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CBD Kristalle

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Geschrieben von Stefan K.

CBD Kristalle

Aus Hanf, genauer aus Cannabis, lassen sich über 100 verschiedene Stoffe gewinnen. Einer davon ist Cannabidiol (CBD). In den CBD Produkten wie CBD Öl, CBD Liquid oder CBD Salben befinden sich unterschiedliche Konzentrationen dieses vielseitigen Stoffs. Reines Cannabidiol, das bei 98 % beginnt, kommt als CBD Kristalle vor. Dabei sollte man sich keinen großen Kristall vorstellen, sondern eher ein kristallines, salzähnliches Pulver.

Durch den hohen Reinheitsgrad von CBD Kristallen sind, anders als in anderen CBD Produkten, keine messbaren Spuren von THC nachweisbar. Selbst diese geringe Menge ist in den CBD Kristallen nicht vorhanden. Anders als THC wirken CBD Kristalle nicht psychoaktiv, verursachen keine Rauschzustände und stehen auch nicht im Verdacht, abhängig zu machen.

Was sind CBD Kristalle?

Frei von anderen Stoffen sowie eventuell in geringen Dosierungen vorkommenden Verunreinigungen aus pflanzlichen Stoffen sind CBD Kristalle nicht nur die reinste, sondern vor allen Dingen auch die sauberste Form von CBD. Der Markt kennt in diesem Punkt nichts, was an CBD-Kristalle heranreicht. Die 98 oder 99 % CBD in den Kristallen werden nicht von THC, sondern von anderen Cannabinoiden ergänzt.

Herstellung von CBD Kristallen

Der Grundstoff aller Cannabis-Produkte ist der Hanf. Spezielle Züchtungen des sogenannten Faserhanfs werden für die Gewinnung von Cannabidiol verwendet. In diesen gewissenhaft ausgewählten Pflanzen ist der Anteil an THC sehr gering. Offiziell von der EU zugelassen für den freien Handel sind CBD-Produkte mit einem maximalen THC-Gehalt von 0,2 %.

Grundlegend können CBD Kristalle mithilfe von Alkohol, Öl sowie der überkritischen CO2-Extraktion hergestellt werden. Die beste, höchste und vor allem reinste Qualität liefert dabei die letztgenannte überkritische CO2-Extraktion. Die beiden anderen Methoden funktionieren auch. Wer sich nicht durch lange Beschreibungstexte lesen will, kann in der Regel am Preis ziemlich gut die unterschiedlichen Gewinnungsmethoden voneinander unterscheiden. Das Verfahren der CO2-Extraktion ist sehr aufwendig, ist daher nicht kostengünstig, liefert allerdings wie gesagt die hochwertigsten CBD Kristalle. Viele Käufer greifen ob der guten Qualität, so sagen es die Verkaufszahlen, gerne etwas tiefer in die Tasche.

CO2 ist ein wichtiger und natürlicher Bestandteil der Atemluft. Es übernimmt bei der Extraktion von CBD Kristallen die Aufgabe eines Lösungsmittels. Dabei wird es in einer geprüft ungiftigen Konzentrationsmenge verwendet. CO2 wird deswegen hergenommen, da der Einsatz die Reaktionstemperatur von Stoffen vermindert. Die Gewinnung von CBD Kristallen muss bei einer Temperatur von unter 60 Grad Celsius vonstattengehen. Würde die Temperatur darüber hinausgehen, würden die wesentlichen Cannabinoide rasch unbrauchbar werden.

In Verbindung mit genau ausbalancierten Drücken werden bei der überkritischen CO2-Extraktion jene Teile der Hanfpflanze auf leicht unter 60 Grad Celsius erhitzt, die das Cannabidiol enthalten. Diese Methode lässt das CBD in die „überkritische Phase“ übergehen. Das bedeutet, dass das CBD dabei zwischen den beiden Aggregatzuständen flüssig und gasförmig schwebt. Diesen Zustand der leichten Unbestimmtheit benötigt es, damit das Cannabidiol ohne Schwierigkeiten aus dem Hanf zu lösen ist. Das Endprodukt dieses Prozesses fällt als weißes Pulver aus. Dieses wird in der Fachsprache CBD Kristalle genannt. Von diesem Moment an kann man es entweder direkt verwenden oder auch weiterverarbeiten.

Anwendung von CBD Kristallen

Da CBD Kristalle in vielen Fälle den Grundstock von CBD-Produkten bilden, ist die Anwendung, also die Aufnahme in den menschlichen Körper, in vielen verschiedenen Formen möglich.

