Krankheiten

Autoimmunerkrankungen

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Geschrieben von Stefan K.

CBD bei Autoimmunerkrankungen

Multiple Sklerose, Diabetes Typ 1 oder auch Rheuma – dies sind nur einige wenige aus einer großen Anzahl an bekannten Autoimmunerkrankungen. Endgültig heilbar ist bisher noch keine davon. Als Autoimmunerkrankung bezeichnen Mediziner Krankheiten, deren Wirken vom körpereigenen Immunsystem ausgeht. Die Erkrankung kann jedes Gewebe sowie sämtliche Organe angreifen.

Das macht es auch schwierig, ein einheitliches Bild der Krankheit sowie der Symptome zu erstellen. Die ursächliche Behandlung ist nach aktuellem Wissensstand nicht möglich. Daher begleitet eine Autoimmunerkrankung die Betroffenen für den Rest ihres Lebens. Die Medizin kennt Medikamente, die die Auswirkungen sowie die Beschwerden der Krankheit aber durchaus abmildern können.

In Deutschland gehören Autoimmunerkrankungen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Es sind also viele Menschen betroffen. In den vergangenen Jahren nahm die Zahl der Betroffenen immer mehr zu. Das liegt laut Ärzten und Ärztinnen aber nicht an einem Verbreitungsphänomen, sondern an der immer besser werdenden Diagnosetechnik.

Aber was genau ist eine Autoimmunerkrankung? Leidet man darunter, attackieren die eigenen Abwehrkräfte körpereigenes Gewebe und zerstören es. Das „Angriffsziel“ hängt dabei immer von der Ausprägung der Autoimmunerkrankung ab. Das attackierende Immunsystem sollte im Normalzustand gegen körperfremdes Gewebe oder Material vorgehen. Darunter vor allem Bakterien, Viren oder Pilze. Das Immunsystem kann aufgrund bestimmter Moleküle, die jede Körperzelle in ihrer Membran hat, unterscheiden, ob sie vom eigenen Körper stammen oder nicht. Bei einer Autoimmunerkrankung ist dieses Erkennen aber gestört.

Wie schon erwähnt, gelingt der Medizin aktuell keine Behandlung der Ursachen bei Autoimmunerkrankungen. Die Symptome wie Entzündungen oder auch Schmerzen können allerdings gut in den Griff bekommen werden. Hier kommt nun auch das CBD bei Autoimmunerkrankungen ins Spiel.

Das Cannabidiol, kurz CBD, ist ein Produkt aus der Hanfpflanze. Es ist eines von mehr als 100 verschiedenen sogenannten Cannabinoiden. Neben dem CBD ist aus dieser Gruppe vor allem das THC bekannt. Anders als dieses wirkt CBD allerdings nicht psychoaktiv. Auch das Abgleiten in Rauschzustände ist durch die Einnahme von CBD nicht möglich. Wichtig ist zu erwähnen, dass CBD nicht abhängig macht.

Seit den 1970er Jahren rückt das CBD immer mehr in den Fokus, wenn es um die Linderung der Auswirkungen von Autoimmunerkrankungen geht.

Ursachen von Autoimmunerkrankungen

Die Ursachen bei Autoimmunerkrankungen sind laut aktuellem medizinischen Wissensstand noch weitgehend ungeklärt. Dabei kennt man den Schritt nach der Ursache schon sehr genau. In diesem hält das menschliche Abwehrsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe für fremdes. Anschließend versucht es die „Eindringlinge“ mit allen Mitteln zu zerstören. Abhängig von der Art der Erkrankung sind daran verschiedene Teile des Immunsystems involviert. Entweder sind dies die aus Eiweiß bestehenden Antikörper oder zum Beispiel T-Lymphozyten.

Laien verwechseln manchmal Autoimmunerkrankungen mit Allergien. Der Unterschied zwischen diesen beiden ist, dass bei einer Allergie die Abwehrkräfte nicht gegen den eigenen Körper vorgehen, sondern gegen eigentlich harmloses Fremdmaterial. Sie nehmen dieses als höchst bedrohlich wahr und reagieren übertrieben aggressiv.

