Krankheiten

Heuschnupfen

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Geschrieben von Stefan K.

CBD bei Heuschnupfen

Der Frühling ist für Millionen von Menschen keine Zeit der Freude, sondern Heuschnupfenzeit. Die Pollen von Bäumen und Gräsern reizen in dieser Zeit die Nasen und Augen. Viele Betroffene kämpfen mit teilweise sehr starken Atembeschwerden. Der Grund für alles, die Betroffenen reagieren allergisch auf Polleneiweiß – die klassische Pollenallergie.

Eine Möglichkeit der Behandlung sind Antihistaminika. Diese wirken, haben allerdings teilweise erhebliche Nebenwirkungen. Eine große Hoffnung setzen sowohl Forscher und vor allem Betroffene nun auf CBD bei Heuschnupfen. Der Grund dafür, CBD hilft gegen Entzündungen, die zu den Hauptsymptomen von Heuschnupfen zählen.

Das Cannabidiol (CBD) wird aus der Cannabis-Pflanze gewonnen. Innerhalb der EU dürfen nur CBD-Produkte verkauft werden, deren THC-Anteil unter 0,2 % liegt. CBD gibt es nicht nur in reiner, meist kristalliner Form, sondern auch in Mischungen mit Ölen und vielen anderen Cannabis-Inhaltstoffen. CBD wirkt im Gegensatz zum THC nicht psychoaktiv, verursacht keine Rauschzustände und macht auch nicht abhängig.

Pollenallergie – Die Hauptursache von Heuschnupfen

Der Heuschnupfen gilt als Allergie. Ausgelöst wird er durch Pollen in der Luft, die über die Atemwege in den Körper gelangen. Mit dem Begriff Heuschnupfen beschreibt man eine Entzündung der Nasenschleimhäute, die durch diese Pollen verursacht werden. Mediziner nennen das Krankheitsbild allergische Rhinitis oder auch Pollinosis.

Der Name Heuschnupfen ist ursächlich missverständlich. Der Körper reagiert nicht auf das Heu, sondern er reagiert auf die Pflanzeneiweiße in den Pollen. Die bekannten oberflächlichen Symptome des Heuschnupfens an den Augen und der Nase sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Durch die Polleneiweiße werden Entzündungsbotenstoffe (Histamine) freigesetzt. Diese führen zu einer Erweiterung der Blutgefäße und verursachen das Anschwellen der Nasenschleimhaut. Zudem bewirken die Botenstoffe eine Entzündungsreaktion im Immunsystem. Der Körper reagiert zum Beispiel mit Niesattacken, geröteten und tränenden Augen, juckendem Mund– und Rachenraum, schlechtem Schlaf sowie grippeähnlichen Symptomen.

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Wann ist Heuschnupfenzeit?

Sobald der frühlingsbedingte Pollenflug beginnt, beginnt auch die Heuschnupfenzeit. Hatte man als Heuschnupfenallergiker noch vor wenigen Jahren wenigstens bis März seine Ruhe, hat sich die Zeit aufgrund der klimatischen Veränderungen immer näher an den Jahresanfang verschoben. Frühblüher wie Hasel oder Erle kommen im Februar. Die normale Blütezeit für Pflanzen wie der Weide, Pappel, Esche, Ulme, Buche, Birke oder Eiche ist aktuell zwischen Anfang März und Juni.

Je milder die Winter werden, desto früher beginnen die Pflanzen damit, ihre Pollen über den Wind in die Umgebung zu entlassen. In gemäßigten Klimazonen kann es passieren, dass die Heuschnupfenzeit sogar schon im Dezember startet.

Wie Mittel gegen Pollenallergie / Heuschnupfen wirken

Um Heuschnupfen oder Pollenallergie zu behandeln, greifen Mediziner zu unterschiedlichen Möglichkeiten. Zahlreiche Patienten erhalten Medikamente, die zur Linderung der HeuschnupfenSymptome beitragen. In diese Kategorie fallen zum Beispiel die Antihistaminika. Diese werden entweder als Tabletten oder als Nasenspray verkauft. Antihistaminika schwächen oder negieren die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin. Die Antihistaminika blockieren dabei die Histamin-Rezeptoren. Neben den positiven Effekten haben Antihistaminika auch Nebenwirkungen. Zu diesen gehören Benommenheit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit sowie Schläfrigkeit.

Eine andere Behandlungsform ist die Hyposensibilisierung. Unter medizinischer Aufsicht wird das Immunsystem des Patienten dabei Schritt für Schritt an die auslösenden Polleneiweiße gewöhnt.

CBD bei Heuschnupfen – Wie Cannabidiol wirkt

Die Behandlung von Heuschnupfen beruht auf drei Säulen. Bei der ersten soll man die Auslöser meiden. Dabei begeben sich Allergiker in eine Allergen-Karenz. Bei der zweiten wird über Hyposensibilisierung das Immunsystem an die Allergene gewöhnt. CBD bei Heuschnupfen kann bei der dritten Säule, der Linderung der Symptome, helfen.

CBD wirkt bei Heuschnupfen über das ECS

Eine große Rolle bei Heuschnupfen spielt das körpereigene Cannabinoidsystem, das man auch Endo-Cannabinoid-System (ECS) nennt. Eine der wichtigsten Funktionen des ECS ist die Gewährleistung des homöostatischen Gleichgewichts des Körpers. Heuschnupfen als allergische Reaktion ist eine Überreaktion des Immunsystems und bringt es aus dem Gleichgewicht. Die somit gesteigerte Histamin-Produktion schädigt den Körper. Da das ECS das Immunsystem positiv unterstützt, kann das CBD darüber dazu beitragen, dass das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht kommt. Das CBD verhindert über das ECS die übermäßige Produktion von Histamin. Somit werden die Heuschnupfensymptome wie das Anschwellen der Atemwege und der Nasenhöhlen gelindert. Es passiert auch, dass die Schwellungen komplett zurückgehen.

