CBD bei Schizophrenie

Schizophrenie CBD Hilfe

Unter der Bezeichnung Schizophrenie subsumiert die Fachwelt eine Reihe ähnlicher psychologischer Krankheiten, die sich auf die Wahrnehmung, das Denken, die Gefühlswelt, den Antrieb, die Willensbildung sowie auf die Psychomotorik auswirken.

Aktuelle Studien weisen nun darauf hin, dass CBD bei der Behandlung von Schizophrenie auf unterschiedliche Weisen helfen könnte.

Schizophrenie - Definition und Ursachen

Die Betroffenen leiden unter anderem daran, nicht vorhandene Stimmen zu hören. Die Stimmen „sagen“ den Schizophrenen oft über Gedankeneingebungen, was sie zu tun hätten. Neben dieser Art der Halluzination werden Erkrankte auch von anderen Sinnes-Störungen heimgesucht. Eine hohe Anfälligkeit für Verfolgungswahn ist bei den Erkrankten ebenso zu diagnostizieren. Sie haben unbegründet das Gefühl, kontrolliert, verfolgt oder gar ausspioniert zu werden. Eine gespaltene Persönlichkeit, wie sie oftmals in fiktionalen Erzählungen mit Schizophrenie verbunden wird, ist in der Regel kein Symptom.

Aktuell sollen in Deutschland ca. 800.000 Menschen an einer Form dieser Krankheit leiden. CBD bei Schizophrenie soll, untermauert durch Studien, helfen können. Speziell die antagonistischen Eigenschaften des CBD beim psychoaktiven THC, und damit auch einer ähnlichen Wirkung bei Schizophrenie, lassen Betroffene hoffen.

Aktuell gehen Forscher sowie Fachmediziner davon aus, dass bei Schizophrenie ein Wechselspiel aus psychosozialen und biologischen Auslösern ursächlich ist. Aufseiten der psychosozialen Auslöser haben Experten zum Beispiel das direkte soziale Umfeld sowie teilweise langandauernde, aber auch schwere akute psychische Belastungen identifiziert. Als biologische Auslöser konnten bislang unter anderem genetische, metabolische aber auch infektiöse ausgemacht werden.

Treffen nun biologische auf soziale Auslöser, kann diese Kombination Schizophrenie auslösen. Dargestellt im Diathese-Stress-Modell, überschreitet dieses Zusammenspiel aus auslösenden Faktoren die jeweils individuelle Belastungsschwelle. Passiert dies, tritt die Krankheit in den meisten Fällen zutage. Zentral bei der Schwellenüberschreitung sehen Forscher eine Fehlregulierung der Informationsverarbeitung an.

CBD Dosierung Schizophrenie

Schizophrenie führt oft zu Angstzuständen

Diese Informationsverarbeitung stellt ein Zusammenspiel verschiedener Botenstoffe dar. Endocannabinoide zählen zu den wichtigsten Botenstoffen im Nervensystem (neben Dopamin). Endocannabinoide sind körpereigene Substanzen, die dem CBD besonders ähnlich sind. Extern zugeführtes CBD bei Schizophrenie kann über das Endocannabinoidsystem (ECS) regulierend eingreifen.

Auch psychotrope Substanzen können diese Art der Psychosen auslösen. Dazu zählen neben dem Alkohol auch Amphetamine, Kokain und Phencyclidin.

Wie Mittel gegen Schizophrenie wirken

Zwar gibt es laut aktuellem Erkenntnisstand keine vollkommene Heilung der Betroffenen, aber diese können durch bestimmte Medikamente ein nahezu beschwerdefreies Leben führen.

Tritt eine akute Phase von Schizophrenie ein, werden in der Regel sogenannte Antipsychotika von den behandelnden Ärzten eingesetzt. Diese haben grundlegend die ähnliche Wirkung wie CBD, das zum Beispiel gegen das psychoaktive THC eingesetzt wird. Nicht nur CBD, auch die pharmazeutischen Antipsychotika wirken gegen das Auftreten von Halluzinationen. Besonders auffällig ist, dass durch die antipsychotische Wirkung die Sterblichkeitsrate von Schizophreniepatienten fast um die Hälfte gesenkt werden konnte.

Neben der medikamentösen Behandlung gibt es auch die Methode der Elektrokonvulsionstherapie. Dabei wird unter Narkose über einen elektrischen Impuls an der Schädeldecke eine neurale Übererregung im Hirn ausgelöst. Neben kurzfristigen Erfolgen geht diese Form der Therapie auch mit einem nachgewiesenen Gedächtnisverlust[1] einher.

