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Kurkuma

CBD_und_Kurkuma
Geschrieben von Stefan K.

CBD und Kurkuma

Der Mensch verwendet es seit mehr als 4.000 Jahren und es ist essenzieller Bestandteil von Currypulver – Kurkuma. Als schmackhaftes Gewürz, gelbes Färbemittel ebenso wie als Heilpflanze hat sich Kurkuma, das man auch Gelb- oder Safranwurzel nennt, weltweit einen Namen gemacht. Der Preis für Kurkuma ist allerdings mit jenem von Safran nicht zu vergleichen. Kurkumapulver kostet durchschnittlich pro Kilogramm zwischen 15 und 20 Euro im Großhandel. Den besten Safran hingegen erhält man für rund 220.000 Euro pro Kilo.

Kurkumin, der namensgebende Inhaltsstoff des Gewürzes Kurkuma, gilt seit langer Zeit als Teil der Heilpflanzenmedizin im ostasiatischen Raum. Ihm werden nicht nur antioxidative, sondern auch entzündungshemmende Wirkungen nachgesagt. Kurkuma soll sogar den Heißhunger auf Süßes hemmen.

Seit wenigen Jahren beschäftigen sich Fachleute mit dem Zusammenspiel von Kurkuma und CBD. CBD, die Kurzform für Cannabidiol, ist ein Hanf- bzw. Cannabisinhaltsstoff. Diese Tatsache teilt sich das CBD mit mehr als 100 anderen Cannabinoiden. Neben dem CBD ist das THC das wohl bekannteste aus dieser Stofffamilie.

Auch wenn beide, THC und CBD, gewisse Gemeinsamkeiten verbinden, trennen sie doch drei sehr entscheidende Faktoren. CBD wirkt im menschlichen Körper nicht psychoaktiv, THC hingegen schon. Anders als THC verursacht CBD beim Menschen keine Rauschzustände. Abhängigkeiten von CBD wurden beim Menschen bisher nicht beobachtet oder anders festgestellt – bei THC besteht eine Suchtgefahr.

Studien belegen mittlerweile verschiedene potentiellen CBD-Eigenschaften. So soll CBD entzündungshemmend, schmerzlindernd und auch antibakteriell wirken.

Was ist Kurkuma?

Curcuma longa, so der Fachbegriff für Kurkuma, zählt zu den Ingwergewächsen. Beheimatet ist die auch gelber Ingwer genannte Pflanze vor allem in Südasien. Kurkuma bevorzugt das dort herrschende tropische Klima für das eigene Gedeihen.

Die Wurzel der Kurkuma, spezifisch Rhizom genannt, erinnert an jene des Ingwers. Kurkuma hat eine gelbe Farbe. Im Kurkuma verbergen sich bis zu 5 % des dafür typischen ätherischen Öls. Curcumin, das für die gelbe Farbe der Pflanze verantwortlich ist, liegt durchschnittlich zu 3 % in der Pflanze vor.

Die krautige Kurkuma-Pflanze kann in eine Höhe von ca. einem Meter wachsen. Sozusagen für schwere Zeiten bildet die Pflanze zylindrische und orange Übergangsorgane aus. Diese erzeugen an deren Enden die begehrten Knollen.

Neben dem Curcumin bilden das Demethoxycurcumin und das Bisdemethoxycurcumin wichtige Inhaltsstoffe der Pflanze.

Geschmacklich wird Kurkuma oftmals mit den Eigenschaften mild, würzig und einer leicht bitteren Note in Verbindung gebracht. Erst seit kurzem wird Kurkuma auch in Europa als alleinstehendes Gewürz beachtet. Bis vor wenigen Jahrzehnten verwendete man es ausschließlich in Asien für die Speisenzubereitung. Europa nahm Kurkuma lediglich als Bestandteil des Currypulvers wahr. In der Lebensmittelverarbeitung kennt man Kurkuma auch als Farbstoff E100. Zu Ostern verwenden viele Menschen Kurkumapulver zum Färben von Eiern.

