Krankheiten

Menstruationsbeschwerden (PMS)

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Geschrieben von Stefan K.

CBD bei Menstruationsbeschwerden (PMS)

An den Tagen vor der Periode leiden viele Frauen an PMS – dem prämenstruellen Syndrom. Dies ist kein einheitliches Krankheitsbild. Stattdessen äußern sich bei verschiedenen Frauen verschiedene Ausformungen. Menstruationsbeschwerden können sich bei Frauen in Form von Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühlen in den Brüsten, Schlaf- und Verdauungsproblemen, Wassereinlagerungen sowie Rücken-, Bauch- und Kopfschmerzen zeigen. Die Schmerzsymptome werden gemeinhin auch als Regelschmerzen bezeichnet. Während einige Frauen vergleichsweise glimpflich über diese monatliche Phase hinwegkommen, können andere in den Tagen vor der Menstruation ihren normalen Tagesaktivitäten nur schwer oder nicht nachgehen.

Seit sich die Forschung immer intensiver mit dem Cannabisprodukt CBD (Cannabidiol) beschäftigt, erkannte man unterschiedliche Möglichkeiten, wie der Stoff auf den (weiblichen) Körper Einfluss nehmen kann. Neben seinen entzündungshemmenden Eigenschaften kann CBD die Stimmung einer Frau harmonisieren. Zudem wirkt CBD bewiesenermaßen gegen Regelschmerzen.

CBD gehört zu den mehr als 100 verschiedenen Cannabinoiden der Hanfpflanze. Anders als das artverwandte THC wirkt CBD nicht psychoaktiv, verursacht keine Rauschzustände und macht ebenso wenig abhängig. Innerhalb der Europäischen Union sind nur CBD-Produkte legal zu kaufen, deren THC-Gehalt unter 0,2 % liegt.

Was ist das prämenstruelle Syndrom (PMS)?

Bei betroffenen Frauen kennzeichnet das prämenstruelle Syndrom die Gesamtheit sowohl emotionaler als auch körperlicher Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus stehen. In der Regel treten diese Arten der Menstruationsbeschwerden vier bis vierzehn Tage vor der Regelblutung auf – meist jeden Monat. Laut des Pschyrembel 2014 endet das PMS mit dem Einsetzen der Monatsblutung. Laut einer aktuellen Befragung[1] gaben 10 % der Frauen an, regelmäßig an den Symptomen des PMS zu leiden.

Die Symptome des PMS variieren ebenso von Frau zu Frau wie deren Schweregrad. Rund ein Viertel der Betroffenen berichten von starken Symptomen, rund acht Prozent von besonders starken. Letztere leiden zudem durch die Symptome während des PMS an einem erheblich eingeschränkten Sozialleben.

Zu den anerkannten körperlichen Anzeichen bei PMS zählen unter anderem Ödeme, Müdigkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Heißhunger und Appetitlosigkeit, schmerzhafte Brustschwellungen, Migräne oder auch die Aktivierung von latenten Entzündungsherden.

Psychische Anzeichen für PMS sind Stimmungsschwankungen, Antriebs- oder Ruhelosigkeit, Depressionen, Angstzustände, Aggressivität oder ein vermindertes Selbstwertgefühl.

Wie Mittel gegen Menstruationsbeschwerden wirken

Die klassischen Mittel gegen PMS sind Medikamente, eine gezielte Ernährung, Sport sowie Entspannungsübungen.

Medikamente bei Regelschmerzen

Vielfach verwenden betroffene Frauen bei der medikamentösen Behandlung von PMS hormonelle Verhütungsmittel. Diese sogenannten Ovulationshemmer verhindern den Eisprung. Zudem verwenden zahlreiche Frauen gegen die Rücken-, Brust-, Bauch- und Kopfschmerzen pharmazeutische Schmerzmittel.

Frauen, die an Beschwerden wegen der Wasseransammlung im Gewebe leiden, verwenden oftmals ausschwemmende Mittel. Diese Diuretika basieren oft auf Calcium oder Vitamin E.

Bei psychischen Beschwerden wie Depressionen können künstliche Stimmungsaufheller wie Serotonin-Hemmer helfen. Aufgrund der Nebenwirkungen raten Ärzte nur zu diesen, wenn andere Therapien wirkungslos waren.

