Cannabinoide

CBC

cbc
Geschrieben von Stefan K.

Cannabichromen (CBC)

Bislang wurden im Cannabis 113 sogenannte Cannabinoide entdeckt. Dies sind einzeln identifizierbare Inhaltsstoffe. Einer davon ist das Cannabichromen. Als Cannabis-Teamplayer unterstützt CBC die schmerzlindernde Wirkung anderer Hanfprodukte. CBC selbst wirkt unter anderem beruhigend auf den Organismus. Ähnlich wie beim Cannabidiol wurde auch beim CBC eine antibiotische Wirkung gegen Bakterien festgestellt. Der Einsatz von CBC bei antibiotikaresistenten Bakterien ist dabei ein wichtiger Faktor. Cannabichormen kann unter anderem dazu verwendet werden, gegen Epilepsie zu helfen.

Was ist Cannabichromen?

CBC ist ein sogenanntes Phytocannabinoid. Innerhalb der Hanfpflanze ist es das Cannabinoid, dass am zweithäufigsten vorkommt. Die Entstehung von Cannabichromen passiert über die Umwandlung von CBG (Cannabigerol) durch bestimmte Enzyme. Ähnlich wie das CBD und anders als das THC wirkt CBC nicht psychoaktiv. Somit verursacht die Einnahme von CBC keine Rauschzustände noch wird man davon abhängig.

Wie THC und CBD liegt auch beim CBC der Ursprung in der CBGA (Cannabigerolsäure). CBGA bildet sich im Cannabis und gilt als Vorstufe vieler Cannabinoide. Durch den Prozess der Decarboxylierung wird aus CBCA das CBC. Der saure Teil des CBCA verliert bei diesem Vorgang das CO2-Molekül. In der Regel wird dieser Prozess durch Erhitzen eingeleitet. Dabei würde die Abspaltung von CO2 mit der Zeit ohnehin passieren – nur eben langsamer. Die Hitze nimmt dabei die Rolle eines katalytischen Beschleunigers ein.

CBC gilt in der Hanfforschung als ein wichtiger Faktor für den Entourage-Effekt. Dieser sagt in kurzen Worten, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. CBC zum Beispiel beeinflusst durch seine Anwesenheit die Wirkung anderen Cannabinoide. In der Regel verstärkt es deren intrinsische Wirkung.

Die Wirkung von Cannabichromen (CBC)

Sind die Auswirkungen zum Beispiel des CBD bei den CB1- bzw. CB2-Rezeptoren des Endo-Cannabinoid-Systems hinlänglich bekannt und erforscht, wurden die möglichen Effekte, die auch CBC auf diese haben kann, noch nicht ausreichend dargelegt. Grundlegend nehmen Forschen allerdings an, dass CBC auch innerhalb des ECS die Wirkungsweisen des THC und aller anderen Cannabinoide unterstützt und verstärkt.

Diese Wirkungsverstärkung von CBC wird aktuell besonders in die für medizinische Zwecke gezüchteten Cannabis-Sorten eingearbeitet. Dabei ist man so erfolgreich, dass, wie bereits erwähnt, heutzutage CBC nach dem THC und noch vor dem CBD das zweithäufigste Cannabinoid im Hanf ist. Wer also medizinisches THC verschrieben bekommt, sollte sich darüber informieren, ob und in welcher Konzentration darin CBC vorkommt. Je höher dessen Konzentration, desto stärken wirkt auch das THC.

Die wichtigsten Wirkmechanismen des CBC sind nicht die beruhigenden Eigenschaften, die ihm innewohnen, sondern die bereits angedeuteten Synergieeffekte. Die Cannabichromen verstärken die Wirkung von CBD, aber auch umgekehrt. Noch steckt die Forschung in diesem Gebiet in den Kinderschuhen, aber schon jetzt wird CBC gezielt zur Effektsteigerung angewendet.

