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Das Endocannabinoidsystem

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Geschrieben von Stefan K.

Seit 1992 ein Forscherteam aus US-Amerikanern und einem Israeli das Endocannabinoidsystem in biologischen Organismen entdeckt und wiederholt nachgewiesen hat, wurde darauf fußend die Wirkungsweise von Cannabinoid auf die dabei gefundenen CB1- und CB2-Rezeptoren und in der Folge auf den gesamten menschlichen Organismus untersucht.

Das System ist f√ľr alle, die CBD einnehmen, so wichtig, weil das CBD dar√ľber wirkt. Wir erkl√§ren wieso, weshalb und warum!

Was ist das Endocannabinoidsystem?

Das Endocannabinoidsystem ist ein Teil des Nervensystems, das sich bis in die letzte Zelle erstreckt. Es besteht hauptsächlich aus den CBD1 und CBD2 Rezeptoren. Mithilfe der Rezeptoren können viele Mechanismen im Körper gesteuert und verbessert werden.

Endocannabinoid-System
Das Endocannabinoid-System

Die damit verbundenen Rezeptoren bestehen aus einzelnen Proteinen sowie aus gr√∂√üeren Proteinkomplexen. Beiden ist die Eigenschaft inh√§rent, dass sich Molek√ľle an sie binden k√∂nnen. So werde Signale √ľbermittelt, die anschlie√üend eine biologisch vordefinierte und somit determinierte Reaktion in Gang setzten.

CBD aktiviert an den beiden Rezeptoren unterschiedliche Prozesse. Einer davon ist die Verminderung des Schmerzempfindens. Innerhalb des Endocannabinoidsystems unterteilen Experten das CBD in endogen und in exogen. Hierbei fungiert das Cannabidiol als chemischer, nichtsdestotrotz nat√ľrlicher Botenstoff.

In diesem Kontext bedeutet ‚Äěendogen‚Äú, dass der Ursprung im K√∂rper selbst liegt. Somit werden endogene Cannabinoide im K√∂rper selbst hergestellt. Sie regulieren unter anderem Schmerzen oder auch den Appetit. Als ‚Äěexogen‚Äú werden Cannabinoide bezeichnet, die von au√üerhalb des K√∂rpers √ľber die Schleimh√§ute, den Magen oder beispielsweise auch √ľber die Lunge aufgenommen werden.

Welche Cannabinoid-Rezeptoren gibt es?

Seit der Entdeckung des Endocannabinoidsystems wurden bisher zwei Cannabinoid-Rezeptoren lokalisiert und dargelegt ‚Äď der Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1) und der Cannabinoid-Rezeptor 2 (CB2). Lokalisiert wurden beide in der Zellmembran, wo sie √ľber GTP-bindende Proteine als Signalmittelstation in das Zellinnere dienen. Der Unterschied zwischen dem CB1- und dem CB2-Rezeptor liegt in den Zellentypen begr√ľndet, auf denen sie vorwiegend gefunden werden.

Endocannabinoid-System: Rezeptoren
Quelle: Medcan.ch, Mitglied des Cannatrust Beirates

Erklärung des CB1 Rezeptors

CB1-Rezeptoren innerhalb des Endocannabinoidsystems befinden sich in der Regel auf Nervenzellen. √úberwiegend findet man sie im Hippocampus (benannt nach dem lateinischen Wort f√ľr Seepferdchen), im Kleinhirn (steuert unter anderem die menschliche Motorik) und in den Basalganglien (Sitz der Spontanit√§t und des vorwegnehmenden Denkens). √úber den CB1-Rezeptor werden vielfache Wirkungen dank des angedockten CBD √ľbermittelt. Darunter fallen zum Beispiel die Verminderung von Entzugserscheinungen bei S√ľchtigen, ein appetitanregender Effekt oder auch die Angstminderung durch Verdr√§ngung traumatischer Erinnerungen.

Erklärung des CB2 Rezeptors

CB2-Rezeptoren lokalisiert man im Gegensatz zu CB1 √ľberwiegend auf Immunsystem-Zellen und jenen, die mit dem Knochenkreislauf (Aufbau und Abbau) zu tun haben. Diesen nennt man Osteoblasten (Aufbau) und Osteoklasten (Abbau). Experimente und Beobachtung[1] bei Heilungsprozessen legen die Vermutung nahe, dass CB2-Rezeptoren unter anderem an der Heilung neuronaler Verletzungen unterst√ľtzend beteiligt sind.

Aktivierungen, die √ľber CB2-Rezeptoren gesetzt werden, k√∂nnen laut der gleichen Studie lindernde Wirkungen auf Alzheimer-Patienten haben. Es wurden Verringerungen lokaler, Mikroglia-vermittelten Entz√ľndungen sowie ein Anstieg der Beta-Amyloid-Entfernungsrate registriert. Es wird vermutet, dass CB2-Rezeptoren an der Reaktion des Gehirns auf virale Infekte beteiligt sind.

Wie schon kurz angesprochen, findet man die Endocannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 auf den Membranen von Nervenzellen und von Immunzellen in großer Zahl. Aber auch an anderen Stellen im Körper wurden sie entdeckt.

Wie funktioniert das Endocannabinoid-System?

Um die Funktionsweise des Endocannabinoid-Systems einordnen zu k√∂nnen, muss man verstehen, dass die gro√üfl√§chige Verteilung der bereits beschriebenen Rezeptoren √ľber den ganzen K√∂rper eine ansehnliche Reihe m√∂glicher Funktionen vorstellbar macht.

