CBD Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

CBD Öl Wechselwirkung Medikamente

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Da CBD oft zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt wird, stellt sich die Frage, ob CBD ungefährlich ist und ob es zu Wechselwirkungen oder gar Nebenwirkungen kommen kann. Diese Fragen möchten wir in diesem Artikel beantworten.

Durch Studien wissen Forscher mittlerweile sehr viel über die Wirkung von CBD. Neben anderen bekannten Wirkstoffen wird in der Cannabinoid-Forschung allerdings „erst“ seit rund 40 Jahren ernsthafte Wissenschaft betrieben – seit bekannt wurde, dass viele Krankheiten während ihres Verlaufs und auch präventiv damit behandelt werden können. Demnach ist die Forschung zu CBD Neben- und Wechselwirkungen noch sehr jung.

CBD Nebenwirkungen

Zu langfristigen Nebenwirkungen von CBD Öl ist bisher nicht nicht viel bekannt. Dennoch kann es zum Beispiel bei einer Überdosierung von Cannabidiol zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Folgende Nebenwirkungen sind bekannt:

  • Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Senkung des Blutdrucks
  • Schwindelgefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Allergische Reaktionen (selten)
  • Erhöhter Augeninnendruck

Erhöhte Müdigkeit

Wer zu viel CBD zu sich nimmt, kann dadurch sehr müde werden. Das liegt an der beruhigenden Wirkung von Cannabidiol. Ob es sich hierbei um eine Nebenwirkung von CBD handelt, ist jedoch Auslegungssache. Anwender, die unter Schlafproblemen leiden, nuten CBD ja vor allem deshalb, weil es müde macht und entspannt. Ist dieser Effekt unerwünscht, empfiehlt es sich, CBD Öl nur abends zu nehmen.

Schlaflosigkeit aufgrund CBD

Es klingt paradox, aber in seltenen Fällen berichten Nutzer eher vom Gegenteil, nämlich von Schlaflosigkeit nach der Einnahme von CBD.

Das zeigt vor allem eins: Jeder Mensch ist anders und so reagiert auch jeder Körper anders. Auf manche hat die Einnahme von CBD Öl eine beruhigende Wirkung und fördert den Schlaf, bei anderen löst es Schlaflosigkeit aus.

Falls die Schlaflosigkeit durch CBD zu groß wird (allerdings zählt Schlaflosigkeit zu den seltenen Nebenwirkungen), muss eventuell auf die Einnahme verzichtet werden. Vielleicht helfen andere Cannabinoide aus der Hanfpflanze in diesem Fall besser.

Senkung des Blutdrucks und Schwindelgefühl

Cannabidiol hat im Allgemeinen eine beruhigende Wirkung auf den Körper, dazu gehört auch der Blutdruck senkende Effekt. Viele Menschen nutzen aus diesem Grund CBD Öl, aber natürlich gibt es auch Fälle, wo der Blutdruck nicht gesenkt werden soll. Dass der Blutdruck sinkt, ist ein kurzfristiger Effekt. Dennoch sollte CBD nicht mit Blutdruck-senkenden Mitteln eingenommen werden.

Eine weitere Nebenwirkung von CBD, die mit dem sinkenden Blutdruck zusammenhängt, ist Schwindelgefühl. Von dieser Nebenwirkung wird selten berichtet. Normalerweise lässt sich das Problem durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr beseitigen.

Führt CBD zu Appetitlosigkeit?

Auch bei diesem Effekt von CBD verhält es sich so: Von Manchen erwünscht, von Anderen unerwünscht. Als Nebenwirkung von Cannabidiol ist bekannt, dass es appetitzügelnd wirkt.

Bei Krankheiten wie Adipositas oder z.B. dem metabolischen Syndrom ist dies erwünscht. Bei Manchen kann dies aber zu einer unerwünschten Gewichtsabnahme führen. In diesem Fall sollte abgewogen werden, ob CBD das Richtige ist. Normalerweise ist die Appetitlosigkeit zudem nur von kurzer Dauer.