Symptome von Autoimmunerkrankungen

Die Symptome einer Autoimmunerkrankung richten sich in der Regel immer nach dem Organ, das betroffen ist. Die Erkrankungen reichen von A wie Autoimmunhepatitis (Leber) über H wie Hashimoto-Thyreoiditis (Schilddrüse) bis Z wie Zöliakie (Dünndarm). Dazwischen gibt es leider eine Vielzahl weiterer Autoimmunerkrankungen mit jeweils eigenen, spezifischen Symptomen.

Hier nun einige Beispiele für Symptome unterschiedlicher Autoimmunerkrankungen.

Bei Psoriasis, auch gewöhnliche Schuppenflechte genannt, ist die Haut als Organ betroffen. Symptomatisch für diese Form sind Entzündungen und das schnelle Vermehren von Hautzellen in den betroffenen Arealen. Klar abgegrenzte Hautrötungen zählen ebenfalls zu den Symptomen. Juckreiz an den befallenen Stellen ist ebenfalls häufig.

Leidet man unter Morbus Boeck, auch Sarkoidose genannt, hat man Fieber und verspürt Abgeschlagenheit. Unter der Haut bilden sich schmerzhafte, zuerst rötliche dann bläuliche Knötchen. Zudem tritt bei Sarkoidose eine sehr schmerzhafte Gelenkschwellung oder auch eine Gelenkentzündung auf. Im Bereich der Lungen können auch die Lymphknoten anschwellen.

Eine der bekanntesten Autoimmunerkrankungen ist Morbus Basedow, oder auch die Basedowsche Krankheit genannt. Sie betrifft die Schilddrüse. Morbus Basedow ist neben der Hashimoto-Thyreoiditis die zweite weit verbreitete Schilddrüsen-Autoimmunerkrankung. Als Leitsymptome gelten Tachykardie (Herzrasen), Exophthalmus (Hervortreten der Augäpfel) sowie einen Kropf, was eine Vergrößerung der Schilddrüse darstellt. Treten diese drei Leitsymptome zusammen auf, nennt man sie auch das Merseburger Trias.

Die Liste an spezifischen Autoimmunerkrankungen und deren Symptome ließe sich leider sehr lange fortführen.

Wie herkömmliche Mittel gegen Autoimmunerkrankungen wirken?

Eine Heilung von Autoimmunkrankheiten durch Medikamente steht aktuell nicht zur Verfügung. Das Problem ist, wie schon angesprochen, dass man bis heute die eigentlichen Auslöser der Krankheit nicht kennt. Und solange diese nicht bekannt sind, sind kausale Therapien, die sich mit der Ursache und nicht nur mit den Symptomen befassen, nicht möglich. Die herkömmliche Behandlung von Autoimmunerkrankungen zielt daher auf die Linderung der Beschwerden ab.

Bekannte Methoden sind die Apherese, die Lasertherapie, die photodynamische Therapie, die Immunsuppression und die Lichttherapie.

Die Apherese wird auch Blutwäsche genannt. Dies ist ein Verfahren, in dem krankheitsverursachende Stoffe aus dem Blutkreislauf entfernt werden. Mit der Lasertherapie können zum Beispiel Haut- oder Augenerkrankungen mittels eines gebündelten Lichtstrahls behandelt werden.

Verwendet man die photodynamische Therapie, kurz PDT, behandelt man Tumore oder kranke Hautzellen. Dabei wird ein Photosensibilisator auf die Haut aufgetragen und mit Licht bestrahlt.

Nutzt man eine Immunsuppression, so unterdrückt man das körpereigene Abwehrsystem. Sie wird als gezielte Therapie bei Autoimmunerkrankungen oder bei Organtransplantationen eingesetzt. Auch die Lichttherapie kommt häufig zum Einsatz. Hierbei wird elektromagnetische Strahlung einer bestimmten Wellenlänge und Lichtstärke verwendet. Die Lichttherapie wird häufig bei dermatologischen Autoimmunerkrankungen (Schuppenflechte) eingesetzt.

CBD bei Autoimmunerkrankungen – wie wirkt Cannabidiol?

Es sind mit Stand 2020 mehr als 80 Autoimmunerkrankungen bekannt. Die Betroffenen ebenso wie die behandelnden Ärzte und Ärztinnen suchen zwar nach Heilmitteln, aber letztlich können sie bisher nur die Symptome lindern. Dazu beitragen kann das CBD. Für jede einzelne Autoimmunerkrankung die möglichen Zusammenhänge mit CBD aufzuzeigen, würde den Rahmen sprengen. Daher wollen wir zeigen, bei welchen grundlegenden Leiden, die auch bei zahlreichen Autoimmunerkrankungen vorkommen, CBD eine Unterstützung sein kann.