Man erkennt zum Beispiel eine Funktion des Systems an Sachverhalten wie diesem: Sollte man den CB1-Rezeptor k√ľnstlich durch das Medikament Rimonabant blockieren, l√∂st dies in der Regel schwere Angstst√∂rungen aus. Damit kann man im Umkehrschluss festhalten, dass dieser Teil des Systems durch entsprechende CBD-Behandlung dazu beitragen kann, √Ąngste zu lindern und Angstst√∂rungen erfolgreich zu behandeln. Menschen, die leicht an Angstzust√§nden leiden, sollten daher beim Arzt oder auch beim Apotheker immer darauf achten, dass die verschriebenen Medikamente (Gro√üteils Abnehm-Medikamente) dem Wirkstoff Rimonabant nicht enthalten.

√úber das Endocannabinoid-System (ECS) k√∂nnen die Anf√§lligkeiten f√ľr Suchterkrankungen, speziell √ľber den CB1-Rezeptor, erh√∂ht werden. Damit wird nahegelegt, da CBD genau dort ansetzt, die Anf√§lligkeit f√ľr Suchterkrankungen und die Auswirkungen davon abzumildern. Damit liegt auf der Hand, dass das Endocannabinoid-System starken Einfluss auf S√ľchtige haben kann.

Studien √ľber das ECS legen au√üerdem nahe, dass die inh√§renten CB1-Rezeptoren bereits im Fr√ľhstadium des Lebens, also in der Embryonalentwicklung, f√ľr die sogenannte Neurogenes, also f√ľr die Ausbildung von neuronalen Netzwerken, eine herausragende Stellung einnimmt. Das ECS ist ebenso zentral f√ľr unsere Ged√§chtnisleistungen. Da es √ľber den ganzen K√∂rper verteilt f√ľr einen Teil des Informationsflusses zust√§ndig ist, gew√§hrt es uns schnellen Zugriff auf unser Kurzzeitged√§chtnis.

Wie Cannabinoide das System aktivieren

Sowohl das psychoaktive THC als auch das nicht-psychoaktive CBD binden k√∂rpereigene Cannabinoide an die an Nervenzellen vorhandenen CB1-Rezeptoren. Dadurch aktivieren sie zum Beispiel die Aussch√ľttung von Dopamin, das im Volksmund auch das Gl√ľckshormon genannt wird. Studien √ľber dieses Hormon legen nahe, dass es nicht nur zur Behandlung eines Herz-Kreislauf-Schocks verwendet werden kann, sondern auch hormonell bedingt den menschlichen Antrieb und die Motivation steigert.

Auf eine Sache sollte man hinweisen: Werden √ľber das Endocannabinoid-System die Rezeptoren, speziell CB1, h√§ufiger aktiviert, kann dies zu einer Verringerung der Wirkung f√ľhren. Unter Konsumenten und Medizinern spricht man von einer Toleranzentwicklung.

Die Aktivierung des ECS √ľber CB1-Rezeptoren mittels CBD kann eine √úberaktivit√§t bestimmter Botenstoffe wie Serotonin oder Glutamat ausgleichen. Damit liegt die Vermutung nahe, dass das ECS eine Schutzfunktion vor einer √úbererregung des zentralen Nervensystems aus√ľbt.

Sobald CBD √ľber die Rezeptoren an das ECS in verschiedenen Regionen des menschlichen K√∂rpers andockt, werden durch die interzellul√§re Kommunikation und deren Beeinflussung bestimmte K√∂rperfunktionen wie √úbelkeit, Spastiken, epileptische Anf√§lle, Zwangs- sowie Angstst√∂rungen, Hyperaktivit√§t und das Schmerzempfinden bei chronischen wie auch bei akuten Nervenreizungen unterdr√ľckt.

Fazit

  • Jeder Mensch besitzt ein Endocannabinoidsystem. Dieses macht es m√∂glich, dass Cannabinoide im K√∂rper wirken.

Häufige Fragen zum ECS

  1. Was ist das Endo-Cannabinoid-System (ECS)?

    Das Endocannabinoide-System ist ein Teil des menschlichen K√∂rpers & Teil des Nervensystems. CBD √Ėl und andere Cannabinoide k√∂nnen mithilfe des ECS wirken. √úber verschiedene Rezeptoren (CB1-Rezeptor & CB2-Rezeptor) wirkt das CBD direkt am Menschen. Jedes S√§ugetier besitzt dieses wertvolle System. Mehr dazu hier.

  2. Wie wirkt CBD im Endo-Cannabinoid-System?

    CBD ist Teil der Cannabispflanze. Nehmen Sie ein Produkt ein, dann wird das CBD √ľber die Mundschleimhaut am besten aufgenommen. Es gelangt ins Blut und wird von dort √ľber das Endo-Cannabinoid-System getragen. Auf diese Weise kann das CBD √ľber die Rezeptoren wirken.

  3. Hat jeder Mensch ein Endocannabinoidsystem?

    Ja! Jedes S√§ugetier, und dazu z√§hlt auch der Mensch, hat ein System. Es ist Teil des zentralen Nervensystems. Das Endo-Cannabinoid-System ist f√ľr viele Mechanismen des menschlichen K√∂rpers verantwortlich.


[1] https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1038/sj.bjp.0707505 – 26.07.2019

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, dann so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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√úber den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus √Ėsterreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem f√ľr das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung √ľberzeugt, schreibt er nun fundiert √ľber alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".