CBD bei PTBS

CBD bei PTBS Wirkung

Eine der schwerwiegendsten psychischen Erkrankungen stellt die posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS, dar. Wie der Name schon erkennen lässt, tritt diese Form der Belastungsstörung nach einem traumatischen Ereignis ein. Die Psychologie kennt eine Vielzahl von belastenden Ereignissen, die PTBS auslösen können. Dazu zählen zum Beispiel am eigenen Leib oder über Dritte miterlebte Naturkatastrophen, schwere Unfälle oder auch Gewaltverbrechen und Kriegshandlungen. Dabei spielt es laut Experten keine Rolle, ob die Traumata dabei von kürzerer oder auch längerer Dauer waren.

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Von PTBS betroffene fühlen nach dem Ereignis Angst sowie Schutzlosigkeit. Sie selbst glauben, keine Möglichkeit für eine Bewältigung des Erlebten zu haben. Somit werden die beiden beschriebenen Gefühle durch die situationssubjektive Hilflosigkeit und durch den damit einhergehenden Kontrollverlust sogar schlimmer.

Ursachen von PTBS

Nicht jedes extrem schlimme Erlebnis führt automatisch zu einer PTBS, allerdings stehen Experten auf dem Standpunkt, dass eine zunehmende Anzahl solcher Erlebnisse (Traumata) die Wahrscheinlichkeit, an einer PTBS zu erkranken, erhöhen.

PTBS ist oft eine Erkrankung, die Soldaten betrifft

Führende PTBS-Gremien in Deutschland (Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie, Deutsche Gesellschaft für Psychotherapeutische Medizin, Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin, …) raten dazu, PTBS erst dann zu diagnostizieren, wenn neben den klassischen Symptomen auch ein Trauma im Lebenslauf der betroffenen Person nachgewiesen wurde. Dazu zählen zum Beispiel KZ-Aufenthalte, Kriegseinsätze oder Vergewaltigungen. Besonders achten sollte man laut diesen Experten auf Personen, die über kein oder ein schlechtes soziales Auffangnetz verfügen. Eine gewisse genetische Veranlagung, basierend auf einer X-chromosomal vererbten niedrigen MAO-A-Aktivität, ist ebenfalls zu erkennen.

Die Angstzustände, die Beunruhigung und die Hilflosigkeit sind ursächliche Gefühle für eine PTBS. Hierbei kann CBD zum Beispiel lindernd, beruhigend oder auch gemütserhellend gegensteuern.

Herkömmliche Mittel gegen PTBS

In der Regel versuchen Ärzte PTBS durch psychologische Therapien zu lindern. Manchmal reicht hierbei eine ambulante Behandlung, aber bei schweren depressiven Symptomen, akuter Selbstmordgefahr oder auch psychotischen Störungen wird zu einem stationären Klinikaufenthalt geraten.

Hat sich ein Betroffener zu einer Behandlung entschlossen, fokussiert sich die Psychotherapie auf das erlittene Trauma – allerdings durchaus mit medikamentöser Unterstützung. Eine Behandlung von PTBS sollte dem Betroffenen die Kontrolle über ungewollt auftretende Erinnerungen zurückgeben und dabei helfen, die Symptome Depression, Angst, Konzentrationsprobleme oder auch Schlafstörungen zu überwinden. Zusätzlich soll der Therapeut dabei unterstützen, dass der Betroffene das Trauma als Teil seines Lebens annimmt und es damit verarbeiten kann. Da PTBS-Patienten oftmals ein besonders niedriges psychosoziales Funktionsniveau haben, soll die Behandlung diese verbessern. CBD bei PTBS kann speziell die Symptome wie Schlafstörungen, Ängste, Konzentrationsstörungen oder auch Depressionen mildern.

CBD bei PTBS – Wirkung & Studien

Unter Soldaten, die im Krieg dienten, sind Cannabisprodukte schon seit längerem dafür bekannt und wird auch dafür verwendet, mit den Schrecken der Kämpfe besser klarzukommen. Aber nicht nur THC, vor allem auch CBD bei PTBS kann helfen, starke Angstzustände sowie intensive Panikattacken zu lindern. Dabei wird CBD meist in Form von CBD Öl oral geschluckt oder als CBD Liquid in einer E-Zigarette geraucht. Anders als THC ist CBD aber nicht psychoaktiv, verursacht keine Rauschzustände und macht nicht abhängig.

