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CBD zur Rauchentwöhnung

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Geschrieben von Stefan K.

Durch CBD mit dem Rauchen aufhören?

Pro Jahr sterben alleine in Deutschland mehr als 100.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft rauchen junge Menschen eher gelegentlich, ältere regelmäßiger und in einer höheren Frequenz. Experten gehen davon aus, dass in der Bundesrepublik trotz rückläufiger Zahlen immer noch 12 Millionen Menschen rauchen.

Raucher, die aufhören wollen, gibt es genug. Das Problem, das Aufhören mit dem Rauchen fällt den meisten sehr schwer. Das Cannabinoid CBD kann bei der Entwöhnung des Rauchens eine nicht zu unterschätzende Hilfe sein. Gewonnen aus der Cannabispflanze, kann es zum Beispiel dabei helfen, die Entzugserscheinungen nach dem Aufhören abzumildern. So kann CBD die Rückfallquote verringern.

CBD wirkt im Gegensatz zum artverwandten THC nicht psychoaktiv, verursacht keine Rauschzustände und macht ebenso wenig abhängig. Für Raucher, die sich an das Inhalieren gewohnt haben, bieten sich CBD Liquide als Einnahmeform an. Diese können über einen E-Verdampfer (E-Zigarette) eingenommen werden.

Die Hürden beim Aufhören mit dem Rauchen

Gefragt, wann sie rauchen, antworten die meisten Raucher, dass sie in stressigen Situationen, bei Depressionen, wenn sie Angst verspüren oder aus Langeweile zum Glimmstängel greifen. Daraus resultiert bei vielen Betroffenen eine psychische wie auch physische Abhängigkeit. Das in Tabak enthaltene Nikotin löst im Körper ein kurzes, aber dafür starkes Rauschgefühl aus. Dies ist in der Regel auch der Grund für die Sucht. Wird dem Körper des Süchtigen die Droge entzogen, zeigen sich Entzugserscheinungen.

Bei der psychischen Abhängigkeit geht es meist um tägliche Rituale. Dazu zählen die „Fluppe“ zum morgendlichen Kaffee, das schnelle Rauchen in der Pause, die letzte „Kippe“ vor dem Schlafen oder auch die berühmte „Zigarette danach“. Alle diese Formen zeigen, dass hierbei nicht das Nikotin, sondern die Tätigkeit an sich die auslösende Komponente darstellt. Das Rauchen wird also mit einem Ereignis verbunden, nicht mit einem Inhaltsstoff. Das Durchleben dieser Situationen, ohne dabei zu rauchen, zählt zu den größten Hürden auf dem Weg zu einem rauchfreien Leben.

Sozialer Druck ist neben den aufgeführten Punkten der dritte Faktor, warum manche nicht mit dem Rauchen aufhören können. Das Feiern mit rauchenden Freunden, die soziale Interaktion mit den rauchenden Kollegen oder auch andere soziale Situationen, die man mit Rauchern teilt, machen das Aufhören zu einer schweren Aufgabe.

Wie CBD bei der Rauchentwöhnung hilft

Wer Rauchen als Genuss betrachtet, wird davon wohl nicht loskommen wollen. Für jene, die das Rauchen als schlechte Angewohnheit erachten, gibt es immer einen Weg, diese aufzugeben. Forscher [1] aus London haben festgestellt, dass CBD beim Beenden von solchen Gewohnheiten helfen kann. Die von den Forschern vorgelegten Studienergebnisse verstärken den positiven Eindruck, den CBD bei der Entwöhnung von Nikotin hinterlassen hat. Im Rahmen dieser Studie wurden 24 Raucher, die mit ihrer Sucht abschließen wollten, in zwei Gruppen unterteilt. Die eine erhielt ein Placebo, die andere CBD. Beide Gruppen nahmen ihre Dosis über einen Inhalator über den Zeitraum von einer Woche ein. Angewendet sollte das Gerät dann werden, wenn sich das Rauchverlangen meldete.

