Krankheiten

Magersucht

magersucht
Geschrieben von Stefan K.

CBD bei Magersucht

Eine der bekanntesten Formen einer Essstörung ist die Magersucht – auch Anorexia nervosa genannt. Davon Betroffene nehmen den eigenen Körper in der Regel so verzerrt wahr, dass sie Angst davor haben, an Gewicht zuzunehmen. Daher verweigern Sie oftmals die Nahrungsaufnahme.

Über 100.000 Menschen[1] sind in Deutschland magersüchtig. Davon am meisten betroffen sind Frauen zwischen 15 und 35 Jahren. Bei den Jungen und Männern sind die Zahlen etwas niedriger, aber nicht weniger besorgniserregend. Denn für viele Menschen gilt oftmals noch das Schönheitsideal, dass lediglich besonders schlanke Personen hübsch seien. Dieser soziale Druck befeuert laut Experten den Anstieg der Krankheit.

Anorexia nervosa wird als eine psychische Krankheit diagnostiziert. Was aber genetische Dispositionen sowie soziale Auslöser nicht ausschließen. CBD bei Magersucht kann auf mehreren Ebenen hilfreich sein. Zum einen ist hier die Eigenschaft hilfreich, die mit Magersucht oftmals Hand in Hand gehenden Depressionen durch die gemütserhellenden Einflüsse von CBD zu lindern, zum anderen wirkt CBD bei Magersucht je nach Anwender appetitanregend. Wichtig ist zu erwähnen, dass Magersucht mit die höchste Sterberate aller psychischen Erkrankungen aufweist. Rund 15 Prozent sterben an den Folgen der Unterernährung oder begehen Suizid.

Ursachen von Magersucht

Ursächlich für die Magersucht scheinen verschiedene Faktoren und womöglich deren Zusammenspiel zu sein. Eine alleinige Ursache scheint der aktuelle Forschungsstand noch nicht ausgemacht zu haben. Grundlegende Einigkeit herrscht unter Medizinern und Psychologen allerdings darin, dass wahrscheinlich eine Kombination aus sozialen, genetischen und psychischen Faktoren eine Rolle spielt. Untersuchungen bei Magersüchtigen ergaben, dass sich deren Hirnfunktion verändert habe. Ob dies allerdings die Folge oder gar die Ursache der Krankheit ist, ist noch nicht geklärt.

Die Faktoren, die vermutlich zusammen Magersucht begünstigen oder gar auslösen, sind die genetische (familiäre) Veranlagung, der soziale Druck durch Schönheitsideale, ein Mangel an Selbstwertgefühl sowie noch genauer zu untersuchende innerfamiliäre Auslöser.

Oftmals können auch vorgelagerte Depressionen dazu führen, in eine Magersucht abzurutschen. In diesen Fällen kann CBD sozusagen präventiv und stimmungsaufbauend gegen Magersucht wirken.

Noch nicht zur Gänze bewiesen, aber hier dennoch aufgelistet, ist eine Form der körperlichen Ursache. So stehen unregelmäßige Hormonproduktionen im Verdacht, ebenfalls Magersucht zu begünstigen.

Wie Mittel gegen Magersucht wirken

Eine Therapie gegen Magersucht wird oftmals dadurch erheblich erschwert, dass die Betroffenen keine Einsicht darin haben, auch tatsächlich an einer Krankheit zu leiden. Sollte man sich dann doch für eine meist stationäre Behandlung (weg aus dem pathogenen Umfeld) entschlossen haben, werden oftmals tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische, körpermedizinische und in den meisten Fällen systemisch-familientherapeutische Methoden angewandt. Letzteres bedeutet, dass nicht der Betroffene allein, sondern dessen oder deren ganze Familie miteinbezogen wird.

Psychodynamische Behandlungsansätze sollen dem Patienten unbewusst Konflikte vor Augen halten, die womöglich zur Essstörung geführt haben. Alle Therapien haben unter anderem die Ziele, das Verhältnis zum Essen zu normalisieren, die verzerrte Körperwahrnehmung zu beeinflussen sowie allgemein die soziale Kompetenz zu steigern. CBD bei Magersucht kann zum Beispiel dazu beitragen, das Verhältnis zum Essen durch gezielte Beeinflussung des Hungergefühls zu verbessern.

CBD bei Magersucht – wie Cannabidiol wirkt

Viele Studien[2] befassen sich mit den positiven Eigenschaften, welche CBD gegen Magersucht und anderen Essstörungen haben kann. Diese und weitere Untersuchungen geben Grund zur Schlussfolgerung, dass CBD bei Magersucht helfen kann, den Appetit anzuregen. Es wird dadurch von den Betroffenen nicht mehr als „Feind“, sondern mehr und mehr als der Genuss von Speisen angesehen. Dazu ist allerdings zu sagen, dass einige Anwender auch gegenteilige Erfahrungen mit CBD zu machen scheinen. Es gilt also unbedingt individuell herauszufinden, wie CBD auf einen selbst wirkt.