CBD Kristalle oral einnehmen

Die einfachste und am wenigsten aufwendige Methode, CBD Kristalle aufzunehmen, ist es, wenn man diese in rohem Zustand unter der Zunge deponiert. Bei dieser auch als sublinguale Methode bekannte Form der Verwendung werden die Kristalle einfach für 60 bis 90 Sekunden solange unter die Zunge gelegt, bis sie sich letztlich aufgelöst haben. Dabei werden die Kristalle direkt in den Blutkreislauf aufgenommen. Zwar spürt man die Wirkung nicht so schnell wie beim „Dabben“, aber trotzdem sehr rasch. Viele Menschen, die einen unkomplizierten Zugang zu der Wirkungsweise der CBD Kristalle suchen, verwenden die sublinguale Methode.

CBD Kristalle verdampfen

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Ähnlich wie beim „Dabben“ werden beim „Vapen“, so der Fachausdruck des Verdampfens von CBD-Produkten, die Kristalle verdampft. Der Dampf wird dann inhaliert. Allerdings ist das Vapen über Qualitäts-Verdampfer (Vaper, E-Zigaretten) bedeutend unkomplizierter. Man benötigt kein aufwendiges Zubehör, sondern nur einen Vaper. Die Anwendung ist denkbar einfach. Man füllt einfach die CBD Kristalle in ein E-Liquid und dieses in den Vaper, lässt diesen die Kristalle inklusive Liquid bis zur richtigen Temperatur erhitzen und inhaliert dann, durch den dazu gedachten Teil des Geräts, den entstandenen Dampf. Man sollte die Kristalle nicht zu stark erhitzen, sonst könnten geringe Spuren von Karzinogenen entstehen. Dies gilt auch beim „Dabben“.

Neben dem Verdampfen der reinen CBD Kristalle kann man diese auch ohne Probleme in E-Liquide einbringen. Dabei fügt man einfach die gewünschte Menge an CBD Kristallen in das Liquid hinzu, vermischt es gut durch rasches Schütteln und wartet, bis sich das CBD aufgelöst hat.

CBD Kristalle übers Essen aufnehmen

Auch wenn das äußere Erscheinungsbild der CBD Kristalle durchaus an Zucker oder Salz erinnert, sollte man es nicht in ähnlichen Mengen wie diese beiden Gewürze ins Essen mischen. Am einfachsten mischt man die CBD Kristalle in Öle oder Fette. Besonders gut geeignet sind Butter oder Kokosöl. Man sollte die Butter bei geringer Temperatur schmelzen und dann die Kristalle einstreuen und verrühren. Dabei sollten sich diese komplett auflösen. Eine Richtzeit dafür sind rund fünf Minuten. Auch Öle, in die CBD Kristalle eingebracht werden, sollten leicht erhitzt werden. Man sollte sowohl bei der Butter als auch bei den Ölen darauf achten, nicht über die bereits oben beschriebene Temperaturgrenze von 60 Grad Celsius zu kommen.

Nach der Vermischung mit Butter oder Öl kann man die CBD Kristalle mit weiteren Zutaten vermengen. Hier kann man seiner kulinarischen Fantasie freien Lauf lassen. Anders als beim „Dabben“ oder „Vapen“ dauert es bei der Aufnahme von CBD Kristallen über das Essen mehrere Stunden, bis man die Wirkung des Produkts spürt.

CBD Kristalle mit einem Öl vermischen

CBD Öle gehören zu den bekanntesten Produkten aus Cannabis. Diese kann man sich durch die Verwendung von CBD Kristallen auch selbst herstellen. Einige Öle eigenen sich gut, die CBD Kristalle als Trägermedium aufzunehmen. Zu diesen zählen unter anderem Kokos-, Hanf- sowie Olivenöle. Handelsübliches CBD Öl gibt es in vorportionierten Prozentgraden von meist 5, 10, 15, oder 20. Sollte man allerdings Öle in einer höheren oder spezifischeren Konzentration benötigen, bieten CBD Kristalle in Kombination mit den erwähnten Ölen eine hervorragende Alternative an.

