Krankheiten

ADHS

Geschrieben von Stefan K.

CBD bei ADHS

Lautes Schreien, „Zappel-Philipp-Verhalten“, verringerte Impulskontrolle und ein offensichtlicher Mangel an Selbstregulation kennzeichnen eine Krankheit, die erst seit wenigen Jahren als eine solche zum einen wissenschaftlich anerkannt und zum anderen öffentlich bekannt ist. Man spricht dabei von der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung – oder kurz ADHS. Es ist auch unter der Abkürzung ADS bekannt, welche dann für Aufmerksamkeitsdefizitstörung steht und sich speziell auf den Bereich der Konzentrationsschwäche fokussiert. 

Es sind aktuelle Studien[1], die ADS/ADHS-Patienten Hoffnung machen. In einer davon berichten Betroffene, dass Cannabinoide ihre Konzentrationsfähigkeit steigern konnten.

Was in vergangener Zeit als rein psychologische Verhaltensauffälligkeit „abgetan“ wurde, ist nach aktuellem Erkenntnisstand eine kindliche Entwicklungsstörung.

Einen Ausweg sehen Forscher aktuell in der Verwendung von CBD als Medikament bei ADHS. Sowohl die Defizite in der Aufmerksamkeit, wie auch die ausgeprägte Hyperaktivität können laut den Ergebnissen der Forscher durch CBD behandelt werden.

Ursachen von ADHS

ADHS kann durch mehrere unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden – zumindest nach dem aktuellen Stand der Forschung. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen

  • neurobiologischen,
  • genetischen (70 – 80 % Vorbelastung, Zwillingsstudien[2]),
  • schadstofflichen (in Verdacht stehen Blei, Tabakrauch und PCB),
  • sozialen und
  • allgemeinen Ursachen und Risikofaktoren.

Neurobiologen haben mittlerweile Ursachen für ADHS im Gehirn, den Nervenzellen, basierend auf der Signalübertragung und auf der Grundlage einer Reaktion auf chemische Substanzen festgestellt. Funktionelle Defizite im Gehirn können laut Studien[3] eine Ursache für ADHS sein. Die Veränderung großer neuronaler Netzwerke im Denkapparat eines Kindes können laut einer weiteren Studie[4] ebenso ein Auslöser sein. Sollte man weitere Informationen zu den neurologischen Ursachen suchen, gibt es dazu eine Reihe hervorragender Arbeiten[5][6][7].

Als Ursache für ADHS könnten auch belastende Familienverhältnisse genannt werden. Hierbei sind sich die Psychologen allerdings noch nicht sicher, ob man „das Pferd nicht von der falschen Seite her aufzäumen würde“. Der Grund dafür – Familien mit einem ADHS-Kind haben es oft schwer, aber es ist noch unklar, ob der Patient die Ursache oder das Symptom dafür ist.

Wie ADHS-Mittel wirken

Da Kinder die Hauptzielgruppe für ADHS-Medikamente sind, dürfen diese in der Regel ausschließlich von Kinder- und Jugendfachärzten verschrieben werden. Verantwortungsbewusste Mediziner kombinieren die ADHS-Medikamente fast immer mit anderen, zumeist sozialen, pädagogischen oder psychotherapeutischen Maßnahmen. Der Grund für die kombinativen Maßnahme ist, dass die ADHS-Medikamente die Symptome lindern, aber diese nicht heilen. Zudem wirken die Medikamente auch nicht bei allen Kindern.

In der Bundesrepublik Deutschland sind fünf Wirkstoffe zur ADHS-Behandlung offiziell zugelassen. Diese sind Methylphenidat (z. B. Ritalin), Atomoxetin, Dexamphetamin, Lisdexamfetamin und Guanfacin.

Als erstes wird in der Regel von Medizinern das sehr gut erforschte Methylphenidat verschrieben. Die vielen Studien dazu geben nicht nur dem Arzt, sondern sollen auch der Familie des Betroffenen Sicherheit geben. Laut einschlägigen Studien kommt es bei 10 bis 20 % der Untersuchten zu Nebenwirkungen. Dazu zählen Schlafstörungen, Gewichtsverlust und vorgeschalteter Appetitlosigkeit.

CBD bei ADHS – Wie wirkt Cannabidiol?

Studien haben gezeigt, dass CBD bei ADHS und auch ADS-Patienten durchaus Erfolge erzielen kann. ADS-Patienten haben Probleme, sich zu konzentrieren, während ADHS-Patienten zu großer Unruhe neigen und dem Drang, sich unablässig zu bewegen. Dies nennt man letztlich Hyperaktivität. Hierbei bringt die entspannende Wirkung von CBD Linderung und lässt den Betroffenen zur Ruhe komme.

  • 1. CBD Öl ist kein Wundermittel, kann aber helfen!

    Cannabis und der darin enthaltene Stoff "CBD" ist sicherlich kein Wundermittel, aber für viele Menschen ein natürliches Hilfsmittel bei über 65 verschiedenen Krankheitsbildern. CBD ist noch recht unerforscht, aber viele Wissenschaftler, Ärtze und Apotheker entledigen sich des Cannabis-Stigmas und erforschen die möglichen Wirkungen von Cannabidiol. Wichtig ist hier immer: Es kann helfen - muss aber nicht.

