CBGa

CBGa Cannabigerol

Die Vorteile von Hanfprodukten werden sowohl der Wissenschaft wie auch der Wirtschaft Forschungsschritt für Forschungsschritt immer klarer. Die Inhaltsstoffe von Cannabis (aktuell wurden über 100 identifiziert) weisen in vielen Fällen positive Eigenschaften in Verbindung mit dem menschlichen Körper auf. Neben dem bekannten CBD rückt auch das CBGa, das Cannabigerol-a, immer mehr in den Fokus des Interesses. CBGa gilt in der Fachwelt als der Ausgangspunkt für die Vorprodukte der Cannabis-Inhaltsstoffe CBD oder auch THC. Oft wird CBGa auch “die saure Form von CBG” genannt.

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Was ist Cannabigerol-a (CBGa)?

Seit mehr als 50 Jahren ist das CBGa in der Fachwelt bekannt. Dennoch wurde es lange Zeit nicht so beachtet wie andere Cannabis-Produkte. CBGa ist ähnlich wie das CBD einer jener Hanfinhaltsstoffe, die nicht psychoaktiv wirken. Dies bedeutet weiter, dass es weder Rauschzustände auslöst, noch in irgendeiner Form abhängig macht.

Die Forscher konzentrierten sich bei CBGa viele Jahre darauf, den Prozess der Umwandlung davon hin zum THCA zu verstehen. Neben diesem und CBDa steht CBGa auch in der Verantwortung, der Vorläufer des CBCA (Cannabichromensäure) zu sein. Dabei lag das Hauptaugenmerk auf der industriellen Produktion von THC für medizinische sowie pharmazeutische Forschungsprojekte. CBGa wird für diese Zwecke in Mikroorganismen wie Hefe hergestellt. Tatsächlich ist es gelungen, CBGa aus Pichia pastoris, einer Hefeart, heraus herzustellen. Das Jahr 2019 stellt für die CBGa-Forschung einen Meilenstein dar. In diesem Jahr publizierten kalifornische Forscher eine Abhandlung[1], die die vollständige Synthese von CBGa aus Hefederivaten inkludiert.

Die synthetische Produktion von CBGa, unabhängig von der Zucht von Hanfpflanzen, wurde in der Fachwelt als wichtiger Schritt von originären Hanfprodukten hin zu einer kontrollierten Produktion von Cannabigerol-a betrachtet.

Was unterscheidet CBGa von THC und CBD?

CBGa ist das erste Cannabisprodukt, das die Pflanze herstellt, welches auch medizinisch genutzt werden kann. Aus CBGa, wie schon beschrieben, entwickeln sich alle andere Cannabinoide. Trotz der Verwandtschaft mit dem THC unterscheidet CBGa sich von diesem schon dadurch, dass es sich nicht psychoaktiv auf den Menschen auswirkt.

Im Gegensatz sowohl zum CBD als auch zum THC birgt CBGa in sich die Saat aller anderen Cannabinoide. Daher ist das Potential von CBGa für die Forschung und anschließend für die zukünftige wirtschaftlich-medizinische Entwicklung herausragend.

Erfahren Sie alles über die wichtigsten Cannabinoide der Cannabispflanze

CBD ist die Abkürzung von Cannabidiol.

Es ist das bekannteste Cannabinoid der Cannabispflanze und ist der Allrounder unter den Wirkstoffen. Es bietet ein großes Potenial und ist gerade sehr gefragt.

Mehr über CBD erfahren

THC ist die Abkürzung von Tetrahydrocannabinol

Zumeist wird von THC dann gesprochen, wenn es um illegale Substanzen geht. Das THC darf in Deutschland nur in sehr kleinen Prozenten in Produkten enthalten sein. Wird es zu viel, dann ist das Produkt eine Droge und wirkt auch berrauschend. Grundsätzlich ist THC aber auch ein Cannabinoid der Cannabispflanze und kann sehr gute Wirkungen haben.

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CBG steht für Cannabigerol.

CBG ist die sogenannte "Mutter aller Cannabinoide". Das kommt daher, dass aus CBG viele andere Cannabinoide "entwachsen" können. Die Wirkungen des Heilstoffes sind vielfältig und deshalb gibt es auch schon einige CBG Produkte am Markt.