Für die private Herstellung von CBD Öl aus Kristallen raten Experten, das Trägermedium (das Öl) zusammen mit den CBD Kristallen über einem Wasserbad für rund zehn Minuten zu erwärmen. Erst die Wärme sorgt dafür, dass sich die Kristalle und das Öl verbinden. Hierbei sollte man darauf achten, die beschriebenen 60 Grad Celsius in der Emulsion nicht zu überschreiten. Wer ein Gramm CBD Kristalle mit 10 Milliliter Öl vermengt, erhält am Ende ein CBD Öl mit 10 %.

Wirkung von CBD Kristallen auf den Körper – Wie wirken CBD Kristalle?

Cannabidiol Kristalle als hoch dosierte Form von Cannabidiol wirken auf verschiedenen Weisen positiv auf den menschlichen Körper. Über das Endocannabinoid-System (ECS) wirkt es unter anderem protektiv auf Nervenenden.

Durch diesen Schutz wirken CBD Kristalle zum Beispiel schmerzlindernd. So hat eine Umfrage[1] der Arthritis Foundation herausgefunden, dass bei Menschen, die CBD gegen diese Krankheit verwenden, die Schmerzen zurückgegangen sind. Zusätzlich wurde in vielen Studien nachgewiesen, dass CBD, auch in Form von Kristallen, gegen chronische Schmerzen helfen kann. Diese können zum Beispiel durch Verletzungen, Nervenschäden nach Operationen oder nach Infektionen und durch degenerative Bandscheibenerkrankungen entstehen. Vielfach lindert die Einnahme von CBD Kristallen Schmerzen, sowie ebenso diverse Muskelzuckungen, die zu schmerzhaften Krämpfen führen können.

Eine der wichtigsten und beeindruckendsten Eigenschaften von CBD Kristallen ist deren entzündungshemmende Wirkung. Entzündungen sind wie ein heftiges Fieber eine gezielte Abwehrreaktion des Körpers. Bedenklich werden Entzündungen für den Körper immer dann, wenn sie chronisch werden. Wie effektiv CBD gegen Entzündungen sein kann, zeigte eine Studie[2]. Hier wurde herausgefunden, in welchem Umfang CBD gegen Darmentzündungen wirkt. Ins wissenschaftliche Rampenlicht rückten dabei „Biopsien von Patienten mit Colitis ulcerosa“. Sowohl diese, wie auch allgemein Darmentzündungen, können durch Lipopolysaccharide ausgelöst werden. Die Forscher kamen durch die erhobenen Daten zu dem Schluss, dass CBD der Entzündung positiv entgegenwirkt.

Für alle Menschen, die sich jede Nacht unruhig und mit offenen Augen in ihren Betten hin und her wälzen vor Schlaflosigkeit, bieten Cannabidiol Kristalle einen möglichen Ausweg. Eine Studie[3] der University of California belegt, dass die Einnahme von CBD bei den Probanden mit einer Insomnie eine Verbesserung des Schlafes gezeigt hat. Dabei wurde festgestellt, dass sowohl die Schlafqualität wie auch die Schlafmenge angestiegen sind.

Neben den bisher genannten Möglichkeiten, CBD Kristalle sinnvoll einzusetzen, gibt es noch eine weitere – gegen Stress. Vielfach wird Stress zum Beispiel durch einen erhöhten Adrenalinspiegel ausgelöst. CBD Kristalle helfen dabei, diesen wieder in ein harmonisches Gleichgewicht zu rücken. Nicht nur Adrenalin, auch der Botenstoff Cortisol ist an der körpereigenen Stressreaktion beteiligt. Es steuert die Kampf- sowie die Fluchtreaktion des Menschen. In Gefahrensituationen hilfreich, kann es im zivilisierten Alltag zu einem Problem werden. Ein hoher Cortisolspiegel kann zu Stress, aber auch zu einer Gewichtszunahme, zu Angstgefühlen oder zu Stimmungsschwankungen führen. Eine Studie[4] mit einer Placebo-Kontroll-Gruppe zeigte, dass bei den Menschen, die CBD einnahmen, im Vergleich zu den anderen der Cortisolspiegel signifikant gesunken war. Das Stresslevel war bei diesen Personen deutlich niedriger.

