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EU-Parlament stimmt für Erhöhung des THC-Grenzwertes bei Nutzhanf

Erhöhung des THC-Grenzwertes Nutzhanf
Geschrieben von Gunnar R.

Nach vielen beunruhigenden Meldungen von der EU nun ein ermutigender Schritt für Landwirte, Produzenten und Händler, die mit Hanf arbeiten. Der bisher geltende EU-Grenzwert für den THC-Gehalt wurde leicht angehoben. Konkret wurde die bislang geltende Obergrenze von 0,2 Prozent auf 0,3 Prozent erhöht. Ein Schritt, für den sich die European Industrial Hanf Association (EIHA) bereits seit längerem ausspricht. Entsprechend erleichtert ist man dort und spricht von einem wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Das gilt auch für eine Reihe weiterer Parlamentsbeschlüsse aus Straßburg und Brüssel. So sollen die Rahmenbedingungen der Marktteilnehmer verbessert werden. Letztendlich profitieren vor allem die Endkunden. 

In ernsten Zeiten sind gute Nachrichten umso wertvoller. In den letzten Woche mehrten sich Nachrichten aus Brüssel, wonach man EU-seitig über zahlreiche Verschärfungen im Umgang mit CBD nachdenke. Eine Betrachtung nach dem Betäubungsmittelgesetzt wurde diskutiert und teilweise schon umgesetzt, wie zum Beispiel in Italien. Umso erfreulicher ist daher die aktuelle Meldung, wonach das EU-Parlament eine Erhöhung des THC-Grenzwertes von bisher 0,2 Prozent auf 0,3 Prozent beschlossen hat. 

EIHA: Historischer Moment für alle Marktteilnehmer 

Entsprechend zufrieden ist man auf Seiten der EIHA, die bereits seit längerem auf diesen Schritt gedrängt hat:

“Dies ist ein historischer Moment für unsere Industrie, für unsere Landwirte, für eine grüne Zukunft und für alle Europäer”, sagte EIHA-Präsident Daniel Kruse. “Schließlich hat die EU wieder gleiche Wettbewerbsbedingungen (…) geschaffen.“

Der Verband stütze seine Empfehlung vor allem auf die Tatsache, dass eine entsprechende Erhöhung keine spürbaren Auswirkungen auf die illegale Cannabisproduktion haben würde. Dieser Einschätzung folgte das Straßburger Parlament und verabschiedete die Änderung gemeinsam mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Zudem wurde beschlossen, Hanf in die Liste der Produkte, die über Vermarktungsstandards reguliert werden können, auf zunehmen. Die dort definierten Standards zielen darauf ab, die wirtschaftlichen Bedingungen für Produktion und Vermarktung sowie die Qualität landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu verbessern. Auch hierauf hatte die EIHA gedrängt, verbessert dies doch laut Kruse die Möglichkeit, auf dem globalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben. 

THC Grenzwert wechselte bereits häufiger

Die THC Obergrenze von 0,2 Prozent hatte seit 1999 bestand. Erstmals festgesetzt wurde ein solcher Grenzwert bereits 1984, damals waren dies 0,5 Prozent, einige Jahre später wurde er auf 0,3 Prozent abgesenkt. Basis für die Reduzierung war seinerzeit eine Empfehlung der Internationalen Vereinigung für Pflanzentaxonomie (IAPT). Diese 0,3 Prozent gelten von nun an wieder. Mit entscheidenden Vorteilen für alle Marktteilnehmer, besonders aber auch für die Endkunden, denn diese dürfen auf höhere CBD Werte hoffen. Die THC Höhe verhält sich proportional zu dem Gehalt an CBD. Oder einfacher formuliert: Je mehr THC in der Pflanze, desto höher ist auch die CBD Konzentration. Und desto effektiver die Wirkung

Quelle:

www.hemptoday.net/european-parliament-signs-off-on-raising-eu-thc-limit-to-0-3/?fbclid=IwAR13dw-cJC7PZIFCH5B0CFBhvi2tOTDDbWv8Wzh26Pn0jgtNJ8ZHeUDS730

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Über den Autor

Gunnar R.

Gunnar R.

Gunnar arbeitet seit der ersten Stunde für CannaTrust und konnte mit dem Projekt sein Enthusiasmus für Cannabis, speziell CBD, in Wort und Schrift umsetzen. Als Wirtschaftsjournalist hat Gunnar bereits für renommierte Medien wie Stern, Spiegel oder die Süddeutsche Zeitung geschrieben. Darüber hinaus verfügt er durch seine Mitarbeit an der größten medizinischen Online-Enzyklopädie Europas über ein überaus detailliertes Verständnis für Wirkungsweisen von Medizinprodukten.