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CBC ist die Abkürzung von Cannabichromen

Bislang wurden im Cannabis 113 sogenannte Cannabinoide entdeckt. Einer davon ist das Cannabichromen. CBC unterstützt die schmerzlindernde Wirkung anderer Hanfprodukte. CBC wirkt unter anderem beruhigend und antibiotisch auf den Organismus.

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CBN steht für Cannabinol.

Erst in der letzten Erntephase der Cannabispflanze. Es ist ebenfalls ein Cannabinoid. Erst wenn die getrocknete Pflanze mit Sauerstoff längere Zeit in Berührung kommt, wird es produziert. Deshalb ist Cannabinol oftmals in Cannabisprodukten enthalten. CBN wird ebenfalls eine positive Wirkung zugesprochen.

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Erfahren Sie alles über die wichtigsten Cannabinoide der Cannabispflanze

CBD ist die Abkürzung von Cannabidiol.

Es ist das bekannteste Cannabinoid der Cannabispflanze und ist der Allrounder unter den Wirkstoffen. Es bietet ein großes Potenial und ist gerade sehr gefragt.

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THC ist die Abkürzung von Tetrahydrocannabinol

Das THC darf in Deutschland nur in sehr kleinen Prozenten in Produkten enthalten sein. Wird es zu viel, dann ist das Produkt eine Droge und wirkt auch berrauschend. Grundsätzlich ist THC ein Cannabinoid der Cannabispflanze, dass sehr gute Wirkungen haben kann.

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CBG steht für Cannabigerol.

CBG ist die sogenannte "Mutter aller Cannabinoide". Das kommt daher, dass aus CBG viele andere Cannabinoide "entwachsen" können. Die Wirkungen des Heilstoffes sind vielfältig und deshalb gibt es auch schon einige CBG Produkte am Markt.

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CBC ist die Abkürzung von Cannabichromen

Bislang wurden im Cannabis 113 sogenannte Cannabinoide entdeckt. Einer davon ist das Cannabichromen. CBC unterstützt die schmerzlindernde Wirkung anderer Hanfprodukte. CBC wirkt unter anderem beruhigend und antibiotisch auf den Organismus.

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CBN steht für Cannabinol.

Erst in der letzten Erntephase der Cannabispflanze. Es ist ebenfalls ein Cannabinoid. Erst wenn die getrocknete Pflanze mit Sauerstoff längere Zeit in Berührung kommt, wird es produziert. Deshalb ist Cannabinol oftmals in Cannabisprodukten enthalten. CBN wird ebenfalls eine positive Wirkung zugesprochen.

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CBDa steht für Cannabinolsäure.

Ein dem Cannabidiol (CBD) sehr nahes Cannabinoid ist das sogenannte „CBDa“ (Cannabidiol acid). Es handelt sich hierbei um eine saure Vorstufe des CBD. Studien zeigen, dass auch CBDa bei einer Vielzahl von Krankheiten positive Effekte erzielen kann.

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CBGa steht für Cannabigerolsäure.

CBGa gilt in der Fachwelt als der Ausgangspunkt für die Vorprodukte der Cannabis-Inhaltsstoffe CBD oder auch THC. Oft wird CBGa auch “die saure Form von CBG” genannt.

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THCv steht für Tetrahydrocannabivarin.

Dieser Hanfwirkstoff ist noch relativ unerforscht. Aktuell gehen Forscher davon aus, dass es einen aktivierenden und energetischen Rausch auslösen kann. 

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Die Wirkung von CBGa

CBGa gilt in der Produktionskette als das erste Cannabinoid. Die grundlegende Wirkung von CBGa vermutet man innerhalb des Endocannabinoid-Systems. Dort könnte es nach bisherigen Vermutungen als sogenannter Antagonist des CB1-Rezeptors fungieren. Auf diesen Rezeptor wirkt zum Beispiel das THC sehr. Daher gilt in diesem Fall, dass CBGa der Wirkung von THC, sowie auch diverser anderer Cannabinoideentgegentritt. Es hemmt zum Beispiel die psychoaktive Wirkung.

Die Forschung vermutet, dass CBGa auch auf den CB2-Rezeptor eine Wirkung haben könnte. In diesem Feld stehen Wissenschaftler aber noch am Beginn. An dieser Stelle will man die Frage klären, ob CBGa verstärkende oder hemmende Effekte auf diesen Rezeptor innerhalb des ECS hat.

