Krankheiten

Antibiotikaresistenz

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Geschrieben von Stefan K.

CBD bei Antibiotikaresistenz

„Leben verhindert Leben“. Diesen Satz formulierte Louis Pasteur, der als Vorreiter und Wegbereiter einer der größten Entdeckungen der Medizingeschichte gilt – dem Antibiotikum. Gewonnen aus lebenden Pilzen oder Bakterien hemmt ein Antibiotikum das Wachstum von Mikroorganismen.

Penicillin gilt als die erste Entdeckung in dieser Richtung. Penicillin bewirkt, dass sich Krankheitserreger deutlich weniger ausbreiten. Dieser durchschlagende Erfolg der Antibiotika ist heutzutage ein Problem. Es wird zum Beispiel jenen Tieren unters Futter gemischt, die wir essen. So kann eine große Dosis davon in die Menschen gelangen. Durch diese Massierung können sich Krankheitserreger aber dagegen einstellen oder sogar ganz dagegen wappnen. Diese Eigenschaft nennt man Antibiotikaresistenz.

Speziell an Orten, wo viele Antibiotika verwendet werden, vermehren sich resistente Keime – dazu zählen vor allem Krankenhäuser. Das heißt, dass in Einrichtungen, in denen Krankheiten bekämpft werden, ein Brutplatz für besonders hartnäckige Krankheiten entstanden ist.

Nicht erst seit gestern ist die antibakterielle Wirkung von Cannabis im Allgemeinen und von CBD bei Antibiotikaresistenz bekannt. Dabei wirkt CBD gegen Antibiotikaresistenz, weil es nach aktuellem Forschungsstand eine höhere Wirksamkeit als handelsübliche Antibiotika aufweist.

Ursachen von Antibiotikaresistenz

Obwohl viele Experten davor warnen, werden Antibiotika immer noch in viel zu großen Mengen und oftmals sogar unnötig verschrieben. Sollte man zum Beispiel unter Bronchitis leiden, wird sehr häufig ein Antibiotikum verschrieben, auch wenn keine Bakterieninfektion vorliegt. Virale Infekte, oft Grund für Bronchitis, können von Antibiotika nicht behandelt werden. Durch diesen übermäßigen Einsatz können im Körper des Patienten sogar resistente Keime gezüchtet werden.

Antibiotikaresistenz
Nicht immer kommen Antibiotika sinnvoll zum Einsatz.

Aber auch das zu frühe Absetzen von Antibiotika kann zu einer Resistenz führen. Setzt man das Medikament zu früh ab, weil die Heilung rasch Wirkung zeigt, kann es bei den verbleibenden Keimen zu einer Antibiotikaresistenz führen.

Studien zeigen, dass Bakterienstämme, die in Krankenhäusern resistent werden, von Bett zu Bett wandern und anderen Stämmen die genetische Information übertragen, sich gegen Antibiotika zu wehren. Dies kann auch durch die Kombination verschiedener Antibiotika passieren.

Diese resistenten Bakterien blockieren die Wirkstoffe der Antibiotika. CBD bei Antibiotikaresistenz kann dieses Blocken der Wirkstoffe helfen zu durchbrechen. CBD Öl oder auch CBD Liquide ermöglichen es also, dass das Medikament die Blockade in den Bakterien umgehen kann, in diese eindringt und sie so vernichtet.

Wie Antibiotika wirken?

Kurz gesagt wirken Antibiotika, weil sie gegen bakterielle Infektionen helfen. Das Antibiotikum greift die Zellwände oder den Stoffwechsel der Bakterien an. Dadurch wird zum einen das Wachstum der Keime gehemmt, zum anderen werden dadurch auch Bakterien abgetötet.

Nicht nur die Resistenz durch den übermäßigen Einsatz, auch andere Punkte können gegen Antibiotika sprechen. So ist zum Beispiel Durchfall eine Nebenwirkung. Dies passiert, weil im menschlichen Darm Bakterien positive Wirkungen haben. Wenn diese durch Antibiotika vernichtet werden, kann ein Ungleichgewicht der Darmflora zu Durchfall führen. Speziell Frauen sollten wegen eines Punktes besonders aufpassen. Antibiotika können Scheidenpilzinfektionen auslösen, da die Milchsäurebakterien in der Scheide das dort herrschende Milieu aufrechterhalten, dass gegen viele Erreger präventiv wirkt.

