Cannabinoide

CBD

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Geschrieben von Stefan K.

Cannabidiol

Das nicht-psychoaktive CBD ist neben seinem psychoaktiven Antagonisten THC eines der Hauptbestandteile des Naturprodukts Hanf. Nicht-psychoaktiv bedeutet, es löst weder einen Rauschzustand aus, noch steht es im Verdacht, abhängig zu machen. Seit die medizinische und therapeutische Relevanz des CBD bekannt geworden ist, mehren sich zum einen die Hersteller, zum anderen die nach vielen Studien belegten positiven Eigenschaften von Cannabidiol.

Was ist CBD?

Cannabidiol oder auch CBD gehört zur Gruppe der sogenannten Cannabinoide. Cannabinoide sind Wirkstoffe, die vor allem in der Cannabis- bzw. Hanfpflanze zu finden sind. Insgesamt sind heute mehr als 100 verschiedene Cannabinoide bekannt. Durch das weltbekannte und berauschend wirkende Cannabinoid THC denkt so mancher fälschlicherweise auch bei CBD an illegale Cannabisprodukte. Dies ist jedoch weit gefehlt. Cannabidiol als Substanz ist sowohl in Deutschland als auch in den meisten anderen Ländern der Welt legal. Das Besondere an Cannabidiol: Schon früh nach der Entdeckung des Stoffes begannen Forscher, die heilenden und präventiv gegen Krankheiten helfenden Eigenschaften dieses Stoffes zu erforschen – mit durchschlagendem Erfolg.

Man erkannte rasch, dass CBD schmerzlindernde Wirkstoffe in sich trägt, die sowohl Gelenks- wie auch Muskelschmerzen hemmen können. Einen positiven Effekt hat laut den Forschern CBD auch bei nervlichen Anspannungen, weil es entspannend wirkt. Studien[1] haben zudem ergeben, dass CBD antiepileptisch wirkt und somit bei zahlreichen Formen von Epilepsie eingesetzt werden kann. Auch leichte bis schwere Schlafstörungen können durch die Einnahme von CBD gelindert werden.

Die Wirkung von Cannabidiol (CBD)

Eine Sache muss man im Vorfeld erklären, um die Wirkungsweise des CBD im menschlichen Körper zu verstehen – das Endocannabinoid-System. Dieses ist ein essentieller Bestandteil des organischen Nervensystems. Es trägt Verantwortung für beispielsweise die Schmerzlinderung sowie für das Immunsystem. Was dieses System also beeinflusst, beeinflusst auch unsere Wahrnehmung von Schmerzen, Nervenschäden und den Allgemeinzustand unserer Gesundheit. Wissenschaftler weltweit haben sich mit dem Zusammenspiel des Endocannabinoid-Systems mit CBD auseinandergesetzt und kamen zu dem Schluss, dass das Cannabidiol einen positiven Effekt auf das ECS hat.

Dass Cannabidiol etwas ist, was dem menschlichen Körper gut tut, kann man schon an der Tatsache erkennen, dass in uns körpereigene Cannabinoide tagtäglich hergestellt werden. Zudem sitzen auf unseren Zellen die beiden Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2. CB1-Rezeptoren findet man überwiegend auf Nervenzellen, die beispielsweise im Gehirn für den Appetit, die Stimmung, die Schmerzen oder auch für die Koordination zuständig sind. CB2-Rezeptoren dienen speziell bei Zellen im Immunsystem für die Kommunikation zwischen Cannabinoiden und den Zellen an sich. Damit helfen sie, Schmerzen und Entzündungen effektiv entgegenzuwirken. CBD ist zusätzlich dafür zuständig, den körpereigenen Anandamid-Cannabinoid-Haushalt aufrechtzuerhalten. Dadurch wirkt das CBD auch antipsychotisch.

Die erwünschten Wirkungen von CBD

CBD hat zwei grundlegend sehr wünschenswerte Wirkeigenschaften – zum einen lindert es Schmerzen, zum anderen hemmt es Entzündungen. Neben diesen beiden Eigenschaften lässt sich festhalten, dass Cannabidiol eine nachweislich positive Wirkung auf einen zu hohen Blutdruck hat. Diese auch Hypertonie genannte Krankheit kann zu bestimmten Folgekrankheiten führen. Dazu zählen Schlaganfälle, Atherosklerose, Herz- oder Nierenversagen oder auch andere Gefäßerkrankungen. Laut einer Studie[2] senkt die Einnahme von CBD den Blutdruck signifikant. Weitere positive und somit erwünschte Wirkungen von CBD sind, dass es im Körper entkrampfend wirkt und es gegen Diabetes Typ 2 hilft. Mittlerweile ist die Reihe der Krankheiten, bei denen Cannabidiol helfen kann, sehr lang und wird stetig länger.