Studien und Wirkungen – CBD bei Autoimmunerkrankungen

Schmerzen, Entzündungen und Depressionen sind oftmals die Beschwerden von Menschen, die an einer Autoimmunerkrankung leiden.

CBD – Schmerzen bei Autoimmunerkrankungen

Zahlreiche Autoimmunerkrankungen verursachen bei den Betroffenen chronische oder auch akute Schmerzen. CBD in seinen verschiedenen Darreichungsformen kann hier Linderung verschaffen. In der Schweizer Zeitschrift für Gesundheitsmedizin [1] werden einige Studien zum Thema CBD und Schmerzreduktion zusammengefasst. Die wissenschaftliche Conclusio der Arbeiten aus verschiedenen Quellen geht grundlegend davon aus, dass CBD-reiche Extrakte aufgrund ihrer analgetischen und antiseptischen Wirkung zum Beispiel Patienten von Multipler Sklerose helfen. Im vorliegenden Artikel werden 25 Studien zum Thema CBD und Schmerzen zusammengefasst. Die Autoren schlussfolgern, dass CBD in einer individuellen Dosierung Schmerzen lindern kann.

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CBD Öl – Entzündungen bei Autoimmunerkrankungen

Die Möglichkeit, ob CBD bei Entzündungen, die unter anderem auch bei Autoimmunerkrankungen auftreten, hilft, wurde in mehreren Studien detailliert überprüft. Autoren eines Berichts [2] im „Journal of Experimental Medicine“ sind der Frage nachgegangen, ob CBD Entzündungen unterdrücken kann. Dabei nahm man das Zusammenwirken von Glycinrezeptoren und CBD unter die Lupe. Nach Untersuchungen an Ratten, bei denen die genannten Rezeptoren mit dorsalen Hornneuronen verbunden wurden, konnte folgendes festgestellt werden. Laut den Forschern unterdrückt CBD chronische Entzündungen sowie als Nebeneffekt neuropathische Schmerzen in einem klar mess- und vor allem spürbaren Rahmen.

Zur Untermauerung der Chance, dass CBD bei Autoimmunerkrankungen etwas gegen die Entzündungen ausrichten kann, wird folgende Studie [3] herangezogen. Dabei wurden speziell Darmentzündungen untersucht. Teilnehmer waren unter anderem Patienten, die an Colitis ulcerosa leiden. Diese Krankheit ist chronisch und zeigt sich über Entzündungen im Dick- und im Mastdarm. Die Forscher kamen hier zu dem Ergebnis, dass CBD bei Colitis ulcerosa-Patienten den negativ vorgehenden Dickdarmkulturen entgegenwirken kann. Kann CBD Entzündungen bei Autoimmunerkrankungen reduzieren? Ganz allgemein gingen die Forscher des University Institute of Cardiology und Pulmonology im kanadischen Quebec dieser Frage [4] nach. Für die Betroffenen einer Autoimmunerkrankung ist hierbei wichtig, ob Entzündungen, die von einer fehlgesteuerten Immunabwehr verursacht werden, gelindert werden können. CBD kann laut der hier angesprochenen Studie zum einen Entzündungen hemmen, zum anderen unter gewissen Umständen auch die Wirksamkeit des Immunsystems reduzieren. Speziell letzterer Punkt kann die Angriffe des körpereigenen Immunsystems auf das eigene Gewebe abschwächen und damit präventiv auch Entzündungen durch Autoimmunerkrankungen verhindern.

Cannabidiol – gemütserhellend bei Autoimmunerkrankungen

Belegt sind Fälle, in denen Menschen mit Autoimmunerkrankungen in eine depressive Stimmung oder gar in eine langwierige Depression verfallen. Diese psychische „Schlagseite“ verschlimmert zwar die Autoimmunkrankheit an sich nicht, allerdings verschlechtert sich so der Gesamtzustand der Betroffenen. Die Bekämpfung der so ausgelösten Depression kann also zur allgemeinen Verbesserung beitragen. In einer großen Anzahl an Studien wird darauf hingewiesen, dass CBD anxiolytisch wirkt. Dies bedeutet, dass CBD bei Depressionen, unter anderem ausgelöst durch eine Autoimmunerkrankung, antipsychotisch sowie angstlösend wirkt. Man geht davon aus, dass hierbei das CBD über die körpereigenen CB1- und CB2-Rezeptoren anschlägt. Die angstlindernde Möglichkeit von CBD, wird auch durch eine Studie[5] mit einer Kontrollgruppe durch Placebos unterstützt.