Die erwünschte Wirkung von CBC

Eine der wichtigsten und wünschenswertesten Eigenschaften von Cannabichromen ist seine antibakterielle Wirkung. Festgestellt wurde diese von Forschern an der Universität von Mississippi im Jahr 1981. Die Studie[1] zeigt, dass CBC nicht nur gegen eine Vielzahl von Pilzen (z. B. schwarzer Schimmel), sondern auch gegen Kolibakterien und Staphylokokken wirkt. Das Aufsehenerregende an dieser Entdeckung war, dass der Staphylokokkus Aureus als MRSA-Erreger bekannt war. Das heißt, er war gegen herkömmliche Antibiotika resistent und galt als äußerst hartnäckiger Gegner. CBC als Antibiotikum konnte in Verbindung mit anderen Cannabinoiden hier Erfolge feiern.

CBC hat die Eigenschaft, Ödeme, Schwellungen und Entzündungen im Verdauungstrakt zu lindern oder gar zu verringern. Diese Eigenschaft hat das CBC zum einen allein, aber noch viel stärker in Kombination speziell mit dem CBD. Dies belegt eine Studie[2] des Medical College of Virginia. Die 2010 publizierte Studie zeigt klar nachvollziehbar auf, dass die entzündungshemmende Wirkung von CBC in Kombination mit sogar sehr geringen Mengen THC dessen Potential signifikant nach oben setzt.

Medizinisch verordnetes THC wirkt laut Experten sehr gut bei Schmerzen. An diese Wirkung kommt zwar das CBC nicht heran, aber es gibt Krankheiten und Leiden wie Schmerzen in der Wirbelsäule, bei denen die schmerzlindernden Effekte des CBC voll zum Tragen kommen. Belegt wird die schmerzlindernde Wirkung sowie die Verstärkung von unter anderem auch CBD in einer Studie[3] aus dem Jahr 2006.

Cannabichromen kann, wie kürzlich bei einer Studie[4] herauskam, auch als Anti-Depressivum eingesetzt werden. Dabei wurde, wiederum an der Universität von Mississippi, dargelegt, dass CBC eine stimmungserhellende Wirkung auf den Menschen hat. Die Ausprägung dieser Wirkung, so wurde festgestellt, ist bei CBC sehr auffällig.

Abseits der wichtigen Synergie- und Entourage-Effekte hat CBC auf das Gehirn ganz spezifische und eigene Wirkungen. So kann es die Entwicklung des Denkorgans fördern, verlängert die Lebensfähigkeit vieler Gehirnzellen und ist ein positiver Faktor bei der Neurogenese – also der Heilung von Nervenzellen.

Einen sehr gewünschten Effekt hat Cannabichormen bei Krebs. Man hat unlängst festgestellt, dass CBC das Wachstum von Tumoren hemmen kann. Aktuelle Studien[5] gehen davon aus, dass CBC über eine Interaktion mit dem ECS eine krebshemmende Wirkung erzeugt. Noch ist in diese Richtung die Forschung nicht am Ende angelangt. Viele Fragen bleiben offen. Aber die bisher erzielten Ergebnisse lassen hoffen, dass CBC gegen Krebs eingesetzt werden könnte.

Nebenwirkungen von CBC?

Bislang sind inhärente Nebenwirkungen des CBC nicht bekannt. Allerdings sollte man sich immer im Klaren darüber sein, dass CBC die Wirkungen vieler Cannabisprodukte steigert. Wer also zum Beispiel THC zu medizinischen Zwecken verwendet, dieses aber mit CBC verstärkt, kann über die normale, sprich, gewollte Wirkung hinaus mit den Eigenschaften des THC konfrontiert werden.

Speziell bei Schwangeren raten Ärzte immer dazu, mit ihnen vor der Einnahme von CBC ein (auf-)klärendes Gespräch zu suchen. Auch andere Menschen, die sich in ärztlicher Behandlung befinden, sollten vor der Einnahme von CBC mit ihrem Arzt sprechen.

Was unterscheidet CBC von THC und CBD?

Neben vielen Gemeinsamkeiten unterscheidet sich das CBC durch die bereits angesprochene Verstärkung der Wirkung anderer Cannabis-Inhaltstoffe vom CBD. CBD ist zum Beispiel der Antagonist des THC und neutralisiert dessen Wirkung. CBC hingegen verstärkt die THC-Wirkung. Anders als CBD dockt CBC reaktionsmüder an die CB1- oder CB2-Rezeptoren an.