Nebenwirkungen von CBD?

Wer auf gute Qualität und hohe Produktionsstandards bei CBD-Produkten achtet, sollte in der Regel keine Angst vor schädlichen Nebenwirkungen durch den Konsum haben müssen. Grundlegend sollte vor der Einnahme jeglicher Mittel immer prophylaktisch ein Arzt konsultiert werden. Dies gilt besonders bei schon vorhandenen schweren oder gar chronischen Erkrankungen.

Frauen sollten lediglich während der Schwangerschaft und Stillzeit auf die Einnahme von CBD verzichten. Grund dafür ist, dass CBD möglicherweise die Schutzfunktion der Plazenta reduzieren könnte.

Nicht bewiesene, aber potentiell mögliche Nebenwirkungen nach der Einnahme von CBD sind ein erhöhter Augeninnendruck, eventuelle Wechselwirkungen mit Arzneimitteln, ein trockenes Gefühl im Mund, niedrigerer Blutdruck und leichte Benommenheit und Schläfrigkeit.

Es lässt sich also zusammenfassen, dass bei CBD ganz allgemein gilt, dass es keine Abhängigkeit verursacht, es nicht psychoaktiv wirkt (keine Rauschzustände), es in den meisten Fällen kein Gesundheitsrisiko darstellt und für die Anwendung sowohl beim Menschen als auch bei Tieren geeignet ist.

Was unterscheidet CBD von THC?

Beide Wirkstoffe, sowohl CBD als auch THC, werden aus der gleichen Pflanze gewonnen. Beide unterscheiden sich aber stark in Ihrer Wirkungsweise. THC wirkt psychoaktiv, macht den Konsumenten also umgangssprachlich „high“. Dies passiert bei der Einnahme von CBD nicht, denn es wurde nachgewiesen, dass es eine nicht-psychoaktive Substanz ist. Es tritt nach dem Konsum also kein Rauschzustand ein.

Für die Herstellung von Cannabidiol wird zudem speziell gezüchteter, THC-armer Nutzhanf verwendet. In der EU ist THC-reicher Hanf streng kontrolliert und in den meisten Regionen verboten. So sind in der EU ausschließlich Hanfsorten erlaubt, die maximal einen THC-Anteil von 0,2 % enthalten. Diese Sorten sind mittlerweile durch die EU zertifiziert und Hersteller dürfen ausschließlich diese Sorten verwenden.

CBD kaufen – Welche Produkte mit CBD gibt es?

CBD Produkte gibt es mittlerweile in zahlreichen verschiedenen Ausführungen. Dazu zählen unter anderem:

Im Übrigen existieren nahezu all diese Produkte auch als Vollspektrum-Produkte. Zudem existieren auch andere Cannabinoid-Produkte wie beispielsweise CBG Öl und viele mehr. Zusätzlich unterscheiden sich Produkte untereinander vor allem in ihrem Cannabinoidgehalt. So kann man allein beim CBD-Öl beispielsweise 2% CBD Öl, aber auch 30% CBD Öl finden.

Welches letztendlich das beste CBD Produkt für einen ist, muss jeder für sich selbst herausfinden. Die Produkte werden alle unterschiedlich eingenommen und können je nach Anwendungszweck mehr oder minder sinnvoll sein. Mehr dazu finden Sie in den entsprechenden Texten zu CBD Produkten.

Tipps zur richtigen Anwendung von CBD

CBD kann auf sehr unterschiedliche Art und Weise eingenommen werden. Genaue Informationen hierzu erhalten Sie auf unseren anderen Seiten. Generell sollte man mit einer vergleichsweise geringen Dosierung beginnen und sich dann langsam steigern.

Sowohl die richtige Art der Einnahme als auch die perfekte Dosierung ist für jeden Menschen unterschiedlich. Hier gilt also die alte Weisheit „Probieren geht über Studieren“.

Fazit

  • CBD ist das derzeit beliebteste nicht-psychoaktive Cannabinoid, was nicht zuletzt an seinem enorm breiten und zunehmend gut erforschten Wirkspektrum liegt


[1] https://psychcentral.com/news/2012/06/07/marijuana-compound-may-beat-antipsychotics-at-treating-schizophrenia/39803.html – 30.07.2017

[2] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.2042-7158.1974.tb09252.x – 30.07.2019

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".