  • 2. CBD spricht das Endo-Cannabinoid-System an

    Kein Mensch nimmt CBD ohne Grund ein! CBD gehört zu der Gruppe der Cannabinoiden, die in vielen verschiedenen Pflanzen und Lebensmitteln natürlicher Weise vorkommen. Diese Cannabinoide sprechen das Endo-Cannabinoid-System an, welches jeder Mensch besitzt. Über verschiedene Rezeptoren innerhalb dieses Systems werden dann die verschiedenen Baustellen im Körper natürlich reguliert, erneuert und repariert.

  • 3. Auch in der Muttermilch ist CBD enthalten!

    In einer Studie von 2017 wurde belegt, dass Cannabinoide nicht nur natürliche Bestandteile der Cannabis-Pflanze sind, sondern dass sie schon in der Muttermilch vorkommen. Sie sind nicht nur für wichtige neurologische Wachstumsphasen wertvoll, sondern haben noch weitere erstaunliche Funktionen. Ohne die Cannabinoide der Milch würden die Babys nicht mehr hungrig sein und weniger saugen! Erstaunlich, aber wahr.

  • 4. CBD ist der Allrounder unter den Cannabinoiden

    Obwohl jedes Cannabinoid für sich selber spezielle Wirkungsmechanismen hat und nicht ohne Grund besteht, ist CBD der Allrounder unter den Cannabinoiden. So kann es nicht nur entzündungshemmend, sondern unter anderem auch das Zellwachstum von kranken Zellen hemmen, anxiolytisch oder immunsuppressiv wirken. Somit empfiehlt es sich immer CBD zu sich zu nehmen und ergänzend dazu (z.B. in einem Vollspektrum Öl) auch andere Cannabinoide wirken zu lassen.

  • 5. CBD macht nicht high und bekämpft das THC

    Cannabidiol ist der sogenannte Antagonit des THC´s. THC steht für Tetrahydrocannabinol. Es wirkt psychoaktiv und ist in gezüchteten Cannabisblüten enthalten. Das CBD wirkt dabei gegen das "high" Gefühl. So ist in CBD Produkten nicht nur lediglich ein Spurenelement an THC (weniger als 0,2% THC) enthalten, sondern durch den hohen CBD Gehalt wird das "high" komplett eingedämmt. Auf diese Weise sind CBD Produkte völlig legal und für den Alltag geeignet.

  • 6. Die WHO hält CBD für unbedenklich

    Die Welt-Gesundheits-Organisation - WHO - hält CBD in einem kritischen 27-Seiten-Report für unbedenklich. So heißt es: „Reines CBD und Produkte daraus mit weniger als 0,2 % THC-Gehalt werden in keiner Weise in die Drogenkonventionen aufgenommen“. Als Grund wird genannt, dass bei CBD keine Gefahr der Abhängigkeit besteht und es kein Missbrauchspotenzial gibt. CBD ist somit genauso unbedenklich wie Wasser!

  • 7. CBD ist kein Dopingmittel und wird im Profisport genutzt

    Aufgrund seiner positiven Eigenschaften kann CBD zum Beispiel Entzündungen lindern oder die Regeneration fördern. Auf diesen Gründen nutzen vornehmlich in den USA viele Profisportler aus dem Football, Basketball oder Kampfsportarten das legale CBD. So gibt es sehr bekannte Profisportler, die für diese Präperate werben. Im August 2019 sorgte UFC Champion Nate Diaz für Aufsehen, als er vor einem Kampf einen CBD Joint rauchte und dies völlig legal war. CBD ist auf der Dopingliste der Welt-Anti-Doping-Agentur explizit ausgeschlossen und nicht aufgeführt.

  • 8. CBD kann auch verschrieben werden

    Natürlich ist Cannabidiol in der Schulmedizin noch nicht so verbreitet, da sich die Ärtze erst einmal über CBD informieren, Stigmatas ablegen und Erfahrungen sammeln müssen. Es gibt jedoch jetzt schon etliche Fachärzte und Allgemeinmediziner, die gerne auf Cannabis als Medizin zurückgreifen. Bei schwerwiegenden Fällen ist es keine Seltenheit, dass CBD verschrieben wird.

  • 9. CBD bzw. Cannabis kann die Umwelt reinigen

    Cannabis ist eine Pflanze, welche natürlicher Weise fast überall auf der Welt wachsen kann. Sie hat zudem die Eigenschaft, dass sie bis zu viermal so viel CO2 verbraucht wie Bäume. Zusätzlich zieht der Hanf Giftstoffe und radioaktive Chemikalien aus dem Boden! Cannabis kann somit die Umwelt reinigen und würde sehr viel zur Verbesserung des Klimas beitragen.

    https://pixabay.com/de/photos/hanfpflanze-hand-cannabis-sativa-3661210/
  • 10. CBD gibt es in unzähligen Darreichungsformen

    Der großen Allgemeinheit ist CBD in Form eines CBD Öls bekannt. Dies liegt daran, dass es leicht zu dosieren ist und gut aufgenommen werden kann. Aber es gibt noch viele andere CBD Produkte wie zum Beispiel E-Liquids, Salben, Cremen, Pasten, Blüten, Süßigkeiten, Lebensmittel oder Kristalle. Viele dieser Produkte finden Sie auf unserem kostenlosen Bewertungsportal Cannatrust.eu!

