Zu hoher THC-Gehalt in Hanf-Lebensmitteln

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Strenge Kontrollen zum Schutz der Verbraucher

Die Lebensmittelüberwachung Baden-Württemberg hat einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass die Hälfte der Hanf-Lebensmittel einen zu Hohen THC-Gehalt aufweist.

Die Lebensmittelüberwachung legt den Fokus auf die Überwachung von Lebensmittel, Trinkwasser, Bedarfsgegenstände, Kosmetika bis hin zu Tabakerzeugnissen und Futtermittel. Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Recht auf Schutz vor Täuschung und gesundheitlichem Schaden durch Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs. Deshalb unterliegen alle oben genannten Kategorien umfangreichen rechtlichen Vorschriften, die durch die amtliche Überwachung in Baden-Württemberg streng kontrolliert werden.

THC-Gehalt zu hoch

Der neue Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung ist nun veröffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass Kontrollen aus dem vergangen Jahr eine eher ernüchternde Prognose bezüglich hanfhaltigen Lebensmittel ergeben haben. Von den insgesamt 49 untersuchten Lebensmittelproben wurden 29 Proben als „nicht sicher“ beanstandet.

Der Grund waren „zu hohe Gehalte an D9-Tetrahydrocannabinol (THC), der wichtigsten psychoaktiven Substanz der Hanfpflanze.“

 Weitere Details wurden vom baden-württembergischen Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) am Montag in Stuttgart bekannt gegeben.

Hanfsamenöle und Getränke einwandfrei

Aus dem Bericht geht hervor, dass 29 Proben als Extrakte aus der Hanfpflanze sowie daraus gewonnene cannabinoidhaltige Produkte eingestuft wurden. Diese gelten als nicht zugelassene neuartige Lebensmittel. Weitere 32 Proben hatten keine korrekten Kennzeichnungen, sodass „lediglich zwölf Proben nicht zu beanstanden waren.“ Bei den zwölf Proben handelten es sich hauptsächlich um Hanfsamenöle und hanfhaltige Getränke.

Mittlerweile hat sich die Produktpalette hanfhaltiger Lebensmittel deutlich erweitert: Sie reicht über Back-und Teigwaren hin zu Süßwaren, Kräutertee, Erfrischungsgetränken, Bieren sowie Nahrungsergänzungsmitteln. Hier unterscheidet man noch zwischen THC-reichen und THC-armen Hanfsorten . Hanfpflanzen, die weniger als 0,2 % THC enthalten, gelten als THC-arme Sorten. Hieraus können Hanfsamen und Hanfsamenöl gewonnen werden.

THC-Richtwert für Lebensmittel

Sobald man den Werbeslogan „THC-frei“ liest, fühlen sich Verbraucher auf der sicheren Seite. Allerdings muss hier beachtet werden, dass an Lebensmittel vollkommen anderen Anforderungen gestellt werden als an die Hanfpflanze selbst. Es wurden extra Richtwerte für THC in Lebensmitteln vorgegeben, um so den Schutz vor nachteiliger Wirkung durch den Verzehr von THC-haltigen Lebensmittel für empfindliche Verbrauchergruppen, wie z.B. Kinder, Jugendliche und Menschen mit Vorerkrankungen, zu gewährleisten.

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