Durchfall als Nebenwirkung von CBD

Durchfall gehört zu den öfter vorkommenden Nebenwirkungen von CBD. Im Allgemeinen ist Durchfall eine normale Reaktion des Körpers, um unbekannte Stoffe auszuscheiden. Deswegen ist es gut möglich, dass der Körper einfach noch nicht an CBD gewöhnt ist. In der Regel sollte der Durchfall aber nach spätestens zwei Wochen wieder verschwinden.

Es ist aber auch gut möglich, dass die Nebenwirkung auf das Trägeröl vom jeweiligen CBD Öl zurückzuführen ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, bei CBD Öl auf Qualität zu achten. Es sollte stets ein hochwertiges pflanzliches Öl enthalten.

Kann man auf CBD allergisch reagieren?

Sehr selten wird von dieser Nebenwirkung berichtet, aber es gibt durchaus Menschen, die allergisch auf die Hanfpflanze und deren Produkte reagieren. Eine Studie aus den USA hat dies bestätigt[8]. In diesem Fall ist die Einnahme von CBD einfach nicht das Richtige.

Erhöht CBD den Augeninnendruck?

Tatsächlich gibt es Studien, die davon berichten, dass CBD den Augeninnendruck erhöhen kann. Erfahrungsberichte von Nutzern von CBD, die erhöhten Augeninnendruck als Nebenwirkung von CBD erfahren, gibt es wenig.

Sicher ist, dass Menschen, die unter erhöhten Augeninnendruck sowie Glaukomen/grünem Star leiden, am besten kein CBD einnehmen sollten. Sprechen Sie vorher mit einem Arzt.

CBD Öl Nebenwirkungen: Wann wird von der Einnahme abgeraten?

Auch wenn CBD generell als unbedenklich gilt und die möglichen Nebenwirkungen sehr gering sind, muss aufgrund der aktuellen Studienlage von der CBD Einnahme bei bestimmten Gruppen abgeraten werden. Diese wären:

In der folgenden Tabelle haben wir ihnen die bekanntesten Nebenwirkungen von CBD aufgelistet und erklärt, ob diese Nebenwirkungen von Dauer sind oder nur kurzfristig.

Nebenwirkung Häufigkeit Dauer
Müdigkeit eher häufig unterschiedlich, bei Manchen von Dauer, bei Manchen verschwindet die Müdigkeit nach Eingewöhnung
Schlaflosigkeit eher gelegentlich unterschiedlich
Senkung des Blutdrucks eher häufig kurzfristig, hält normalerweise nur wenige Stunden nach Einnahme an
Appetitlosigkeit eher gelegentlich kurzfristig, wenige Stunden
Durchfall eher häufig nicht von Dauer, wenn es an einer Unverträglichkeit des Trägeröls liegt
Allergische Reaktion eher selten dauerhaft
erhöhter Augeninnendruck eher gelegentlich dauerhaft

CBD Öl Wechselwirkung mit Medikamenten

Festzuhalten gilt, wenn hier von Wechselwirkungen geschrieben wird, meint man damit ähnliches wie der Begriff Arzneimittelwechselwirkung beschreibt. Dabei treten bei der zeitgleichen Einnahme unterschiedlicher Wirkstoffe oder Arzneien durch sogenannte Polymedikation ausgelöste unerwünschte, zumindest aber unerwartete pharmakologische Auswirkungen auf. Dadurch können die angestrebten Wirkungen verstärkt, abgeschwächt oder gar aufgehoben werden.

Viele Ärzte raten ihren Patienten, dass Sie CBD erst 2 Stunden nach der Einnahme anderer Medikamente einnehmen sollten. Achten Sie auch auf eine vernünftige CBD Dosierung.