Verminderte sich der Zigarettenkonsum bei den Teilnehmern der Placebo-Gruppe nicht, sank dieser in der CBD-Gruppe signifikant um 40 %. Folgeuntersuchungen der Probanden zeigten sogar eine Beibehaltung des Verhaltens über einen längeren Zeitraum. Die Forscher gehen davon aus, dass die Rezeptoren des Endo-Cannabinoid-Systems (ECS), welche vom CBD angesprochen werden, zum einen bei der kurzfristigen Entwöhnung helfen, aber auch Auswirkungen auf bestimmte Gedächtnisprozesse haben, die sich um Erinnerungen drehen. Diese sind laut Experten mit dafür verantwortlich, dass Raucher immer wieder zur vertrauten Zigarette greifen. CBD kann also über den Einfluss auf das ECS die Erinnerung eines Rauchers, dass Rauchen vom Körper belohnt wird, verdrängen. Somit lässt sich konstatieren, dass CBD beim Rauchen bei der Nikotinentwöhnung hilfreich sein kann.

CBD gegen die Entzugserscheinungen

Es ist eine Sache, mit dem Rauchen aufzuhören, aber eine andere, nicht wieder anzufangen. Der an das Rauchen gewöhnte Mensch leidet in der Regel nach dem Aufhören an körperlichen und geistigen Entzugserscheinungen. Diese können ehemalige Raucher dazu veranlassen, wieder anzufangen.

Zu den häufigsten Entzugserscheinungen zählen …

  • Wut und Gereiztheit,
  • Angst und Nervosität,
  • Konzentrationsschwächen,
  • innere Unruhe/ Stress,
  • mehr Appetit,
  • Kopfschmerzen
  • Schlaflosigkeit,
  • Zittern,
  • Magenprobleme sowie
  • Depressionen.

Gegen diese Formen des Entzugs kann CBD ein probates Mittel sein.

CBD bei Frustration, Wut und Gereiztheit

Wer mit dem Rauchen aufgehört hat, kann bei sich durchaus die Entzugserscheinungen Frustration, Wut sowie Gereiztheit – in einem Wort, Stress – feststellen. Nicht nur, dass zur Bewältigung dieses Stresses viele erneut zur Zigarette greifen, chronischer Stress kann negative Folgen auf das Immunsystem haben.

Den Stress, den das Nichtrauchen verursacht, kann CBD bekämpfen. CBD kann Stress minimieren, weil es über das ECS im menschlichen Gehirn die Steuerung der Produktion von Serotonin beeinflusst. Somit können dem Stress erhöhte Glücksgefühle entgegengesetzt werden. CBD kann langfristig speziell den chronischen Stress bekämpfen, der bei Rauchern nach dem Aufhören oft entsteht. CBD hilft auch dabei, dass Stress nicht die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten erhöht. Paradoxerweise hilft es deswegen, weil es die Produktion des Stresshormons Cortisol hemmt. Zwar wirkt dieses eigentlich auch entzündungshemmend, aber bei einer stressbedingten Überproduktion greift es das Immunsystem an. Wer also durch das Nichtrauchen erhöhten Stress verspürt, kann mit CBD hier regulierend eingreifen. Belegt wird das Wirken von CBD auf den Cortisolspiegel auch durch eine Doppelblindstudie[2]. Bei der Placebogruppe änderte sich der Cortisolspiegel nicht, bei der CBD-Gruppe hingegen sank dieser signifikant. Die Teilnehmer der CBD-Gruppe verspürten dadurch deutlich weniger Stress.

CBD bei Angstzuständen und Nervosität

Zu den sozial erkennbaren Entzugserscheinungen bei Menschen, die das Rauchen aufgegeben haben, zählen Angstzustände und erhöhte Nervosität. Nicht nur im privaten Alltag, auch im beruflichen Umfeld können beide Zustände zu erheblichen Beeinträchtigungen führen. Statt wieder zur Zigarette zu greifen, lediglich, um wieder „funktionieren“ zu können, vertrauen viele ehemalige Raucher hierbei auf das Cannabinoid CBD.

Zu dem Schluss, dass CBD anxiolytische Eigenschaften birgt, kam eine Studie[3] aus dem Jahr 2011. Auch hierbei wurden zwei Gruppen gebildet. Bei der Gabe des CBD wurde alterniert – d. h., die Gruppen bekamen abwechselnd CBD und Placebos. Das Ergebnis offenbarte, dass bei jenen, die das CBD erhielten, die Ängste deutlich reduziert wurden. Die Forscher vermuten, dass das CBD dabei auf den limbischen als auch auf den paralimbischen Gehirnbereichen einwirkt. Speziell Raucher, die mit ihrer Sucht Ängste wie Nervosität mildern wollen, können nun stattdessen CBD verwenden.