Anwendungsgebiete von Kurkuma

Kurkuma wird als Gewürz, in der Medizin, als Färbemittel, als Schnittblume oder auch zum Strecken des Gewürzes Safran verwendet.

In Form eines Gewürzes wird der Wurzelstock verwendet. Dieser wird getrocknet und gemahlen. Kurkuma gilt als einer der bekanntesten Inhaltsstoffe des beliebten Currypulvers. Hieß es früher, „Safran macht den Kuchen gehl“, verwendet man heute eher das Kurkuma-Gewürz, um Speisen eine interessante gelbe Farbe zu verleihen. So werden in der westlichen Lebensmittelindustrie zum Beispiel bestimmte Teigwaren sowie Senf mit Kurkuma eingefärbt. In Indien wird dem Gewürz Kurkuma eine energiespendende Wirkung nachgesagt. Aus dem Land am Ganges stammen auch ca. 80 % der weltweiten Kurkuma-Ernte. Als Gewürz sollte man Kurkuma stets dunkel lagern. Durch Licht verliert Kurkuma rasch an Aroma und verblasst.

In der Medizin gibt es verschiedene Anwendungsgebiete für Kurkuma. So zeigt zum Beispiel der Forscher James Daily in einer Metaanalyse[1] verschiedener Studien, dass Kurkuma eine hohe statistische Signifikanz aufweist, Schmerzen lindern zu können. Kurkuma soll auch die Produktion der Magensäfte anregen. Über diese Körpersäfte beeinflusst Kurkuma die Produktion der Gallensäure. Curcumin, also dem gelben Farbstoff in der Kurkumapflanze, werden in einer Studie[2] antioxidative, krebs- sowie entzündungshemmende Wirkungen zugeschrieben. Bei Versuchsmäusen konnte Curcumin laut eines Berichts[3] einen Effekt gegen Mukoviszidose (vererbte Stoffwechselerkrankung) erzielen. Verschiedene Forscher und Forscherinnen postulierten weitere medizinische Wirkungen von Kurkuma. Bei diesen wartet die Fachwelt allerdings noch auf eine Bestätigung.

Nicht nur Speisen, auch anderes wurde lange Zeit mit Kurkuma gefärbt. Dazu gehörten Salben sowie ebenfalls Papier. Auch Stoffe wurde mittels Kurkuma eingefärbt. Um Safran, das wie beschrieben rund fünfmal so teuer wie Gold (40.000 Euro pro kg) ist, zu strecken, wurde und wird Kurkuma ebenfalls eingesetzt.

CBD und Kurkuma bei Entzündungen und Co.

Zwei der bekanntesten Wirkungen von Kurkuma sind, dass es bei Entzündungen lindernde und sogar hemmende Eigenschaften aufweist. Aus dem Jahr 2014 stammt eine Studie[4], die untersuchte, wie sich die CRP-Werte von Patienten und Patientinnen entwickelten, die über einen Zeitraum von vier Wochen Curcumin einnahmen. Hohe CRP-Werte sind ein aussagekräftiges Indiz dafür, dass im Körper entzündliche Prozesse ablaufen. Nach den vier Wochen und der Einnahme von Curcumin stellten die Studienautoren und -autorinnen fest, dass die CRP-Werte signifikant gesunken waren. Damit konnte eine entzündungshemmende Wirkung von Curcumin festgestellt werden.

Auch dem CBD wird durch verschiedene Studien eine entzündungshemmende Eigenschaft bestätigt. Als Beispiel hierfür gilt eine Studie[5], die die Effektivität von CBD bei der Linderung von Entzündungen als Untersuchungsgegenstand hatte. Im Rahmen der publizierten Untersuchung fokussierte man sich auf Patienten mit Colitis ulcerosa, einem entzündlichen Befall des Dickdarms. Colitis ulcerosa kann auch den Mastdarm entzünden. Die Ergebnisse zeigen laut den Autoren und Autorinnen, dass CBD die durch Lipopolysaccharide ausgelösten Entzündungen im Dickdarm des Menschen gut erkennbar senken und teilweise sogar hemmen konnte.