Der große Unterschied zwischen dem CBC und dem THC liegt in der originären Wirkung begründet. Während THC psychoaktiv wirkt, Rauschzustände verursacht und durchaus abhängig machen kann, trifft nichts davon auf das CBC zu.

  • 1. CBD Öl ist kein Wundermittel, kann aber helfen!

    Cannabis und der darin enthaltene Stoff "CBD" ist sicherlich kein Wundermittel, aber für viele Menschen ein natürliches Hilfsmittel bei über 65 verschiedenen Krankheitsbildern. CBD ist noch recht unerforscht, aber viele Wissenschaftler, Ärtze und Apotheker entledigen sich des Cannabis-Stigmas und erforschen die möglichen Wirkungen von Cannabidiol. Wichtig ist hier immer: Es kann helfen - muss aber nicht.

  • 2. CBD spricht das Endo-Cannabinoid-System an

    Kein Mensch nimmt CBD ohne Grund ein! CBD gehört zu der Gruppe der Cannabinoiden, die in vielen verschiedenen Pflanzen und Lebensmitteln natürlicher Weise vorkommen. Diese Cannabinoide sprechen das Endo-Cannabinoid-System an, welches jeder Mensch besitzt. Über verschiedene Rezeptoren innerhalb dieses Systems werden dann die verschiedenen Baustellen im Körper natürlich reguliert, erneuert und repariert.

  • 3. Auch in der Muttermilch ist CBD enthalten!

    In einer Studie von 2017 wurde belegt, dass Cannabinoide nicht nur natürliche Bestandteile der Cannabis-Pflanze sind, sondern dass sie schon in der Muttermilch vorkommen. Sie sind nicht nur für wichtige neurologische Wachstumsphasen wertvoll, sondern haben noch weitere erstaunliche Funktionen. Ohne die Cannabinoide der Milch würden die Babys nicht mehr hungrig sein und weniger saugen! Erstaunlich, aber wahr.

  • 4. CBD ist der Allrounder unter den Cannabinoiden

    Obwohl jedes Cannabinoid für sich selber spezielle Wirkungsmechanismen hat und nicht ohne Grund besteht, ist CBD der Allrounder unter den Cannabinoiden. So kann es nicht nur entzündungshemmend, sondern unter anderem auch das Zellwachstum von kranken Zellen hemmen, anxiolytisch oder immunsuppressiv wirken. Somit empfiehlt es sich immer CBD zu sich zu nehmen und ergänzend dazu (z.B. in einem Vollspektrum Öl) auch andere Cannabinoide wirken zu lassen.

  • 5. CBD macht nicht high und bekämpft das THC

    Cannabidiol ist der sogenannte Antagonit des THC´s. THC steht für Tetrahydrocannabinol. Es wirkt psychoaktiv und ist in gezüchteten Cannabisblüten enthalten. Das CBD wirkt dabei gegen das "high" Gefühl. So ist in CBD Produkten nicht nur lediglich ein Spurenelement an THC (weniger als 0,2% THC) enthalten, sondern durch den hohen CBD Gehalt wird das "high" komplett eingedämmt. Auf diese Weise sind CBD Produkte völlig legal und für den Alltag geeignet.

  • 6. Die WHO hält CBD für unbedenklich

    Die Welt-Gesundheits-Organisation - WHO - hält CBD in einem kritischen 27-Seiten-Report für unbedenklich. So heißt es: „Reines CBD und Produkte daraus mit weniger als 0,2 % THC-Gehalt werden in keiner Weise in die Drogenkonventionen aufgenommen“. Als Grund wird genannt, dass bei CBD keine Gefahr der Abhängigkeit besteht und es kein Missbrauchspotenzial gibt. CBD ist somit genauso unbedenklich wie Wasser!