Sowohl die Ovulationshemmer als auch die Serotonin-Hemmer bergen Nebenwirkungen und Risiken. Viele Frauen nehmen diese daher nicht.

Gezielte Ernährung, Sport und Entspannungsübungen bei PMS

Eine Ernährungsumstellung kann gegen die Beschwerden helfen. Dabei raten Experten oft zu weniger Schokolade, Salz, Alkohol und Koffein. Dafür sollte man als Betroffene mehr der Vitamine B6, D und E einnehmen. Mineralien wie Calcium oder Magnesium helfen ebenso.

Sport hat laut Experten einen positiven Einfluss auf den Körper und die Psyche. Nicht nur, dass durch Sport viel eingelagertes Wasser abtransportiert wird, die Stärkung des Unterleibes kann die Schmerzen bei PMS lindern. Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation können Erleichterung verschaffen.

Wie hilft CBD bei Menstruationsbeschwerden? – Wirkung von CBD PMS

CBD bei Regelschmerzen und Unterleibskrämpfen

CBD hat in seinen verschiedenen Darreichungsformen (CBD Öl, CBD Liquide, CBD Food, …) eine durch Studien[2] nachgewiesene schmerzlindernde Wirkung. Damit sind die Möglichkeiten, CBD bei Regelschmerzen bzw. schmerzhaften Menstruationsbeschwerden einzusetzen, gut. So können die Betroffenen CBD beispielsweise gegen die Auswirkungen von Migräne während des PMS verwenden. Vielfach berichten Frauen von heftigen Unterleibsschmerzen. Auch gegen diese Schmerzen bietet CBD Hilfe an.

CBD bei Menstruations-Kopfschmerzen

Betroffene Frauen berichten von teilweise unerträglichen Kopfschmerzen während des PMS. Studien[3] belegen, dass CBD Kopfschmerzen lindern kann.

CBD bei Menstruations-Schlafstörungen

Ohne erholsamen Schlaf, leidet der Körper. Vielfach berichten Frauen davon, dass sie während der Menstruation zum einen schlecht einschlafen, zum anderen der Schlaf an sich wenig bis nicht erholsam ist. Am Morgen fühlen sich die meisten davon schlapp und unausgeruht.

CBD wird bei Regel-bedingten Schlafstörungen verwendet. Vielfach Verwendung findet hierbei CBD Öl. Die Einnahme entspannt die Muskeln und beruhig ebenso den Geist. Dabei erzeugt CBD keine Rauschzustände, sondern eine natürliche innere Müdigkeit und Ruhe.

Belegt ist dieser Effekt durch eine Studie[4] der US-amerikanischen University of Michigan. Teilnehmer waren Menschen mit Schlafproblemen. Diesen wurden Cannabisprodukte als therapeutische Maßnahme gegeben. Jene Teilnehmer, deren Schlafprobleme durch Schmerzen ausgelöst wurden, sagten zu 80 %, ihre Schlafqualität habe sich signifikant verbessert. Auch die Menge an durchgehendem Schlaf nahm zu.

CBD bei Menstruations-Hautunreinheiten

Vor der Menstruation äußern sich die PMS-Beschwerden zahlreiche Frauen auch durch Probleme mit der Haut. In den 4 bis 14 Tagen vor dem Einsetzen der Monatsblutung passiert es häufig, dass es zu sichtbaren Hautunreinheiten kommt. Neben den körperlichen Beschwerden leiden die meisten Frauen auch psychisch unter diesem Zustand. CBD kann bei diesen PMS-Leiden durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften[5] helfen. Viele der Hautunreinheiten gehen auf Entzündungen zurück.