Der im University Langone Medical Center tätige Mediziner Alexander Neumeister stellte in einer Studie[1] aus dem Jahr 2012 fest, dass belastende Ereignisse mit dem CB1-Rezeptor des Endocannabinoidsystems (ECS) in Verbindung stehen. Der CB1-Rezeptor innerhalb dieses Nervensystems kann eine wichtige Rolle dabei spielen, Ängste zu lindern oder gar diese zu beseitigen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen untersuchten Wissenschaftler, wie CBD bei posttraumatischer Belastungsstörung wirkt. Dabei wurde festgestellt, dass ein Mangel innerhalb des ECS zu einer Förderung einer PTBS führen kann. Eine äußere Zuführung von CBD bei PTBS kann laut den Ergebnissen der Forscher dazu führen, dass die Symptome sich über das ECS verbessern. Das CBD bei PTBS diverse Durchschlafprobleme lindert und die Anzahl schlechter Träume mindert, konnte in der Studie auch belegt werden.

Erfahren Sie mehr über CBD Produkte

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CBD wirkt bei PTBS zum Beispiel auch durch seine neuroprotektiven Eigenschaften. Somit kann CBD im Verlauf oder im Vorfeld einer posttraumatischen Belastungsstörung über das ECS auch schützend auf die Nervenbahnen Einfluss nehmen. Das Einnehmen von zum Beispiel CBD Öl bei PTBS kann dadurch Angst- und Stresssymptome abmildern.

Viele Betroffene von PTBS leiden unter geringer Schlafqualität. Dies äußert sich in schlechtem Schlaf oder in Schlaflosigkeit. Schlaffördernd wirkt zum Beispiel CBD Öl bei PTBS, da es zum einen beruhigt, zum anderen „böse Gedanken“ während des Einschlafens durch seine gemütsaufhellenden Eigenschaften vertreibt. Somit kann CBD bei PTBS das Kreisen der Gedanken ausschließlich um die auslösenden Traumata durchbrechen. Das Unglücklichsein vieler PTBS-Betroffener wird in der Fachwelt durchaus auch mit einem Mangel an Anandamid in Zusammenhang gebracht. CBD werden ähnliche Eigenschaften wie dem Anandamid zugeschrieben. Damit besteht die Möglichkeit, dass CBD bei PTBS einen Anandamid-Mangel ausgleichen könnte.

Gehäuft tritt PTBS bei Veteranen von Kampfeinsätzen auf. Daher gibt es sehr verlässliche Zahlen aus dem US-amerikanischen Militär, was die Behandlung von PTBS durch CBD angeht. Über lange Jahre wurde den Soldaten THC in verschiedenen Darreichungsformen gegeben. Allerdings zeigten sich auch Nebenwirkungen wie Psychosen oder manchmal auch Paranoia. Seit die US-Armee auf den Wirkstoff CBD bei PTBS umgeschwenkt ist, wurden die Symptome der Krankheit bei den Soldaten erheblich gesenkt und deren Lebensqualität sowie jene der betroffenen Familien erheblich erhöht.

Die Zukunft von CBD bei PTBS

Die Veteranenorganisation der USA unterstützt ihre Mitglieder dabei, durch CBD-Produkte den Alltag nach einem traumatischen Kampfeinsatz wieder zu meistern. THC-haltige Präparate werden von der Organisation hingegen heute strikt abgelehnt. Ende des vergangenen Jahres (2018) ließen US-Forscher des Scottsdale Research Institute in Phoenix, Colorado, aufhorchen, da sie eine Studie zu dem Thema aktuell durchführen wollen. Mit Ergebnissen sei 2020 zu rechnen.

HÄUFIGE FRAGEN ZU CBD bei PTBS

Hilft CBD Öl bei PTBS?

Ja, einige Studien haben gezeigt, dass CBD positive Effekte bei der Behandlung von post-traumatischer Belastungsstörung haben kann. CBD wirkt beruhigend auf die Psyche und hat so das Potential das Leiden von Betroffenen zu lindern.

Wie hilft CBD bei PTBS?

Einige Studien konnten zeigen, dass die Einnahme von CBD bei PTBS-Patienten die Konzentrationsfähigkeit und den Schlaf verbessert. Cannabidiol setzt direkt am Nervensystem an und kann somit beruhigend auf die Psyche wirken.

Ersetzt CBD Öl Psychopharmaka?

CBD ersetzt keine Psychotherapie. Die Forschung hat positive Ergebnisse in der Behandlung von PTBS mit CBD erzielt. CBD Öl kann z.B. als Alternative für diejenigen, die keine schweren Psychopharmaka vertragen, gesehen werden.

Bestätigen Studien die positive Wirkung von CBD bei PTBS?

Ja. In vielen Studien haben PTBS-Patienten CBD Öl eingenommen und haben danach einen Rückgang von Alpträumen, Flashbacks und Angstzuständen berichtet.

Quellen

[1] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/da.22031 – 01.10.2019

Weitere Studien

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

Über den Autor

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".