Krankheiten

Akne

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Geschrieben von Elena E.

CBD bei Akne

Zunächst sind es nur kleine schwarze Mitesser, die das Hautbild beeinträchtigen. Doch schon nach kurzer Zeit sprießen die Pickel. Was sich harmlos anhört, kann bei den Betroffenen unangenehme Hautentzündungen hervorrufen, die sich auch psychisch auf den Träger auswirken können. Ein Kreislauf beginnt. Rund 85% aller Deutschen werden im Laufe ihres Lebens mit Akne „bestraft“. Einige Forschungsergebnisse zeigen nun, dass CBD einen positiven Einfluss auf Akne haben kann. CBD wirkt der Talgproduktion entgegen und zeigt entzündungshemmende Eigenschaften. Das Beste: CBD bei Akne ist sehr gut verträglich und hat keinerlei Nebenwirkungen.

Akne -Reaktionen von unserem Körper

Eine gesteigerte Verhornung der Zellen führt zu einem Überschuss an Hornmaterial auf unserer Haut. Dieser Prozess lässt die Poren verstopfen. Der vermehrt gebildete Talg (follikuläre Hyperkeratose) kann nicht mehr abfließen und es bilden sich Pickel. Bei der Hautkrankheit spielen variable Faktoren eine Rolle:

  • Ernährung (Süßigkeiten, Milchprodukte)
  • psychischer Stress
  • hormonelle Umstellung
  • Kosmetika
  • Medikamente
  • genetische Vorbelastung
  • UV Strahlung
  • Luftfeuchtigkeit
  • Hitze

Symptome bei Akne

Akne kann verschiedene Auswirkungen auf den Körper zeigen. Vor allem äußerlich fettige Haut, Pusteln, Pickel und Mitesser sind die Ergebnisse des Akneprozesses. Die entstandenen Komedonen (Mitesser) können sich durch bakterielle Besiedelungen eines bestimmten Bakteriums (Propionibacterium Acnes) im schlimmsten Fall entzünden. Acne Vulgaris tritt hauptsächlich dort auf, wo viele Talgdrüsen am Körper sind. Vor allem im Gesicht und am Rücken wird die Eiterbildung begünstigt, die sich bis hin zu schmerzhaften Knoten entwickeln kann. Nach dem Abheilen können die Pickel bei falscher Behandlung zu Akne-Narben führen.

Konventionelle Therapiemaßnahmen – Welche Mittel gegen Akne?

Auf dem Markt gibt es viele Produkte, die Abhilfe gegen Akne schaffen sollen. Meist probiert man nicht nur eine Maßnahme aus, um die lästigen Pusteln auf der Haut zu bekämpfen. Dabei gibt es zwei Unterscheidungen, wie man den verstopften Poren entgegenwirken kann. Man differenziert zwischen äußerlichen und innerlichen Anwendungen. Während bei Ersterem meist Cremes,Geles oder Salben aufgetragen werden, so soll bei der inneren Methode mit Medikamenten geholfen werden. Es wird empfohlen die Pickel nicht selbst auszudrücken, denn das kann, wie bereits erwähnt, zu hässlichen Akne-Narben führen.

Therapie mit Medikamenten 

Der Gang zum Hautarzt wird eventuell eine Therapie mit Antibiotika verordnen. In Kombination mit Cremes, sollten die Tabletten jedoch nicht länger als zwei bis drei Monate angewendet werden. Antibiotika können starke Nebenwirkungen hervorrufen und wird daher nur bedingt verabreicht und empfohlen. Da Akne von Hormonveränderungen kommen kann, sind Hormonpräparate ein weiteres, konventionelles Mittel zur Wahl. Lassen Sie sich von Ihrem Hautarzt zu dieser Form der Behandlung beraten.

