Krankheiten

Migräne

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Geschrieben von Stefan K.

CBD bei Migräne

Licht, Straßenlärm, Gespräche, Berührungen – bei allem hat man das Gefühl, der Schädel würde wie eine Supernova explodieren – Migräne. Diese neurologische Krankheit tritt bei Frauen dreimal so oft auf wie bei Männern. 

Aber egal ob Frau oder Mann, während eines Migräneschubs leiden die Patienten unter Lärm- und Lichtempfindlichkeit, heftiger Übelkeit und meist dramatischen Kopfschmerzen. Ein Migräneanfall kann, wenn man „Glück“ hat, nur vier Stunden dauern, er kann sich aber auch quälende 72 Stunden hinziehen. Was mit „harmlosem“ Flimmern vor den Augen beginnt, wächst sich dann zu dröhnenden Schmerzen im Kopf aus.

CBD bei Migräne wirkt nachweislich entspannend und vor allem auf natürliche Art und Weise schmerzlindernd. Somit gilt es in Expertenkreisen und unter Migränegeplagten schon lange als weit mehr als ein Geheimtipp.

Ursachen von Migräne

Ärzte, speziell Neurologen, unterscheiden die fünf Phasen der Migräne. Kurz gesagt, nach dem schmerz- und beschwerdefreien Normalzustand beginnt die Frühphase, gefolgt von der kurzen Phase der Aura (hier bemerkt man erste Symptome), gefolgt von der heftigen Kopfschmerzphase, welche sich in der Auflösungsphase allmählich beruhigt, in der Erholungsphase abklingt bis wieder der Normalzustand einkehrt.

Auslöser der bekannten und im wahrsten Sinne Knock-Out-Symptome können unter anderem ein veränderter Tagesablauf, negativer Stress, hormonelle Schwankungen, überstarke Sinnesreize oder eine Flut besonders starker Emotionen wie tiefe Trauer oder Angst sein.

Wie Migränemittel wirken

Am Ende einer medikamentösen Migränebehandlung soll für viele Betroffene einfach nur die erleichternde Beendigung der hämmernden Kopfschmerzen stehen. Diese Form der Akuttherapie beinhaltet Schmerzmittel (Blutverdünner), Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen sowie Triptane, die ähnlich wirken wie der körpereigene Botenstoff Serotonin. Letzteres wird angewandt, da auch ein gestörter Serotonin-Haushalt im Gehirn im starken Verdacht steht, der Auslöser von Migräneanfällen zu sein.

Bei akuten Fällen, bei denen die private Einnahme von Medikamenten keine signifikante Verbesserung bewirkt hat, werden oft Notfalldienste oder der Notarzt gerufen. Diese injizieren dann in der Regel sofort nach dem Eintreffen und der Diagnose subkutan Acetylsalicylsäure. Dieser Wirkstoff ist in abgeschwächter Form Grundlage vieler rezeptfreier und rezeptpflichtiger Schmerzmittel.

CBD bei Migräne – Wie wirkt Cannabidiol?

Als präventive Maßnahme wird CBD bei Migräne, der nicht-psychoaktive Wirkstoff der Hanfpflanze, regelmäßig eingesetzt. Ein Rauschzustand wie beim artverwandten THC tritt nicht ein – CBD ist sogar ein anerkanntes Gegenmittel zum THC. Untersuchungen legen die Vermutung nahe, dass die entspannenden und schmerzlindernden Eigenschaften von CBD hervorragend als Prophylaxe-Mittel gegen Migräne eingesetzt werden können. Wichtig ist dabei nur, dass bei einer kombinierten Einnahme von CBD mit Schmerzmitteln immer ein Arzt konsultiert werden sollte. Auch hier gilt – Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Ist man aber bereits in die fünf Phasen der Migräne eingestiegen, kann CBD in allen Phasen hilfreich eingreifen. Die lange Geschichte von Hanf als schmerzstillende Pflanze beruht mitunter auf CBD als Wirkstoff. In allen Phasen der Migräne gilt es, den Kopfschmerz zu negieren oder auch nur zu unterdrücken. Die schmerzlindernden Eigenschaften des Cannabidiol sind ein Hauptgrund, CBD bei Migräne Anfällen einzunehmen. Experten vermuten nach vielfach positiven Untersuchungsergebnissen, dass das Cannabidiol die Schmerzrezeptoren im Gehirn blockiert. Somit wird die Weiterleitung der Signale weitestgehend vermieden. Durch den Einsatz von CBD kann so der Verbrauch an blutverdünnenden Schmerztabletten verringert werden. Somit werden Patienten weniger mit Nebenwirkungen oder etwaigen Abhängigkeiten belastet.