In einer zusammenfassenden Metastudie[6] betrachtete Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann von der Uniklinik Freiburg die schmerzlindernden Effekte von Kurkuma. Dabei zeigt sie anhand einer Arbeit namens „Comparative evaluation of the pain-relieving properties of a lecithinized formulation of curcumin“ von Di Pierro et al., „dass aufgrund der Zytokininteraktion von Kurkumin eine längerfristige Kurkuma-Einnahme zur Schmerzlinderung akuter Schmerzen beitragen könnte“.

Eine Studie[7] aus dem Jahr 2008 befasst sich damit, wie CBD bei der Schmerzlinderung helfen kann. Dabei wurde untersucht, wie CBD über das Endo-Cannabinoid-System (ECS) bei der Schmerzbehandlung eingesetzt werden kann. Hierbei wurde festgestellt, dass CBD bei zentralen sowie peripheren neuropathischen Schmerzen, rheumatoider Arthritis sowie bei Krebsschmerzen den Betroffenen deutliche Linderung verschaffen konnte.

Kurkuma hat auch eine antioxidative Wirkung. Dies bedeutet, dass es einer oxidativen Wirkung freier Radikale entgegenwirken kann. In einer Studie[8] aus dem Jahr 2005 wurde dies nachgewiesen. Eine Studie[9] aus dem Jahr 2019 zeigt, dass CBD, ebenso wie Kurkuma, im menschlichen Körper eine antioxidative Wirkung hat.

Einnahme von Kurkuma – worauf ist zu achten

Für das auch oftmals als „Wunderwurzel“ bekannte Kurkuma gibt es verschiedene Ratschläge, wie man es einnahmen und dosieren sollte. Eine gute Zusammenfassung gibt das Magazin Springlane.de[10]. Dieses rät, dass man …

  • die frische Kurkumawurzel in einer Menge zwischen 1,5 und 3 Gramm pro Tag verzehren sollte, oder
  • vom getrockneten Kurkumapulver pro Tag ca. 1 bis 3 Gramm essen sollte oder
  • Kurkuma am einfachsten in hochdosierten Kurkumakapseln einnehmen kann, da man das Gewürz nicht immer in den täglichen Speiseplan integrieren kann.

Kurkuma in Pulverform baut der Körper rasch ab. Dies ist der Grund, warum man Kurkuma in kleineren Dosen über den gesamten Tag verteilt zu sich nehmen sollte. Nicht nur CBD kann ein sinnvoller Partner des Kurkumas sein. Experten raten dazu, Kurkuma auch in Kombination mit schwarzem Pfeffer einzunehmen. Der Grund – der Pfefferinhaltsstoff Piperin sorgt dafür, dass Curcumin vom menschlichen Körper bis zu 20mal besser aufgenommen werden kann. Nicht nur schwarzer Pfeffer, auch Kokosöl oder Olivenöl verbessern die Curcumin-Aufnahme des Körpers.

Aber, hat Kurkuma Nebenwirkungen? Man sollte vor der Einnahme von Kurkuma wissen, nimmt man es über längere Zeit in einer hohen Dosierung zu sich, kann eine Magenverstimmung auftreten. Nimmt man hingegen die empfohlenen Mengen in sich auf, besteht durch Kurkuma keine Gefahr. Sollte man Kurkuma in Dragee- oder Kapselform einnehmen wollen, sollte man sich vorher von medizinischem Personal oder Fachkräften aus der Apotheke beraten lassen. Zum Beispiel sollten Personen, die an Gallensteinen leiden, Kurkuma nicht zu sich nehmen.

Studien und Wirkung – Wie wirken CBD und Kurkuma zusammen

Der Studienstand über das Zusammenwirken von CBD und Kurkuma ist bislang noch ausbaufähig. Eine Forschungstiefe, wie es zum Beispiel bei CBD bei Schmerzen oder CBD bei Angststörungen gibt, ist bei CBD und Kurkuma noch in weiter Ferne. Allerdings gibt es vereinzelt Studien, die sich dieses speziellen Themas angenommen haben.

