Krankheiten

Verdauungsstörungen

verdauungsstoerungen
Geschrieben von Stefan K.

CBD bei Verdauungsstörungen

Der Begriff Verdauungsstörung ist allgemein gehalten und subsumiert in der Regel sämtliche Beschwerden darunter, die sich im Magen-Darm-Trakt verorten lassen und in Zusammenhang mit der Verdauung stehen.

Zwar zählen auch die Mundhöhle, der Rachen und die Speiseröhre zu den Verdauungsorganen, spricht man von Verdauungsstörungen, werden dabei umgangssprachlich aber meist Beschwerden mit Bauchorganen gemeint. Symptomatisch für Verdauungsstörungen können Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Aufstoßen, Blähungen, Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen sein. Verdauungsstörungen können sich ebenso über Bauchschmerzen äußern.

CBD bei Verdauungsstörungen kann zum Beispiel auf den Auslöser Stress eine Auswirkung haben. CBD hat beruhigende und entspannende Wirkeigenschaften, die zum Beispiel Stress lindern oder mildern können. Dadurch kann eine prophylaktische Wirkung von CBD gegen Verdauungsstörungen entstehen. CBD selbst ist ein Hanfprodukt und wirkt im Gegensatz zum artverwandten THC nicht psychoaktiv, verursacht keine Rauschzustände und auch keine Abhängigkeit. Die Darreichungsarten von CBD reichen von CBD Öl über CBD Cremes bis zu CBD Liquiden (E-Zigaretten) oder auch CBD Salben.

Ursachen von Verdauungsstörungen

Wie man schon an der Zahl der möglichen Symptome sehen kann (und es gibt durchaus weitere), muss vor einer Behandlung von Verdauungsstörungen erst ärztlich geklärt werden, welche Ursachen den Beschwerden zugrunde liegen. Die Ursachen werden hauptsächlich im Magen, in Dünn- und Dickdarm, im Bereich von Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse oder auch in den oberen Verdauungsorganen (Mund, Speiseröhre, Rachen) verortet.

Ursachen, die im Magen selbst zu Verdauungsstörungen führen können, sind unter anderem eine Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis), die Refluxkrankheit (Sodbrennen, Aufstoßen) oder auch ein Magengeschwür. Auch Magenkrebs kann Verdauungsstörungen auslösen. Im Dünn- und im Dickdarm können Darminfektionen, die chronisch entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn, das Reizdarmsyndrom oder auch Divertikulitis zu Störungen der Verdauung führen. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Lactose- oder Fructose-Unverträglichkeiten können Probleme der Verdauung begünstigen. Stoffwechselerkrankungen sind ein Mitgrund, warum es im menschlichen Körper zu Verdauungsbeschwerden kommen kann.

CBD-Verdauungsstörungen

Sollten die Ursachen zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt lokalisiert worden sein, kann CBD bei Verdauungsstörungen helfen. Der Grund, das Endocannabinoidsystem ist eng mit dem Magen-Darm-Trakt verzahnt. Durch Einnahme von zum Beispiel CBD Öl kann die Funktion der Darmflora und ebenso das Hungergefühl positiv beeinflusst werden.

Wie Mittel gegen Verdauungsstörungen wirken

Vielfach werden bei Verdauungsstörungen sowohl Hausmittel wie auch Medikamente empfohlen. Als Hausmittel beispielsweise bei Gastritis gelten der Verzicht von Nahrung für ein bis zwei Tage, schonende Kost wie Haferschleim, Zwieback oder Tee und das Einhalten einer lindernden Bettruhe. Unter die Hausmittel fallen hierbei auch Kamillenblüten, Schafgarbenkraut, Galant- oder auch die Süßholzwurzel. Magensäuremindernde Medikamente wären danach bei Gastritis der nächste Behandlungsschritt. Da Gastritis eine Entzündung der Magenschleimhaut darstellt, kann hier zusätzlich die Einnahme von CBD hilfreich sein, da CBD auch bei Verdauungsstörungen wie dieser entzündungshemmend wirken kann.

Bei den anderen Ursachen für Verdauungsstörungen sollte man mit dem Arzt sprechen und anhand der Anamnese entsprechende Behandlungen in Angriff nehmen. Allgemein kann man sagen, dass eine Ernährungsumstellung auf leichte Vollkost und Sauermilchprodukten vielfach von Experten empfohlen wird. Sollte keine Lokalisierung der Ursachen von außen möglich sein, muss manchmal auch endoskopisch nachgesehen werden.

