Krankheiten

Chronische Schmerzen

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Geschrieben von Stefan K.

CBD gegen Schmerzen

Intensive Schmerzen, die über einen längeren Zeitraum anhalten, werden in der Regel als chronisch diagnostiziert. Diese Art der „Qualen“ beeinträchtigen nicht nur das körperliche Wohlbefinden, sie können durch ihre Stetigkeit auch dazu führen, dass sich die Psyche eines Betroffenen verändert. Zur Linderung verwenden viele Menschen pharmazeutische Schmerzmittel, die aber wegen ihrer Neben- und Wechselwirkungen auch Nachteile bergen.

Seit die Forschung sich auch im Bereich der Schmerzreduktion und der Schmerzausschaltung für Cannabinoide interessiert, kamen immer mehr die positiven Eigenschaften des CBD, speziell bei der Schmerzbekämpfung, zum Vorschein.

Durch spezielle Hanfzüchtungen wurde der Anteil des CBD darin deutlich erhöht. In der EU dürfen beispielsweise nur noch Hanfsorten angebaut werden, die einen maximalen THC-Anteil (der psychoaktive CBD-Antagonist) von 0,2 % aufweisen. CBD selbst wirkt weder psychoaktiv noch verursacht es Rauschzustände.

Ursachen von chronischen Schmerzen

Chronische Schmerzen sind nicht nur schmerzhaft, sie beeinflussen neben der eigenen Leistungsfähigkeit auch die persönliche Lebensqualität. Ursachen von chronischen Schmerzen sind zum Beispiel:

  • Verletzungen
  • Nervenschäden durch Operationen
  • Nervenschäden als Folge von Infektionen
  • degenerative Bandscheibenerkrankungen

Symptome für chronische Schmerzen bewegen sich zwischen leichtem Unwohlsein bis hin zu einer vollständigen Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Betroffene berichten auch von stechenden Schmerzen, einem brennenden Gefühl oder auch von dumpfen Muskelschmerzen. Patienten beschreiben, dass die betroffenen Körperstellen druckempfindlich werden und Bewegung den Schmerz ansteigen lässt. Im Laufe des Tages können sich die Schmerzen auch verändern.

Wie Schmerzmittel wirken

Schmerzmittel, sogenannte Analgetika, beenden nicht die Ursache von Schmerzen, sie unterdrücken aber das Schmerzempfinden. Schmerzmittel gelten neben therapeutischen Maßnahmen als tragende Säule der Schmerzbehandlung.

In Fachbüchern wurde lange Zeit bei Schmerzmitteln zwischen Opioiden und Nicht-Opioiden unterteilt. Mittlerweile hat die Fachwelt CBD als dritte Form der Schmerzmittel anerkannt. Opioide wirken schmerzlindernd, sedierend und haben verschiedene Nebenwirkungen wie Atemdepression oder Vigilanzminderung (wirken einschläfernd). Opioide können neben Verstopfung auch zu einer Abhängigkeit führen. Nicht-Opioide wirken in der Regel analgetisch (schmerzunempfindliche machend), antipyretisch (fiebersenkend) und antiphlogistisch (entzündungshemmend). Somit ist der Übergang der Wirkungsweisen zwischen Nicht-Opioiden und Cannabinoiden fließend.

CBD bei chronischen Schmerzen – Wie wirkt Cannabidiol?

Die schmerzlindernde oder auch schmerzhemmende Wirkung von CBD wurde in einer Reihe von Studien untermauert. Dabei wurden verschiedene Krankheitsbilder, die chronische Schmerzen auslösen, in Kombination mit der Einnahme von CBD untersucht. Dazu zählen unter anderem:

Speziell Krankheiten, bei denen man auch unter Entzündungsschmerzen leidet, können durch die Einnahme von beispielsweise CBD-Öl gelindert werden. Das CBD wirkt dabei auf den ganzen Körper entlastend sowie entspannend. Betroffene berichten davon, dass es speziell diese Wirkungsweise war und immer noch ist, die ihre Lebensqualität signifikant gesteigert hat.

  • CBD Öl – Die Nummer 1 unter den Produkten

    CBD Öl ist das beliebteste CBD Produkt! Dies liegt ganz einfach daran, dass es eine einfache und zugleich sichere Einnahmevariante ist. Mittels der verschiedenen Stärken (in % auf ml) und der Pipettendosierung lässt sich für jeden Verbraucher eine perfekte Anwendung finden. Das CBD wird dabei entweder als Extrakt (Vollspektrum Öl) oder als Kristall (reines CBD Öl) in ein Trägeröl gemengt. Das Trägeröl ist dabei meistens ein Hanfsamenöl oder auch ein MCT-Öl.

  • Noch nicht so geläufig: CBD Paste

    Die sogenannte CBD Paste wird meistens in einer handelsüblichen Dosierspritze verkauft. In der Regel ist das Extrakt eine weiche, braungrüne Masse und leicht zu dosieren. Die Paste ist quasi eine Vorstufe vor dem Öl und enthält in der Regel ähnlich viele gute Cannabinoide und Terpene. Genau wie bei allen anderen CBD Produkten kann man CBD Pasten in verschiedenen Stärken bezüglich des CBD-Gehalts kaufen und anwenden.

