Krankheiten

ALS

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Geschrieben von Stefan K.

CBD bei ALS

ALS – diese einfache Abkürzung steht für die degenerative und nervenschädigende Krankheit amyotrophe Lateralsklerose. ALS zählt zu den Motoneuronen-Krankheiten. Die Motoneuronen sind im Körper dafür zuständig, dass die Muskeln am Skelett aktiv kontrahieren. Sichtbare Symptome der Krankheit sind zum einen spastische Muskelkontraktionen und bei weiterem Krankheitsverlauf auch eine fortschreitende Muskelschwäche.

Die Krankheit greift also die Nerven der Muskeln im menschlichen Körper an. Verbunden ist dieses spezielle Nervensystem auch mit dem sogenannten Endocannabinoid-System – einem eigenen Nervensystem, dass durch den Einsatz von CBD und deren Rezeptoren viele Dinge im Körper steuern und regulieren kann.

Der bekannteste Erkrankte war wohl der 2018 verstorbene britische Physiker Stephen Hawking. Bei ihm wurde die ALS im Jahre 1963 diagnostiziert. Seit damals wurden in der Behandlung der Krankheit Fortschritte gemacht, heilbar ist sie bis heute dennoch nicht. Ein guter Schritt in der Behandlung der Symptome ist der Einsatz von CBD bei ALS. Nicht nur, dass sich durch CBD die Symptome bei ALS verbessern, auch der Verlauf der Krankheit wird dadurch positiv beeinflusst.

Cannabidiol (CBD) ist ein nicht psychoaktiver Hanf-Wirkstoff, der weder Rauschzustände auslöst noch Abhängigkeiten. Dargereicht wird er in der Regel als CBD Öl, CBD Liquide, CBD Salben oder auch als CBD Cremes.

Ursachen von ALS

Symptomatisch bei amyotropher Lateralsklerose sind Sprech-, Geh- und Schluckstörungen. Weitere äußere Anhaltspunkte, an denen man ALS erkennt, sind Koordinationsstörungen und Schwächen in den Extremitäten.

Einer der Gründe, warum ALS bis heute als unheilbar gilt, ist, dass es zwar keine eindeutige Ursache dafür gibt, aber dafür eine ganze Menge davon. D. h., man weiß nicht, woher es kommt, man weiß nur, dass ALS viele Auslöser haben kann.

Eine Häufung der Erkrankung hat eine Studie[1] hingegen bei Fußballprofis festgestellt. Dabei stellten Forscher der Universität Pavia fest, dass bei den untersuchten italienischen Spielern das Risiko, an ALS vor dem 49. Lebensjahr zu erkranken, signifikant erhöht war. Es wird hierbei vor allem ein Zusammenhang mit Kopfverletzungen oder einer Überbeanspruchung des Kopfes vermutet – Stichwort Kopfbälle. Untermauert wird diese Ursache durch den Fall des Baseballspielers Lou Gehrig. Er bekam den Ball so häufig an den Kopf, dass er vermutlich wegen ALS im Alter von 39 starb. ALS ist auch als Lou-Gehrig-Krankheit bekannt.

Bei vielen Krankheiten schafft es CBD, die Ursachen in einem gewissen Maß zu bekämpfen. Bei ALS allerdings ist Cannabidiol am besten eingesetzt, da man damit die Symptome und die Zeit des Krankheitsverlaufes beeinflussen kann.

Wie ALS-Mittel wirken?

Es gibt durchaus Ansätze, ALS direkt zu therapieren, bislang bringt den Betroffenen aber nur die symptomatische Therapie Erleichterung. Zu den häufigsten Symptomen bei ALS zählen Muskelkrämpfe, Schluckstörungen, Sprechstörungen, pathologisches Weinen oder Lachen, Atemstörungen oder auch Depressionen, Schlafstörungen und Angstzustände. Als Standardmedikament wird oft Riluzol verabreicht.

Medikamentös werden zumeist die Symptome Depression, Schlafstörungen und Angstzustände behandelt. Dabei kommen Antidepressiva wie Paroxetin oder auch Sertralin häufig zum Einsatz. Zolpidem wird oft bei Schlafstörungen verschrieben. Diazepam oder auch Lorazepam werden in vielen Fällen bei Angstzuständen verwendet.