Wirkung von CBD bei Schizophrenie

Das bereits angesprochene ECS soll laut Experten[2] eine große Rolle bei psychotischen Krankheiten spielen. Durch die Einnahme von THC, dem psychoaktiven Teil des Cannabis, kann es somit über das ECS zu psychotischen Symptomen kommen. CBD hingegen, als THC-Antagonist bekannt, wirkt nicht psychoaktiv, löst keine Rauschzustände aus und macht auch nicht abhängig. CBD bei Schizophrenie kann sich über das ECS positiv auf die Symptome der Schizophrenie auswirken.

41 Patienten erklärten sich 2011 in einer Studie[3] unter klinischen Bedingungen freiwillig bereit, CBD gegen Schizophrenie zu testen. Der einen Hälfte der Patienten wurde dabei ein pharmakologisches antipsychotisches Medikament namens Amisulprid verabreicht, während die zweite Hälfte in langsamer Steigerung letztlich 800 mg CBD pro Tag erhielt. Beide, sowohl das Medikament wie auch das CBD, zeigten das gleiche Ausmaß, die Symptome der Teilnehmer positiv zu beeinflussen.

Die Studie zeigt zudem, dass CBD bei Schizophrenie erheblich weniger Nebenwirkungen als Amisulprid hat. Eine Erläuterung für die Wirkungsweise von CBD gegen die Symptome von Schizophrenie war für die Forscher, dass der Anandamid-Wert bei jenen Personen, die CBD nahmen, deutlich erhöht war. Das Anandamid zählt zu den Endocannabinoiden. Es kommt unter anderem im Körper dort zum Einsatz, wo die Wahrnehmung, die Bewegungsabläufe sowie die Gedankenverarbeitung ablaufen. Das CBD hemmt laut der Untersuchung jenes Enzym, dass Anandamid abbaut.

Dass Schizophrenie nicht nur Menschen betrifft, zeigten Forscher, die sich in Australien mit der Behandlung von betroffenen Laborratten mittels regelmäßiger Injektionen von CBD gegen Schizophrenie befassen. Die bisher veröffentlichten Ergebnisse legen für die Autoren der Studie[4] den Schluss nahe, dass das soziale Verhalten durch CBD bei Schizophrenie verbessert wird. Die Ratten konnten sich nach der Gabe von CBD wieder ins Sozialgefüge einfinden. Das Besondere, so die Forscher, sei, dass die Wahrnehmungsstörungen sanken oder gar ausblieben und das Erinnerungsvermögen auf ein normales Niveau stieg. So zeige CBD laut der Studie eine klare Verbesserung der Schizophreniesymptome.

Im Verlauf einer englischen Studie[5] aus dem Jahr 2018 bekamen Betroffene über sechs Wochen hinweg pro Tag 1.000 mg CBD verabreicht. Die Kontrollgruppe erhielt ein Placebo. Im Vergleich mit der Kontrollgruppe zeigten die mit CBD behandelten Personen eine eindeutige Linderung der psychotischen Symptome. Abgesehen davon verbesserten sich die kognitiven Leistungen der CBD-Gruppenteilnehmer erheblich. Keiner der Teilnehmer klagte über Nebenwirkungen. Für die Studienleiter liegt der Schluss nahe, dass CBD bei Schizophrenie seine positiven Eigenschaften voll entfalten kann.

Die Autoren einer weiteren Studie[6] vermuten in CBD sogar die Zukunft der Schizophreniebehandlung. Dabei legen sie sich fest und sagen, dass nicht nur bei Schizophrenie, sondern CBD in Zukunft bei vielen Formen von Psychosen eingesetzt werden könne.

HÄUFIGE FRAGEN ZU CBD bei Schizophrenie

Kann CBD Schizophrenie heilen?

Vollständig heilen kann CBD allein das Krankheitsbild der Schizophrenie sehr wahrscheinlich nicht. Vor allem eine Verstärkung der Wirkung des körpereigenen Anandamid kann durch CBD erzielt werden. Dies wiederum kann sehr gut bei der Behandlung unterstützen.

Hilft CBD Öl bei psychischen Erkrankungen?

Cannabidiol (CBD) Tropfen und co. können bei psych. Erkrankungen auf unterschiedlichste Weise helfen. Vor allem bei Depressionen wird die Substanz aus der Hanfpflanze immer häufiger erfolgreich eingesetzt.

Weitere Studien

http://www.reuters.com/article/2015/09/15/us-gw-pharma-study-idUSKCN0RF1LV20150915

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16612464

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24309088

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22832859

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23109356

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22716160

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23822951

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23829368

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22716153

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16401651

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21592732

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3937283/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28185872

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28230072

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.