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  • CBD Blüten – ganz nah am Cannabis

    Die natürlichste und gleichzeitig kontroverseste Variante sind die CBD Blüten. Für den ungeübten Nutzern sind die Blüten nicht von illegalen Drogen zu unterscheiden und dies ist auch der größte Kritikpunkt für den alltäglichen Gebrauch. Allerdings zeichnen sich die "legalen" Blüten durch einen geringen und legalen THC-Gehalt aus, sodass sie jederzeit geraucht werden können. Durch die direkte Aufnahme ergeben sich positive Wirkungsmechanismen, da das CBD schnell aufgenommen wird und wirken kann.

  • Öl gepresst in Kapseln: CBD Kapseln

    Als beliebtes Produkt für Menschen, die aufgrund von Krankheiten oder des Alters mit den Pipetten der CBD Öle sowie dem Zählen der Tropfen nicht klarkommen, gibt es CBD Kapseln. Das CBD Öl wird in zumeist vegane Kapseln gepresst und somit vordosiert. Auf diese Art und Weise können beispielsweise ziemlich genau 20 Tropfen auf einfachem Weg eingenommen werden. In der Regel unterscheiden sich die CBD Kapseln der Hersteller dann im MG-Gehalt von CBD. Tipp: Zerbeißen Sie die Kapsel im Mund und behalten Sie das Öl dort, um eine bessere Aufnahme des CBD´s über die Mundschleimhäute zu gewährleisten.

  • Direkte Aufnahme mit CBD E-Liquids

    Besonders für Raucher, Dampfer und akute Einsätze sind die CBD E-Liquids geeignet. Das Cannabidiol wird dabei in Reinform, aber auch als Vollspektrum dem E-Liquid hinzugefügt und mittels eines Vaporizers oder eine E-Zigarette verdampft. Der Dampf wird nun inhaliert und über die Lungenbläschen direkt aufgenommen. Laut Studien soll das CBD somit zu 30% schneller aufgenommen werden.

  • Wasserlösliches CBD mit einer hohen Bioverfügbarkeit

    Das wasserlösliche CBD, auch als liposomales CBD Produkt bekannt, besitzt eine höhere Bioverfügbarkeit als normales CBD Öl. Das CBD wird auf Molekularebene in das Wasser gelöst und kann somit auf natürliche Weise und sehr gut aufgenommen werden. Man sagt, dass wasserlösliches CBD bis zu fünfmal besser aufgenommen wird. Somit würde die fitkive Stärke eines 4% wasserlöslichen Öls einem herkömmlichen 20% CBD Öl entsprechen.

  • CBD Kosmetik: Salbe, Creme, Lippenstift und Co.

    Die Welt der CBD Kosmetik ist vielfältig und aufregend. Es gibt nicht nur Cannabidiol Cremes, sondern auch spezielle Salben, Shampoo, Lippenstift, Tattoo Balsam und vieles mehr. Die Kosmetikprodukte eignen sich natürlich nur zur äußerlichen Anwendung und können somit genau dort helfen, wo es nötig ist. Oftmals werden die Produkte in Kombination mit einem Öl zur inneren Anwendung kombiniert.

  • CBD in Lebensmitteln und Süßigkeiten nennen sich „Edibles“

    Die CBD Edibles sind in Deutschland noch nicht so bekannt. Ihren Ursprung haben die Lebensmittel und Süßigkeiten in Kanada und der USA. Das Cannabidiol wird dabei zum Beispiel in Gummibärchen, Plätzchen oder Lutscher verarbeitet und kann dann auf herkömmlichen Weg eingenommen werden. Noch ist aber nicht einzuschätzen, ob sich die Edibles mit Cannabis auch in Deutschland durchsetzen können und ob die Behörden dagegen ankämpfen werden.

  • CBD Kaugummis für die schnelle Einnahme zwischendurch

    Da CBD besonders gut über die Munschleimhäute aufgenommen wird, liegt eine Aufnahme und Verarbeitung von CBD in einem Kaugummi auf der Hand. So hat dieses CBD Produkt auch keinen Anschein eines Medikaments und ist perfekt für den Alltagsgebrauch und die Einnahme von geringeren Mengen an CBD geeignet. Kein Wunder also, dass die CBD Kaugummis auch in diversen Drogerien zu finden sind.

  • Das reinste Produkt – CBD Kristalle

    Extrahiert man die Cannabis-Extrakte, dann wird man am Ende reines CBD isolieren können. Das Cannabidiol ist dann kristallförmig, geruch- und geschmackslos. Hierbei können hohe Reinheitsgrade erzielt werden. Die CBD Kristalle können dann sublingual angewendet, weiterverarbeitet oder in Hanfsamenöl gemengt werden. Bei diesem Produkt hat man den Vorteil, dass keinerlei THC (psychoaktiv) enthalten sein kann.