CBD bei Konzentrationsschwäche

Wer eine Sucht wie das Rauchen überwinden will, steht speziell im Alltag schnell vor dem Problem, sich abseits der Fokussierung darauf, auf wenig sonst gezielt konzentrieren zu können. Konzentrationsschwäche ist eine der Haupt-Entzugserscheinungen beim Aufhören mit dem Rauchen.

CBD kann in diesem Fall über einen ganz speziellen Weg hilfreich sein. Experten haben bei einem Experiment[4] festgestellt, dass sich die Leistung bei den Probanden bei den meisten gestellten Aufgaben erheblich verbesserte, wenn sie entweder gut geschlafen oder anderweitig entspannt waren. Man geht davon aus, dass Konzentrationsleistungen nur in Kombination mit einer Grundentspannung langfristig funktionieren. CBD kann durch seine beruhigende Wirkung dabei helfen, auch in der Entwöhnungsphase des Rauchens, in der viele Gedanken um die Zigaretten kreisen, die Konzentration auch bei anderen Themen aufrechtzuerhalten. Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus hilft zusätzlich bei der Konzentration. CBD kann, wie weiter unten aufgeführt, auch hierbei helfen.

CBD bei mehr Appetit

Viele Menschen wollen mit dem Rauchen nicht aufhören, weil sie fürchten, danach mehr zu essen. Auch bei dieser Nebenwirkung des Aufhörens mit dem Rauchen kann CBD helfen. Die Europäische Union hat eine Studie[5] in Auftrag gegeben, bei der 18 Gene identifiziert wurden, die den Menschen anfällig für Übergewicht machen. Einige davon haben direkt oder indirekt mit Stress zu tun. Dieser Stress kann ein Indikator für mehr Appetit und somit für Übergewicht sein. Dass Arbeitsstress hier besonders erschwerend hinzukommt, haben Forscher in einer weiteren Studie[6] publiziert. Gegen diesen Stress kann CBD helfen, den Körper zu beruhigen und somit Fressattacken zu verhindern. Auch der Appetit auf Snacks wird dadurch verringert.

Damit kann man festhalten, dass CBD, obwohl es bei Magersucht eine appetitanregende Wirkung aufweist, bei der Rauchentwöhnung einen Effekt auf der Konservierung des Gewichts haben kann.

CBD bei Kopfschmerzen

Viele Raucher, die mit ihrer Sucht gebrochen haben, berichten in der Phase der Entwöhnung davon, leichte bis starke Kopfschmerzen durch den Entzug zu verspüren. Oftmals kommen diese Kopfschmerzen ursächlich aus einem hormonellen Ungleichgewicht. CBD kann hierbei durch dessen Einfluss auf die Serotoninproduktion helfen.

Dabei ist das Glückshormon Serotonin nicht nur für das psychische Wohlbefinden eines Menschen ein entscheidender Faktor, auch beim Hemmen von Schmerzen leistet es Beachtliches. Da CBD die Produktion von Serotonin anregt, hilft es bei der Bekämpfung von Schmerzen. Davon betroffen sind auch jene Kopfschmerzen, die als Entzugserscheinungen nach dem Aufhören mit dem Rauchen auftreten.

CBD bei Schlaflosigkeit

Welcher Raucher kennt das nicht. Man liegt nachts wach und träumt mit offenen Augen von der nächsten Zigarette. Dieses Bedürfnis kann speziell dann verstärkt auftreten, wenn man erst vor kurzem mit dem Rauchen aufgehört hat. Somit zählt Schlaflosigkeit zu den Entzugserscheinungen.

Schlaflosigkeit wird auch Insomnie genannt. Menschen, die daran leiden, nahmen an einer Studie[7] der University of California teil. Dabei wurde festgestellt, dass CBD nicht nur die Qualität des Schlafes an sich verbessert, sondern auch durch seine beruhigende Wirkung das Einschlafen beschleunigen und somit erleichtern kann. Es kann konstatiert werden, dass CBD dadurch für Menschen, die frisch mit dem Rauchen aufgehört haben, die Phasen der Unruhe vor dem Einschlafen erheblich verkürzt. Auch die Fähigkeit von CBD, die Belohnungsmechanismen des Rauchens vergessen zu machen, hilft ehemaligen Rauchern dabei, frei von diesen Gedanken einzuschlafen.

