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Krebs

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Geschrieben von Stefan K.

CBD bei Krebs

Allein 2018 erkrankten weltweit mehr als 18 Millionen Menschen neu an Krebs. Im gleichen Zeitraum starben laut der WHO rund 9,6 Millionen daran. Die WHO veröffentlichte auch Zahlen, wonach die Rate der Neuerkrankungen seit Jahren stetig steigt. Paradoxerweise hat aber auch die Steigerung der Lebenserwartung damit zu tun, da sich viele Krebsarten erst im hohen Alter bilden.

Forscher und Onkologen auf der ganzen Welt befassen sich intensiv mit dem Thema Krebs. Global wird seit vielen Jahren daran gearbeitet, die Geißel Krebs nicht nur in ihre Schranken zu weisen, sondern eines Tages auch komplett zu besiegen.

Untersuchungen ergaben, CBD kann den Stoffwechsel von Krebszellen stören. Dies behindert die interzelluläre Kommunikation.

Ursachen von Krebs

Homöostase bezeichnet das gesunde und ausgewogene Zellwachstum in biologischen Organismen. Dabei herrscht ein Gleichgewicht zwischen Zellproliferation (Zellvermehrung) und dem Zelltod. Zu Tumoren und anschließend zu einer metastasierenden Ausbreitung kommt es, da das genannte Gleichgewicht zugunsten des Zellproliferation verändert wurde. Der Grund für dieses Ungleichgewicht liegt in Fehlern des jeweiligen genetischen Codes – die Ursachen dafür können intrinsisch oder extrinsisch sein.

Bei extrinsischen (also äußeren) Ursachen gibt es leider eine große Vielfalt. Zu diesen zählen unter anderem Umweltgifte, harte Strahlung, Viren, falsche Ernährung, Tabak- und Alkoholkonsum oder auch Infektionen. Die Forschung entdeckt fast täglich immer mehr Stoffe oder andere Ursachen, die im Verdacht stehen, Krebs entweder auszulösen oder zu fördern.

Wie Krebsmittel wirken

Grundlegend werden Krebsmittel in zwei Lager geteilt – jene, die bei heilbarem Krebs angewandt werden, und jene, die bei Krebsarten ohne Heilungschancen verwendet werden.

Resektionen gehören zu den Möglichkeiten, die Chirurgen in Absprache mit Onkologen durchführen. Dabei wird der Tumor, das betroffene Gewebe und in vielen Fällen auch naheliegende Lymphknoten operativ entfernt.

Im therapeutischen Bereich unterscheidet man zwischen einer Strahlenbehandlung und einer medikamentösen Behandlung. Mittels hochfrequenter Bestrahlung durch beispielsweise Röntgenstrahlen in Kombination mit der Einnahme von radioaktivem Jod versucht man einen Wachstumsstopp oder sogar eine Rückbildung der Krebszellen zu erreichen. Die Nebenwirkungen dabei sind radikal. Die bekannteste medikamentöse Krebsbehandlung ist die Chemotherapie. Hier ist das Therapieziel, die Teilungsrate der Krebszellen zu verringen oder gar zu stoppen.

Dies war nur ein vereinfachter, nicht vollständiger Überblick über die aktuellen Möglichkeiten der Krebsbehandlung abseits von CBD.

CBD bei Krebs – wie wirkt Cannabidiol?

Viele Leser dieses Artikels fragen sich vor allem: Hilft CBD bei Krebs? Diese Frage kann man zunächst einmal mit „Ja“ beantworten.

Dieses Ja muss aber differenziert unter die Lupe genommen werden. Studien, die eine Linderung und Besserung der körperlichen Beschwerden von Krebspatienten nachweisen, liegen in hoher Quantität und Qualität vor. Andere Untersuchungen kommen zu dem Schluss, dass Cannabidiol durch den Eingriff in den zellinhärenten Stoffwechsel das Krebswachstum verlangsamen oder gar hemmen kann.

Ist die Krankheit ausgebrochen, kann CBD bei Krebs in vielfacher Hinsicht helfen. Sogar kleine, aber vor allem große Tumore bereiten den Patienten leider oft genug Schmerzen. Die schmerzhemmende Wirkung von CBD, vor allem durch das Zusammenspiel des Wirkstoffs mit den Schmerzrezeptoren, verheißt den leidgeplagten Patienten rasche Hilfe. Die oben angeführte Chemotherapie ist eine der radikalsten medizinischen Einschnitte in den menschlichen Körper. Dieser reagiert in der Regel heftig mit Übelkeit und Erbrechen dagegen. Cannabidiol sorgt hier dafür, dass diese beiden „Chemo“-Nebenwirkungen abnehmen.