CBD wirkt entzündungshemmend bei einer Pollenallergie

Viele Schleimhäute im Körper entzünden sich bei Heuschnupfen. Eine im März 2014 publizierte Studie[1] zeigt, wie CBD bei Entzündungen helfen kann. Dabei wurde festgestellt, dass CBD die Entzündungen reduziert.

Eine Studie[2] aus dem Jahr 2011 legt nahe, dass CBD die Menge an Histaminen im Blut senken kann. Dabei wirkt CBD bei Heuschnupfen wie ein Antioxidans. Diese sind in der Lage, die Sekretion von Mastzellen zu verringern. Diese Zelltypen sind für die Freisetzung von Histaminen in das Blut verantwortlich.

Nicht nur in den Atemwegen und den Augen treten die Symptome des Heuschnupfens auf. Durch Heuschnupfen können Hautausschläge auftreten. Diese kommen als allergische Dermatitis oder auch als Ekzeme vor. Eine Studie[3] aus dem Jahr 2018 hat gezeigt, dass CBD bei einer experimentellen Anwendung bei allergischer Kontaktdermatitis eine entzündungshemmende Wirkung gezeigt hat.

CBD gegen den Juckreiz bei Heuschnupfen

Eine weitere Studie[1] stellt einen Zusammenhang zwischen CBD und der Verbesserung des Juckreizes durch Heuschnupfen her. Dabei wurde festgestellt, dass Cannabinoide auch bei vielen weiteren Hauterkrankungen helfen können. Die Forscher legen aber nahe, sich aufgrund der zahlenmäßig vergleichsweise geringen Studienlage mehr mit den Zusammenhängen zwischen CBD und dem Juckreiz bei Heuschnupfen zu beschäftigen.

Cannabidiol bei heuschnupfenbedingter Schlaflosigkeit

Nicht nur die Symptome von Heuschnupfen können durch das CBD angegangen werden. Die meisten der Betroffenen leiden neben den eigentlichen Symptomen vor allem an Schlafmangel. CBD wirkt in seinen verschiedenen Darreichungsformen beruhigend auf den Körper. Speziell die Muskeln entspannen sich.

In einer von der University of Colorado veröffentlichen Studie[2] wird der Fall einer 10-jährigen Patientin beschrieben. Zwar lag die Ursache der Schlafstörung nicht bei einer allergischen Reaktion, sondern bei einer posttraumatischen Belastungsstörung, aber CBD erleichterte dem Mädchen das Einschlafen. Sogar die Qualität des Schlafes wurde durch das CBD verbessert.

Im Rahmen einer Studie[3] der Universitiy of Michigan befragte man eine Vielzahl an Studienteilnehmern, ob ihre Schlafprobleme nach der Einnahme von CBD geringer wurden. 80 % der Teilnehmer bestätigten, dass die Qualität und die Quantität des Schlafes verbessert wurden.

Anwendung von CBD bei Pollen Allergien

Empfohlen bei Allergien wird die Einnahme von Vollspekturm-CBD-Ölen. Dort sollten neben Flavonoiden und Terpenen auch Phytocannabinoide enthalten sein. Laut zahlreichen Erfahrungsberichten wurden bereits mit 5%igen CBD Ölen gute Ergebnisse erzielt.

Bei Heuschnupfen als Form der Pollenallergie empfehlen Fachleute, mit der Einnahme bereits vor der Hochsaison der Blütezeit zu beginnen. Ein guter Wegweiser sind Pollenflugkalender oder entsprechende Apps.

Die tägliche Dosis CBD Öl kann je nach Verlauf der Heuschnupfenzeit variiert werden. Sollten Akutfälle auftreten, kann in der Regel eine Verdoppelung der Dosis bedenkenlos durchgeführt werden.

Verschiedene Darreichungsformen von Cannabidiol bei Heuschnupfen

Für die verschiedenen Symptome von Heuschnupfen bieten sich jeweils passende CBD-Produkte an. Neben dem klassischen CBD Öl können die Auswirkungen auf die Atemwege durchaus durch das Inhalieren von CBD gelindert werden. Eine schnelle Form dafür sind CBD Liquide. Diese können einfach über Vaper (E-Zigaretten) aufgenommen werden.

Sollten durch Heuschnupfen juckende Stellen auf der Haut auftreten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zu diesen zählen zum Beispiel CBD Cremes oder auch CBD Salben. Für den Bereich des Gesichts ziehen viele Menschen auch CBD Kosmetika vor.

Fazit

  • CBD bei Heuschnupfen hat vor allem bei der Behandlung der Symptome gute Chancen. Da CBD entzündungshemmend wirkt, kann es bei geschwollenen Augen oder Nasen eingenommen werden. Neben den eigentlichen Krankheitssymptomen kann CBD auch bei heuschnupfenbedingter Schlaflosigkeit helfen. Sowohl als CBD Öl, CBD Liquid als auch als CBD Salben, CBD Cremes oder auch CBD Kosmetika kann der Wirkstoff sinnvoll eingenommen oder aufgetragen werden.

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.


[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30142706 – 19.05.2020

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27768570 – 19.05.2020

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28926791 – 19.05.2020

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".