Krankheiten

MS (Multiple Sklerose)

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Geschrieben von Stefan K.

CBD bei MS (Multiple Sklerose)

Hinter der unscheinbaren Abkürzung MS steht eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei deren Diagnose vielen Menschen ein eiskalter Schauer über den Rücken hinunterläuft. Denn speziell dort im Rückenmark, aber auch im Gehirn, werden durch diese chronisch-entzündliche Krankheit kleine, aber auch größere Teile der dort operierenden Nervenfasern zerstört. Das prekäre ist, dass es die körpereigenen Abwehrzellen sind, die diese Schäden bei Multipler Sklerose verursachen.

MS wird nicht nur landläufig, sondern auch in Fachkreisen als die Krankheit der 1.000 Gesichter bezeichnet. Der Grund dafür ist, dass die Erkrankung an sich und auch die Symptome bei vielen Betroffenen unterschiedlich verlaufen.   

Dadurch, dass Multiple Sklerose eine chronisch-entzündliche Krankheit darstellt, deren Symptome unter anderem heftigste Schmerzen sind, kann die Anwendung von CBD bei MS helfen.

CBD bei MS

  • CBD hilft schon vielen tausend Menschen bei Multipler Sklerose
  • CBD / CBDa kann bei Fatigue ein Versuch wert sein
  • Die Studienlage ist gut

Ursachen von Multipler Sklerose

Die Ursachen der Autoimmunerkrankung Multipler Sklerose sind durch die Vielfältigkeit des Krankheitsbildes noch nicht vollständig geklärt. Klar ist, dass MS vermehrt bei jungen Menschen und bei Frauen häufiger als bei Männern auftritt. Schätzungen gehen weltweit von etwa 2,5 Millionen Betroffenen aus.

Was über die MS-Ursachen bekannt ist, ist folgendes: Sowohl im Gehirn wie auch im Rückenmark befindet sich eine Vielzahl an Nervenfasern, die durch eine aus Fetten und Eiweißen bestehende Isolationsschicht ummantelt sind. Bei MS kommt es an diesen Isolationsschichten zu Entzündungen und zur Zerstörung dieser Schichten. Durch diese Beschädigungen können die Nervenzellen nicht mehr reibungslos kommunizieren. So entstehen die für MS typischen Ausfallerscheinungen – wie Sehstörungen, Empfindungsstörungen, Muskelschwäche oder auch Müdigkeit.

Multiple Sklerose

Wie Mittel gegen Multiple Sklerose wirken

Aktuell in Verwendung befindliche Medikamente bei Multipler Sklerose schaffen es, die teilweise drastischen Krankheitsschübe zu verhindern. Andere verlangsamen das stete Fortschreiten von MS. Keines der bisher in den Pharmalaboratorien hergestellte Medikament wirkt jedoch bei allen Ausprägungen der Krankheit.

Einige der MS-Medikamente setzen am Immunsystem an. Da die körpereigenen Abwehrstoffe die Isolationsschicht um die Nervenbahnen bei der Entzündung alarmieren, sind sie dabei das Ziel. Es wird also nicht die Entzündung an sich bekämpft, sondern die Antikörper, die die Isolationsschicht angreifen. Verschiedene Mittel verhindern zum Beispiel die Vermehrung von Immunzellen, während andere das „Ausschwärmen“ dieser Zellen unterdrücken. Ein aktueller Zweig der MS-Forschung untersucht die hoffnungsvollen Aussichten, das CBD mit seinen entzündungshemmenden Eigenschaften hier die Ursache, und nicht die Werkzeuge der anschließenden Zerstörung bekämpft.

CBD bei MS (Multipler Sklerose) – Wie wirkt Cannabidiol?

Eines gleich vorweg – bis zum heutigen Tag entdeckten Forscher kein Mittel, das MS tatsächlich heilen kann. Dies kann auch CBD nicht leisten. Cannabidiol ist jener Wirkstoff aus der Hanfpflanze, der im Gegensatz zum THC nicht psychoaktiv wirkt, keine Rauschzustände verursacht und somit in Deutschland frei und legal ver- und gekauft werden darf.

Zwei der Eigenschaften von CBD sind dafür ausschlaggebend, dass der Wirkstoff für leidgeplagte MS-Patienten ein Lichtblick ist. Zum einen wirkt CBD bei MS entzündungshemmend, also in Richtung der Ursache. Der andere Grund ist, dass das Cannabidiol auch das Symptom „Schmerz“, unter dem viele der Betroffenen oftmals hart und rund um die Uhr leiden, durch Blockierung der entsprechenden Rezeptoren im Gehirn lindert und unterdrückt.

  • 1. CBD Öl ist kein Wundermittel, kann aber helfen!

    Cannabis und der darin enthaltene Stoff "CBD" ist sicherlich kein Wundermittel, aber für viele Menschen ein natürliches Hilfsmittel bei über 65 verschiedenen Krankheitsbildern. CBD ist noch recht unerforscht, aber viele Wissenschaftler, Ärtze und Apotheker entledigen sich des Cannabis-Stigmas und erforschen die möglichen Wirkungen von Cannabidiol. Wichtig ist hier immer: Es kann helfen - muss aber nicht.