Grundsätzlich gilt, dass Cannabidiol mit folgenden Arzneien wechselwirkt:

  • Schmerzmittel, z.B. Ibuprofen
  • Verhütungspille
  • Schilddrüsenhormone
  • Antibiotika
  • Psychopharmaka: Johanniskraut, Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Antidepressiva, Neuroleptika, Antipsychotika
  • Betablocker
  • Alkohol
  • Statine
  • Antiepileptika
  • Blutverdünner
  • Steroide
  • Benzodiazepine
CBD Abstand zu Medikamenten

Patienten sollten 2 Stunden nach regulärer Medikamenteneinnahme CBD nehmen.

Wir haben hier die gängigsten Wechselwirkungen von CBD und Medikamenten aufgelistet:

Medikament Erklärung der CBD Nebenwirkung/Wechselwirkung
Ibuprofen CBD kann die Wirkung von Ibuprofen verstärken.
Pille (Verhütung) Östrogenpräparat: Wechselwirkung möglich Progesteronpräparat: Wechselwirkung unwahrscheinlich
Schilddrüsenhormon L-Thyroxin CBD kann positiv als ergänzende Behandlung bei Schilddrüsenunterfunktion wirken.
Antibiotika CBD kann Antibiotika unterstützen.
Johanniskraut CBD gilt als sinnvolle Ergänzung einer Behandlung mit Johanniskraut
Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SRI) Citalopram Bei gemeinsamer Einnahme von CBD und Antidepressiva muss ev. die Dosierung angepasst werden.
Antidepressiva CBD kann die beruhigende und blutdrucksenkende Wirkung verstärken.
Neuroleptika CBD und Neuroleptika wirken beide antipsychotisch, die Dosierung muss angepasst werden.
Alkohol Exzessiver Alkoholkonsum in Kombination mit CBD kann zu Übelkeit, Herz-Kreislauf-Problemen und psychischen Problemen führen.
Betablocker Als Wechselwirkung zwischen Betablockern und CBD Öl ist niedriger Blutdruck möglich.
Statine Statine und CBD können ihre Wirkung verstärken.
Antiepileptika Die Wirkung von CBD kann sich verringern.
Blutverdünner Bei gemeinsamer Einnahme mit CBD kann es sein, dass die Blutverdünner nicht abgebaut werden.
Steroide CBD kann die Wirkung von Steroiden verstärken.
Benzodiazepine Durch die gemeinsame Einnahme von CBD kann es sein, dass Benzodiazepine nicht von der Leber abgebaut werden.
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WICHTIG

Die oben stehende Liste hat nicht den Anspruch, komplett zu sein. Im Zweifelsfall sollte die gleichzeitige Einnahme von CBD und Medikamenten stets mit dem jeweils behandelnden Arzt abgesprochen werden.

CBD und Ibuprofen - Welche Wechselwirkungen gibt es mit CBD und Schmerzmitteln?

Nach aktuellem Stand der Forschung sind Wechselwirkungen zwischen CBD und Schmerzmitteln aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAIDs), zu denen auch Ibuprofen gehört, möglich.

Cannabidiol entfaltet hier einen ähnlichen Effekt wie eine Grapefruit. Und zwar werden verschiedene Enzyme in der Leber beeinflusst, die für den Abbau von Ibuprofen im Körper verantwortlich sind (das sog. Cytochrom P450 Enzymsystem). Auf diese Weise kann CBD die Wirkung von Ibuprofen verstärken.

Dies wiederum kann dazu führen, dass eine geringere Dosis des Schmerzmittels eingenommen werden muss. Das kann z.B. bei chronischen Schmerzen von Vorteil sein, denn eine geringere Einnahme von pharmazeutischen Schmerzmitteln schont die Leber. Es kann zudem sein, dass die gemeinsame Einnahme von Ibuprofen und CBD den Blutdruck erhöht.

Verhütung: CBD und die PIlle ok?

Grundsätzlich gilt: Die gemeinsame Einnahme von CBD und der Pille zur Verhütung (Antibaby-Pille) kann eine Wechselwirkung hervorrufen, weil beide Stoffe auf den Leberstoffwechsel wirken. Bei Verhütungspillen mit hohen Östrogengehalt ist eine geringere Wirkung der Empfängnisverhütung bei gleichzeitiger Einnahme von CBD möglich. Bei Verhütungspillen auf Basis von Progesteron scheint die Kombination mit CBD einen geringeren Einfluss zu haben.

