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CBD für Kinder – Ist CBD Öl sicher?

CBD für Kinder als Medizin
Geschrieben von Hendrik Brettschneider

CBD für Kinder

CBD Produkte sind in aller Munde, aber gehören Sie auch in jeden Mund? Auf vielen Webseiten und auf vielen Produkten steht, dass CBD erst ab 18 sei. Wie kommt es dazu und ist somit CBD für Kinder nicht geeignet? Wieso sollte man das CBD Öl Kindern nicht geben und wie sieht dazu die Studienlage aus?

Gerne möchten wir uns diesem heiklen Thema annehmen. Klar ist, dass es viel Unwahrheiten und „Meinungen“ im Web dazu gibt. Wir selber versuchen das Thema „CBD für Kinder“ möglichst studienbasiert anzugehen und uns kritisch damit auseinanderzusetzen. Wir bitte alle Eltern, sich die Zugabe von CBD Öl gut zu überlegen und Chancen / Risiken abzuwägen. Ein Arzt sollte hier immer miteinbezogen werden.

Vorweg bedanken wir uns für die Recherchearbeiten und Ausführungen von Stephanie Reinhard, welche sich mit dem Thema aufgrund ihrer eigenen Kinder eingehend beschäftigt und diesen Artikel als Co-Autorin verfasst hat.

Kinder & CBD Öl: Die Studienlage

Studien an Erwachsenen geben Aufschluss darüber, dass CBD in bestimmter Weise auf das Endo-Cannabinoid-System und darüber hinaus auf die Cannabinoidrezeptoren wirkt. Darüber hinaus ist es wohl so, dass CBD über andere Wirkweisen regulierend in bestimmte Gene eingreift. Dieses Wissen schafft z.B. Grundlagen für die Anwendung u.a. bei Epilepsie. Wir haben hierzu ein paar Studien & Artikel herausgesucht:

Kind beim Spielen ohne CBD Öl

Was die Gabe von CBD bei Kindern und Jugendlichen betrifft, so ist die Studienlage dünn und keineswegs als gesichert zu bezeichnen. Kinder und Jugendliche stecken noch mitten in der körperlichen und geistigen Entwicklung. Zum Beispiel in der Entwicklung des Immunsystems, Endocannabinoidsystems, emotionale, kognitive Reife und vielem mehr. In diesen Entwicklungsphasen reagiert der Körper besonders sensibel auf äußere Einflüsse. Dazu gehört auch die regulierende Wirkung in den Genen. Es ist absolut nicht klar zu belegen welche Auswirkungen „wahllose“ CBD-Gaben auf die spätere Gesundheit haben können.

Auch interessant: CBD in der Schwangeraft & beim Stillen

Ansatzweise wissenschaftlich belegt ist die Wirksamkeit von „reinem“ CBD (Cannabidiol), bisher nur für einzelne Epilepsieformen (z.B. Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom). In den CBD-Gruppen gab es eine deutliche Verringerung der Anfälle im Vergleich zu den Placebo-Gruppen. Es gab jedoch auch Probleme . Es wurden Nebenwirkungen beobachtet, die keineswegs zu vernachlässigen sind:

  • Übelkeit                     
  • Erbrechen
  • Schwindel
  • Durchfall
  • Schläfrigkeit
  • abnormales Verhalten
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Verschlechterung der Leberwerte

Kann CBD als unterstützende Therapie bei ADHS, Epilepsie oder Autismus helfen?

Mit über 13 Literaturnachweisen und einer fundierten Studie können wir dazu folgende Ausarbeitung empfehlen: Cannabidiol in der Therapie von epileptischen Enzephalopathien im Kindesalter. In der kurzen Zusammenfassung wird hier dieser Ausblick gegeben:

Epileptische Enzephalopathien sind eine ätiologisch heterogene Gruppe von meist schwer behandelbaren Epilepsien in Kombination mit deutlichen Entwicklungsstörungen. Der epileptischen Aktivität wird hierbei eine bedeutende Rolle an dem Ausmaß der Entwicklungsstörung zugeschrieben. Behandlungsansätze konzentrieren sich daher im Wesentlichen auf die antikonvulsive Therapie. Reines Cannabidiol wurde in den letzten 5 Jahren zunehmend in der Epilepsietherapie eingesetzt. Der vorliegende Artikel fasst die wichtigsten Informationen zum Einsatz von Cannabidiol speziell bei epileptischen Enzephalopathien zusammen.

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Man kann also sagen, dass hochdosiertes CBD in Reinform (CBD Kristalle) bei Epilepsie helfen kann. Man muss hier aber die weiter oben aufgeführten Nachteile und Risiken in jedem Fall abwägen. Ganz wichtig ist, dass man diese Entscheidungen nie allein trifft, sondern mit einem Arzt abspricht. Natürlich ist hier klar, dass man sich gegebenenfalls auf eine längere Suche nach einer geeigneten Hilfe machen muss.

Auch beim ADHS scheint es große Potentiale zu geben, die aber immer kritisch und vorsichtig bewertet werden müssen. Hierzu empfehlen wir einen guten Gastbeitrag von ADHS.de, der sich damit beschäftigt, wie CBD als unterstützende Therapie mit ADHS helfen kann. Das bezieht sich auf eine im Jahr 2013 durchgeführte Studie und eine weitere Studie der Psychotherapeutin Dr. Eva Milz. (mehr dazu hier)

Zu guter Letzt möchten wir noch auf das Thema „CBD Öl für Kinder mit Autismus“ hinweisen. Hierzu gibt es einen ausführlichen Text auf Leafly.de, welcher sich mit genau diesem Thema beschäftigt: Cannabisbehandlung bei Autismus.

Fazit

CBD darf keineswegs ohne ärztliche Absprache oder Überwachung Kindern und Jugendlichen verabreicht werden.

Wissenschaftler sind sich einig, dass CBD-Produkte nur nach reiflicher Überlegung und mit ärztlicher Rücksprache Kindern und Jugendlichen verabreicht werden dürfen. Hierbei ist zu beachten, dass es sich um reines CBD, also isoliertes Cannabidiol handelt. Vollextrakte mit THC-Gehalten, auch wenn gesetzliche Werte eingehalten werden, sind grundsätzlich zu vermeiden. Die negative Auswirkung von THC auf die kindliche Gehirnentwicklung ist mehrfach wissenschaftlich belegt.

Eine andere Ausgangslage bringt die Behandlung von schwerstkranken Kindern mit sich, zum Beispiel in der Palliativmedizin. Hier können cannabinoidhaltige Medikamente eine sinnvolle Therapieoption sein. In der Regel kommen hier medizinische Cannabisprodukte zum Einsatz.

  • CBD in Reinform KANN auch bei Kindern helfen
  • Die Studienlage ist unklar
  • In jedem Fall mit dem Arzt sprechen und die
  • Risiken abwägen

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Bitte besprechen Sie, insbesondere bzgl. der Gabe bei Kindern den Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden, vorher mit dem behandelnden Arzt vor allem auch um schwerwiegende Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu vermeiden.

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Über den Autor

Hendrik Brettschneider

Hendrik Brettschneider

Hendrik ist aus dem Team rund um CannaTrust nicht mehr wegzudenken. Er ist nicht nur der Kopf hinter der Idee CannaTrust, sondern engagiert sich mit Leidenschaft und Hingabe rund um die Aufklärung im Bereich CBD und andere Cannabinoide. Als Gründer und CEO von CannaTrust verfügt er über ein enorm breites Wissen in diesen Bereichen, welches er bereitwillig mit allen Interessierten teilt.