CBD bei Stress und Stimmungsschwankungen

Ein vordergründiges Syndrom der prämenstrualen Phase ist Stress. Dieser kann zu einer echten psychischen Belastung werden. Dabei werden vor der eigentlichen Menstruation Botenstoffe wie Adrenalin in einem ungesunden Maß ausgeschüttet. CBD hat vor der Menstruation einen ausgleichenden Effekt auf den Adrenalin-Spiegel. Ein Teil des Stresses rührt auch von den Stimmungsschwankungen bei der Menstruation her. Ein Grund dafür ist ein erhöhter Cortisol-Spiegel. Dieser ist neben den Stimmungsschwankungen auch für unbestimmte Angstgefühle verantwortlich. Im Rahmen einer Doppelblindstudie[6] wurde CBD Probanden mit einem erhöhten Cortisol-Spiegel verabreicht. Bei der Placebogruppe änderte sich nichts, die CBD-Gruppe hingegen verspürte erheblich weniger Stress. Der Cortisolspiegel war nachweislich gesunken.

CBD bei PMS-Ängsten und Depressionen

Das prämenstruelle Syndrom kann bei Frauen auch Ängste und Depressionen auslösen. Diesen kann man durch die Verwendung von CBD entgegenwirken. Forscher publizierten eine Studie[7], deren Ergebnisse klar belegen, dass CBD Öl Ängste lindern kann. Die Wirkung wurde durch die Teilhabe einer Kontrollgruppe bestätigt, deren Mitglieder reine Placebo-Stoffe erhielten.

CBD-Produkte bei Regelschmerzen und co.

Die Vielfalt an CBD Produkten erlaubt jeder Frau ein für sich ideales zu finden. CBD Öl ist wohl die bekannteste Darreichungsform. Zudem gibt es aber auch CBD Tropfen sowie CBD Kapseln. Beide sind einfach und leicht einzunehmen.

Andere Möglichkeiten, CBD gegen PMS einzunehmen, sind die bekannten CBD Gummibärchen. Diese gehören zur breiten Palette von CBD Food. Sie bieten auch all jenen Frauen einen Ersatz zu jenen Süßigkeiten, die aufgrund einer möglichen Ernährungsumstellung auf Zuckerhaltiges verzichten. Bei einigen oberflächlichen Auswirkungen von PMS können CBD Salben oder CBD Cremes angewendet werden.

CBD-Kristalle sind die reine Form des CBDs. Sollte man bei PMS auf den CBD-Entourage-Effekt setzen, sollten Vollspektrum-CBD-Produkte verwendet werden. Über den Entourage-Effekt können sich die Wirkungen von CBD verstärken.

CBD-Dosierung bei Menstruationsbeschwerden

Zur Dosierung von CBD kann man sagen, es gibt nicht die eine passende Dosis. Ein Herantasten an die ideale Menge ist immer notwendig. Diese hängt von der körperlichen Verfassung und der allgemeinen körperlichen Aufnahmebereitschaft ab. Grundsätzlich kann man aber raten, CBD-Produkte durchschnittlich 2 oder 3mal pro Tag einzunehmen. Sollte man besonders stark von PMS-Symptomen geplagt sein, spricht nichts gegen eine temporäre Verdopplung der üblichen Dosis. Ein guter Rat ist, sich an die Dosiervorschläge des Herstellers zu halten.

Der Start der Einnahme von CBD bei PMS empfiehlt sich kurz vor dem Erreichen der zweiten Zyklushälfte. Sollte man die Einnahme noch nicht gestartet haben, aber schon erste Anzeichen verspüren, kann man ebenfalls mit der Einnahme beginnen.

Fazit


  • CBD bei PMS, also ehe man Menstruationsbeschwerden ertragen muss, kann bei bestimmten Leiden helfen. Schmerzen können während des prämenstruellen Syndroms durch die Einnahme von CBD gelindert werden.
  • Psychischen Beschwerden wie Depressionen kann man die gemütserhellende Wirkung von CBD entgegenstellen.
  • Oberflächliche PMS-Symptome könnten durch das Einreiben mit CBD Ölen oder CBD Cremes verringert werden.


[1] https://www.sprechzimmer.ch/Krankheitsbilder/Praemenstruelles_Syndrom_PMS_Monatsbeschwerden_der_Frau.html – 19.05.2020

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30262735 – 19.05.2020

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5436334/ – 19.05.2020

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28926791 – 19.05.2020

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30262735 – 19.05.2020

[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8257923 – 19.05.2020

[7] https://www.cbd-anxiety-study.com/ – 19.05.2020

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".