Krankheiten

PTBS

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Geschrieben von Stefan K.

CBD bei PTBS

Eine der schwerwiegendsten psychischen Erkrankungen stellt die posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS, dar. Wie der Name schon erkennen lässt, tritt diese Form der Belastungsstörung nach einem traumatischen Ereignis ein. Die Psychologie kennt eine Vielzahl von belastenden Ereignissen, die PTBS auslösen können. Dazu zählen zum Beispiel am eigenen Leib oder über Dritte miterlebte Naturkatastrophen, schwere Unfälle oder auch Gewaltverbrechen und Kriegshandlungen. Dabei spielt es laut Experten keine Rolle, ob die Traumata dabei von kürzerer oder auch längerer Dauer waren.

Die von PTBS Betroffenen fühlen nach dem Ereignis Angst sowie Schutzlosigkeit. Sie selbst glauben, keine Möglichkeit für eine Bewältigung des Erlebten zu haben. Somit werden die beiden beschriebenen Gefühle durch die situationssubjektive Hilflosigkeit und durch den damit einhergehenden Kontrollverlust sogar schlimmer.

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Unter Soldaten, die im Krieg dienten, sind Cannabisprodukte schon seit längerem dafür bekannt und wird auch dafür verwendet, mit den Schrecken der Kämpfe besser klarzukommen. Aber nicht nur THC, vor allem auch CBD bei PTBS kann helfen, starke Angstzustände sowie intensive Panikattacken zu lindern. Dabei wird CBD meist in Form von CBD Öl oral geschluckt oder als CBD Liquid in einer E-Zigarette geraucht. Anders als THC ist CBD aber nicht psychoaktiv, verursacht keine Rauschzustände und macht nicht abhängig.

Ursachen von PTBS

Nicht jedes extrem schlimme Erlebnis führt automatisch zu einer PTBS, allerdings stehen Experten auf dem Standpunkt, dass eine zunehmende Anzahl solcher Erlebnisse (Traumata) die Wahrscheinlichkeit, an einer PTBS zu erkranken, erhöhen.

Führende PTBS-Gremien in Deutschland (Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie, Deutsche Gesellschaft für Psychotherapeutische Medizin, Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin, …) raten dazu, PTBS erst dann zu diagnostizieren, wenn neben den klassischen Symptomen auch ein Trauma im Lebenslauf der betroffenen Person nachgewiesen wurde. Dazu zählen zum Beispiel KZ-Aufenthalte, Kriegseinsätze oder Vergewaltigungen. Besonders achten sollte man laut diesen Experten auf Personen, die über kein oder ein schlechtes soziales Auffangnetz verfügen. Eine gewisse genetische Veranlagung, basierend auf einer X-chromosomal vererbten niedrigen MAO-A-Aktivität, ist ebenfalls zu erkennen.

Die Angstzustände, die Beunruhigung und die Hilflosigkeit sind ursächliche Gefühle für eine PTBS. Hierbei kann CBD zum Beispiel lindernd, beruhigend oder auch gemütserhellend gegensteuern.

Wie Mittel gegen PTBS wirken

In der Regel versuchen Ärzte PTBS durch psychologische Therapien zu lindern. Manchmal reicht hierbei eine ambulante Behandlung, aber bei schweren depressiven Symptomen, akuter Selbstmordgefahr oder auch psychotischen Störungen wird zu einem stationären Klinikaufenthalt geraten.

Hat sich ein Betroffener zu einer Behandlung entschlossen, fokussiert sich die Psychotherapie auf das erlittene Trauma – allerdings durchaus mit medikamentöser Unterstützung. Eine Behandlung von PTBS sollte dem Betroffenen die Kontrolle über ungewollt auftretende Erinnerungen zurückgeben und dabei helfen, die Symptome Depression, Angst, Konzentrationsprobleme oder auch Schlafstörungen zu überwinden. Zusätzlich soll der Therapeut dabei unterstützen, dass der Betroffene das Trauma als Teil seines Lebens annimmt und es damit verarbeiten kann. Da PTBS-Patienten oftmals ein besonders niedriges psychosoziales Funktionsniveau haben, soll die Behandlung diese verbessern. CBD bei PTBS kann speziell die Symptome wie Schlafstörungen, Ängste, Konzentrationsstörungen oder auch Depressionen mildern.

CBD bei PTBS – wie Cannabidiol wirkt?