Hormonpräparaten benötigen mindestens sechs Monate, um ihre Wirkung zu entfalten. Das wirksamste Medikament bei schwerer Akne sind Retinoide (Isotretinoin). Leider kann der Wirkstoff sehr starke Nebenwirkungen hervorrufen. In der Schwangerschaft sind Retinoide keine Option. Es gibt weitere Mittel gegen Akne, wie Azelainsäure, welche die Verhornung der Talgdrüsen reduziert und entzündungshemmend, wie auch antibakteriell wirkt. Alpha-Hydroxysäuren sollen die Poren öffnen und so gegen Akne wirken. Chemische Keulen auf die man gern verzichtet.

Cremes und Co.

Zunächst einmal vorweg: Experten raten, die betroffenen Akne Hautregionen mit Cremes und Co. nicht zu überpflegen. Warmes Wasser oder pH-neutrale, parfümfreie Waschlotionen sind manchmal besser, als sich die pure Chemie ins Gesicht zu streichen. Die falsche Pflege überreizt die Haut mehr, als dass sie hilft sich zu regenerieren. Das natürliche Milieu wird zerstört und führt entgegengesetzt der Annahme zu einer Begünstigung von Akne. Fettige Cremes zählen genau wie Make-up oder Sonnenschutzmittel zu den Feinden von Akne bestrafter Gesichtshaut. Dennoch können ausgewählte Cremes Akne entgegenwirken. Antibiotika-Cremes zum Beispiel sind aggressive Gegner von Pickeln und hemmen das Wachstum von Bakterien. Cremes mit Benzoylperoxid töten Bakterien ab und wirken gegen entzündliche Formen der Akne. Beruhigende Naturcremes mit Propolis oder Kamille können der Haut helfen sich zu entspannen.

CBD bei Akne – Wie wirkt Cannabidiol bei der Hautkrankheit?

In jüngsten Studien wurde die Wirkung von CBD bei Akne untersucht. Die gute Nachricht: CBD kann als Mittel zur Wahl gegen die Hautkrankheit angewendet werden. Da die Haut über zahlreiche Cannabinoidrezeptoren verfügt, an welche auch die pflanzlichen Cannabinoide andocken und ihre Wirkung äußern, wird CBD als hilfreicher Akne-Gegner gesehen. Dabei unterscheidet man, wie auch in der konventionellen Therapie, zwischen innerlichen und äußerlichen Maßnahmen.

Innerliche Wirkung von CBD bei Akne

CBD bei Akne kann in Form von Öl und Kapseln eine positive Wirkung aufzeigen. CBD zeigt innerlich vor allem auf Hormone eine regulierende  Wirkung. Hormone sind lebenswichtige Botenstoffe, die oftmals für Akne verantwortlich sind. Das körpereigene Endocannabinoid-System (ECS) ist ebenfalls Teil der Steuerung von endokrinen Prozessen (hormonell bedingte Prozesse) im Körper. Da pflanzliche Cannabinoide wie CBD mit dem ECS interagieren, besteht ein Zusammenhang zwischen CBD und dem endokrinen System.

So kann CBD bei Akne zum Beispiel beruhigend bei psychischem Stress wirken. Psychischer Stress wiederum kann Akne begünstigen. Eine der Hauptaufgaben des endokrinen Systems ist die Regulation von Stress. Hormone wie Epinephrin (Adrenalin) und Cortisol sind dabei wichtige Vertreter. Ein erhöhter Cortisolspiegel wirkt sich dabei negativ auf psychischen Stress aus. CBD reguliert die Bildung von Cortisol. So kann minimierter Stress zu einer Verringerung von Akne führen. Einige Studien bestätigen hierzu die entspannende Wirkung von CBD. Weiter kann man davon ausgehen, dass CBD die Stimmung und den Serotoninspiegel hebt. Diese Prozesse sind keine Freunde von Akne, aber von einem schönen Hautbild.

Zusätzlich wird davon ausgegangen, dass CBD Einfluss auf den körpereigenen Stoffwechsel hat. Da CBD eine ähnliche Wirkung auf Insulin wie auf Cortisol aufzeigt, wird ein Insulin-Ungleichgewicht im Körper verhindert. Ohne Insulin kann Zucker aus der Nahrung nicht in die einzelnen Zellen gelangen. Da CBD eine Überproduktion an Insulin unterbindet, beweist sich der Cannabiswirkstoff positiv im Kampf gegen Akne.