CBD bei Antibiotikaresistenz – wie wirkt Cannabidiol?

Die antibakterielle Wirkung von Cannabis gilt seit langen als eines der Hauptmerkmale des Hanfs. Dadurch, dass sich die Forschung auf viele der Hanf-Inhaltsstoffe konzentriert hat, kann man heutzutage von einem Entourage-Effekt durch CBD, CBC (Cannabichorm), CBG (Cannabigerol), CBN (Cannabinol) und sogar von THC sprechen. Das bedeutet, dass diese Stoffe kumulativ antibakteriell wirken können. Einige Forscher gehen aufgrund des Entourage-Effektes sogar davon aus, dass Cannabinoide stärker gegen Bakterien und Pilzbefall wirken als alle handelsüblichen Antibiotika.

Die Wirkungsweise der Cannabinoide unterstreicht eine Studie[1] aus dem Jahr 2008. In dieser wurde aufgezeigt, dass CBD bei Antibiotikaresistenz ebenso wie die anderen vier Cannabis-Stoffe einzigartig und doch gemeinsam Keime bekämpfen können. In der Studie wurde sogar nachgewiesen, dass CBD gegen die sogenannten MRSA-Bakterienstämme hilft. Bei diesen scheitern die meisten normalen Antibiotika.

Über das Endocannabinoid-System stärkt das CBD (CBD Öl, CBD Liquid, CBD Salbe, CBD Creme) auch das Immunsystem. Dadurch haben es bakterielle Krankheitserreger besonders schwer, den Körper zu infizieren. Somit wirkt CBD präventiv durch den Nicht-Einsatz von Antibiotika gegen die Resistenz.

Kann also CBD das neue Antibiotikum werden? Eine Studie[2] zeigt, dass CBD als Antibiotikum durchaus sinnvoll eingesetzt werden kann. Forscher stellten in Laborversuchen fest, dass CBD alle im Test verwendeten Stämme von Bakterien abgetötet hatten. Darunter waren auch welche, die als hochresistent gegen herkömmliche Antibiotika gelten. Diese Studie dauerte länger als 20 Tage. Dies ist wichtig zu erwähnen, da Bakterien binnen 20 Tagen schon eine Resistenz bilden können. In der Studie taten sie es aber nicht – ein positives Zeichen für CBD als Ersatz für Antibiotika.

Nicht Antibiotika aus Pilzen oder Bakterien gezüchtet, sondern CBD half laut einer Studie bei der Behandlung von Hautinfektionen am besten. Zwar sind sich die Forscher noch nicht sicher, welche Eigenschaft von CBD gegen Infektionen hilft, aber die CBD eigene entzündungshemmende Wirkung soll dabei eine Rolle spielen.

Damit kann man durchaus die Schlussfolgerung ziehen, dass CBD gegen Antibiotikaresistenz vor allem deswegen hilft, weil es eine Alternative dazu darstellt. Auch CBD hat eine durch Studien untermauerte antibakterielle Wirkung.

CBD bei Antibiotikaresistenz als Zukunftsmodell?

Die Hoffnung, dass CBD bei Antibiotikaresistenzen helfen kann, vor allem gemeinsam mit seinen artverwandten Hanfwirkstoffen, ist berechtigt. Durch die nicht vorhandenen oder nur geringen Neben- und Wechselwirkungen von CBD ist vor allem am Beginn einer Infektion die Behandlung damit ein erster wichtiger Schritt hin zur erfolgreichen Bekämpfung von bakterienbegründeten Infektions- und Entzündungskrankheiten. Den Grund dafür vermuten Forscher auch darin, dass sich die Hanfpflanze durch das CBD gegen Bakterien und Mikroorganismen zur Wehr setzt.

Fazit


  • CBD gegen Antibiotikaresistenz ist zum einen deswegen sinnvoll, weil damit der Einsatz von „regulären“ Antibiotika gedrosselt wird und somit deren Wirksamkeit hochgehalten werden kann, zum anderen haben aber auch CBD und seine artverwandten Stoffe wie CBG einen nachgewiesenen positiven Einfluss bei Infektions- oder Entzündungskrankheiten.


[1] https://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/np8002673 – 10.09.2019

[2] https://www.ganjapreneur.com/study-cbd-potential-potent-antibiotic/ – 10.09.2019

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".