  • 2. CBD spricht das Endo-Cannabinoid-System an

    Kein Mensch nimmt CBD ohne Grund ein! CBD gehört zu der Gruppe der Cannabinoiden, die in vielen verschiedenen Pflanzen und Lebensmitteln natürlicher Weise vorkommen. Diese Cannabinoide sprechen das Endo-Cannabinoid-System an, welches jeder Mensch besitzt. Über verschiedene Rezeptoren innerhalb dieses Systems werden dann die verschiedenen Baustellen im Körper natürlich reguliert, erneuert und repariert.

  • 3. Auch in der Muttermilch ist CBD enthalten!

    In einer Studie von 2017 wurde belegt, dass Cannabinoide nicht nur natürliche Bestandteile der Cannabis-Pflanze sind, sondern dass sie schon in der Muttermilch vorkommen. Sie sind nicht nur für wichtige neurologische Wachstumsphasen wertvoll, sondern haben noch weitere erstaunliche Funktionen. Ohne die Cannabinoide der Milch würden die Babys nicht mehr hungrig sein und weniger saugen! Erstaunlich, aber wahr.

  • 4. CBD ist der Allrounder unter den Cannabinoiden

    Obwohl jedes Cannabinoid für sich selber spezielle Wirkungsmechanismen hat und nicht ohne Grund besteht, ist CBD der Allrounder unter den Cannabinoiden. So kann es nicht nur entzündungshemmend, sondern unter anderem auch das Zellwachstum von kranken Zellen hemmen, anxiolytisch oder immunsuppressiv wirken. Somit empfiehlt es sich immer CBD zu sich zu nehmen und ergänzend dazu (z.B. in einem Vollspektrum Öl) auch andere Cannabinoide wirken zu lassen.

  • 5. CBD macht nicht high und bekämpft das THC

    Cannabidiol ist der sogenannte Antagonit des THC´s. THC steht für Tetrahydrocannabinol. Es wirkt psychoaktiv und ist in gezüchteten Cannabisblüten enthalten. Das CBD wirkt dabei gegen das "high" Gefühl. So ist in CBD Produkten nicht nur lediglich ein Spurenelement an THC (weniger als 0,2% THC) enthalten, sondern durch den hohen CBD Gehalt wird das "high" komplett eingedämmt. Auf diese Weise sind CBD Produkte völlig legal und für den Alltag geeignet.

  • 6. Die WHO hält CBD für unbedenklich

    Die Welt-Gesundheits-Organisation - WHO - hält CBD in einem kritischen 27-Seiten-Report für unbedenklich. So heißt es: „Reines CBD und Produkte daraus mit weniger als 0,2 % THC-Gehalt werden in keiner Weise in die Drogenkonventionen aufgenommen“. Als Grund wird genannt, dass bei CBD keine Gefahr der Abhängigkeit besteht und es kein Missbrauchspotenzial gibt. CBD ist somit genauso unbedenklich wie Wasser!

  • 7. CBD ist kein Dopingmittel und wird im Profisport genutzt

    Aufgrund seiner positiven Eigenschaften kann CBD zum Beispiel Entzündungen lindern oder die Regeneration fördern. Auf diesen Gründen nutzen vornehmlich in den USA viele Profisportler aus dem Football, Basketball oder Kampfsportarten das legale CBD. So gibt es sehr bekannte Profisportler, die für diese Präperate werben. Im August 2019 sorgte UFC Champion Nate Diaz für Aufsehen, als er vor einem Kampf einen CBD Joint rauchte und dies völlig legal war. CBD ist auf der Dopingliste der Welt-Anti-Doping-Agentur explizit ausgeschlossen und nicht aufgeführt.

  • 8. CBD kann auch verschrieben werden

    Natürlich ist Cannabidiol in der Schulmedizin noch nicht so verbreitet, da sich die Ärtze erst einmal über CBD informieren, Stigmatas ablegen und Erfahrungen sammeln müssen. Es gibt jedoch jetzt schon etliche Fachärzte und Allgemeinmediziner, die gerne auf Cannabis als Medizin zurückgreifen. Bei schwerwiegenden Fällen ist es keine Seltenheit, dass CBD verschrieben wird.

  • 9. CBD bzw. Cannabis kann die Umwelt reinigen

    Cannabis ist eine Pflanze, welche natürlicher Weise fast überall auf der Welt wachsen kann. Sie hat zudem die Eigenschaft, dass sie bis zu viermal so viel CO2 verbraucht wie Bäume. Zusätzlich zieht der Hanf Giftstoffe und radioaktive Chemikalien aus dem Boden! Cannabis kann somit die Umwelt reinigen und würde sehr viel zur Verbesserung des Klimas beitragen.

    https://pixabay.com/de/photos/hanfpflanze-hand-cannabis-sativa-3661210/
  • 10. CBD gibt es in unzähligen Darreichungsformen

    Der großen Allgemeinheit ist CBD in Form eines CBD Öls bekannt. Dies liegt daran, dass es leicht zu dosieren ist und gut aufgenommen werden kann. Aber es gibt noch viele andere CBD Produkte wie zum Beispiel E-Liquids, Salben, Cremen, Pasten, Blüten, Süßigkeiten, Lebensmittel oder Kristalle. Viele dieser Produkte finden Sie auf unserem kostenlosen Bewertungsportal Cannatrust.eu!