Äußerliche Wirkung von CBD bei Akne

Um Akne äußerlich mit CBD zu behandeln, kommen Cremes, Salben und Öle mit CBD Gehalt zum Einsatz. Eine ungarische Studie an der Universität Debreczyn untersuchte die Wirkung von CBD auf Zellkulturen der menschlichen Talgdrüsen. Die Ergebnisse wurden im Journal of Clinical Investigation veröffentlicht. Zusammengefasst kann man sagen, dass CBD die Überproduktion von Talg regulieren kann. CBD wird daher als wirksames Sebostatikum gesehen.

Die gleiche Studie fand unter der Leitung von Tamas Biró heraus, dass CBD eine äußerst komplexe entzündungshemmende Wirkung auf Pickel und Pusteln hat.

Außerdem hemmt CBD die Lipidproduktion der Hautzellen. Fettige Haut wird reguliert und das Hautbild dadurch verschönert. In Studien wurde herausgefunden, dass sich Endocannabinoidrezeptoren in unseren Talgdrüsen und Haarfollikeln befinden. Die Haupt-Endocannabinoide namens Anandamide beeinflussen dabei die körpereigene Lipidsynthese, welche die Talgproduktion der Haut darstellt. Deshalb kann man annehmen, dass die Talgproduktion durch das Endocannabinoidsystem kontrolliert wird. Experten sehen daher die Möglichkeit, pflanzliche Cannabinoiden (Phytocannabinoiden) gegen die Symptome des Talgüberschusses bei Akne einzusetzen. Kurz gesagt, CBD stimuliert die CB2-Rezeptoren in der Talgdrüse. Die Anandamide nehmen dann Einfluss auf die Lipidsynthese und sorgen für weniger Talg.

Trotz Fettregulierung wird die Haut nicht ausgetrocknet. Denn Cannabis Cremes und Salben sind mit weiteren Inhaltsstoffen wie Aloe, Bisabolol (aus ätherischem Kamillenöl), Dexpanthenol, Hyaluronsäure, und anderen Pflanzenextrakten versehen. Seren gegen Akne sind mit Zink und Pantothensäure vermengt. Die Substrate wirken sich beruhigend auf die Haut aus, halten Poren und Talgdrüsen frei und fügen dabei ausreichend Feuchtigkeit hinzu. Die sogenannten Cannabis Topicals, werden lokal aufgetragen. Der Körper nimmt die Wirkstoffe über die Haut auf. Obwohl in den Salben THC enthalten sein kann, wirken sich diese nicht psychoaktiv auf den Körper aus, da der Wirkstoff nicht in den Blutkreislauf gelangt. Es wird empfohlen die Produkte 2-3 mal täglich aufzutragen.

Aktualität und Ausblick – Die Wirkung von Cannabidiol gegen Akne

Natürlich kann CBD keine Wunder gegen Akne zaubern, dennoch kann sich der Wirkstoff positiv im Kampf gegen Akne erweisen. Da CBD keine Nebenwirkungen aufweist, kann man der Therapie mit Sicherheit eine Chance geben. Äußerlich wie auch innerlich kann CBD dabei eventuell an den richtigen Stellen eingreifen und seine Wirkung zeigen. Da Akne meist hormonellen Ursprungs ist, kann die Heilung meist nur auf endokrinem Level erfolgen. Auf jeden Fall lässt sich abschließend sagen, dass CBD bei Pickeln ein Mittel zur Wahl sein kann. Auch schon dann, wenn die Unreinheiten der Haut noch keine Akne sind.

Fazit

  • Die allermeisten Menschen haben in ihrem Leben mit Akne zu kämpfen.
  • CBD bei Akne kann sowohl innerlich als auch äußerlich gut helfen.

Weitere Studien

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26142529

http://www.beyondthc.com/wp-content/uploads/2013/08/CBD-for-Acne.pdf

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25061872

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19608284

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18596221

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21628127

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27094344

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, dann ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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