Krankheiten

CBD bei Zahnschmerzen

Hilfe bei Zahnschmerzen
Geschrieben von Stefan K.

Starkes Pulsieren, gerötete Wangen und große Probleme beim Öffnen des Mundes – das sind potentielle Auswirkungen von Zahnschmerzen. Wenn schon ein kalter Lufthauch, der einen Zahn streichelt, zu peinigenden Schmerzen führt, dann ist meist der Besuch beim Zahnarzt oder bei der Zahnärztin kaum noch aufzuschieben. Ein kranker Zahn kann hierbei die Ursache für die Schmerzen sein, allerdings können auch andere Dinge ursächlich für Zahnschmerzen sein.

Neben einem kaputten oder kranken Zahn können Entzündungen der Nasennebenhöhlen sowie sogar ein Herzinfarkt Auslöser für Zahnschmerzen sein.

Karies, Entzündungen und Zahnschmerzen: CBD-Öl als Chance

Zahnschmerzen,Karies oder auch Odontalgie werden in der Regel dann als wahrhaft unerträglich wahrgenommen, wenn sie stark und vor allem kontinuierlich auftreten. Gehen schmerzliche Entzündungen zum Beispiel vom Zahnhalteapparat aus, sprechen die Fachleute von einer odontogenen Infektion.

Dadurch, dass Zahnschmerzen auch durch Schmerzen in anderen Körperteilen, Entzündungen, Migräne oder zum Beispiel durch schmerzempfindliche Zähne ausgelöst werden können, haben viele Betroffene CBD für sich entdeckt. Das Cannabidiol, kurz CBD genannt, ist eines von mehr als 100 Inhaltsstoffen der Hanfpflanze. Neben dem CBD ist wohl das bekannteste Cannabinoid das Tetrahydrocannabinol, dass man abgekürzt auch einfach THC nennt. Das THC ist in der gesamten EU und somit auch in Deutschland nicht legal (außer in medizinischen Ausnahmefällen) zu erwerben. CBD hingegen kann ohne Beschränkungen legal gekauft werden. Der Handel mit CBD-Produkten innerhalb der Europäischen Union ist dann erlaubt, wenn der THC-Anteil unterhalb der Grenze von 0,2 % liegt. CBD wirkt nicht psychoaktiv und wird aufgrund dessen oftmals als Gegenmittel zum psychoaktiven THC verwendet. Darüber hinaus macht CBD nicht abhängig und verursacht beim Konsum keine Rauschzustände.

CBD-Produkte durchaus einen schmerzlindernden und entzündungshemmenden Einfluss auf Zahnschmerzen ausüben.

Ursachen von Zahnschmerzen

Zahnärzte und Zahnärztinnen wissen, dass die meisten Fälle von Zahnschmerzen direkt von den Zähnen ausgelöst werden. Aber auch andere Ursachen können vorkommen – gesundheitliche Probleme oder Erkrankungen, die von anderen Körperregionen auf die Zähne ausstrahlen.

Sollten die Zahnschmerzen von Zahnproblemen ausgelöst werden, kann es für diese tatsächlich eine lange Liste von Auslösern geben. Ganz allgemein kann man festhalten, dass viele der nun folgenden Zahnprobleme auf unzureichende Mundhygiene basieren.

Karies

Die Zahnfäule (Karies), wird von Bakterien ausgelöst, die sich auf dem dünnen Biofilm, Plaque genannt, ansiedeln. Deren Stoffwechselprodukt aus der Zersetzung von Zucker ist eine Säure, die den empfindlichen Zahnschmelz angreift. Ohne regelmäßiges Zähneputzen können die Bakterien in die Zähne eindringen und durchaus bis ins Zahnmark vordringen. Dort können sie schmerzhafte Reizungen auslösen. Hier sollte man spätestens auf Saures, Süßes, Warmes und Kaltes verzichten, denn die meisten angegriffenen Zähne reagieren mit zusätzlichen Schmerzen darauf.