  • 1. CBD Öl ist kein Wundermittel, kann aber helfen!

    Cannabis und der darin enthaltene Stoff "CBD" ist sicherlich kein Wundermittel, aber für viele Menschen ein natürliches Hilfsmittel bei über 65 verschiedenen Krankheitsbildern. CBD ist noch recht unerforscht, aber viele Wissenschaftler, Ärtze und Apotheker entledigen sich des Cannabis-Stigmas und erforschen die möglichen Wirkungen von Cannabidiol. Wichtig ist hier immer: Es kann helfen - muss aber nicht.

  • 2. CBD spricht das Endo-Cannabinoid-System an

    Kein Mensch nimmt CBD ohne Grund ein! CBD gehört zu der Gruppe der Cannabinoiden, die in vielen verschiedenen Pflanzen und Lebensmitteln natürlicher Weise vorkommen. Diese Cannabinoide sprechen das Endo-Cannabinoid-System an, welches jeder Mensch besitzt. Über verschiedene Rezeptoren innerhalb dieses Systems werden dann die verschiedenen Baustellen im Körper natürlich reguliert, erneuert und repariert.

  • 3. Auch in der Muttermilch ist CBD enthalten!

    In einer Studie von 2017 wurde belegt, dass Cannabinoide nicht nur natürliche Bestandteile der Cannabis-Pflanze sind, sondern dass sie schon in der Muttermilch vorkommen. Sie sind nicht nur für wichtige neurologische Wachstumsphasen wertvoll, sondern haben noch weitere erstaunliche Funktionen. Ohne die Cannabinoide der Milch würden die Babys nicht mehr hungrig sein und weniger saugen! Erstaunlich, aber wahr.

  • 4. CBD ist der Allrounder unter den Cannabinoiden

    Obwohl jedes Cannabinoid für sich selber spezielle Wirkungsmechanismen hat und nicht ohne Grund besteht, ist CBD der Allrounder unter den Cannabinoiden. So kann es nicht nur entzündungshemmend, sondern unter anderem auch das Zellwachstum von kranken Zellen hemmen, anxiolytisch oder immunsuppressiv wirken. Somit empfiehlt es sich immer CBD zu sich zu nehmen und ergänzend dazu (z.B. in einem Vollspektrum Öl) auch andere Cannabinoide wirken zu lassen.

  • 5. CBD macht nicht high und bekämpft das THC

    Cannabidiol ist der sogenannte Antagonit des THC´s. THC steht für Tetrahydrocannabinol. Es wirkt psychoaktiv und ist in gezüchteten Cannabisblüten enthalten. Das CBD wirkt dabei gegen das "high" Gefühl. So ist in CBD Produkten nicht nur lediglich ein Spurenelement an THC (weniger als 0,2% THC) enthalten, sondern durch den hohen CBD Gehalt wird das "high" komplett eingedämmt. Auf diese Weise sind CBD Produkte völlig legal und für den Alltag geeignet.

  • 6. Die WHO hält CBD für unbedenklich

    Die Welt-Gesundheits-Organisation - WHO - hält CBD in einem kritischen 27-Seiten-Report für unbedenklich. So heißt es: „Reines CBD und Produkte daraus mit weniger als 0,2 % THC-Gehalt werden in keiner Weise in die Drogenkonventionen aufgenommen“. Als Grund wird genannt, dass bei CBD keine Gefahr der Abhängigkeit besteht und es kein Missbrauchspotenzial gibt. CBD ist somit genauso unbedenklich wie Wasser!

  • 7. CBD ist kein Dopingmittel und wird im Profisport genutzt

    Aufgrund seiner positiven Eigenschaften kann CBD zum Beispiel Entzündungen lindern oder die Regeneration fördern. Auf diesen Gründen nutzen vornehmlich in den USA viele Profisportler aus dem Football, Basketball oder Kampfsportarten das legale CBD. So gibt es sehr bekannte Profisportler, die für diese Präperate werben. Im August 2019 sorgte UFC Champion Nate Diaz für Aufsehen, als er vor einem Kampf einen CBD Joint rauchte und dies völlig legal war. CBD ist auf der Dopingliste der Welt-Anti-Doping-Agentur explizit ausgeschlossen und nicht aufgeführt.

  • 8. CBD kann auch verschrieben werden

    Natürlich ist Cannabidiol in der Schulmedizin noch nicht so verbreitet, da sich die Ärtze erst einmal über CBD informieren, Stigmatas ablegen und Erfahrungen sammeln müssen. Es gibt jedoch jetzt schon etliche Fachärzte und Allgemeinmediziner, die gerne auf Cannabis als Medizin zurückgreifen. Bei schwerwiegenden Fällen ist es keine Seltenheit, dass CBD verschrieben wird.

