Krankheiten

CBD bei Asthma

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Geschrieben von Stefan K.

Aktuell leiden in Deutschland rund 10 % der Kinder an Asthma. Bei den Erwachsenen sind es 5 %. Bei den Betroffenen unterscheidet man zwischen allergischem und nicht-allergischem Asthma. Viel häufiger als eine der beiden so gekennzeichneten Reinformen kommen aber Mischformen vor. Ein oft diagnostizierter Auslöser bei Kindern ist der Rauch von Zigaretten im Haushalt oder im Auto der Eltern.

Auch wenn heutzutage noch kein Heilmittel existiert, zeigen speziell die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD gegen Asthma Wirkung und schüren nicht zu Unrecht befreiende Hoffnungen auf Besserung.

Kurzatmigkeit, Entzündung der Atemwege: CBD als Mittel gegen Asthma?

Was ist Asthma? Was sind die Symptome und welche Ursachen gibt es? Damit die Wirkung von “CBD” bei dieser Entzündungsform der Atemwege verstanden werden kann, müssen zunächst die Zusammenhängender beleuchtet werden .

Asthma, auch Asthma bronchiale genannt, ist eine sowohl entzündliche wie auch chronische Erkrankung der Atemwege. Dies geht einher mit einer dauerhaften Überempfindlichkeit der so beanspruchten Organe (z. B.: Lunge).

Die Folge dieser Entzündung ist vor allem eine Atemnot aufgrund der Verengung der Atemwege durch ein vermehrtes Auftreten von Schleim oder einem Krampf in der Bronchialmuskulatur.

Symptome von Asthma

Wie erkennt man, dass man an Asthma leidet? Dafür sind die Symptome ausschlaggebend. Folgende Symptome treten am häufigsten bei Asthma auf:

  • Kurzatmigkeit
  • Engegefühl in der Brust
  • Keuchen und Husten
  • allgemeine Erschöpfung

Jedwede Art von Asthma ist mit einer Entzündung der Atemwege verbunden, dennoch teilt man die Ursachen in Allergische und nicht-Allergische ein.

Ursachen von Asthma

Allergisches Asthma liegt vielfach in einer genetischen Disposition des Betroffenen begründet. Diese Veranlagung wird durch Allergene, also Umweltstoffe, ausgelöst. Diese Allergene lösen die Ausschüttung von Allergieauslösern wie Histaminen oder Leukotrienen aus. Dadurch verengen sich die Atemwege.

Auch Heuschnupfen kann über den Nasen-Rachen-Raum hinaus auf die sogenannten unteren Atemwege überschwappen und dort zu einem Asthmaanfall führen. So entsteht beispielsweise das bekannte Pollenasthma.

Steht am Anfang von allergischem Asthma oftmals nur ein Auslöser, können im Verlauf der Krankheit weitere das Auslöserspektrum vergrößern.

Asthma
Heuschnupfen kann auch zu Pollenasthma führen

Nicht-allergisches Asthma wird in der Regel von anderen Reizen als die allergische Variante verursacht. Oftmals sind es spezifische Infektionen der Atemwege, die eine Verengung dieser bewirken und somit zu Atemproblemen führen.

Hier kann CBD helfen, die auftretenden Entzündungen zu lindern.

Ebenfalls kann nicht- allergisches Asthma auftreten durch:

  • Unverträglichkeit von Medikamenten
  • deren Nebenwirkungen
  • Umweltgifte – wie Lösungsmittel sind oftmals ursächlich bei dieser Asthmaform.
  • Übermäßige physische Anstrengung kann zum sogenannten Belastungsasthma führen.
  • Magensäure, welches in die Atemwege schwappt, also dorthin einfließt, kann durch die nachfolgende Schädigung auch Asthma auftreten.

Verwendung von CBD bei Asthma? Studien und Wirkung

Das Potential, das CBD gegen Asthma und dessen Symptome wirkt, ist zweifellos vorhanden. Speziell die entzündungshemmenden und die entkrampfend wirkenden Eigenschaften des CBD können bei Asthma hilfreich sein.

Durch die Krämpfe bei Asthma entstehen neben der Atemnot auch körperliche Schmerzen. CBD wirkt schmerzlindernd und kann somit neben seinen entkrampfenden Effekten auch dadurch positiv bei akuten Asthmaanfällen mit einwirken.

In den 1970er Jahren wurde die Wirkung von THC, dem im Gegensatz zum CBD psychoaktiven Wirkstoff im Cannabis, auf Asthma untersucht. Es wirkt dabei tatsächlich hemmend auf die Atemwegsverengung. Das Problem war, dass THC eben auch psychoaktiv wirkt und Rauschzustände auslöste. Anschließend verlagerte sich genau deswegen die Forschung auf CBD. Es liefert alle Vorteile des THC ohne dessen Nachteile.

Bei CBD wurde festgestellt, dass es eine Bronchialverengung verhindern kann. Bei einem Asthmaanfall kann oral oder über Inhalation eingenommenes CBD zur Öffnung der Bronchien und zur Erweiterung der Atemwege führen. Damit einher geht eine Erleichterung der Atmung.

Besonders die Anwendung abseits von akuten Momenten wie Anfällen ist hier hervorzustellen. CBD bei Asthma hilft laut einer Studie von Mediators of Inflammation durch seinen immunstärkenden (über das Endocannabinoidsystem) und eben entzündungshemmenden Charakter, eine abschwellende Reaktion hervorzurufen.

Es gibt Asthmapatienten, die wegen der oft latenten Qualen durch die Nachwirkungen eines akuten Anfalls zum Teil harte Schmerzmittel nehmen müssen. CBD bei Asthma kann diese Folgeschmerzen lindern. Sollten dennoch weiterhin Schmerzen bestehen, müssen Patienten dank des CBD keine so hochdosierten Schmerzmittel nehmen. Damit senkt CBD auch die Wahrscheinlichkeit, von diesen abhängig zu werden.

