CBD gegen Epilepsie: Therapeutischer Effekt wird mit der Zeit größer

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Dass Cannabidiol (CBD) bei Epilepsie helfen kann, ist bereits seit längerer Zeit bekannt. Neu ist hingegen, dass der therapeutische Effekt offenbar umso größer wird, je länger die Verbindung eingenommen wird. Der Unterschied gegenüber der Anfangsphase einer Behandlung ist sogar signifikant, wie amerikanische Forscher nun in einer Studie mit 169 Probanden herausgefunden haben.

Die Ergebnisse machen Hoffnung auf eine weitere Nutzung von CBD bei behandlungsresistenter Epilepsie. Immerhin handelt es sich bei dem Krampfleiden um eine der häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen überhaupt. Zwar gibt es viele Behandlungsmöglichkeiten, nicht immer bringen diese aber den gewünschten Erfolg. Cannabidiol ist hier eine mögliche Alternative.

Im zweiten Behandlungsjahr wirkt Cannabidiol noch viel besser

CBD kann dabei helfen, die belastenden Beschwerden einer Epilepsie zu behandeln. Weitere Details hierzu wurden nun im Rahmen einer US-Studie bekannt. Offensichtlich gibt es einen Zusammenhang zwischen der Dauer einer Therapie und dem Behandlungserfolg. Dabei sank nicht nur die Anfallshäufigkeit, sondern auch deren Intensität.

169 Probanden erhielten CBD Extrakt Epidyolex

Mit dem CBD Extrakt Epidyolex wurden im Rahmen der Studie der neurologischen Abteilung des UAB Epilepsy Center der University of Alabama at Birmingham (USA) insgesamt 169 Probanden behandelt, davon 80 Erwachsene und 89 Kinder. Alle litten unter einer sogenannten therapierefraktären Epilepsie. Das bedeutet, die Erkrankung spricht auf herkömmliche Behandlungen nicht ausreichend an. Als Behandlungserfolg definierten die Forscher eine Reduktion der epileptischen Anfälle um mindestens 50 % gegenüber dem Zustand ohne CBD Gabe.

Vor allem Erwachsene profitieren deutlich bei ausreichend langer Gabe

Sowohl Kinder als auch Erwachsene zeigten im zweiten Behandlungsjahr mit Epidyolex eine signifikante Reduktion der Anfallshäufigkeit. Bei 44 % zeigte sich nach einem Monat Therapie eine Verbesserung, nach dem ersten Jahr waren es 41 % und nach Ablauf des zweiten Behandlungsjahres waren dies bereits 61 %. Noch besser sah es bei den Erwachsenen aus:

  • Anfallsreduktion nach einem Monat: 34 %
  • Anfallsreduktion im ersten Jahr: 53 %
  • Anfallsreduktion im zweiten Jahr: 71 %

Auch die Anfallsschwere ließ im zweiten Jahr besonders deutlich nach. Und auch hier waren es besonders die Erwachsenen, die von der langfristigen CBD Gabe profitierten. Nach zwei Jahren reduzierte sich die Intensität der epileptischen Anfälle um bis zu 85 %. Doch auch bei den Kindern konnte sich das Ergebnis sehen lassen: Ihre Anfallsintensität sank im zweiten Jahr um 75 %.

Quellenangaben

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33667843/

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