Sowohl einige Wirkstoffe der Pille als auch CBD werden in der Leber abgebaut. Zumindest bei Östrogenpräparaten ist also Vorsicht geboten, da die gemeinsame Einnahme zu einer Verringerung der empfängnisverhütenden Wirkung führen kann. Im Zweifelsfall sollte hier der behandelnde Frauenarzt hinzugezogen werden.

Nach aktueller Studienlage ist das Risiko für eine Wechselwirkung zwischen CBD und der Pille geringer, wenn diese Progesteron anstatt Östrogen enthält. Auch hier gilt: Im Zweifelsfall den Arzt fragen.

Einnahme von CBD und dem Schilddrüsenhormon L-Thyroxin?

CBD kann die Therapie von Schilddrüsenerkrankungen auf unterschiedliche Art und Weise unterstützen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) werden dem Körper Schilddrüsenhormone in Form von L-Thyroxin zugeführt. Auch gibt es Einsatzmöglichkeiten von CBD bei Schilddrüsenerkrankungen.

Erste Studienergebnisse deuten darauf hin, dass CBD einen günstigen Effekt auf diese Behandlung haben könnte. So reguliert CBD offenbar die Freisetzung von Schilddrüsenhormonen und ist somit als Ergänzung zur Behandlung mit L-Thyroxin grundsätzlich geeignet. Die Behandlung sollte allerdings von einem Arzt überwacht werden.

Gibt es Wechselwirkungen zwischen CBD und Antibiotika?

Es gibt bislang keinen Hinweis darauf, dass die gleichzeitige Einnahme von CBD mit Antibiotika negative Auswirkungen hat. Gleichzeitig weisen Studien darauf hin, dass Cannabidiol selbst antibakterielle Effekte hat und somit die Wirkung von Antibiotika unterstützen kann.

Laut der aktuellen Forschungslage scheint es sogar einige Einsatzmöglichkeiten von CBD bei Antibiotikaresistenz zu geben. Um der unnötigen Verschreibung von zu viel Antibiotika entgegenzuwirken, kann Cannabidiol in manchen Fällen eventuell als natürliche Alternative eingenommen werden.

Es taugt aber keinesfalls als Ersatz für Antibiotika bei einer akuten bakteriellen Infektion. Eine Rücksprache mit einem Arzt ist immer notwendig.

CBD und Psychopharmaka

Die Frage nach Wechselwirkungen zwischen CBD und Psychopharmaka lässt sich nicht pauschal beantworten, da es sich um eine sehr große Wirkstoffgruppe handelt.

Eine gemeinsame Nutzung von Antidepressiva und CBD beispielsweise ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Hierbei muss allerdings zwischen den selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmern (SSRI) – z. B. Citalopram – und sog. trizyklischen Antidepressiva unterschieden werden. Bei Letzteren kann CBD die beruhigende und blutdrucksenkende Wirkung verstärken.

Bei allen Psychopharmaka gilt: Die gemeinsame Einnahme darf, wenn überhaupt, nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Das gilt vor allem auch für Neuroleptika.

Wechselwirkungen zwischen CBD und Johanniskraut

CBD gilt als durchaus sinnvolle Ergänzung einer Behandlung mit Johanniskraut. Beide Wirkungsmechanismen ergänzen sich gut, vor allem wenn Johanniskraut gegen depressive Verstimmungen eingesetzt wird. So bewirkt Johanniskraut eine Stimmungsaufhellung, während CBD einen beruhigenden und schlaffördernden Effekt entfaltet.

Auch wenn bisher keine negativen Wechselwirkungen bekannt sind, sollte die gemeinsame Einnahme mit dem Arzt besprochen werden.

Probleme bei CBD und Serotonin-Wiederaufnahmehemmern?

Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (englisch Serotonin Reuptake Inhibitors, kurz SRI) sorgen dafür, dass im Gehirn der Gehalt des „Glückshormons“ Serotonin erhöht wird. Das geschieht, indem dieses Antidepressivum dafür sorgt, dass Serotonin nicht wieder in die Nervenzellen aufgenommen werden. Daher wird dieses Medikament gegen Depression und andere psychische Störungen verschrieben. Ein bekannter SRI ist Citalopram.

Die Verwendung von CBD gegen Depression ist stark umforscht. Die gemeinsame Anwendung von Citalopram und CBD ist allerdings nicht besonders gut untersucht. Als sicher gilt, dass auch in diesem Fall CBD den Abbau des Arzneimittels durch die Leber hemmt. Das kann Auswirkungen auf die Dosierung haben.

Über nennenswerte oder gar schädliche Wechselwirkungen wurde bisher jedoch nicht berichtet. Da beide Wirkstoffe den Serotoningehalt im Gehirn erhöhen, besteht ein gewisses Risiko für eine Manie. Die gemeinsame Einnahme sollte daher unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

CBD und Antidepressiva

Trizyklische Antidepressiva (kurz TZA) wirken dahingehend, dass die drei Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin in hoher Konzentration im Gehirn verbleiben. Diese Hormone werden damit assoziiert, dass sie für das glücklich Sein sorgen. Dopamin und Serotonin werden im Volksmund auch gerne „Glückshormon“ genannt und Noradrenalin sorgt dafür, dass die Aktivität gesteigert wird.

Aus diesem Grund finden trizyklische Antidepressiva vor allem ihren Einsatz in der Therapie von Depression, aber werden auch in der Schmerztherapie verwendet. Sowohl CBD als auch TZA haben eine ähnliche Wirkungsweise. Von daher kann CBD die beruhigende und blutdrucksenkende Wirkung von TZA verstärken. Aus diesem Grund sollte eine gemeinsame Anwendung mit einem Arzt abgesprochen werden.

CBD und Neuroleptika - Was ist zu beachten?

Unter Neuroleptika versteht man im Allgemeinen antipsychotisch wirkende Medikamente. Man könnte umgangssprachlich sagen, dass diese Psychopharmaka, für „Ordnung“ bei gestörten psychischen Funktionen sorgen. Neuroleptika werden bei Patienten mit Wahn und Halluzinationen, also vorallem bei Schizophrenie, eingesetzt.

Auch sind Einsatzmöglichkeiten von CBD gegen Schizophrenie bekannt. Eine antipsychotische Wirkung von Cannabidiol ist bekannt, anders als THC, ein weiteres aus der Hanfpflanze gewonnenes Cannabinoid, das psychotisch wirkt. Das Medikament Epidiolex enthält CBD und wird gegen Schizophrenie eingesetzt.

Es gibt Studien, wie z.B. eine der Uni Köln[5], die zeigen, dass CBD genauso gut gegen Psychosen wirkt wie herkömmliche Psychopharmaka. Das ist ein Ergebnis von großer Bedeutung, weil anders als CBD Neuroleptika teils schwere Nebenwirkungen, wie Bewegungsstörungen oder Gewichtszunahme, mit sich ziehen können.

Die Forschung zeigt daher aber auch, dass CBD und Neuroleptika auf ähnliche Weise wirken, sodass die genaue Dosierung mit einem Arzt abgesprochen werden muss.

Erfahrungen zu CBD und Betablockern: Gibt es Wechselwirkungen?

Betablocker sind Medikamente, die Patienten mit Herz-Kreislauf-Störungen sowie Herzinsuffizienz verabreicht werden. Mit diesem pharamzeutischen Mittel wird der Blutdruck gesenkt und die Herzschlagzahl verringert, um so das Herz zu entlasten.

Auch zeigte CBD gegen Bluthochdruck positive Wirkung. Aber welche Erfahrungen gibt es zu Wechselwirkungen zwischen CBD Öl und Betablockern? Weil Cannabidiol und Betablocker beide den Blutdruck senken, kann als Wechselwirkung ein niedriger Blutdruck auftreten. Auch hier ist Rücksprache mit einem Arzt erforderlich.