  • 7. CBD ist kein Dopingmittel und wird im Profisport genutzt

    Aufgrund seiner positiven Eigenschaften kann CBD zum Beispiel Entzündungen lindern oder die Regeneration fördern. Auf diesen Gründen nutzen vornehmlich in den USA viele Profisportler aus dem Football, Basketball oder Kampfsportarten das legale CBD. So gibt es sehr bekannte Profisportler, die für diese Präperate werben. Im August 2019 sorgte UFC Champion Nate Diaz für Aufsehen, als er vor einem Kampf einen CBD Joint rauchte und dies völlig legal war. CBD ist auf der Dopingliste der Welt-Anti-Doping-Agentur explizit ausgeschlossen und nicht aufgeführt.

  • 8. CBD kann auch verschrieben werden

    Natürlich ist Cannabidiol in der Schulmedizin noch nicht so verbreitet, da sich die Ärtze erst einmal über CBD informieren, Stigmatas ablegen und Erfahrungen sammeln müssen. Es gibt jedoch jetzt schon etliche Fachärzte und Allgemeinmediziner, die gerne auf Cannabis als Medizin zurückgreifen. Bei schwerwiegenden Fällen ist es keine Seltenheit, dass CBD verschrieben wird.

  • 9. CBD bzw. Cannabis kann die Umwelt reinigen

    Cannabis ist eine Pflanze, welche natürlicher Weise fast überall auf der Welt wachsen kann. Sie hat zudem die Eigenschaft, dass sie bis zu viermal so viel CO2 verbraucht wie Bäume. Zusätzlich zieht der Hanf Giftstoffe und radioaktive Chemikalien aus dem Boden! Cannabis kann somit die Umwelt reinigen und würde sehr viel zur Verbesserung des Klimas beitragen.

    https://pixabay.com/de/photos/hanfpflanze-hand-cannabis-sativa-3661210/
  • 10. CBD gibt es in unzähligen Darreichungsformen

    Der großen Allgemeinheit ist CBD in Form eines CBD Öls bekannt. Dies liegt daran, dass es leicht zu dosieren ist und gut aufgenommen werden kann. Aber es gibt noch viele andere CBD Produkte wie zum Beispiel E-Liquids, Salben, Cremen, Pasten, Blüten, Süßigkeiten, Lebensmittel oder Kristalle. Viele dieser Produkte finden Sie auf unserem kostenlosen Bewertungsportal Cannatrust.eu!

CBC kaufen – welche Produkte mit CBC gibt es?

Als alleiniges Produkt ist CBC noch sehr selten zu finden. Das liegt vor allem daran, dass CBC in sogenannten Vollspektrum-Ölen die Wirkung der anderen Cannabinoide über den Entourage-Effekt verstärkt. CBC findet man unter anderem in den Hanf-Produkten …

Wer sich von der Wirkung von CBC überzeugen möchte, der sollte sich bei einem in Deutschland lizenzierten Händler über den CBC-Gehalt in dessen Produkten genaustens informieren.

Tipps zur richtigen Anwendung von CBC

Die richtige Anwendung von CBC-Produkten lässt sich nicht von deren Darreichungsform trennen. Ein CBD-Öl mit CBC tropft man sich in einer entsprechenden Dosierung unter die Zunge und wartet, bis es über die Schleimhäute in den Blutkreislauf eingedrungen ist. Man sollte in diesen fünf bis zehn Minuten nichts trinken. Diese Methode geht schnell. Nicht ganz so schnell, dafür punktuell wirken CBD-Cremes und CBD-Salben mit CBC als Verstärkung. Diese können einfach auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. CBC verstärkt als Inhaltsstoff auch die positiven Effekte von CBD-Liquiden. Diese werden mittels Vaper (E-Zigaretten) über die Lunge aufgenommen.

Fazit

  • CBC ist oftmals für viele Cannabisprodukte ein Wirkungsverstärker. Vorsichtig sollte man deswegen sein, wenn man CBC und THC gemeinsam einnimmt.
  • CBC selbst hat aber auch eigene Wirkungen. Zum Beispiel wirkt CBC entzündungshemmend, arbeitet gegen antibiotikaresistente Bakterien, kann als Stimmungsaufheller wirken oder könnte einen wichtigen Beitrag zu Krebstherapien leisten.


[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7298870 – 07.11.2019

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2967639/ – 07.11.2019

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2503660/ – 07.11.2019

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20332000 – 07.11.2019

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6387667/ – 07.11.2019

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen. “

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".