CBD kann in Fällen von Muskelkrämpfen zum Beispiel auch angewendet werden, da es eine entkrampfende Wirkung hat. Diese wird auch über das Endocannabinoid-System, auf das das CBD ebenfalls Einfluss hat, gesteuert. CBD hellt auch den Gemütszustand der Patienten auf und wirkt so vor allem gegen Depressionen, Schlafstörungen und Angstzustände.

CBD bei ALS – wie wirkt Cannabidiol?

Wie schon beschrieben, ALS ist nicht heilbar. Auch nicht durch CBD. CBD gegen ALS wirkt vor allem bei dessen Symptomen. Die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten von zum Beispiel CBD Öl bei ALS ist fast so „vielfältig“ wie es die Symptome sind.

Bei der Überproduktion von Speichel, einem weitverbreiteten Symptom beim ALS, kann CBD helfen. Cannabidiol kann die Speichelproduktion bemerkbar herunterfahren. Das Problem mit dem Speichelfluss entsteht, da die Betroffenen die Muskeln im Mund nicht kontrollieren können, und so die Ansammlung von Speichel nicht im Griff haben.

Als Motoneuronen-Krankheit lässt ALS die Skelettmuskulatur unkontrolliert zucken. Durch die entspannende Wirkung von CBD in den Darreichungsformen CBD Öl, CBD Salben, CBD Cremes und vor allem CBD Liquiden (E-Zigaretten) ist es aber möglich, entkrampfend diesen Spastiken entgegenzuwirken.

Die beschriebenen Muskelzuckungen sind nicht nur koordinativ mehr als unangenehm. ALS-Betroffene werden dadurch häufig von beinahe unerträglichen Schmerzen gequält. CBD bei ALS wirkt lindernd auf die Schmerzen, ohne dabei Nebenwirkungen wie starke Schmerzmittel zu haben. Sollten die Schmerzen so heftig sein, dass sie durch das CBD nicht komplett abgemildert werden, senkt das CBD aber immerhin die Dosis jener pharmazeutischen „Burner“, die dem Betroffenen weiterführende Linderung verschaffen. So senkt CBD bei ALS auch die Wahrscheinlichkeit, von Schmerzmitteln abhängig zu werden.

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ALS-Betroffene leiden häufig unter Schmerzen.

Eine der häufigsten und erfolgreichsten Einsatzgebiete von CBD ist jenes gegen Schlafstörungen. Mit der beruhigenden Wirkung kann CBD gegen ALS und dessen Symptom „Schlafstörung“ erhebliche Erfolge nachweisen. Nicht nur die reinen körperlichen Pluspunkte von CBD gegen Schlafstörungen sind signifikant. Da ALS-Betroffene häufig unter der Angst vor Schmerzen leiden, von diesen immer wieder auch brutal aus dem Schlaf gerissen werden, entstehen so psychisch bedingte Schlaf- sowie Angststörungen gleichermaßen. CBD nimmt nicht nur den Schmerz, sondern auch die Angst vor diesem und lässt Patienten beruhigt und fest einschlafen.

Schmerzauslösende Krankheiten zügeln nachvollziehbar den Appetit der Betroffenen. Auch die spastischen Muskelzuckungen machen das Essen nicht gerade leichter. CBD bei ALS kann diesen Punkten entgegenwirken. Zum einen bekommt man die Spastiken in den Griff, zum anderen regt CBD bei ALS auch den Appetit wieder an. Der Hunger kommt zurück und dadurch werden dem geplagten ALS-Körper wichtige Nährstoffe zugeführt.

Studien über CBD bei ALS

An der Universität Complutense (Spanien) entdeckten Forscher einen Zusammenhang zwischen ALS und der Einnahme von CBD Ölen. Dabei wurde bei der Studie[2] entdeckt, dass durch CBD bei ALS eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufes eintritt.

Fazit

  • CBD gegen amyotrophe Lateralsklerose wirkt in vielerlei Hinsicht – aber eben „nur“ bei der Bekämpfung der Symptome sowie der Bremsung des Verlaufs der Krankheit.
  • Zwei Eigenschaften des CBD bei ALS zeigen besondere Wirkung – die Aufhellung des Gemüts (Depressionen, Angstzustände, Schlafstörungen) und die Entspannung der Muskeln.


[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15634730?dopt=Abstract – 10.09.2019

[2] https://eprints.ucm.es/27702/1/T35513.pdf – 10.09.2019

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".