Aber auch beim Restless Legs Syndrom sowie bei vielen Formen von Migräne wurde CBD bereits sehr erfolgreich eingesetzt. Die positiven Eigenschaften des CBD bei Schmerzen der Migräne sind, dass es nicht nur die Schmerzen bemerkbar senken kann, sondern auch die heilende Entspannungsphase des Körpers wohltuend begleitet.

Cannabinoide werden schon seit geraumer Zeit speziell in der Tradition der Naturmediziner schmerzstillend eingesetzt. Ein wichtiges Anwendungsfeld von CBD bei Schmerzen ist, dass es durch die Entspannung des Körpers und der Psyche die nervlichen Anspannungen und die Ängste vor neuerlichen Schmerzen lindert. Dies wird zum Beispiel in der Einschlafphase von Schmerzpatienten genutzt.

Wichtig zu erwähnen ist auch der Einfluss des CBD auf das sogenannte Endocannabinoid-System. Dieses ECS ist für das körperliche Verhalten bei Entzündungen mitverantwortlich. Die dort vorhandenen CB2-Rezeptoren helfen dem Immunsystem, schmerzstillende Entzündungsreaktionen einzuleiten. CBD wirkt bei Schmerzen somit unterdrückend auf die Bildung diverser entzündungsfördernden Hormone.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Patienten, die an chronischen Schmerzen leiden, noch ehe sie CBD verwendet haben, sich mit konventionellen Schmerzmitteln behandeln ließen. CBD als Alternative für Schmerzmittel kann in diesen Fällen helfen. Dabei gilt es nicht nur die Schmerzen auszuschalten, CBD kann auch die Nebenwirkungen von herkömmlichen Schmerzmitteln reduzieren. Festzuhalten gilt, dass

  • CBD von Menschen und Tieren gleichermaßen gut vertragen wird
  • CBD nicht psychoaktiv wirkt
  • CBD nicht körperlich abhängig macht

Für Patienten mit (chronischen) Schmerzen ist bei einem Mittel dagegen oftmals auch wichtig, wie rasch es wirkt. Die Faustregel ist einfach – je schneller, desto besser. CBD wirkt am schnellsten, wenn der Wirkstoff durch Inhalation aufgenommen wird. Das perfekte System dafür sind sogenannte Vaporizer, auch E-Zigaretten genannt. Es gibt dafür spezielle E-Liquide, die CBD in einer passenden Dosierung enthalten. Laut Anwendern setzt dabei die Wirkung von CBD bei Schmerzen sehr rasch ein.

Wer dem Dampfen nichts abgewinnen kann, kann CBD auch als Öl und damit als Tropfen aufnehmen. Dabei sollte man die gewünschte Menge CBD-Öl gegen die Schmerzen einfach unter die Zunge legen und zwischen 30 und 60 Sekunden einwirken lassen, ehe man es zur „Zweitverwertung“ schluckt. Unter der Zunge wird das Cannabidiol über die Mundschleimhaut aufgenommen. Beobachtungen zeigen, dass das CBD dabei in rund 15 Minuten seine Wirkung entfaltet. Neben CBD-Ölen können auf diesem Weg auch CBD-Pasten eingenommen werden.

CBD-Kapseln oder auch CBD-Tees benötigen eine gewisse Zeit, um den schmerzlindernden Effekt auszulösen. Der Grund dafür ist, dass der Wirkstoff zuerst im Magen absorbiert wird und über diesen etwas längeren Weg in den Blutkreislauf gelangt. Die Dauer von einer Stunde, bis die Wirkung beginnt, ist hier der Regelfall.

Sollte man das CBD-Öl, die CBD-Salben oder auch CBD-Cremes auf die Haut auftragen, kann die Dauer, bis die Wirkstoffe auf diesem Weg ins Blut gelangen, ebenfalls bis zu einer Stunde sein.

Studie – CBD gegen entzündliche Schmerzen

Durch die bisherigen Erfolge der Verwendung von CBD als Mittel gegen chronische Schmerzen wurden aktuell vermehrt Studien darüber in Auftrag gegeben. Eine[1] davon belegt, dass Cannabinoide entzündliche und neuropathische Schmerzen unterdrücken.

Fazit

  • Studien haben klar gezeigt, dass CBD gut gegen Schmerzen wirkt.
  • Sowohl die schmerzlindernde als auch die entzündungshemmende Wirkung von CBD ist bei vielen chronischen Schmerzerkrankungen von Vorteil.
  • Oft kann man mit CBD zwar nicht jegliche Schmerzmittel ersetzen, diese jedoch deutlich reduzieren.


[1] http://jem.rupress.org/content/209/6/1121 – 01.08.2019

Weitere Studien

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17257464

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16553576

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17712817

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17997224

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25160710

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25150831

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18035205

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17157290

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15313881

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24117398

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18618522

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20942863

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22585736

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Role+of+the+cannabinoid+system+in+pain+control+and+therapeutic+implications+for+the+management+of+acute+and+chronic+pain+episodes

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18728714

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19896326

http://www.upi.com/Health_News/2011/09/27/Marijuana-extract-helps-prevent-chemo-pain/UPI-64641317159672/?spt=hs&or=hn

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28445853

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28680401

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, dann ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".