Seit die Wissenschaft sich auf die Spurensuche rund um das CBGa gemacht hat, werden immer mehr Studien publiziert. Diese geben viel Grund zu der Annahme, dass CBGa positive Effekte auf viele verschiedenen Leiden und körperliche Gebrechen haben könnte. Vielfach werden hierbei Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sowie positive Effekte bei Darmkrebs oder auch bei Stoffwechselstörungen beobachtet.

Menschen, die an Diabetes leiden, könnte CBGa helfen. Die Forschung[2] legt nahe, dass Komplikationen und mit Diabetes korrelierende Symptome innerhalb des Herz-Kreislaufsystems in Anzahl und Ausprägung durch CBGa gemildert werden könnten. Bei Diabetes wandelt der Körper unter anderem Glukose durch das Enzym Aldosereduktase in Zuckeralkohol (Sorbit) um. Gesunde Körper halten hier ein gutes Gleichgewicht.

Wirkung CBGa bei Diabetes

CBGa kann bei Diabetes helfen.

Bei Menschen, die an Diabetes mellitus leiden, wird allerdings aufgrund einer Funktionsstörung des Enzyms zu viel Zuckeralkohol gebildet. CBGa, so wurde festgestellt, kann auf das Aldosereduktase sehr stark hemmend wirken. Hierbei unterstützt CBGa also auf positive Weise das Enzym Sorbitdehydrogenase, das dafür zuständig ist, den Zuckeralkohol abzubauen. Das Problem, sollte sich das Sorbit in zu großen Mengen im Körper ansammeln, ist, dass dadurch Schädigungen der Nieren, der Nerven und sogar der Augen verursacht werden können.

Bislang versuchte man vielfach mit synthetisch produzierten sogenannten Aldosereduktase-Inhibitoren dieses Krankheitsbild in den Griff zu bekommen. Das Schwerwiegende dabei war, dass diese oftmals Nebenwirkungen aufwiesen. Viele Diabetiker wünschen sich daher eine nebenwirkungsfreie Behandlung.

Neben Diabetes kann CBGa, so hat 2019 ein Forscherteam herausgefunden, auch bei anderen Stoffwechselerkrankungen einen Schritt in Richtung Genesung bedeuten. In einer computergestützten Simulationsstudie[3] wurden dabei die Zusammenhänge von CBGa und der Aktivierung von sogenannten Peroxisomen-Proliferator-aktivierten Rezeptoren (PPAR) bei der Stoffwechselregulierung unter die elektronische Lupe genommen.

Diese PPARs sind im Körper für diverse Reifungsprozesse im Fettgewebe und für den Fett- sowie den Glucosestoffwechsel bedeutend. PPARs kommen in den Subtypen α, β/δ, γ vor. Sie sind dabei Rezeptoren, die in den Zellen arbeiten. Die PPARs werden entweder über pharmakologische oder körpereigene Bindungspartner aktiviert. Sollte es so weit kommen, dass die PPARs außerhalb der gesunden Parameter arbeiten oder ihre Arbeit eingeschränkt verrichten, kann es dadurch zu erheblichen Störungen des Fett- sowie des Insulinstoffwechsels kommen.

Diabetes oder auch massiv erhöhte Cholesterinwerte können so die Folge sein. Die hier zugrundeliegende Studie veranschaulicht, dass CBGa gewisse PPAR-Rezeptoren aktivieren kann. Die Schlussfolgerung wäre, dass CBGa ein meist dualer Agonist ist. Das heißt, CBGa wäre hierbei dafür verantwortlich, über die Rezeptoren die Signaltransduktion der Zellen zu aktivieren. Auch wenn Versuche am Tier oder am Menschen noch ausstehen, die Computersimulation lässt hierbei Menschen mit Stoffwechselkrankheiten auf CBGa hoffen.

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten. Für viele Leidende könnte CBGa hierbei ein Tor in Richtung erfolgreicher Behandlung aufstoßen. Wissenschaftler nahmen den zytotoxischen Effekt von CBGa unter die Lupe. Die Ergebnisse publizierten sie in einer Studie[4]. Dabei stellte sich heraus, dass CBGa ebenso wie CBG dazu in der Lage ist, Darmkrebszellen abzutöten. Hinzu kommt, dass CBGa auch den Zelltod beschleunigen kann. Dies verlangsamt den Krebszellenzyklus erheblich.

