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Lebererkrankungen

CBD bei Lebererkankungen
Geschrieben von Stefan K.

CBD bei Lebererkrankungen

CBD bei Lebererkrankungen – Die größte Drüse im menschlichen Körper und gleichzeitig das Organ, das für den Stoffwechsel am wichtigsten ist, ist die Leber. Die Bedeutung der Leber für unseren Organismus kann man vielfältig begründen. Zum einen werden in der Leber viele Proteine produziert, die Galle, die für den Abbau von Stoffwechselprodukten zuständig ist, entsteht hier und die Leber filtert neben wichtigen Nährstoffen auch Medikamente und vor allem Giftstoffe aus dem Körper heraus.

Lebererkrankungen, auch Hepatopathien genannt, gibt es von A wie Alpha-1 Antitrypsin-Mangel über G wie Gelbsucht bis Z wie Zystenleber. Dabei funktioniert die Leber immer noch, sogar wenn sie erkrankt ist. Dies ist aber auch von der Erkrankung selbst abhängig.

Die Vielfalt an Lebererkrankungen macht es schwer, ein einziges Medikament zu benennen, welches hilft. Die Wirkungsweisen von CBD sind allerdings ebenso reich- wie vielfältig. CBD ist in der Lage, bei Entzündungen diesen entgegenzuwirken (akut und präventiv). Liegt die Lebererkrankung darin begründet, dass Alkoholmissbrauch ursächlich ist, kann CBD beim Alkoholentzug helfen und somit die Leber entlasten.

CBD ist ein wichtiger Wirkstoff der Cannabispflanze. CBD wirkt nicht psychoaktiv, ist schmerzhemmend und verursacht keine Rauschzustände oder Abhängigkeiten.

Ursachen bei Lebererkrankungen

Die Leber ist ein wichtiges, zähes, aber dennoch auch ein empfindliches Organ. Es leidet, sobald der Mensch bewusst oder unbewusst mit Umweltgiften in Kontakt gerät, da es diese immer versucht, abzubauen.

Zu den häufigsten Ursachen bei Lebererkrankungen zählen Fettleibigkeit, Alkohol, Diabetes, Hepatitis, Medikamente oder auch Bewegungsmangel. Die Stichworte Fettleber, Fettleberentzündung oder auch Leberzirrhose fallen in diesem Zusammenhang häufig. Die Leber kann sich von Schäden selbst hervorragend erholen, sollte man die Schädigungen rechtzeitig bemerken. Es gibt Studien die darlegen, dass CBD bei Lebererkrankugnen bei der Regeneration von Leberzellgewebe helfen kann.

Anzeichen für eine Lebererkrankung können übermäßige Müdigkeit, ein Druckgefühl im rechten Oberbauch oder Abgeschlagenheit darstellen. Die signifikante Gelbfärbung der Haut und der Augen, Erbrechen, Juckreiz oder Schmerzen in der entsprechenden Körperregion treten bei Lebererkrankungen leider oftmals sehr spät auf.

Wie Mittel bei Lebererkrankungen wirken

Neben Impfungen, speziell gegen Hepatitis-Viren, hilft bei Lebererkrankungen vorbeugend eine gesunde Lebensweise. Dabei sollte man speziell auf eine fettarme Ernährung achten. Stete und regelmäßige Bewegung hilft ebenso. Übergewicht ist für viele Lebererkrankungen eine Vorbedingung – daher hilft eine Gewichtsabnahme. Wer Leberprobleme hat, sollte in der Regel auf den Genuss von Alkohol verzichten.

Es gibt leider einige Medikamente, die unter dem Verdacht stehen, Leberschäden zu verursachen. Dazu zählen zum Beispiel starke pharmazeutische Schmerzmittel. Alternativ zu dieser Art der Analgetika kann das CBD Schmerzen lindern oder hemmen.

CBD bei Lebererkrankungen – wie Cannabidiol wirkt

Diverse pharmazeutische Schmerzmittel stehen in Verdacht, Leberschäden auszulösen. Liest man sich die Beipackzettel vieler Medikamente durch, erkennt man, dass durchschnittlich jede zehnte Nebenwirkung von Arzneien die Leber betrifft – dies gilt insbesondere bei Schmerzmitteln. Da allerdings viele chronische Erkrankungen lediglich durch Schmerzmittel erfolgreich behandelt werden können, kann CBD bei Lebererkrankungen präventiv wirken. CBD kann zum einen als Alternative zu Schmerzmittel verwendet werden und zum anderen auch als Mittel, die Dosis von pharmazeutischen Mittel zur Schmerzreduktion zu verringern. So kann Leberschäden, die durch diese Art der Medikamente ausgelöst werden, vorgebeugt werden.