Zwar gibt es noch keine ausreichend statistisch verwertbaren Daten, aber Einzeluntersuchungen geben berechtigten Grund zur Vermutung, dass CBD sogenannte antikarzinome Inhaltsstoffe beherbergt. Diese können unter Umständen das Krebswachstum bremsen. Hier muss aber noch mehr geforscht werden, um valide Daten zu erhalten, aus denen gültige Schlussfolgerungen abgeleitet werden können.

Die Tatsache, dass Cannabidiol einen positiven Effekt bei der Behandlung von Krebs hat, sind bereits seit den 1970er Jahren bekannt.

Vielfach ist das unschöne Bild von ausgemergelten Krebspatienten jedem Verwandten, Freund oder Mediziner ins Gedächtnis gebrannt. Dass es soweit kommt, liegt zum einen an den Folgen „Erbrechen und Übelkeit“ bei Chemotherapien, zum anderen an der allgemeinen Appetitlosigkeit der Patienten. Diese Mangel- und Unterernährung schadet dem Körper zusätzlich zum Krebs. Betroffene, die CBD begleitend zu einer Therapie einnahmen, berichteten zum einen, dass die Übelkeit verschwand und dass der Appetit zurückkehrte, und zum anderen, dass Essen nach der Einnahme von Cannabidiol wieder schmeckte. Somit stieg auch die Lust, wieder zu essen.

Zwei Arten von Krebs

„Gut- oder bösartig?“ Diese Frage schwirrt unaufhörlich im Geist eines jeden Betroffenen herum, der sich zu einer Tumoruntersuchung in eine medizinische Einrichtung begibt. Und wenn dann der Befund auf einen malignen Tumor, also einen bösartigen, hinausläuft, bricht eine Welt zusammen.

Die Onkologie kennt bei malignem Krebs drei Arten – destruierend, metastasierend und infiltrierend. Destruierende Tumore zerstören das sie umgebende Gewebe. Infiltrierende Tumore wachsen in benachbartes Gewebe unkontrolliert hinein. Diese beiden Krebsarten haben den „Vorteil“, gut lokalisierbar zu sein. Anders liegt der Fall bei metastasierenden Tumoren. Diese bilden beispielsweise über die Lymph- und Blutgefäße Metastasen, sozusagen Ableger von sich selbst in entfernten Regionen des befallenen Körpers. Zwar kann man den Ausgangsherd durchaus bestimmen, aber die Sicherheit, dass man wirklich jede Metastase erkannt und entfernt hat, liegt niemals bei 100 Prozent.

Studien und Anwendungsmöglichkeiten von CBD bei Krebs

Haben schon zeitlich länger zurückliegende Studien zum Zusammenhang von CBD und Krebs positive Signale in Richtung erhöhter Heilungschancen und verbesserter Schmerztherapie gebracht, beschäftigte sich eine erst kürzlich publizierte Studie[1] der St. George´s University of London mit dem Effekt, den synthetisches Cannabidiol auf der Tumorwachstum hat.

Die Studienteilnehmer, 119 an der Zahl, waren Krebspatienten, die überwiegend an metastasierendem Krebs litten. Von den Forschern erhielten diese synthetisches Cannabidiol in Form von CBD Öl. Die Konzentration an CBD im Öl betrug dabei fünf Prozent. Näheres zum Studienverlauf und den exakten Dosierungen entnehmen Sie bitte der Quelle.

Während der Anwendung von CBD bei Krebs zeigten sich drei unterschiedliche Ergebnisse. Bei einigen Patienten kam es zu einem Rückgang der Metastasen, bei einigen verlangsamte sich die Ausbreitung und bei der dritten Gruppe trat keiner der ersten beiden Effekte ein. Nebenwirkungen wurden bei keinem der 119 Teilnehmer festgestellt. Letztlich schlussfolgerten die Forscher, dass CBD potentiell bei Glioblastom und bei Brustkrebs eine Verbesserung hervorrufen kann. Ähnliche Studien wie diese wurden bereits in Auftrag gegeben.

Fazit

  • Während CBD Krebserkrankungen natürlich nicht heilen kann, so gibt es doch Hinweise darauf, dass es das Wachstum von Tumorzellen zu Gunsten des Patienten beeinflussen kann.
  • Zusätzlich kommen die schmerzlindernden Eigenschaften des Cannabinoids hier zum Einsatz.


[1] https://www.researchgate.net/publication/328012075_Report_of_Objective_Clinical_Responses_of_Cancer_Patients_to_Pharmaceutical-grade_Synthetic_Cannabidiol – 26.07.2019

Weitere Studien

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, dann so ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".