Eine Studie[11] aus dem Januar 2019 befasst sich damit, wie sich Kurkuma und CBD bei spezifischen Darmerkrankungen ergänzen können. Dabei gehen die Forscher und Forscherinnen davon aus, dass CBD hier mit seinen Eigenschaften entzündungshemmend ist und viszerale Schmerzen lindert. Die Studie ergab, dass der gemeinsame Konsum von CBD und Kurkuma zum Beispiel bei IBD (Inflammatory Bowel Diseas), bei Übelkeit, Erbrechen sowie einer GI-Motilitätsstörung eine vorteilhafte Rolle spielt.

Welche CBD/Kurkuma-Produkte gibt es?

Eine Kombination von CBD und Kurkuma in speziellen Produkten ist aktuell auf dem Markt in einer angemessenen Vielfalt zu finden. Besonders häufig werden gerade CBD Öle in verschiedenen Dosierungen mit einem Zusatz von Kurkuma angeboten. Auch CBD/Kurkuma-Kapseln sind beliebt.

Vielfach verbreitet sind auch sogenannte CBD Öl Drops. Diese enthalten oftmals Curcumin in Kombination mit Piperin und Schwarzkümmelöl.

Welche Cannabidiol-Produkte können die Kurkumawirkung unterstützen?

Neben den vermengten CBD/Kurkuma-Produkten gibt es andere CBD-Produkte, welche die oben dargelegten Wirkungen von Kurkuma unterstützen können. Nimmt man also Kurkuma in seinen verschiedenen Formen ein, können …

… und zahlreiche andere CBD-Produkte die natürlichen Wirkweisen der Gelb- oder Safranwurzel unterstützen.

Dosierung von CBD/Kurkuma-Produkten

Bei allen Produkten die CBD enthalten, also auch bei CBD/Kurkuma-Produkten, ist ein Dosiervorschlag, der für alle Personen gilt, schwer. Im Allgemeinen sollte man sich aber an folgenden Rat halten. Zu Beginn sollte man bei CBD/Kurkuma-Produkten mit einer geringen Dosis anfangen. Diese steigert man allmählich, bis die gewünschte Wirkung einsetzt.

Ab diesem Zeitpunkt sollte man die Dosis konstant halten. Sollte man eine Auswirkung bei sich feststellen, die man nicht gewünscht hat, verringert man die Dosis, bis der Effekt wieder verschwindet.

Fazit

  • Kurkuma begleitet die Menschheit seit über 4.000 Jahren. Als Gewürz und Heilpflanze hat sie ihren Ursprung in Asien. Europäer kannten Kurkuma lange Zeit fast ausschließlich als Teil des Currypulvers und als gelben Farbstoff.
  • Die Mischung CBD und Kurkuma ist eine relativ neue. Aus Studien geht hervor, dass beide lindernd bei Schmerzen wirken, gegen Entzündungen helfen und antioxidative Eigenschaften aufweisen.
  • Sehr positiv an Kurkuma ist, dass es anders als das farbgleiche Gewürz Safran kostengünstig zu kaufen ist.


[1] https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/jmf.2016.3705 – 15.10.2020

[2] https://clincancerres.aacrjournals.org/content/11/20/7490 – 15.01.2020

[3] https://sciencev1.orf.at/news/112597.html – 15.10.2020

[4] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23922235/ – 15.10.2020

[5] https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0028159 – 15.10.2020

[6] https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/08_institute/rechtsmedizin/pdf/Addenda/2016/Kurkuma_-_Wissenschaftliche_Zusammenfassung_2015.pdf – 15.10.2020

[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2503660/ – 15.10.2020

[8] https://clincancerres.aacrjournals.org/content/11/20/7490 – 15.10.2020

[9] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7023045/ – 15.10.2020

[10] https://www.springlane.de/magazin/kurkuma/#Die_richtige_Einnahme – 15.10.2020

[11] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30635796/ – 15.10.2020

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".