Immer wieder mündet die Multiple Sklerose nicht nur in körperlichen Gebrechen, sondern auch in psychischen. Es sind speziell Angstzustände und Depressionen, die leider allzu oft als „bloße Nebenerscheinungen“ angesehen werden. CBD bewirkt zwar keinen Rausch wie das THC, aber es wirkt so auf den Hormonhaushalt, dass sich das Gemüt eines Menschen erhellt. Damit wirkt CBD bei Multipler Sklerose vor allem auch dadurch, dass es die psychische Belastung, die den Geist, aber auch den Körper zusätzlich belastet, bedeutend abmildert.

In der Fachliteratur werden immer wieder Patienten zitiert, die über die positiven Wirkungen des CBD bei MS Fatigue-Attacken berichten. Es wird berichtet, dass die Einnahme von CBD speziell in den Morgenstunden eine eindämmende Wirkung auf diese Art der Attacken hat. Durch diese Anfälle am Morgen kann sowohl das Durchschlafen, als auch das Einschlafen (Angst, von Schmerzen geweckt zu werden) in Mitleidenschaft gezogen werden. Die schmerzlindernden Eigenschaften verschaffen Erleichterung, und speziell in der Einschlafphase helfen sie dabei, sanft und sicher ins Reich der Träume hinüberzugleiten.

An dieser Stelle möchten wir dezidiert darauf hinweisen, dass die Bezeichnung „Krankheit der 1.000 Gesichter“ nicht von ungefähr kommt. Dies macht nach bisherigem Erkenntnisstand eine eigenmächtige Behandlung mit CBD zwar nicht zu einem Risiko, aber die Auswirkungen des Hanfproduktes auf den jeweiligen Organismus können beträchtlich schwanken. Aber selbst Ärzte, mit denen man sich immer absprechen sollte, raten in der Regel dazu, es mit CBD einfach zu versuchen, da es kaum dokumentierte Wechsel- oder Nebenwirkungen gibt.

Zwei Arten von Multipler Sklerose

Grundlegend wird bei der Multiplen Sklerose in die verschiedenen Krankheitsverläufe unterschieden. Beim primär-progredienten Verlauf kommt es schon zu Beginn zu ersten Symptomen, die sich im Laufe der Krankheit schleichend verstärken. Hier sind keine extremen Schübe erkennbar. Das andere Extrem bei MS ist der schubförmig-remittierende Verlauf. Statt einer vorhersehbaren, weil steten Verschlechterung, kommt es dabei zu unvorhergesehenen Schüben. Anfänglich bilden sich die Auswirkungen der Schübe in der Regel noch bis hin zum Normalzustand wieder zurück. Beim späteren Krankheitsverlauf allerdings bleiben immer mehr Schäden permanent präsent.

Ausblick und Studien zu CBD und MS

Die Effekte, die entstehen, wenn man CBD bei MS (Multipler Sklerose) einsetzt, sind in einer Reihe von renommierten Studien aufgezeichnet. Eine der bekanntesten Untersuchungen[1] befasste sich mit der Wirksamkeit von CBD in Tröpfchenform (Spray). Dabei wurde der Zusammenhang festgestellt, dass MS-Patienten nach der Einnahme von CBD weniger über starke Schmerzen klagten als die Kontrollgruppe, die ausschließlich Placebos erhielt.

Diese positiven Erfahrungen hat die MS-Bloggerin Heike Führ in Ihrem Buch „Hanf – Erfahrungen mit CBD!: Infos rund um Cannabidiol, Cannabis & THC“ bestätigt. Als MS´ler sollte man diese ehrlichen Erfahrungen und gesammelten Infos auf jeden Fall kennen.

Die Forschung konzentriert sich aber nicht nur auf die Effekte, die CBD nach dem Ausbruch von Multipler Sklerose hat. Effekte bei der MS-Prävention konnten nach der Einnahme in einer Studie[2] nachgewiesen werden. Dabei lag die Verbesserung speziell bei der Verbesserung der körpereigenen Reaktion auf Entzündungen.

Einen sehr persönlichen Erfahrungsbericht schrieb Elizabeth Limbach. In ihrem Buch „Cannabis saved my life“ schildert die MS-Patientin in eindringlichen Worten, wie die Einnahme von Cannabidiol ihre lebenserschwerenden Symptome reduziert und ihr die lange vermisste Bewegungsfreiheit wiedergeschenkt hätten.

Fazit

  • CBD kann also wie auch sonst kein Arzneimittel die Krankheit MS nicht heilen. Es hilft jedoch sehr gut gegen die Symptome und ist deshalb bei MS-Patienten ein sehr beliebtes Mittel, um die eigene Lebensqualität zu erhöhen.


[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23180178 – 25.07.2019

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23851307 – 25.07.2019

Weitere Studien

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, dann ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".