Cannabidiol Kristalle wirken antibakteriell. Diese Tatsache stellt eine besonders gute Nachricht speziell für jene Menschen dar, die unter einer Krankheit leiden, die durch eine Antibiotikaresistenz hervorgerufen wird. Der vermehrte Einsatz von Antibiotika in Krankenhäusern und in der Tiermast gewöhnt die abzutötenden Keime daran. Kurz gesagt, diese können von herkömmlichen Antibiotika nicht mehr effektiv bekämpft werden. Hier können CBD Kristalle helfen. In Laborversuchen wurde herausgefunden, dass Cannabidiol alle in dieser Studie[5] verwendeten Bakterienstämme abgetötet hat. Das Entscheidende daran war, dass auch solche erfolgreich bekämpft wurden, die bislang als antibiotikaresistent galten. Die Bakterien bildeten auch keine neuen Resistenzen gegen das CBD.

Wer viel unterwegs ist, sei es beruflich oder zum Spaß, kennt vermutlich die bekannte Reisekrankheit. Dabei geht es darum, dass manche Menschen die Bewegung bestimmter Fortbewegungsmittel wie Schiffen, Autos, Zügen oder Flugzeugen nicht gut ertragen. Ihnen wird übel und sie erbrechen. Die Einnahme von CBD Kristallen kann hier Abhilfe schaffen. Zum Beispiel beschäftigt sich eine Studie[6] aus dem Jahr 2010 mit den Auswirkungen von CBD auf die Reisekrankheit. CBD Kristalle, bei Reisen eingenommen, senken das Stressniveau und beruhigen den Metabolismus. Daher sind CBD Kristalle eine sinnvolle Alternative zu Medikamenten bei Flugkrankheit oder auch Seekrankheit.

CBD Kristalle – Die Dosierung

In einem Gramm CBD Kristalle sind in der Regel 990 Milligramm reines CBD enthalten. Dieser hohe Reinheitsgrad lässt die Käufer selbst über die Höhe der Dosierung entscheiden, wenn man die CBD Kristalle mit einem Trägerstoff mischt. Einsteigern wird in der Regel geraten, zu Beginn mit einem CBD Öl zu starten. Die Dosierung dieser liegt meist zwischen 5 und 25 Prozent.

Nicht nur Anfängern, auch erfahrenen CBD-Anwendern wird aufgrund der hohen Reinheit des Produkts dazu geraten, Mixturen mit Ölen oder Ähnlichem herzustellen.

Was sind die Unterschiede zwischen CBD Öl und CBD Kristallen?

Wie schon angesprochen enthalten CBD Öle nicht nur das reine CBD. Cannabidiol Kristalle hingegen sind mit einem besonders hohen Anteil an Cannabidiol nahe an der 100-%-Reinheit. Bei CBD Kristallen ist mit Sicherheit kein Rest von THC mehr vorhanden. Handelsübliche CBD Öle dürfen laut EU mit einem THC-Anteil von maximal 0,2 % verkauft werden.

Bei CBD Ölen sind meist auch noch andere der über 100 Cannabinoide enthalten. Diese ebenfalls aus dem Hanf gewonnenen Stoffe bilden mit den im Öl gelösten CBD Kristallen den sogenannten Entourage-Effekt. Das bedeutet, dass in bestimmten Bereichen so die Wirksamkeit des einzelnen Stoffs durch die anderen verstärkt wird. Dies ist wohl neben der eigentlichen CBD-Konzentration der Hauptunterschied zwischen CBD Kristallen und dem CBD Öl.

Nebenwirkungen von Cannabidiol Kristallen

CBD Kristalle sind ein Stoff, der Auswirkungen auf den Körper hat. Bislang wurden viele positive davon wissenschaftlich nachgewiesen. Wer sich allerdings entschließt, die besonders stark wirkenden CBD Kristalle einzunehmen, sollte im Vorfeld immer mit einem Arzt darüber sprechen. Dies gilt speziell für Schwangere.

Zu beachten ist auch, dass Patienten, die an einem Glaukom leiden, CBD Kristalle mit Bedacht oder gar nicht verwenden sollten. CBD kann bei Betroffenen dazu führen, dass der Augeninnendruck erhöht wird. Auch hier sollte man im Vorfeld einen Arzt konsultieren.

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte im Vorfeld der CBD Kristall-Einnahme mit dem jeweils behandelnden Arzt wegen Wechselwirkungen sprechen.


[1] http://blog.arthritis.org/news/patients-tell-us-cbd-use/?_ga=2.46425764.266938547.1571986061-1364950660.1571820475 – 30.12.2019

[2] https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0028159 – 30.12.2019

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27768570 – 30.12.2019

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5412699/ – 30.12.2019

[5] https://www.ganjapreneur.com/study-cbd-potential-potent-antibiotic/ – 30.12.2019

[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3165951/ – 30.12.2019

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".