Kann man CBD Öl und Alkohol bedenkenlos kombinieren?

Wechselwirkungen zwischen Cannabidiol und Alkohol sind häufig. Gerade ein exzessiver Alkoholkonsum kann dazu führen, dass die Kombination mit CBD zu Übelkeit, Herz-Kreislauf-Problemen und psychischen Problemen führt.

Aus diesem Grund ist von einer gemeinsamen Nutzung von Alkohol und CBD dringend abzuraten. Das gilt vor allem dann, wenn beides in großen Mengen und in hoher Konzentration verwendet wird.

Welche Auswirkungen sind bei CBD und Statinen zu Erwarten?

Statine ist eine Gruppe von Medikamenten, die zur Senkung des Cholesterolspiegels im Körper verwendet werden. Außerdem sollen sie den Lipidspiegel im Blutsenken, was bei Symptomen von krankhafter Fettsucht notwendig ist.

Auch CBD kann gegen Übergewicht helfen. Es ist bekannt, dass manche Statine sowie auch Blutverdünner stärker wirken, wenn sie gemeinsam mit Cannabidiol eingenommen werden. Das kann ein Vorteil sein, weil so weniger herkömmliche Pharmazeutika mit ihren Nebenwirkungen eingenommen werden kann. Allerdings ist eine Rücksprache mit dem Arzt immer notwendig, damit eine ungewollte Wechselwirkung von CBD Öl mit Statinen nicht zu einer Nebenwirkung wird.

CBD und Antiepileptika

Antiepileptika sind Medikamente, die verhindern sollen, dass epileptische Anfälle im Körper ausgelöst werden. In der Forschung konnte gezeigt werden, dass auch CBD gegen Epilepsie positive Effekte erzielt.

Es ist bekannt, dass Cannabidiol bestimmte Enzyme beeinflusst. Auch viele antiepileptische Medikamente haben diesselbe Wirkung. So gibt es viele Antiepileptika, die genau wie Cannabidiol das Enzym cytP450 anregen und somit den Stoffwechsel von CBD erhöhen[6]. Das hat zur Folge, dass sich die Wirkung von CBD im Körper verringert.

Treten zwischen CBD und Blutverdünnern Wechselwirkungen auf?

Blutverdünner sind pharmazeutische Mittel, die in der Therapie von Schlaganfällen und Herzkrankheiten eingesetzt werden, da sie Blutgerinsel verhindern sollen.

Cannabidiol tritt nicht in direkte Wechselwirkung mit Blutverdünnern, dennoch kann der gemeinsame Konsum zu sehr negativen Wechselwirkungen führen. Das liegt daran, dass Blutverdünner durch bestimmte Enzyme im Körper abgebaut werden. CBD interagiert mit diesen Enzymen, was dazu führen kann, dass die Blutverdünner im Körper nicht richtig abgebaut werden. Im schlimmsten Fall kann dies lebensbedrohlich werden. Aus diesem Grund raten Ärzten von der gemeinsamen Einnahme von CBD und Blutverdünnern ab.

CBD und Steroide - Eine sinnvolle Kombination?

Steroide sind Medikamente, die bei vielen Autoimmunerkrankungen zum Einsatz kommen. Leider gibt es viele Betroffene, die nicht auf eine Steroid-Therapie reagieren. Forschung in Israel hat gezeigt, dass CBD für diese Patienten eine Alternative bildet[7].

Desweiteren konnte gezeigt werde, dass Cannabidiol den Effekt von Steroiden erhöht. Auf diese Weise ist eine niedrigere Dosis von Steroiden bei Autoimmunerkrankungen notwendig, sodass schlimmen Nebenwirkungen wie Leberschaden durch die gleichzeitige Einnahme von CBD Öl vorgebeugt werden kann.