Im menschlichen Körper arbeitet das ECS, das Endocannabinoid-System, über spezielle Rezeptoren daran, zum Beispiel Entzündungsprozesse, die unter anderem auch in der Leber auftreten können, zu verhindern oder auch zu lindern. Das CBD arbeitet gegen Lebererkrankungen, indem es die sogenannten CB1-Rezeptoren im ECS, die unter anderem auch Schäden oder Krankheiten der Leber begünstigen können, abschaltet. Das Absterben von Leberzellen kann durch die Reduktion von oxidativem Stress durch das CBD verlangsamt werden.

In einer Studie[1], publiziert im British Journal of Pharmacology, schlussfolgerten die Forscher, nachdem Sie in Experimenten CBD bei Leberversagen anwandten, dass nach einer 12-tägigen Behandlung sich die Kapazität der Leber signifikant verbessert habe.

Eine weitere präventive Einsatzmöglichkeit von CBD bei Lebererkrankungen stellten Biomediziner und Pharmakologen bei der Hypoxie-Reoxygenationsschädigung fest. Die Studie[2] zeigt, dass CBD protektiv für die Leber arbeiten kann.

CBD Öl im Speziellen konnte sich in einer Studie[3] aus dem Jahr 2011 als wirksames Mittel dabei bewähren, dass es dazu beitrug, die Leberfunktion nach einer Erkrankung oder einer Leberstörung wiederherzustellen.

Eine Studie[4], veröffentlich in der Fachpublikation „Liver International“, weist darauf hin, dass übermäßiger Konsum von Alkohol das Risiko von Leberschäden und anderen hepatozellulären Krankheiten erhöht. Auffällig war, dass viele der Probanden der Studie neben hartem Alkohol auch Cannabisprodukte konsumierten. Die Zahlen der Studie legen den Schluss nahe, dass das Risiko von Leberkrankheiten unter den Alkoholikern erheblich geringer war, wenn sie zusätzlich Cannabis-Produkte konsumierten. CBD ist Teil der Cannabispflanze, ohne die berauschende Wirkung des THC.

Ein ähnliches Ergebnis legten Forscher in einer Studie[5] aus dem Jahr 2017 vor. Darin erklärten die Wissenschaftler, dass durch die regelmäßige Einnahme von beispielsweise CBD eine Fettleber, die nicht durch den Alkoholkonsum entstand, bei den Konsumenten weniger verbreitet war. CBD würde, so die Forscher, das sogenannte Nüchtern-Insulin senken und dadurch die Leber vor diversen Krankheiten schützen.

Eine der schlimmsten Lebererkrankungen ist Hepatitis. Wie nun bekannt geworden ist, kann CBD bei Hepatitis eine unterstützende Rolle in Richtung Linderung der Krankheit einnehmen. Auf der psychologischen Ebene kann es die Depressionen, unter der viele Betroffene leiden, durch seine gemütsaufhellende Wirkung positiv beeinflussen, zum anderen hilft CBD bei chronischen Schmerzen, diese zu mindern. Die entzündungshemmende Wirkung von CBD ist ein großer Pluspunkt bei Hepatitis. Falls Patienten an Appetitlosigkeit leiden, kann CBD bei Hepatitis den Appetit anregen.

Die bekannte Leberzirrhose fußt in der Regel auf einem gesundheitsschädlichen Lebensstil. Bislang konnte dabei letztgültig unter anderem eine Lebertransplantation helfen. Bei Zirrhose-Patienten wurde festgestellt, dass auf deren Lebern mehr CB2-Rezeptoren vorhanden waren. Das, und die Tatsache, dass Cannabiskonsumenten seltener an Zirrhose erkranken, muss noch weiter erforscht werden. Aber für Betroffene ist CBD bei Lebererkrankungen ein Silberstreif am Horizont.

Fazit

  • CBD bei Lebererkrankungen kann zum einen präventiv sowie einflussnehmend bei alkoholbedingten Hepatopathien wirken.
  • Wer unter Depressionen leidet und dadurch „zur Flasche greift“, kann dem durch die gemütsaufhellende Wirkung von CBD vorbeugen.
  • Es besteht auch die Hoffnung, dass CBD bei einer der schlimmsten Lebererkrankungen – der Hepatitis – helfen kann. Hier steht die vielversprechende Forschung noch am Beginn.


[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3057300/ – 23.09.2019

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22877651 – 23.09.2019

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21182490 – 23.09.2019

[4] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/liv.13696 – 23.09.2019

[5] https://www.vice.com/en_us/article/neq3e8/weed-and-alcohol-liver – 23.09.2019

Weitere Studien

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18426499

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21362471

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21654828

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21930120

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21483776

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21182490

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28250664

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".