten Belastungsstörung führen. Die US-amerikanisch Battle Brother Foundation kümmert sich um Veteranen und möchte die Palette möglicher Behandlungsansätze gegen die PTBS vergrößern. Die gemeinnützige Organisation gehört zur Helmand Valley Growers Company, einer Cannabis-Firma, die von Veteranen der United States Special Operations gegründet wurde und 100 Prozent ihres Gewinns spendet, um die Forschung zur medizinischen Verwendung von Cannabis für Veteranen zu finanzieren.

Beobachtungsstudie zum Einsatz von Cannabis kann starten

Die PTBS wird in der Regel mit einer Kombination aus kognitiver Verhaltenstherapie und Medikamenten – in der Regel Antidepressiva und Beruhigungsmittel – behandelt. Von CBD ist bekannt, dass es sowohl stimmungsaufhellende als auch angstlösende Effekte aufweist und sich somit vermutlich auch zur Behandlung der PTBS eignen könnte. Zu diesem Thema beantragte die Battle Brother Foundation nun eine Beobachtungsstudie, die von Seiten des Kontrollgremiums National Independent Review Board (IRB) genehmigt wurde.

60 kalifornische Veteranen testen im kommenden Jahr Cannabis Effekt auf PTBS

An der Studie werden im nächsten Jahr 60 kalifornische Veteranen mit mittelschwerer oder schwerer PTBS teilnehmen. Jeder von ihnen verwendet Cannabisprodukte nach eigenem Ermessen, schließlich handelt es sich um eine Beobachtungsstudie und nicht um eine klinische Versuchsreihe.

Die Studienhypothese lautet, dass die Behandlung mit Cannabis für die Verringerung der PTBS-Symptome bei Patienten mit behandlungsresistenter PTBS von Vorteil ist,

sagt Bryan Buckley, Gründer und Präsident der Battle Brothers Foundation. Der Beobachtungszeitraum der Probanden wird auf 90 Tage festgelegt. Ausgeschlossen sind illegale Cannabisprodukte, es dürfen nur Präparate verwendet werden, die auf dem offenen kalifornischen Markt erhältlich sind. Die günstigen Effekte werden ebenso beobachtet wie mögliche Nebenwirkungen

Hohe Selbstmordrate unter Veteranen mit posttraumatischer Belastungsstörung

Für Bryan Buckley kommt die Genehmigung genau zur richtigen Zeit:

Täglich sterben 22 Veteranen an den Folgen von posttraumatischem Stress.

Die Palette der konkreten Todesursachen geht dabei von Opioidabhängigkeit bis hin zu Depressionen. Einer offiziellen Studie mit 60.000 Veteranen aus den Kriegen in Afghanistan und dem Irak nach erlitten 13,5 Prozent eine PTBS. Andere Studien beziffern die Zahl gar auf 20 bis 30 Prozent. Es gilt nun also genau zu beobachten, inwiefern Hanfprodukte dabei helfen könnten, Soldaten, aber auch anderen PTBS Betroffenen zu helfen. Vor allem, wenn ansonsten eine Therapieresistenz besteht. Die Studie wird in Zusammenarbeit zwischen der Battle Brother Foundation und dem israelisch-amerikanischen Unternehmen NiaMedic durchgeführt.

Quelle:

https://www.forbes.com/sites/jacquelinebryant/2021/02/28/the-first-human-study-involving-cannabis-for-ptsd-treatment-has-been-approved/

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