Leiterin der amerikanischen Drogenbehörde macht explosive Aussage

Explosive Aussage der Leiterin der amerikanischen Drogenbehörde

Es gebe keinen Beweis, dass ein gelegentlicher Cannabis-Konsum von Erwachsenen gesundheitliche Schäden verursacht. Das ist der Wortlaut der amerikanischen Drogenbehörde NIDA (National Institute on Drug Abuse), Nora Volkow, in einem Interview mit FiveThirtyEight. Diese Aussagen stehen im Gegensatz zur bisherigen von der Behörde vertretenen Linie. 

Volkows Aussagen zum Thema Cannabis

Selbstverständlich spricht sich Nora Volkow gegen den Cannabis-Gebrauch von Jugendlichen und Schwangeren aus. Auch möchte sie die Kommerzialisierung von Cannabis nicht unterstützen. Sie ist jedoch bereit, sich die Effekte der Cannabis-Legalisierung für Erwachsene aus einer Perspektive der Volksgesundheit und auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen anzusehen. So war sie positiv überrascht, dass die kürzlich erfolgte Cannabis-Legalisierung nicht zu einem Anstieg des Konsums durch Jugendliche geführt hat. Bei diesen kann nämlich der Konsum von Cannabis-Produkten mit hohem THC-Gehalt die Gehirnentwicklung negativ beeinflussen. Dieses Problem wurde bei Erwachsenen nicht nachgewiesen.

Volkow berichtete, dass viele Cannabis-Nutzer im Durchschnitt einen niedrigen BMI (Body Mass Index) haben, auch im höheren Alter. Dies ist ein gesundheitlicher Vorteil. Ihrer Meinung nach sollten als psychedelisch eingestufte Substanzen wissenschaftlich auf ihre Gefährlichkeit untersucht und je nach Ergebnis neu bewertet werden (siehe auch THC Wirkung). 

Die Auswirkungen der Kriminalisierung von Cannabis

Nach Ansicht von Volkow sollten Süchtige nicht als kriminell und charakterschwach, sondern als krank angesehen werden und eine entsprechende Behandlung erhalten. Dies ist gerade in Gefängnissen nicht möglich. Dort werden die Süchtigen eher stigmatisiert, als dass sie Hilfe erhalten. Farbige sind davon überproportional häufig betroffen. Volkow sieht die Stigmatisierung als eines der Hauptprobleme bei der Lösung von Amerikas Drogenkrise. Die Stigmatisierung geht vor allem von staatlichen Stellen aus. Sie spricht sich für die Dekriminalisierung von Cannabis und eine bessere Behandlung von Suchterkrankungen, sowie für mehr Forschung auf diesem Gebiet aus. 

Forschung für die Gesundheit

NIDA hat einen Bericht an die Gesetzgeber im Kongress geschickt, in dem es hieß, dass der Status von kontrollierten Substanzen wie Cannabis in der Liste I die Erforschung ihrer potenziellen Risiken und vor allem der potenziellen Vorteile durch Wissenschaftler verhindert oder zumindest erschwert. Dies betrifft auch die Cannabinoid-Produkte, die Konsumenten bereits in Apotheken oder speziellen Läden kaufen können und die die öffentliche Gesundheit verbessern könnten. 

Quelle:

https://www.marijuanamoment.net/top-federal-drug-official-says-theres-no-evidence-that-occasional-marijuana-use-is-harmful-for-adults/

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