Krankheiten

Epilepsie

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Geschrieben von Stefan K.

CBD bei Epilepsie

Was haben Julius Caesar, Alexander der Große, Alfred Nobel und Agatha Christie gemeinsam? Sie alle litten an Epilepsie. Was früher als Fallsucht bekannt war, wird heute auch zerebrales Krampfleiden genannt. Von einer Epilepsie spricht man dabei erst, wenn es nach einem ersten mindestens auch zu einem zweiten Anfall dieser Art gekommen ist.

Experten sind nach eingehenden Studien zu dem Schluss gekommen, dass ein epileptischer Anfall in der Regel die Folge überraschend auftretender synchroner elektrischer Entladungen von Nervenzellen im Gehirn ist. Diese Entladungen können während eines Anfalls zu unwillkürlichen, aber doch eindeutig stereotypen Verhaltens- sowie Befindungsstörungen führen (Konzentrationsschwächen oder Taubheitsgefühle).

Grundlegend kann CBD bei Epilepsie laut vielen Erfahrungsberichten den Alltag der Betroffenen teilweise erheblich erleichtern. Es wird berichtet, dass CBD nicht nur während der Anfälle krampflösend wirkt, sondern im Vorfeld eingenommen bei den Patienten das Gefühl aufkommt, dass CBD bei Epilepsie krampfunterdrückend wirkt. Auch die Häufigkeit von Anfällen soll durch die Verwendung von CBD geringer geworden sein.

Ursachen von Epilepsie

Sowohl für schwere, weil oft auftretende, wie auch „nur“ gelegentlich stattfindende Epilepsie-Anfälle gibt es leider eine große Möglichkeit an auslösenden oder verstärkenden Ursachen. Die oft auftretenden Fälle nennt man in der Fachsprache symptomatische Epilepsie, die anderen Fälle aufgrund ihrer geringen Häufigkeit Gelegenheitsanfälle.

Ursachen für die symptomatische Epilepsie sind zum Beispiel

  • Hirnschäden, die während der Geburt auftraten
  • Hirntumore
  • Schädelhirntraumata, bedingt durch Unfälle
  • Infektionen im Gehirn (Herpes, Masern, Hepatitis C, Lyme-Borreliose, …)
  • Missbildungen des Gehirngewebes
  • Stoffwechselerkrankungen wie Hämochromatose

Gelegenheitsanfälle werden nicht selten von temporär begrenzten Dingen verursacht, die nach dem Abklingen wieder verschwinden. Dazu zählen

  • Fieberkrämpfe, speziell bei Kindern
  • flackerndes Licht wie bei einem Stroboskop
  • langanhaltender Schlafentzug
  • Unterzuckerung
  • Drogen (Kokain, Ketamin, Alkohol etc.)
  • Psychopharmaka

Im Alltag ist oftmals ein Ausschließen aller ursächlichen Faktoren der Epilepsie kaum möglich. Dies gilt besonders, da Experten annehmen, dass noch nicht alle Ursachen identifiziert worden sind.

Wie Epilepsie-Mittel wirken

Im besten Fall sollen Epilepsie-Mittel einen Anfall verhindern, also vorbeugend wirken. Sogenannte Antiepileptika wirken, indem sie die oben beschriebenen Ursachen, grundlegend also die Überaktivität gewisser Nervenzellen im Gehirn, unterdrücken. Diese Medikamente sind nicht dafür gedacht, Epilepsie zu heilen. Ihre Wirkungsweise zielt „lediglich“ darauf ab, das Anfallsrisiko zu senken.

Die Nebenwirkungen von verschriebenen Antiepileptika können leider unangenehme Dimensionen annehmen. Bei leichten Fällen von Epilepsie raten Fachmediziner durchaus auch dazu, aufgrund der Nebenwirkungen keine Medikamente zu nehmen. Sollte man sich unsicher sein, ob man die unerwünschten Nebenwirkungen in Kauf nehmen sollte, sollte man immer mit einem Facharzt absprechen.

CBD bei Epilepsie – wie wirkt Cannabidiol?

Das nicht psychoaktive CBD wird in beinahe ausschließlich positiven Erfahrungsberichten von Betroffenen als krampflösend und vor allem entspannend beschrieben. Speziell die nicht psychoaktive Eigenart des CBD gilt als Grundlage für den positiven Einfluss auf diese Krankheit.