Der im University Langone Medical Center tätige Mediziner Alexander Neumeister stellte in einer Studie[1] aus dem Jahr 2012 fest, dass belastende Ereignisse mit dem CB1-Rezeptor des Endocannabinoid-Systems (ECS) in Verbindung stehen. Der CB1-Rezeptor innerhalb dieses Nervensystems kann eine wichtige Rolle dabei spielen, Ängste zu lindern oder gar diese zu beseitigen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen untersuchten Wissenschaftler, wie CBD bei posttraumatischer Belastungsstörung wirkt. Dabei wurde festgestellt, dass ein Mangel innerhalb des ECS zu einer Förderung einer PTBS führen kann. Eine äußere Zuführung von CBD bei PTBS kann laut den Ergebnissen der Forscher dazu führen, dass die Symptome sich über das ECS verbessern. Das CBD bei PTBS diverse Durchschlafprobleme lindert und die Anzahl schlechter Träume mindert, konnte in der Studie auch belegt werden.

CBD wirkt bei PTBS zum Beispiel auch durch seine neuroprotektiven Eigenschaften. Somit kann CBD im Verlauf oder im Vorfeld einer posttraumatischen Belastungsstörung über das ECS auch schützend auf die Nervenbahnen Einfluss nehmen. Das Einnehmen von zum Beispiel CBD Öl bei PTBS kann dadurch Angst- und Stresssymptome abmildern.

Viele Betroffene von PTBS leiden unter geringer Schlafqualität. Dies äußert sich in schlechtem Schlaf oder in Schlaflosigkeit. Schlaffördernd wirkt zum Beispiel CBD Öl bei PTBS, da es zum einen beruhigt, zum anderen „böse Gedanken“ während des Einschlafens durch seine gemütsaufhellenden Eigenschaften vertreibt. Somit kann CBD bei PTBS das Kreisen der Gedanken ausschließlich um die auslösenden Traumata durchbrechen. Das Unglücklichsein vieler PTBS-Betroffener wird in der Fachwelt durchaus auch mit einem Mangel an Anandamid in Zusammenhang gebracht. CBD werden ähnliche Eigenschaften wie dem Anandamid zugeschrieben. Damit besteht die Möglichkeit, dass CBD bei PTBS einen Anandamid-Mangel ausgleichen könnte.

Gehäuft tritt PTBS bei Veteranen von Kampfeinsätzen auf. Daher gibt es sehr verlässliche Zahlen aus dem US-amerikanischen Militär, was die Behandlung von PTBS durch CBD angeht. Über lange Jahre wurde den Soldaten THC in verschiedenen Darreichungsformen gegeben. Allerdings zeigten sich auch Nebenwirkungen wie Psychosen oder manchmal auch Paranoia. Seit die US-Armee auf den Wirkstoff CBD bei PTBS umgeschwenkt ist, wurden die Symptome der Krankheit bei den Soldaten erheblich gesenkt und deren Lebensqualität sowie jene der betroffenen Familien erheblich erhöht.

Die Zukunft von CBD bei PTBS

Die Veteranenorganisation der USA unterstützt ihre Mitglieder dabei, durch CBD-Produkte den Alltag nach einem traumatischen Kampfeinsatz wieder zu meistern. THC-haltige Präparate werden von der Organisation hingegen heute strikt abgelehnt. Ende des vergangenen Jahres (2018) ließen US-Forscher des Scottsdale Research Institute in Phoenix, Colorado, aufhorchen, da sie eine Studie zu dem Thema aktuell durchführen wollen. Mit Ergebnissen sei 2020 zu rechnen.

Fazit

  • CBD bei PTBS kann bei einigen Symptomen von PTBS hilfreich sein. So verbessert CBD bei der posttraumatischen Belastungsstörung sowohl den Schlaf wie auch die Konzentrationsfähigkeit.
  • Das Kreisen der Gedanken um das auslösende Trauma kann durch die beruhigende Wirkung von CBD bei PTBS durchbrochen werden. Somit kann zum Beispiel CBD Öl Alpträume, Flashbacks, Panikattacken oder auch Angstzustände reduzieren.
  • Ganz allgemein gesagt kann CBD bei der posttraumatischen Belastungsstörung die Lebensqualität der Betroffenen und des sozialen Umfelds verbessern.


[1] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/da.22031 – 01.10.2019

Weitere Studien

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/da.22031/abstract

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24035186

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15637635

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24518289

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22979992

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24336729

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22736575

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23829364

http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fphar.2016.00493/full

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27296152

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26644963

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https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=traumatic+and+Kerbage+H

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23433741

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22687521

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17952654

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24117398

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15313881

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".