Die in der Studie publizierten Ergebnisse, dass CBGa bei Darmkrebs helfen kann, sehen positiv aus. Der Grund dafür ist, dass CBGa laut der Studie auch im Frühstadium auf Darmpolypen wirkt. Auch wenn die Polypen in diesem Stadium noch gutartig sind, könnten sie sich durchaus zu bösartigem Darmkrebs entwickeln. CBGa könnte hierbei also krebspräventiv wirken.

Nebenwirkungen von CBGa

Auch wenn durchaus schon einige Wirkungsweisen von CBGa durch erste Forschungsschritte bekannt sind, muss noch weiter geforscht werden. Unter anderem deswegen, um sicherzugehen, dass das bislang Nichtexistieren von Nebenwirkungen von CBGa auch gesichert so bleibt. Sollte es in Zukunft zu Forschungsergebnissen kommen, die Nebenwirkungen aufzeigen, werden wir diese sowohl an dieser Stelle ergänzen, sowie einen gesonderten Beitrag an prominenter Stelle veröffentlichen.

CBGa kaufen – welche Produkte mit CBGa gibt es?

In sogenannten Vollspektrum-CBD-Produkten ist oft auch CBGa in einer gewissen Form enthalten. Solche Produkte machen sich den Entourage-Effekt zu Nutze und kombinieren eine Vielzahl verschiedener Cannabinoide. Dabei handelt es sich oft vor allem um CBD-Öl.

Tipps zur richtigen Anwendung von CBGa

Die Tipps zur Anwendung von CBGa richten sich auch immer nach der Darreichungsform. Für Raucher mag es einfach sein, CBGa durch Vapen, also durch das Rauchen einer E-Zigarette, aufzunehmen. Für Nichtraucher ist diese Darreichungsform speziell zu Beginn schwieriger und könnte Überwindung kosten.

Daher empfiehlt es sich für CBGa-Anfänger, mit einem Vollspektrum-CBD-Öl zu beginnen. Man kann dabei am Anfang mit einem 5 %igen oder einem 10 %igen beginnen. Für eine schnelle Aufnahme in den Körper empfiehlt es sich, die Tropfen direkt über die Mundschleimhaut aufzunehmen. Um den gewünschten Effekt schnell zu erzielen, wird geraten, in einem Zeitraum von 5 Minuten nach der Einnahme nichts zu trinken oder zu essen.

Punktuell kann man CBGa in Verbindung mit CBD-Salben oder CBD-Cremes aufnehmen. Das CBGa muss dabei zwar erst die Hautbarriere überwinden, kann dafür aber gezielter eingesetzt werden.

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Fazit

  • Bislang wurden von der Forschung erste Schritte zur detaillierten Beschreibung von CBGa vorgenommen. Grundlegende Studien wurden gemacht und die Ergebnisse lassen hoffen.
  • So steht im Raum, dass CBGa unter anderem bei Diabetes, anderen Stoffwechselerkrankungen sowie bei Darmkrebs in Zukunft eine lindernde oder gar heilende Rolle spielen könnte.

HÄUFIGE FRAGEN ZU CBGa

Was ist CBGa?

CBGa steht für „Cannabigerolic acid“. CBGa ist die Säureform von Cannabigerol und gilt in der Fachwelt als der Ausgangspunkt für die Vorprodukte der bekannten Cannabis Inhaltsstoffe THC und CBD. 

Was macht CBGa?

Die Forschung zu CBGa steckt noch in den Kinderschuhen, aber es gibt Hinweise, dass CBGa in der Behandlung von Diabetes und anderen Stoffwechselerkrankungen Anwendung finden könnte.

Kann man CBGa kaufen?

In reiner Form ist CBGa nicht erhältlich, aber Vollspektrum CBD Öle enthalten normalerweise geringe Mengen CBGa.

Quellen

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30814733 – 12.11.2019

[2] https://www.researchgate.net/figure/Evolution-of-the-THCA-CBDA-and-CBGA-content-in-leaves-and-fl-owers-during-the-growth-of_fig2_292944730 – 12.11.2019

[3] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0304416519300029 – 12.11.2019

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29992185 – 12.11.2019

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

Über den Autor

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".