  • 9. CBD bzw. Cannabis kann die Umwelt reinigen

    Cannabis ist eine Pflanze, welche natürlicher Weise fast überall auf der Welt wachsen kann. Sie hat zudem die Eigenschaft, dass sie bis zu viermal so viel CO2 verbraucht wie Bäume. Zusätzlich zieht der Hanf Giftstoffe und radioaktive Chemikalien aus dem Boden! Cannabis kann somit die Umwelt reinigen und würde sehr viel zur Verbesserung des Klimas beitragen.

    https://pixabay.com/de/photos/hanfpflanze-hand-cannabis-sativa-3661210/
  • 10. CBD gibt es in unzähligen Darreichungsformen

    Der großen Allgemeinheit ist CBD in Form eines CBD Öls bekannt. Dies liegt daran, dass es leicht zu dosieren ist und gut aufgenommen werden kann. Aber es gibt noch viele andere CBD Produkte wie zum Beispiel E-Liquids, Salben, Cremen, Pasten, Blüten, Süßigkeiten, Lebensmittel oder Kristalle. Viele dieser Produkte finden Sie auf unserem kostenlosen Bewertungsportal Cannatrust.eu!

CBD in seinen Darreichungsformen CBD Öl, CBD Liquide, CBD Salben oder auch CBD Cremes wirkt im Zusammenhang mit dem körpereigenen ECS, dem Endocannabinoid-System. Forschungen[3] legten unlängst nahe, dass das ECS in einem nicht unwesentlichen Zusammenhang mit der Magersucht stehen könnte. Die Ausschüttung des Botenstoffes Ghrelin wird über das ECS[4] gesteuert. Kommt es hierbei zu einer Störung, führt dies unter Umständen zu einem teils dramatischen Gewichtsverlust. CBD kann über das ECS regulierend auf die Ausschüttung und die Produktion dieses Botenstoffs einwirken.

Das Gehirn von Frauen ohne Magersucht und jenes von magersüchtigen verglichen Wissenschaftler im Rahmen einer Studie[5]. Bei Patientinnen mit Magersucht konnte man einen signifikanten Anstieg der Dichte an CB1-Rezeptoren in anderen Gehirnregionen nachweisen, als bei davon nicht betroffenen Frauen. Hinzu kam, dass bei Patientinnen mit Magersucht die Konzentration natürlicher Cannabinoide im Körper bedeutend geringer war. Die Verwendung von CBD legt nahe, dass es bei Magersucht regulierend eingreifen kann.

Das ECS ist im Körper auch dafür zuständig, dass das Gehirn in Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme reagiert. Die Botenstoffe aus dem Endocannabinoid-System signalisieren dabei, ob der Mensch hungrig oder satt ist. Bei Magersüchtigen ist das Versenden der Botenstoffe ans Gehirn gestört. CBD bei Magersucht soll helfen, diese Abläufe wieder zu normalisieren.

CBD bei Magersucht kann auch einige der psychischen Folgen der Erkrankung mitbehandeln. Zwar hat CBD nicht die psychoaktive Wirkung wie das artverwandte THC, aber es wirkt beruhigend. Somit können Angstzustände, ausgelöst durch das verfälschte Körperbild, und Depressionen, geschuldet der verzerrten Selbst- und Fremdwahrnehmung, behandelt werden.

Magersucht zieht häufig eine Darmträgheit nach sich, sowie chronische Verstopfung, Magenkrämpfe und Übelkeit. Durch die Appetitregulation von CBD bei Magersucht können diese Folgeerkrankungen der Anorexia nervosa gemildert oder sogar gehemmt werden. Zusätzlich hilft die Wirkung von CBD bei Magersucht dabei, beruhigend auf den Darm und auf das Übelkeitsgefühl einzugehen.

Fazit

  • Magersucht ist eine Volkskrankheit speziell in westlichen Industrienationen und betrifft zwar auch (junge) Männer, aber Frauen und junge Mädchen sind laut aktuellen Daten deutlich mehr davon betroffen.
  • Die appetitanregende Wirkung von CBD bei Magersucht kann den Betroffenen helfen, wieder in einen natürlichen Essrhythmus zu kommen.
  • CBD kann jedoch auch appetithemmend wirken, weshalb die Wirkung individuell getestet werden sollte.
  • CBD Öle sowie CBD Liquide (E-Zigaretten) werden auch zur Behandlung möglicher Folgeerkrankungen wie Angstzuständen oder Depressionen verwendet. Da beide nicht nur eine Folge, sondern teilweise auch Auslöser von Magersucht sein können, kann CBD bei Essstörungen auch präventiv angewandt werden.


[1] https://www.therapie.de/fileadmin/dokumente/Presseartikel/therapiede_Infokasten_Essstoerungen.pdf – 27.09.2019

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5678490/ – 24.09.2019

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18926548 – 24.09.2019

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23829365 – 24.09.2019

[5] https://www.biologicalpsychiatryjournal.com/article/S0006-3223(11)00507-5/fulltext – 24.09.2019

Weitere Studien

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18926548

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23829365

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10575285

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, dann ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".