Zahnwurzelentzündung

Eine Zahnwurzelentzündung ist oftmals die Folge davon, wenn Karies nicht oder auch nur zu spät entdeckt und behandelt wurde. Die Bakterien lösen dann eine Zahnmarkentzündung, eine sogenannte Pulpitis aus. Diese kann bis zum Zahnnerv durchdringen und diesen unter heftigen Schmerzen schädigen. Neben der Schädigung durch die Entzündung kann auch das angeschwollene Zahnmark Probleme bereiten, sollte es auf den Nerv drücken. Die Folge einer Zahnwurzelentzündung sind permanente, pulsierende Zahnschmerzen. Sollte auch dann noch nichts getan werden, kann der Nerv absterben. Zwar beendet dies meist den Schmerz, aber die Entzündung ist dennoch weiterhin vorhanden und kann bis in den Kieferknochen übergreifen.

Zahnfleischentzündung

Eine weitere entzündliche Krankheit im Mund, die Zahnfleischentzündung, kann zu Zahnschmerzen führen. Eine solche Entzündung kann sowohl akut als auch chronisch von Bakterien hervorgerufen werden. Zu erkennen sind Zahnfleischentzündungen neben den Schmerzen vor allem durch die Rötung und die Schwellung des betroffenen Areals. Zudem kommt es während des Zähneputzens zu Blutungen und Schmerzen.

Parodontitis

Parodontitis, also eine Entzündung des Zahnhalteapparates, kann ebenfalls eine Ursache für Zahnschmerzen sein. Der Zahnhalteapparat umfasst das Zahnfleisch, den Wurzelzement, den Kieferknochen und die Wurzelhaut. Tritt hier eine Entzündung auf, können Rötungen des Zahnfleisches sowie Zahnfleischbluten auftreten. Zudem zieht sich das Zahnfleisch zurück. Somit liegen die schmerzempfindlichen Zahnhälse frei. Die Schmerzen bei einer solchen Entzündung sind dumpf und lassen sich schwer lokalisieren. Durch eine Parodontitis kann der Kieferknochen zerstört werden.

Neben den bisher genannten können auch folgende Ursachen zu Zahnschmerzen führen:

  • Abszesse,
  • Zahndurchbrüche,
  • Zahnfrakturen,
  • herausgefallene Füllungen (auch Kronen und Provisorien), Barotrauma (Hohlräume unter zum Beispiel Kronen)
  • sowie eine zahnärztliche Behandlung

Zahnschmerz -Symptome

Neben den offensichtlichen Zahnschmerzen gibt es weitere Anhaltspunkte, dass etwas mit dem Mund und seinen Kauwerkzeugen nicht in Ordnung ist. So können sogar leicht zu ertragende Zahnschmerzen zu Schwellungen oder auch zu einem entzündlichen Ödem führen. Diese befinden sich in der Regel direkt auf der oder im nahen Umfeld der Schmerzquelle. Von außen erkennt man die typische dicke Backe.

Der pulsierende Zahnschmerz wird meist von einer stärkeren Durchblutung ausgelöst. Bei den meisten Patienten und Patientinnen hilft hier eine Kühlung, einigen anderen schenkt Wärme Linderung.

Konventionelle Therapiemaßnahmen: Welche Mittel bei Zahnschmerzen

Die Linderung von Zahnschmerzen hängt in der Regel von der Ursache dieser ab. Leidet man an Karies, bohren Zahnmediziner und Zahnmedizinerinnen die befallene Stelle einfach weg. Anschließend wird das entstandene Loch mit einer Füllung wieder verschlossen.

Zahnarzt-Werkzeuge

Sind Probleme in der Zahnwurzel oder im Kieferknochen ursächlich für den Zahnschmerz, sollte in der Regel eine Zahnwurzelbehandlung helfen. Die Öffnung des Zahns ist der erste Schritt der Schmerzlinderung, da so der Druck nachlässt.

Auch Abszesse werden so behandelt. Leidet man an Zahnfleischentzündungen reinigen Zahnmediziner meist die Zahnfleischtaschen. Auch exakt abgestimmte Antibiotika können hier helfen.

Und natürlich verwenden aus guten Gründen viele Betroffene bei akuten Zahnschmerzen als Erste-Hilfe-Maßnahme Schmerzmittel. Zahnärzte und Zahnärztinnen raten hierbei allerdings von Schmerzmitteln mit Acetylsalicylsäure ab. Diese können zwar die Schmerzen hemmen, aber auch die Blutgerinnung. In einer anschließenden Zahnbehandlung kann es somit zu verstärkter Blutung kommen. Man verhindert dies zum Beispiel durch den Wirkstoff Paracetamol.

