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Liposomales CBD

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Geschrieben von Stefan K.

Liposomales CBD Öl: Den Wirkstoff sicher bis zur Zelle transportieren

Die Besonderheit steckt bereits im Namen: Liposomal bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Wirkstoff in kleinen Vesikeln von der Mundhöhle durch den Körper bis zum Ort seiner Bestimmung – der Körperzelle – gebracht wird. Dabei sind die sogenannten „Liposomen“ chemisch so konzipiert, dass sie unseren eigenen Körperzellen so sehr ähneln, dass diese das liposomale CBD sofort bereitwillig aufnehmen. Auch vor der starken Magensäure ist der Wirkstoff so besser geschützt. Liposomale CBD Öle werden oft auch als wasserlösliche CBD Öle bezeichnet.

Noch vor wenigen Jahren war Cannabidiol ein Nischenprodukt. Außer in ein paar spezialisierten Hanf-Geschäften beschäftigte sich der Markt kaum mit dieser Substanz. Noch weniger Interesse zeigte die Wissenschaft. Das hat sich zwischenzeitlich geändert. CBD Produkte werden weltweit erforscht und sind mittlerweile auch bei etablierten Anbietern erhältlich. Eine große Nachfrage kurbelt bekanntermaßen auch die Entwicklung an. Nahrungsergänzungsmittel genauso wie Medikamente sollen immer wirksamer und gleichzeitig verträglicher werden. Liposomales CBD ist eine andere Form von CBD . Von liposomal verabreichten Wirkstoffen ist bekannt, dass sie im Körper besser verteilt werden, was wiederum zu einer potenziell verbesserten Wirksamkeit führt. Grund hierfür ist die Form, in der die CBD Moleküle nach der Aufnahme durch unseren Körper wandern. Ob dies bei CBD genauso ist, wird aktuell erforscht, wissenschaftliche Belege für einen stärkeren Effekt gibt es noch nicht.

Was war noch einmal CBD?

Rufen wir uns noch einmal kurz die Frage in Erinnerung, was CBD überhaupt ist: CBD ist ein wirksamer Bestandteil von Hanf, der – anders als THC – keine berauschende Wirkung besitzt. Gleichwohl sind zahlreiche heilsame Wirksamkeit von Cannabidiol – wie CBD ausgeschrieben heißt – bekannt. Schmerzpatienten profitieren gleichermaßen wie Menschen mit Angststörungen, Schlaflosigkeit oder Krämpfen. Sogar gegen Lampenfieber und Nervosität wird CBD Öl eingenommen. Die Schulmedizin interessiert sich für CBD als Ergänzung für eine Krebstherapie und als natürliches Medikament gegen chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

Wo liegt der Unterschied zwischen herkömmlichen CBD und der liposomalen Variante?

Bei herkömmlichem CBD werden die Wirkstoff-Moleküle frei durch den Körper transportiert. Auf ihrem Weg zu den Körperzellen müssen sie dabei unter anderem den Magen mit seiner starken Säure passieren. Dadurch kommt es zu einem Wirkstoffverlust.  Auch die Darmbakterien und Verdauungsenzyme sorgen dafür, dass ein wesentlich geringerer Anteil an CBD an dem Wirkort ankommt als ursprünglich eingenommen wurde. Liposomales CBD hat die Besonderheit, dass der Wirkstoff in kleinen Vesikeln durch den Organismus transportiert wird. Diese kleinen Vesikel heißen Liposome. Genauer gesagt handelt es sich um sehr kleine Kügelchen. Sie sind besonders stabil und schützen den Wirkstoff.  Vollspektrum CBD-Öl enthält nicht nur den isolierten Wirkstoff, sondern das – wie der Name verrät – gesamte Spektrum der in der Hanfpflanze enthaltenen Cannabinoide. Vollspektrum-Öl wird mittlerweile in herkömmlicher und liposomaler Form verkauft.

Körperzellen erkennen Liposome als körpereigen an

Die Liposomen bestehen aus sogenannten Phospholipiden. Viele von uns kennen diesen Begriff vielleicht noch aus dem Biologie- oder Chemieunterricht. Phospholipide bestehen aus Phosphor- und Fettsäuren. In unserem Organismus übernehmen sie vor allem eine wichtige Funktion: Sie sind zentraler Baustein unserer Zellmembran. Die Vesikel bestehen also aus demselben Material wie die Zellen. Wissenschaftler sehen dies als Grund dafür an, dass die Aufnahme in die Körperzellen dadurch erleichtert wird.