CBD bei Verdauungsstörungen – Wie Cannabidiol wirkt

Das Endocannabinoid-System (ECS) ist ein Teil des vegetativen Nervensystems, mit dessen Unterstützung auch das Verdauungssystem arbeitet. Das CBD bei Verdauungsstörungen kann sich über die Rezeptoren mit dem ECS verbinden. So wird der CB1-Rezeptor gehemmt. Anschließend kann sich zum einen der Magen beruhigen und zum anderen wird das Hungergefühlt gesenkt. Damit verlangt der womöglich gestresste Magen nicht permanent nach Nahrung, die Reizungen und Entzündungen verursachen könnten. Gastritis ist eine dieser Entzündungsformen. Eine Studie[1] der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zeigt, dass CBD bei Gastritis besonders hilfreich sein kann.

Vor den genannten Entzündungen kann den Magen eine harmonisierte Magen-Darm-Flora bewahren. CBD Öl im speziellen wird mit einer solchen immer wieder in Verbindung gebracht. Dafür, dass sich die Magen-Darm-Flora bei Verdauungsstörungen erholen kann, sorgt Cannabidiol dadurch, dass es nach der CBD Einnahme Faktoren wie Angststörungen, Stress, Panikstörungen oder Depressionen, die sich allesamt „auf den Magen schlagen“ können, prophylaktisch lindern kann.

CBD kann bei Verdauungsstörungen, bei denen zum Beispiel Magenschmerzen auftreten, rasch und schnell lindernd helfen. Diese schmerzhemmenden Eigenschaften sind es, die CBD auch bei Reizdarm, der starke Verdauungsstörungen auslösen kann, so gut einsetzbar machen. Sowohl die Bauchkrämpfe wie über dies die anschließende Flatulenz können durch die Einnahme von CBD gegen Verdauungsstörung gemildert werden. CBD kann bei dieser Ursache für Verdauungsstörungen ebenso seine antiseptischen Eigenschaften ausspielen.

Mediziner sehen immer wieder einen klaren Zusammenhang zwischen Verdauungsstörungen, die im Magen-Darm-Trakt entstehen und neurologischen Vorgängen im Gehirn, die durch psychische Belange beeinträchtigt werden. So stehen Krankheiten wie Depressionen oder Angstzustände im Verdacht, sich „auf den Magen zu schlagen“. CBD wird heutzutage sehr erfolgreich bei der begleitenden Behandlung dieser Krankheiten angewandt.

Fehlfunktionen im ECS können laut einer Studie[2] nicht nur zu Fibromyalgie oder Migräne führen, sondern ebenfalls das Reizdarmsyndrom begünstigen. So sehr also ein gesundes ECS vor Verdauungsstörungen schützt, so sehr macht ein Fehler im System anfällig für Beschwerden. Damit das ECS sozusagen im Gleichgewicht bleibt, kann man ihm von außen CBD in Form von CBD Öl, CBD Liquiden, CBD Salben oder auch CBD Cremes zuführen.

Ob CBD bei Verdauungsstörungen, genauer gesagt bei Darmerkrankungen, helfen kann, hat eine 2011 publizierte Studie[3] untersucht. Als Ergebnis ihrer Forschung nannten die Autoren, dass CBD bei entzündlichen Darmerkrankungen, die als Ursache vieler Verdauungsstörungen gelten, die Schäden mindern konnte. Als Grund nannten die Autoren die regulierende Wirkung von CBD auf die Gliazellen. Diese können unter anderem entzündliche Darmerkrankungen begünstigen.

Fazit

  • Grundlegend hat CBD eine entzündungshemmende Wirkung, welche bei akuten oder auch chronischen Entzündungskrankheiten im gesamten Verdauungstrakt hilfreich ist.
  • Falls die Verdauungsstörungen durch Stress verursacht werden, kann CBD hierbei beruhigend helfen.


[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16751708 – 17.10.2019

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24977967 – 17.10.2019

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3232190/ – 17.10.2019

Weitere Studien

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22815234

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24356243

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22163000

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19690824

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20590574

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22414698

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20117132

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16751708

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18924447

http://www.beyondthc.com/wp-content/uploads/2013/08/Hergenrather-CME.pdf

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28079617

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28349233

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".