Hausmittel bei Zahnschmerzen

Neben dem Besuch beim Zahnarzt können auch folgende Hausmittel bei Zahnschmerzen helfen:

  • Mundspülung mit Tees – am Besten eignet sich Kamille. Mehrfach täglich den Mund 10 min mit dem Tee ausspülen
  • Kühlung – bei akuten Schmerzen können Eisbeutel Linderung verschaffen
  • Ölziehen – zum Beispiel mit Hanföl

Wie wirkt CBD bei Zahnschmerzen – Studien & Wirkung

Für die Betroffenen von Zahnschmerzen steht naturgemäß die Linderung dieser Schmerzen im Vordergrund – auch im Rahmen der Einnahme von CBD-Produkten. Eine Studie [1] aus dem Jahre 2018 setzte sich mit der Auswirkung von CBD, wenn man es in Tröpfchenform einnimmt, und der Bekämpfung von Schmerzen auseinander. Die teilnehmenden Schmerzpatienten gaben durch die Bank an, dass sich nach der Einnahme von CBD eine signifikant bemerkbare Reduktion der Schmerzen eingestellt habe.

Unterstützt werden die Ergebnisse der genannten durch eine weitere Studie [2], publiziert im European Journal of Pain. Hierbei wurden Patienten, deren Schmerzen auf einer Arthritis-Erkrankung fußten, mit CBD behandelt. Die Betroffenen berichteten übereinstimmend, dass nach der Einnahme des CBDs eine deutliche Verbesserung des Schmerzempfindens eintrat.

Sowohl gegen Schmerzen, als auch gegen Entzündungen soll CBD laut eines Berichts[3] im Journal of Experimental Medicine hilfreich sein. Die Forscher berichten hierbei, dass CBD in der Lage ist, nicht nur Schmerzen, sondern auch Entzündungen unterdrücken zu können. Dabei hat das CBD laut den Experten eine Wirkung auf die sogenannten Glycinrezeptoren. Diese sind im Körper dafür zuständig, dass sie dem Hirn mitteilen, dass der Körper Schmerzen erleidet. Werden diese Rezeptoren aber durch das CBD gehemmt, können die vorhandenen Schmerzen gelindert werden.

Die Linderung von Entzündungen durch CBD hat eine weitere Studie[4] zum Gegenstand. Aus dieser Studie ziehen die Forscher und Forscherinnen den Schluss, dass CBD eine Wirkung auf die CB1- und CB2-Rezeptoren hat. Somit kann das Cannabidiol Entzündungsreaktionen lindern und damit anschließende Krankheits- und Schmerzsymptome unterdrücken.

Die entzündungshemmenden Eigenschaften des CBDs können bei bestimmten Auslösern von Zahnschmerzen wie Parodontitis, Zahnfleischentzündungen und Zahnwurzelentzündungen einen durchaus lindernden Effekt aufweisen.

Da Karies durch Bakterien ausgelöst wird, können Antibiotika hier durchaus helfen. Allerdings besteht bei diesen die Einschränkung, dass man sie nicht übermäßig einsetzen sollte. Damit könnte eine Alternative zu Antibiotika mit ähnlichen Wirkmechanismen helfen. CBD bei Zahnschmerzen könnte diese Alternative sein.

Dass Cannabis über antibakterielle Eigenschaften verfügt, ist durchaus seit längerer Zeit bekannt. Zahlreiche Inhaltsstoffe des Hanfs können, vor allem in einer Kombination, antibakteriell wirken. Über den Entourage-Effekt können CBD, CBC (Cannabichorm), CBG (Cannabigerol), CBN (Cannabinol) und sogar das THC zusammen gegen Bakterien eingesetzt werden. Diese spezielle, antibakterielle Wirkungsweise der Cannabinoide wurde auch in einer 2008 publizierten Studie[5] verdeutlicht. Hier wurde dargestellt, dass CBD zusammen mit den anderen legalen Cannabinoiden über Vollspektrum-Produkte Keime bekämpfen konnte, obwohl bereits eine Antibiotikaresistenz aufgetreten war. Ein zusätzlich erfreuliches Ergebnis dieser Studie war es auch, dass man nachweisen konnte, dass CBD sogar gegen MRSA-Bakterienstämme, bei denen die überwiegende Anzahl normaler Antibiotika scheitert, helfen kann. Damit können bereits von Bakterien befallene und daher schmerzende Zähne über den antibiotischen Effekt des CBDs den Betroffenen helfen.