CBD – Hepatitis als Autoimmunkrankheit

Als autoimmune Hepatitis (AIH) ist ein chronisches Leberleiden bekannt. Betroffen sind in der Regel Patienten in jedem Alter. Aufgeteilt nach den Geschlechtern erkranken Frauen häufiger an AIH.

Dass CBD bei Leberleiden eine Hilfe sein kann, schlussfolgern jene Autoren, die ihre Ergebnisse[6] im British Journal of Pharamcology veröffentlichten. In den Experimenten wurde den Probanden, die an Leberversagen litten, CBD verabreicht. Binnen der darauffolgenden 12tägigen Behandlungsfortsetzung verbesserte sich die Kapazität der Leber beträchtlich.

CBD kann laut einer weiteren Studie[7] aber nicht nur hilfreich nach dem Schaden, sondern schon davor sein. Der präventive Einsatz von CBD kann laut Pharmakologen Leberschäden vorbeugen. Speziell wurde dies bei der Hypoxie-Reoxygenationsschädigung festgestellt. CBD wirkt hierbei laut den Autoren der Studie protektiv auf die Leber ein.

CBD-Produkte und Autoimmunerkrankungen

Um direkt und am besten auf die verschiedenen bekannten Autoimmunerkrankungen einzugehen, gibt es eine große Palette an CBD-Produkten. Betreffen die Auswirkungen der Krankheit eher innere Organe, kann die Einnahme von entweder CBD Tabletten oder CBD Ölen eine Hilfe sein. Bei Lungenbeschwerden kann die Inhalation von CBD E-Liquiden über einen Vaper (E-Zigarette) ein rasches Hilfsinstrument sein.

Bei Schuppenflechte und anderen Autoimmunerkrankungen der Haut können unter anderem CBD Cremes oder auch CBD Salben an Ort und Stelle für Linderung sorgen.

Dosierung von CBD bei Autoimmunerkrankungen

Die CBD Dosierung der verschiedenen CBD-Produkte bei Autoimmunerkrankungen ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Dies hängt von der körperlichen Konstitution, der Aufnahmefähigkeit von Stoffen und vielen weiteren persönlich unterschiedlichen Faktoren ab.

Man sollte bei der Dosierung der unterschiedlichen CBD-Produkte langsam und verantwortungsvoll beginnen. Im Laufe der Zeit kann man dann die Dosis erhöhen, bis die gewünschte Wirkung einsetzt. Entstehen allerdings unerwünschte Wirkungen, sollte die Dosis wieder reduziert werden.

Auf jeden Fall sollte man als Betroffener oder Betroffene einer Autoimmunkrankheit vor der Einnahme von CBD auch mit dem behandelnden Arzt oder Ärztin sprechen.

Fazit

  • Laut aktuellem medizinischen Erkenntnisstand sind mehr als 80 Autoimmunerkrankungen bekannt. Jede davon beeinflusst ein bestimmtes Organ auf schädliche Art und Weise.
  • Eine Heilung der Krankheit ist nicht absehbar, da die kausalen Ursachen nicht bekannt sind.
  • Behandelt werden können allerdings die Symptome. CBD kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten. Der Grund – viele Autoimmunerkrankungen zeigen sich durch Entzündungen, Schmerzen und in der Folge durch Depressionen. Diese drei großen Belastungen können durch die Gabe von CBD bei Autoimmunerkrankungen gelindert werden.


[1] https://www.karger.com/Article/FullText/484886 – 07.08.2020

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3371734/ – 08.08.2020

[3] https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0028159 – 08.08.2020

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5023687/ – 08.08.2020

[5] https://www.cbd-anxiety-study.com/ – 08.08.2020

[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3057300/ – 08.08.2020

[7] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22877651/ – 08.08.2020

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".