Welche Wirkung tritt beim gemeinsamen Konsum von CBD und Benzodiazepinen auf?

Benzodiazepine sind eine Reihe pharmazeutischer Mittel, die dämpfend auf das Nervensystem wirken. Aus diesem Grund werden sie vorallem bei Angststörungen sowie Schlafproblemen eingesetzt. Ein bekanntes Benzodiazepin ist das Beruhigungsmittel Valium.

Auch hier konkurriert Cannabidiol mit denselben Enzymen in der Leber wie Benzodiazepine. Das kann dazu führen, dass diese Medikamente nicht von der Leber abgebaut werden können und sich somit im Blut ansammeln. Das ist gesundheitlich gefährlich, sodass eine Absprache mit dem behandelnden Arzt notwendig ist.

Wie kommt es zu Wechselwirkungen von CBD und Medikamenten?

Eine indirekte Wechselwirkung zwischen CBD und Medikamenten hat mit dem Abbau dieser Medikamente zu tun. Da CBD spezielle Enzyme (wie zum Beispiel CYP2D6 und CYP2C19) hemmt, die allerdings im Körper für den Abbau vieler pharmakologischer Wirkstoffe zuständig sind, kann es zu der Wechselwirkung kommen, dass die Konzentration des Medikaments im Blut über die dafür vorgesehene Dauer hinaus ungewöhnlich hoch bleibt.

Zwar kann dies auch positive Effekte haben, wenn man zum Beispiel ohne die Dosis eines Medikaments zu erhöhen dessen Wirkdauer verlängern möchte, aber es kann auch das Risiko erhöhen, an einer ungewollten Überdosierung Schaden zu nehmen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass es kaum CBD Wechselwirkungen gibt, aber einige nachgewiesen wurde.

Unser Rat: Immer mit dem Arzt sprechen, wenn man starke Medikamente nimmt.

CBD Wechselwirkung mit Enzymen

Durch die Beeinflussung von CBD auf die Enzyme CYP3A4, CYP2C9, CYP2C19 und CYP2D6 können weitere Wechselwirkungen auftreten.

  • Durch die Hemmungen von CBD bei CYP3A4[1] können zum Beispiel diverse Antidepressiva wie Trazodon ihre Wirkung verändern.
  • Wenn CBD in Verbindung mit Medikamenten zum Beispiel auf das Enzym CYP2C19[2] wirkt, kann dadurch beispielsweise die Wirkung von Ticlopidin als Thrombozytenaggregationshemmer beeinträchtigt werden.
  • Sollte CBD auf das Enzym CYP2C9[3] wirken, könnte dadurch unter anderem die Wirkung von Torasemid als Schleifendiuretika verändert werden.
  • Wer CBD im Zusammenspiel mit CYP2D6[4] verwendet, bei dem könnte sich die Wirkung von Tetrabenazin als Neuroleptikum verändern.

Dieses Risiko geht man auch ein, wenn man Drogen in Verbindung mit CBD konsumiert.

Wechselwirkungen mit Drogen (THC)

Studien haben herausgefunden, dass CBD der Antagonist des psychoaktiven THC (beide aus der Hanfpflanze gewonnen) darstellt. Wenn man also zuerst THC zum Beispiel raucht, wird durch eine anschließende Einnahme von CBD die Wirkung des THC vermindert oder gar ganz gehemmt.

Allerdings kann CBD, wenn man es vor dem Konsum von THC einnimmt, dessen Wirkung sogar verstärken. Gleiches gilt auch für andere Medikamente. Der Grund dafür ist, dass THC durch das gleiche Enzym wie andere Medikamente, das von CBD unterdrückt wird, abgebaut wird.

Eine für die betroffenen Patienten nicht wünschenswerte Wechselwirkung erreicht CBD mit zytotoxischen Medikamenten, die in der Chemotherapie Anwendung finden. Wie schon erwähnt, hemmt CBD das P450-Enzym. Dieses ist unter anderem dafür verantwortlich, dass die Dosierung der harten Chemo-Medikamente so hoch sein muss, da es diese abbaut. Wenn das Enzym dieser Aufgabe durch den Gebrauch von CBD allerdings nicht mehr nachkommen kann, steigt die Dosis der Zytostatika im Blut auf eine fatale Höhe. 

