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Studie: Hilft CBD bei Pandemie-Stress?

Geschrieben von Lena Töws

Dem Wirkstoff CBD (Cannabidiol) wird nachgesagt, dass er eine beruhigende und gemütsaufhellende Wirkung hat. Das ist sicher der Grund dafür, dass immer mehr Menschen bei Stress zu dem Wirkstoff greifen. Im Verlauf der Corona-Krise standen viele Menschen unter Stress, vor allem Ärzte und Pflegekräfte waren massivem psychischen Druck ausgesetzt.

Ein Team aus Brasilien, das mit dem Arzt José A. S. Crippa zusammenarbeitet, wollte herausfinden, ob der pflanzliche Wirkstoff wirklich hilfreich für betroffene Berufsgruppen sei.

CBD ist eines der Hauptbestandteile des Naturprodukts Hanf und hat keine psychoaktive Wirkung. Außerdem ist das Cannabinoid sicher und gut verträglich. Studien zufolge hat der Wirkstoff eine anxiolytische (angstlösende), antidepressive und entzündungshemmende Wirkung.

Studie an Klinikpersonal

Mit der Studie wollte das Team herausfinden, ob das Cannabinoid zur Verbesserung von emotionaler Erschöpfung und Burnout bei Mitarbeitern des Krankenhauses beitragen könne. Prüfungskriterien der randomisierten klinischen Studie waren:

Studiendurchführung

Die Durchführung der Studie erfolgte vom 12. Juni bis zum 12. November 2020. 120 gesunde Teilnehmer wurden gewählt und und in zufällige Gruppen geteilt. Zu Beginn verlief die Studie placebokontrolliert und verblindet, wurde jedoch auf Anraten des Ethik-Komitees zu einer offenen Durchführung geändert. Die Auswertungen erfolgten schlussendlich verdeckt.

Während der vier Wochen erhielten die Proband/innen CBD (300mg 2x/Tag) und eine Standardbehandlung bzw. lediglich eine Standardbehandlung. Nicht nur die medizinische Versorgung war Bestandteil der Studie, sondern auch Motivations- und Anleitungsvideos für körperliche Übungen sowie wöchentliche Gespräche mit Psychiatern gehörten dazu.

Gute Studien-Bedingungen

Im Verlauf der Studie wurde auf ein angenehmes Arbeitsklima in der Klinik geachtet. Des Weiteren wurde den Testpersonen flexible Arbeitseinteilung gewährt, ausreichend Schutzbekleidung und regelmäßige Tests auf SARS-CoV-2 zur Verfügung gestellt. Es wurde auch zusätzliches Personal eingestellt und Behandlungsunit für betroffene COVID-Patienten zugelegt.

Wöchentlich wurden die Teilnehmer zu ihrem Zustand befragt, um mögliche Nebenwirkungen zu erfassen. Regelmäßig gab es Gespräche mit Psychiatern, bei denen erfasst wurde, wie die Testpersonen mit chronischem Stress am Arbeitsplatz umgingen. Aufgabe der Psychiater war auch, herausauszufinden, ob Probanden Kriterien für das Vorliegen eines beruflichen Burnout-Syndroms wie Erschöpfung, negative Einstellung zur Arbeit und verminderte Effizienz vorwiesen. Die psychologische Unterstützung stand den Teilnehmern auch außerhalb der wöchentlichen Beurteilung zur Verfügung.

Studienergebnisse 

Und wirklich, das Team aus Brasilien konnte positive CBD-Effekte dokumentieren. Die Teilnehmer, die mit CBD behandelt wurden, zeigten im Gegensatz zu der Kontrollgruppe regelmäßig niedrigere Werte bei MBI-HSS Burnout-Scoring auf. Vor allem am 28. Tag waren nennenswerte Unterschiede ermittelt worden: Die Abweichung betrug 4,01 Punkte (95 % KI, 0,43–7,59). Auch zählte zum Erfolg, dass die Burn-Out-Symptome bei der CBD-Gruppe während der Therapie abnahmen (von 40,7 % auf 28,8 %). Bei Angstzuständen und Depression wurden ebenfalls deutliche Verbesserungen in der CBD-Behandlungsgruppe gemessen.

Bei der kontinuierlich Blutabnahme zeigten die Werte jedoch bei beiden Studien-Gruppen keine Unterschiede. Sowohl in der Behandlungs- als auch in der Kontroll-Gruppe stieg während der Behandlungszeit der Spiegel der proinflammatorischen Zytokine.

Auch wurde bei allen Teilnehmern Benommenheit (28,8%), Müdigkeit (22,9 %), erhöhter Appetit (16,1 %), Durchfall (11,0 %), Gewichtszunahme (10,2 %) und Lethargie (10,2 %) als Nebenwirkungen erfasst.

Im Verlauf der Studie erkrankten fünf Teilnehmer der CBD-Behandlungsgruppe an schwerwiegender SARs, die sich jedoch alle vollständig erholten.

Zusammenfassung

Die Studie aus Brasilien belegt, dass insbesondere das Personal der Krankenhäuser während der Pandemie unter Depressionen, Angstzuständen, Schlaflosigkeit und PTSD-Symptomen litt. Der Behandlungserfolg mit CBD und psychologischer Betreuung zeigte schon mal, dass einige Symptome bei Ärzten und Pflegern verringert werden konnten. Emotionale Erschöpfung, Angst und Depression konnten nachweislich verringert werden. Die Studienautoren sind jedoch der Meinung, dass die Ergebnisse für eine pauschale Einnahmeempfehlung nicht ausreichen.

Für die Prävention von Burnout-Symptomen und emotionaler Erschöpfung gibt es bislang noch keine pharmakologische Behandlung. Die Einnahme von CBD wäre demnach schon mal ein guter Anfang. Nach Angaben von Experten, seien die Absätze der Cannabis-Industrie während der Krise deutlich gestiegen, was daraus resultierend für sich selbst spricht.

Quelle:

https://www.doccheck.com/de/detail/articles/34805-pandemie-stress-arzt-auf-cbd

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Über den Autor

Lena Töws

Lena Töws

Lena ist seit Beginn des Jahres 2020 Teil des Autoren-Teams bei CannaTrust. Für das CannaTrust Magazin schreibt Lena regelmäßig informative Artikel, welche vor allem der Aufklärung unserer Nutzer dienen. Ihre Beiträge füllt sie daher stets mit wissenswerten Fakten aus der Welt der Cannabinoide gepaart mit interessanten und vor allem aktuellen Stories.