CBD bei Zittern

Eine der häufigsten Entzugserscheinungen nach dem Aufhören mit dem Rauchen ist das Zittern der Hände. Dies kann zum einen auf den damit verbundenen psychischen Stress, zum anderen auf den Entzug des Nikotins zurückzuführen sein.

Ein ähnliches Zittern befällt den Körper beim Leiden unter einem [8], die sich mit der Gabe von CBD bei essentiellem Tremor befassten, stellten fest, dass nicht nur die spastischen Anfälle nachließen, sondern speziell das damit einhergehende Zittern dramatisch weniger wurde. Da die Quelle des Zitterns dabei laut den Forschern keine Rolle zu spielen schien, darf hoffnungsvoll angenommen werden, dass das durch die Nikotinentwöhnung auftretende Zittern durch die Einnahme von CBD auch gelindert werden kann.

CBD bei Magen- und Darmproblemen

Sobald die dämpfende Wirkung des Rauchens auf den Körper nachlässt, zeigen sich oftmals erhebliche Schäden, die bislang nicht bemerkt worden sind. Dazu zählen häufig Probleme mit dem Magen. Ein gereizter Darm durch das Einstellen des Rauchens kann sich durch Blähungen, Durchfall, BauchraumSchmerzen oder Verstopfung bemerkbar machen.

Speziell CBD Öl kann bei diesen Problemen helfen. CBD kann die Auswirkungen von Bauchkrämpfen ebenso wie das Auftreten und den Verlauf von Durchfall lindern.

CBD bei Depressionen

Personen, die mit dem Rauchen aufgehört haben, können dadurch in ein psychisches Loch fallen. Depressionen können hierbei eine der Folgen sein. Bemerkbar wird diese Form der Entzugserscheinung durch Lustlosigkeit, verminderten Antrieb, eine gedrückte Stimmung sowie ein vermehrtes Grübeln.

Dass CBD eine anti-depressive, in der Fachwelt anxiolytische genannte Wirkung hat, ist durch zahlreiche Studien[9] belegt. Sollten also ehemalige Raucher diese Form der entzugsbedingten psychischen Krankheit bei sich feststellen, kann die Einnahme von CBD helfen. Um die Wirkung von CBD beim Aufhören mit dem Rauchen hierbei zu verstärken, raten viele Betroffene dazu, das Cannabinoid über CBD Liquide und eine E-Zigarette aufzunehmen. Die Tätigkeit ähnelt der des Rauchens einer Zigarette und vermittelt somit dem Körper das Gefühl, man würde Tabak konsumieren.

Gegen die Depressionen helfen auch die stimmungsaufhellenden Eigenschaften von CBD.

Dosierung von CBD bei der Suchtbekämpfung

Wer also mit dem Rauchen aufhören möchte, kann bei der Entwöhnung CBD verwenden. Der natürliche Stoff aus der Hanfpflanze leistet auch gute Dienste bei der Behandlung der zahlreich auftretenden Entzugserscheinungen durch das Absetzen des Nikotins.

Einen allgemein gültigen Ratschlag, mit welcher Dosis man beginnen sollte und welche den besten Erfolg verspricht, kann man nur eingeschränkt geben. Dies liegt an den verschiedenen CBD-Darreichungsarten wie …

… und vielen weiteren, sowie an der körperlichen Konstitution und Aufnahmebereitschaft des Betroffenen. Ein Tipp, wie man sich bei der Rauchentwöhnung helfen kann, ist, dass man in einem Tagebuch die Menge an gerauchten Zigaretten mit der dazu eingenommenen Menge und Dosierung von CBD im Vergleich notiert. So kann man beobachten, wie viele Tropfen eines CBD Öls man zum Beispiel braucht, bis sich eine Reduktion des Zigarettenkonsums einstellt.


[1] https://www.alchimiaweb.com/blogfr/wp-content/uploads/2015/11/CBDcigarettes.pdf – 23.04.2019

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8257923 – 23.04.2020

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20829306 – 23.04.2020

[4] https://www.nature.com/articles/nn1200_1237#MOESM1 – 23.04.2020

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5678490/ – 23.04.2020

[6] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/oby.21733 . 23.04.2020

[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27768570 – 23.04.2020

[8] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5958190/ – 23.04.2020

[9] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4604171/ – 23.04.2020

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".