Kontraindikation von CBD mit dem Arzt absprechen

In Deutschland werden pro Jahr rund 470 Millionen Rezepte ausgestellt. Bei zwei Prozent davon, also bei 9,4 Millionen, entstehen dem Patienten durch die Einnahme der verschriebenen Wirkstoffe Probleme. 846.000 dieser Probleme hätten vermieden werden können, wenn man den Beipackzettel auf etwaige Neben- und Wechselwirkungen hin durchgelesen hätte. Zu vermeiden wären diese Fälle zum Beispiel dadurch, wenn man dem ausstellenden Arzt als Patient alle Mittel genannt hätte, die man zu sich nimmt.

Dieses Wissen und auch die persönliche wie familiäre medizinische Vorgeschichte (Prädisposition) kann nach einer Konsultation eines Arztes auch durch eine vorher getätigte Einnahme von CBD zu einer Kontraindikation führen. Dies bedeutet, dass durch die vorher eingenommenen Mittel eine anschließend vielleicht nötige Behandlung oder Therapie verboten werden muss.

Hierbei unterscheiden Mediziner zwischen einer absoluten und einer relativen Kontraindikation. Bei der absoluten Kontraindikation können gewisse medizinische Maßnahmen rigoros verboten werden. Bei der relativen Kontraindikation werden nur unter strengsten Auflagen und Abwägungen aller bestehender Risiken bestimmte weitere Behandlungen und Therapien zugelassen. 

Letztendlich gilt bei allen körperbeeinflussenden Stoffen, dass man immer gut damit fährt, im Vorfeld der Einnahme einen Facharzt des Vertrauens aufzusuchen und mit diesem alles bespricht.

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Fazit

  • Als Extrakt der Hanfpflanze ist Cannabidiol ein Naturprodukt und hat somit wenig Wechsel- bzw. Nebenwirkungen.
  • Dennoch sollte eine CBD-Einnahme zu therapeutischen Zwecken mit dem Arzt abgesprochen werden. Da CBD auf den Stoffwechsel im Körper wirkt, können Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten eintreten, z.B. mit Betablockern, Steroiden, Blutverdünnern oder Antidepressiva.
  • Z.B. gibt es Studien, die zeigen, dass CBD die Wirkung von Ibuprofen verstärkt, sodass bei CBD-Konsum weniger von dem Schmerzmittel eingenommen werden muss.
  • Grundsätzlich gilt, dass jeder Körper anders ist und so auch CBD bei jedem unterschiedliche Wirkung entfalten kann.

HÄUFIGE FRAGEN ZU CBD Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Welche Wechselwirkungen von CBD gibt es?

CBD hat kaum Wechselwirkungen, kann aber mit einige Medikamenten nachgewiesener Maßen kontraindizieren. Es ist so, dass verschiedene Enzyme negativ (oder positiv) auf das CBD reagieren. Dies kann die Wirkung von manchen Medikamenten unterstützen oder aber negativ beeinflussen.

Mit welchen Medikamenten darf ich CBD nicht einnehmen?

Grundsätzlich gilt, dass Cannabidiol mit folgenden Arzneien wechselwirkt. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
– Betablocker
– Statine
– Antiepileptika
– Antibiotika
– Blutverdünner
– entzündungshemmende Schmerzmittel
– Steroide
– Antipsychotika
– Antidepressiva
– Benzodiazepine

Gibt es Wechselwirkungen mit CBD und Ibuprofen?

Laut aktuellen Studien und Empfehlungen wird CBD sogar als IBUPROFEN Ersatz empfohlen. Das CBD kann die Wirkung des Ibuprofens verstärken und Menschen mit Bluthochdruck müssen damit aufpassen.

Weitere Studien


Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, dann so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

Über den Autor

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".