Studien bestätigen die Wirksamkeit von CBD

Studienergebnisse weisen darauf hin, dass CBD bei allergischem Asthma dadurch helfen kann, dass es den TH2- sowie den TP-Zytokine-Spiegel senkt. CBD kann laut den Ergebnissen auch die Schleimhaut-Hypersekretion positiv im Sinne der Betroffenen beeinflussen.

Studien[1] wie jene, die das European Journal of Pharmacology 2012 publizierte, zeigen, dass der Schluss naheliegt, dass CBD auch bei Lungenverletzungen, die mit einer Entzündung einhergehen, hilfreich sein kann.

Wie herkömmliche Mittel gegen Asthma wirken

Asthma-Mittel werden meist inhaliert. Über Inhalatoren werden Dosieraerosole oder auch Pulver direkt in die Atemwege verabreicht. Selten, aber es gibt sie, wird ein Anfall über eine Inhalationslösung bekämpft. Diese werden über spezielle Inhalatoren verdampft oder vernebelt. In diesem Aggregatzustand kann das Flüssige, ohne Schäden zu verursachen, in der Lunge helfen.

Diese Asthmamittel werden allesamt bei einem Anfall eingesetzt. Es gibt aber auch Möglichkeiten, Asthmaanfälle präventiv etwas entgegenzustellen. Am wichtigsten bei der allergischen Variante ist, den Auslösern aus dem Weg zu gehen. Die Vermeidung der auslösenden Stoffe kann zu harten persönlichen Einschränkungen führen – wie zum Beispiel durch das Abgeben eines geliebten Haustiers, dessen Fell ein Auslöser ist. Beim bekannten Bäckerasthma wird ein Berufswechsel angeraten.

Betroffene, bei denen Asthma durch Milbe oder Pollen ausgelöst wird, hilft eine Atemschutzmaske. Viele Formen von Asthma haben ihren anschwellenden und somit verengenden Charakter durch Entzündungen der Atemwege. An dieser Stelle zum Beispiel kann CBD gegen Asthma regulierend eingreifen.

Die Eigenschaft von CBD, entzündungshemmend zu wirken, lässt Schwellungen entweder gar nicht erst entstehen, oder kann schon vorhandene Schwellungen der Atemwege positiv beeinflussen.

CBD-Öl zur Linderung der Atemwegsentzündung?

CBD wird aktuell und vermutlich auch in Zukunft in den bekannten und beliebten Darreichungsformen :

Grundsätzlich gilt, dass CBD bei Asthma nicht als Allheilmittel betrachtet werden sollte. Ärzte sollten vor der Einnahme immer konsultiert werden.Nehmen Sie das CBD-Hanföl gegen Asthma als Tropfen ein. So wird das Cannabidiol über die Mundschleimhaut aufgenommen.

Speziell bei der unguten Kombination Raucher und Asthmatiker gleichzeitig bietet sich die Darreichungsform aber das CBD Liquid an. Bei dieser Therapieform werden wie bei einigen speziellen Inhalatoren die Inhaltsstoffe elektrisch verdampft und dem Körper durch Einatmen zugeführt. So simuliert man das „normale“ Rauchen nicht nur ohne dessen schädliche Wirkung, sondern man erhält die positiven Effekte über das CBD Liquid.

CBD, Asthma und Kinder?

Wie eingangs beschrieben, leiden aktuell 10 % der Kinder in Deutschland an Asthma. Daher ist die Frage naheliegen, ob man seinem Kind CBD geben darf, wenn es Atembeschwerden hat. Was tun, wenn Asthma diagnostiziert wird?

Diese ist ein heikles Thema. Das CBD beeinträchtigt die neuronalen Entwicklungen des Kindes. Dennoch kann es auch beim Kind entzündungshemmend und krampflösend wirken. Ob Sie Cannabidiol für ihr Kind verwenden können, sollte stets in Absprache mit Ihrem Arzt erfolgen.

In unserm Ratgeberartikel zum Thema “Kinder und CBD Öl“ erfahren Sie weitere Informationen.


Fazit

  • Zusammenfassend kann man sagen, CBD bei Asthma hilft dadurch, dass es bei Schmerzen und Atemwegsverengungen entspannend wirkt.
  • Um Asthma und die ursächlichen Entzündungsherde anzugehen, kann die Versorgung des Körpers mit CBD als Öl oder auch als CBD Liquid helfen.


Häufig gestellte Fragen zu CBD bei Asthma

  1. Kann CBD bei Asthma helfen?

    CBD ist besonders durch seine entzündungshemmende und entkrampfende Wirkung bei Asthma hilfreich. Das CBD ist somit eine vielversprechende Ergänzung, um die Symptome bei Asthma zu reduzieren.

  2. Gibt es CBD Asthmasprays?

    Kurz gesagt nein, bisher gibt es kein CBD Asthmaspray. CBD kann jedoch in Form von CBD-Öl oder als CBD-Vape bzw. CBD Liquid aufgenommen werden.

  3. Können Wechselwirkungen zwischen CBD und Asthmaspray auftauchen?

    Bisher sind keine Wechselwirkungen bekannt. Selbst bei herkömmlichen Behandlungen werden mehrere Behandlungsoptionen miteinander kombiniert. Beispielsweise Steroid-Inhalationsmittel (Spray) und Medikamente zur oralen Einnahme. Weitere Informationen finden Sie hier.

  4. Wie hoch ist CBD Dosis bei Asthma?

    Nutzen Sie eine Standard-Dosierung. Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie in unserem CBD-Dosierungs Artikel.


[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3883513/ – 11.09.2019

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".