Neben der Reduktion des Schmerzes steigert das CBD im menschlichen Körper die Ausschüttung des landläufig als Glückshormon bekannten Serotonin. Neben seinen gemütserhellenden Eigenschaften ist das Serotonin auch für die Steuerung von Übelkeit und Erbrechen „zuständig“. Untersuchungen an Migränepatienten haben offenbart, dass während eines Anfalls die Serotoninkonzentration erheblich schwankt. Messungen vor, während und nach einem Migräneanfall haben gezeigt, dass vor einem Anfall der Serotoninspiegel steigt, danach aber rapide sinkt.

Dieser Mangel an Serotonin steht im akuten Verdacht, die für eine Migräne typischen pochenden Kopfschmerzen auszulösen. Und hier setzt CBD bei Migräne regulierend ein. Cannabidiol regelt die Ausschüttung von Serotonin. Dabei sorgt ein balanciertes Gleichgewicht für eine rasche Verbesserung der Migränesymptome Übelkeit und Brechreiz. Dadurch, dass sich durch das CBD auch die Gefäße verengen, wird zusätzlich der Kopfschmerz reduziert.

Aus einer Studie[1] aus dem Jahr 2018 gingen valide Hinweise hervor, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Endocannabinoid-System und der Migräne gibt. Mangelerscheinungen könnten auch hierbei durch die Einnahme von CBD in beispielsweise Öl-Form ausgeglichen werden.

Mit und ohne Aura – 2 Arten von Migräne

Mediziner unterscheiden zwei Formen von Migräne – jene mit und jene ohne eine Aura. Die als „gewöhnliche Migräne“ bezeichnet Krankheitsform ist jene ohne Aura. Gewöhnlich deswegen, weil etwa 80 bis 85 Prozent der Migräneanfälle dieser Art zuzurechnen sind. Hier eine einfache Liste an Kriterien, an denen Patienten und Ärzte erkennen, ob diese Form vorliegt. Zu den Kriterien zählen

  • mittlere bis starke Kopfschmerzintensität
  • einseitiger Kopfschmerz, genannt Hemikranie
  • Verstärkung der Auswirkungen durch körperliche Aktivitäten
  • pulsierend pochender Schmerzcharakter

Während die gewöhnliche Migräne unvermittelt einsetzt, zeigen sich vor den Schmerzen und der Übelkeit bei der Migräne mit Aura bereits im Vorfeld klassische Anzeichen. Zu diesen zählen unter anderem die als „Flimmern“ bekannte Sehstörung (kann bis zu Gesichtsfeldausfällen führen), Skotome, das Wahrnehmen von bunten und gezackten Linien und Lichtblitzen sowie Gefühlsstörungen bis hin zu Sprachstörungen. Unter Umständen können während der Aura auch Lähmungserscheinungen auftreten. Länger als eine Stunde sind diese Aurasymptome kaum spürbar. Nach diesen beginnen in der Regel allerdings die Kopfschmerzen. Gefolgt werden diese von den normalen weiteren Symptomen wie Lichtempfindlichkeit, Übelkeit oder Geräuschempfindlichkeit.

Da auch das CBD erst mindestens 15 Minuten nach der Einnahme zu wirken beginnt, kann man während der Aurasymptome damit den drastischen Auswirkungen der Migräne an sich entgegensteuern.

Aktuelle Forschung

Aktuelle Forschungen, die den Zusammenhang von Migräne und der heilenden Wirkung von CBD erforschen, untersuchen auch den Faktor, dass CBD die Auslösefaktoren von Migräne bekämpft. Diese Trigger sind Großteils Stress und Schlafmangel. Da die Einnahme von CBD entspannt und den gesunden und natürlichen Schlaf fördert, ist CBD der ideale Weg zur Migräneprävention.

Fazit

  • CBD kann sowohl präventiv als auch zur Bekämpfung der Symptome von Migräne eingesetzt werden.
  • Es wirkt es sowohl gegen die typischen Kopfschmerzen, als auch gegen Übelkeit und Brechreiz.


[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30152161 – 24.07.2019

Weitere Studien

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, dann ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".