Fachleute gehen heutzutage davon aus, dass beide Krankheitsbilder unter anderem von einem Ungleichgewicht wichtiger Botenstoffe im Gehirn mitausgelöst werden können. Diese dienen der Informationsverarbeitung im Hirn. Es ist in letzter Konsequenz der Botenstoff Dopamin, der dem Gleichgewicht bei ADHS- und ADS-Patienten fehlt. Darüber hinaus schließen Forscher, dass ein Teil der Cannabinoid-Rezeptoren für dieses Ungleichgewicht mitverantwortlich sein könnte. Somit steht die These im Raum, dass CBD in einem Wirkungszusammenhang über das Endocannabinoid-System mit ADHS steht. Dadurch kann CBD bei ADHS ein gutes Mittel sein.

Fachleute gehen heutzutage davon aus, dass beide Krankheitsbilder unter anderem von einem Ungleichgewicht wichtiger Botenstoffe im Gehirn mitausgelöst werden können. Diese dienen der Informationsverarbeitung im Hirn. Es ist in letzter Konsequenz der Botenstoff Dopamin, der dem Gleichgewicht bei ADHS- und ADS-Patienten fehlt. Darüber hinaus schließen Forscher, dass ein Teil der Cannabinoid-Rezeptoren für dieses Ungleichgewicht mitverantwortlich sein könnte. Somit steht die These im Raum, dass CBD in einem Wirkungszusammenhang über das Endocannabinoid-System mit ADHS steht. Dadurch kann CBD bei ADHS ein gutes Mittel sein.

Die niedrige Konzentrationsfähigkeit ist neben dem hyperaktiven Verhalten oftmals der größte Nachteil für Betroffene – und auch für deren Angehörige. Zwar lässt sich beides durch beispielsweise Ritalin behandeln, aber die Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit oder die Schlafstörungen sollte man immer mitbedenken. Beide Nebenwirkungen existieren beim Einsatz von CBD bei ADHS nicht.

Neben den beschriebenen Wirkungen kann CBD noch mit einer weiteren guten Nachricht für ADHS-Patienten aufwarten. Die Rastlosigkeit, die Nervosität sowie auch die motorische Unruhe sind Auswirkungen von ADHS, gegen die die entspannende Wirkung von CBD ein probates Mittel sein kann. Neben der Linderung dieser Symptome bestätigen Patienten auch, dass sich dadurch auch ihrer Konzentrationsfähigkeit sowie viele ihrer sozialen Schwierigkeiten oder auch eine Vielzahl der psychischen Probleme verbessert haben.

Erfahrungsberichte für CBD bei ADHS

Die guten Wirkeigenschaften, gepaart mit den wenigen Wechselwirkungen, macht CBD zu einem Produkt, dass man sehr gerne zur Selbstbehandlung verwendet. Nun stellt sich aber die Frage, ob auch CBD bei ADHS eine gute Idee ist.

Bislang ist dieses Gebiet wenig erforscht, aber es gibt Erfahrungsberichte von Betroffenen. Diese ADHS-Patienten berichten, dass durch die Verwendung von CBD-Öl, oder auch anderen CBD-Produkten, sich zum einen ihre Konzentrationsfähigkeit verbessert hätte, zum anderen für sie mühsame Tätigkeiten nun müheloser ausführen konnten. Und Frustmomente, sogar Stimmungsschwankungen würden seit der Verwendung von CBD-Produkten leichter zu bewältigen sein.

Fazit

  • Vor allem die entspannende Wirkung macht CBD bei ADHS oder auch ADS zu einem positiv wirkenden Mittel.
  • Mittlerweile wird Cannabidiol dabei immer öfter eingesetzt und die Erfahrungen sind sehr positiv.


[1] http://www.cannabis-med.org/data/pdf/de_2008_01_1.pdf – 01.08.2019

[2] https://www.nature.com/articles/mp2011138 – 31.07.2019

[3] https://www.biologicalpsychiatryjournal.com/article/S0006-3223(11)00079-5/fulltext – 31.07.2019

[4] https://www.cell.com/trends/cognitive-sciences/fulltext/S1364-6613(11)00240-3?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS1364661311002403%3Fshowall%3Dtrue – 31.07.2019

[5] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0149763412000103?via%3Dihub – 31.07.2019

[6] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0278584614000311?via%3Dihub – 31.07.2019

[7] https://www.aerzteblatt.de/int/archive/article?id=101035 – 31.07.2019

Weitere Studien

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23856832

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22495620

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24093525

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24332802

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20520294

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17879702

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27033880

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27227537

http://www.europeanneuropsychopharmacology.com/article/S0924-977X%2816%2930912-9/pdf

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, dann so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".