Cannabidiol, welches als Mittel bei Epilepsien Verwendung findet, gibt es in den unterschiedlichsten Darreichungsformen. So findet man den Wirkstoff unter anderem in

  • CBD Ölen
  • CBD Kapseln
  • CBD Liquids
  • CBD Sprays
  • CBD Kosmetika
  • CBD Food

Einer aktuellen Studie[1] zufolge senkt CBD bei Epilepsie die Häufigkeit von Krampfanfällen. Die positive Wirkung von Cannabis war aber auch schon den alten Chinesen und den Völkern im Nahen Osten vor tausenden Jahren bekannt.

Moderne Cannabiszüchtungen, die einen hohen CBD-Anteil und einen kaum mehr messbaren THC-Anteil enthalten, zeigen auf Betroffene von Krampfanfällen eine erstaunliche Wirkung. Besonders bekannt wurde der Fall „Charlotte Figi“. Das Mädchen litt am Dravet-Syndrom und wurde von nicht selten bis zu 300 Anfällen pro Woche geplagt. Die Stanley-Brüder entwickelten zu dieser Zeit (2011) eine Sorte Marihuana mit sehr hohem CBD-Gehalt. Charlotte nahm es und die Anfälle senkten sich auf drei pro Woche. Der Name dieser speziellen Sorte Marihuana lautet seither „Charlotte´s Web“ und hat seit dieser Zeit einer Vielzahl von Epileptikern sehr geholfen.

Die chemische Verbindung im CBD zeigt laut Experten eine vielversprechende Möglichkeit, behandlungsresistente Epilepsie zu behandeln. Hierbei reduziert CBD die Anfallshäufigkeit. Diese Wirkung scheint man am besten mit CBD Öl zu erreichen. Die rasche Aufnahme dieser Darreichungsform über die Mundschleimhaut scheint dafür mitausschlaggebend zu sein.

Spezielle Formen von Epilepsie – CBD als Epilepsie-Mittel

An dieser Stelle soll eine spezielle Form der Epilepsie erwähnt werden. Neben der „klassischen“ Epilepsie, die ohne die geringste Vorwarnung den Körper der Betroffenen regelrecht martert, gibt es auch jene Form, die eine Aura hat.

Die Aura beschreibt im Allgemeinen ein unbestimmtes Vorgefühl. Man spürt, dass sich etwas anbahnt, ehe es passiert. Bei Epilepsiepatienten kann eine Aura sozusagen eine Vorstufe für einen Anfall darstellen. Die epileptische Aktivierung der Nervenzellen im Gehirn ist ein wichtiges Warnsignal und für die Lokalisationsdiagnostik unschätzbar wertvoll. Sie hat große Bedeutung im Ausmachen von sogenannten epilepsieauslösenden Herden.

Für das Zusammenspiel CBD und Epilepsie kann die Aura besonders interessant werden. Die präventiv krampflösenden Eigenschaften des CBD können in Einzelfällen womöglich dafür sorgen, dass die Aura tatsächlich das einzige Symptom eines Anfalls bleiben würde.

Ausblick und beauftragte Studien für CBD bei Epilepsie

Aktuell wurden einige klinische Studien in Auftrag gegeben, die die begründete Zuversicht der Wirkung von CBD bei Epileptikern aufzeigen sollen. Sollten diese Studien von Erfolg gekrönt werden, wird es in Zukunft eine gesündere und effektivere Methode der Heilung und der Kontrolle der Anfälle durch CBD bei Epilepsie geben als es momentane Therapien in diesem Bereich bieten.

Fazit

  • In Studien hat die Anwendung von CBD bei Epilepsie bereits große Erfolge gezeigt.
  • Immer mehr Betroffene greifen deshalb regelmäßig auf Cannabidiol zurück.


[1]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7413719 – 31.07.2019

Weitere Studien

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24237632

http://www.mapinc.org/drugnews/v13/n257/a05.html?1126

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22696383

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25282526

http://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/cn5000524

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7413719

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21441624

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25346637

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25346628

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Cannabidiol%3A+Pharmacology+and+potential+therapeutic+role+in+epilepsy+and+other+neuropsychiatric+disorders

http://epilepsyut.org/downloads/Jacobson&Porter.pdf

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=From+the+Editors%3A+Cannabidiol+and+medical+marijuana+for+the+treatment+of+epilepsy

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3840466/pdf/peerj-01-214.pdf

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22520455

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19906779

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7028792

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6975285

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/850145

https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs12031-015-0703-6

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28087250

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28190698

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28392943

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28367124

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28454984

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, dann so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".