Vesikel schützen vor Magensäure 

Die Vesikel schützen Wirkstoffe auf dem Weg von der Aufnahme bis zum Wirkort. Bei gewöhnlichem CBD beispielsweise geht zwischen Mundhöhle und Zelle ein beträchtlicher Teil an Wirkstoff verloren. Wie eingangs erwähnt machen Magensäure, Verdauungsenzyme und Darmbakterien aufgenommenen Wirkstoffen zu schaffen. Dieser Effekt ist bei der liposomalem Variante vermutlich geringer. 

Besonderheiten in der Anwendung von wasserlöslichem CBD Öl

Abzugrenzen ist liposomales CBD nicht nur gegenüber herkömmlichen, sondern auch gegenüber wasserlöslichen Cannabidiol-Produkten. Während Ölvariante in der Regel pur unter die Zunge getropft werden, wird das wasserlösliche CBD Öl in ein Glas Wasser getropft. Der wohl entscheidendste Vorteil dabei: Der etwas gewöhnungsbedürftige Geschmack wird nicht wahrgenommen. Im Gegenteil: Einigen Präparaten sind sogar andere Geschmacksrichtungen (z. B. Zitrone) beigemengt. Über die Qualität der Wirksamkeit gibt es verschiedene, teils widersprüchliche Berichte. Einige Quellen sprechen von einer hohen Bioverfügbarkeit, andere schätzen die gesundheitlichen Effekte von wasserlöslichem CBD eher gering ein. Solange es hierzu keine Vergleichbarkeitsstudien gibt, halten wir uns bedeckt. Allerdings berichten bereits einige Kunden von einer großen Wirksamkeit.

Für wen ist liposomales Cannabidiol geeignet?

Prinzipiell kann jeder, dem die Einnahme von CBD gesundheitliche Vorteile bringt, auch die liposomale Variante wählen. Nutzer berichten teilweise über eine besonders schnelle, lange und starke Wirkung der Produkte. Daher sind sie für jene Anwender geeignet, die eine schnelle und starke Wirkung – zum Beispiel bei einer drohenden Schmerz– oder Panikattacke – erzielen möchten.

Die richtige Einnahme von wasserlöslichem CBD

Anders als herkömmliches CBD Öl wird liposomales Cannabidiol durch Pumpstöße, ähnlich einem Asthmaspray, verabreicht. Das bedeutet, dass der Wirkstoff beim Herauspumpen zerstäubt wird und in Form feinster Tröpfchen auf die Mundschleimhaut trifft. Wie auch bei der Tropfflasche gilt: Behalten Sie die Flüssigkeit für etwas eine Minute im Mund. Dadurch verstärkt sich die Wirkung, da ein Teil des CBD direkt in die Blutbahn aufgenommen wird und der „Umweg“ über den Magen entfällt. Achten Sie zudem darauf, dass die meisten Präparate vor der Anwendung geschüttelt werden müssen. Hierzu lesen Sie am besten die Packungsbeilage oder den Aufdruck auf dem Fläschchen. Dasselbe gilt für die Dosierungsempfehlung. Sollten Sie das CBD aus medizinischem Grund nehmen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Dieser informiert Sie über die individuelle Dosierung.

Sollte ich wasserlösliches CBD ausprobieren?

  • Wenn Sie sich unsicher sind, ob wasserlösliches CBD Öl für Sie das Richtige ist, dann haben Sie verschiedene Möglichkeiten: ausprobieren oder zum Klassiker CBD Öl greifen. Grundsätzlich lässt sich aber Folgendes festhalten:
  • Wenn Sie CBD als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um sich besser zu fühlen, ruhiger und konzentrierter zu werden oder besser zu schlafen, ist herkömmliches Öl für Sie am besten geeignet.

  • Nehmen Sie Cannabidiol aus einem medizinischen Grund – zum Beispiel Migräne, Schmerzen, Krämpfe etc. – ein, erzielen Sie mit liposomalem CBD höchstwahrscheinlich einen deutlich besseren Effekt.
  • Neben dem Arztbesuch haben Sie auch die Möglichkeit, in Foren wie von CannaTrust sich über evtl. Erfahrungsberichte zu informieren.


Quellen

  • Bulbake U, Doppalapudi S, Kommineni N, Khan W. Liposomal Formulations in Clinical Use: An Updated Review. Pharmaceutics. 2017 Mar 27;9(2).
  • Mikronährstoffe: Bürgertreff Gesundheit Hannover
  • Atkins PW, De Paula J. Kurzlehrbuch Physikalische Chemie für natur- und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge. 5. Auflage, Wiley-VHC Verlag, Weinheim, 2020
  • Budinger V. Magensaftresistente Lipide: Neue Wege durch den Magen. Deutsche Apotheker Zeitung, Veröffentlichungsdatum: 16.02.2016, Abrufdatum: 06.05.2020

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".