Wie wirken Produkte mit CBD bei Zahnschmerzen?

Das Forschungsfeld CBD bei Zahnschmerzen in seiner Spezialisierung ist ein noch relativ neues. Aber wie wirken die verschieden CBD Produkte bei Zahnschmerzen?

CBD-Öl

CBD -Öl kann, zieht man Studien anderer Fachrichtungen zu ähnlichen Symptomen zurate, bei Zahnschmerzen durchaus dazu beitragen, Schmerzen zu lindern sowie vor allem Entzündungen zu hemmen. Es wurde bereits in vermehrten Studien auch auf seine Wirkung als Alternative zu Antibiotika hin vielversprechend überprüft.

CBD Mundsprays

CBD Mundsprays wie auch die CBD Liquide erreichen den Körper am schnellsten. Die CBD Liquide werden über einen Vaper, auch E-Zigarette genannt, am raschesten aufgenommen und können daher schneller Schmerzen lindern. CBD Öle werden zum einen über die Mundschleimhaut und zum anderen über den Magen aufgenommen.

Ölziehen mit Hanföl

Ein wichtiger Bestandteil zu Vorbeugung von Zahnschmerzen ist die Mundhygiene. Ölziehen mit Hanföl:

  • beugt Zahnfleischentzündungen vor
  • reduziert Zahnfleischbluten
  • spült Kariesbakterien aus
  • kann Mundgeruch lindern
  • entfernt Plaque

Dosierung von CBD im Rahmen der Zahngesundheit

Sollte man in der Regel beim Konsum von CBD mit einer tendenziell niedrigen Dosis starten und sich langsam bis zur erhofften Wirkung vortasten, ist diese Zeit bei Zahnschmerzen meist nicht erwünscht. Daher sollte man den Rat des behandelnden Zahnarztes oder der Zahnärztin einholen.

Sind die Schmerzen allerdings in einem erträglichen Maß, kann man mit einer geringen Dosis starten und diese so lange schrittweise erhöhen, bis der gewünschte zahnschmerzlindernde Effekt eintritt.

Fazit

  • Zahnschmerzen können sowohl durch Probleme mit den Zähnen, dem Zahnfleisch oder mit anderen Krankheiten entstehen. Den bakteriellen Entzündungen kann man entweder mit herkömmlichen Antibiotika oder mit CBD (in hohen, von Ärzten und Ärztinnen empfohlenen Dosen) entgegentreten.
  • Bei besonders harten und akuten Schmerzen können Paracetamol sowie CBD in einer von Zahnärzten und Zahnärztinnen empfohlenen Dosen helfen.
  • Je schneller das CBD wirken soll, desto eher sollte man dabei zu CBD Mundsprays oder CBD Liquiden greifen.


Häufige Fragen

  1. Kann CBD bei Zahnschmerzen helfen?

    CBD wirkt enzündungshemmend und schmerzlindernd und kann daher auch bei Zahnschmerzen helfen. Am schnellsten wirkt das CBD-Öl als Mundspray eingenommen.

  2. Verfärbt CBD-Öl die Zähne?

    Nein. Im Gegenteil Ölziehen mit hochwertigem Hanföl, kann sogar dabei helfen Zahnverfärbungen zu entfernen.

  3. Gibt es CBD Zahnpasta?

    Mittlerweile sind auch Zahnpasten mit CBD in Deutschland käuflich erwerblich. Achten Sie stets auf hochwertige Produkte.

  4. Wie sollte ich CBD bei Zahnschmerzen dosieren?

    Sind die Schmerzen in einem erträglichen Maß, sollten Sie mit einer geringen Dosis starten und diese schrittweise erhöhen, bis der gewünschte zahnschmerzlindernde Effekt eintritt. Mehr dazu in lesen Sie hier: CBD Dosierung

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5874292/ – 08.09.2020

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4851925/ – 08.09.2020

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3371734/ – 08.09.2020

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2828614/ – 08.09.2020

[5] https://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/np8002673 – 08.09.2020

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

Wie gut fandest du diesen Beitrag?

Klicke auf ein Stern um zu bewerten!

Durschnitts Bewertung 4.3 / 5. Anzahl Bewertungen: 12

Noch keine Bewertung! Gib die Erste Stimme ab.

Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".