Krankheiten

Reizdarm

reizdarm
Geschrieben von Stefan K.

CBD bei Reizdarm

Wer unablässig Symptome wie Durchfall, Blähungen, Schmerzen im Bauchraum, Verstopfung oder auch das unangenehme Gefühl, dass der Magen sich niemals vollständig entleert hat, bei sich feststellt, der vereint alle Anzeichen des Reizdarmsyndroms (RDS) im wahrsten Wortsinn in sich.

Das RDS ist eine Erkrankung des Verdauungssystems. Als weiteres, sehr schmerzhaftes Symptom, kommt in vielen Fällen auch ein Magengeschwür hinzu. Auslöser für RDS sind mannigfach – dazu zählen zum Beispiel Stress, körperliche Belastungen, genetische Prädispositionen, aber auch die Ernährung in den Industrienationen. Grundlegend kann CBD bei Reizdarm gegen all diese Symptome hilfreich eingesetzt werden.

Einen gesunden Magen-Darm-Trakt bewohnen Millionen von wichtigen Mikroorganismen. Diese bilden die sogenannte Darmflora. Studien belegen, dass durch die Kommunikation der Darmflora mit dem Gehirn dort ausgelöster Stress oder ausgelöste Angst zu Bauchschmerzen oder gar heftiger Übelkeit führen kann. Hilfreich eingreifen kann hier das Endocannabinoid-System. Das ECS nimmt Einfluss auf die Darmflora und das Hungergefühl. So kann CBD beispielsweise über dieses System beruhigend auf den Reizdarm Einfluss nehmen.

Ursachen von Reizdarm

Vermutlich hat jeder Mensch, angefangen vom Neugeborenen bis hin zum Greis, schon einmal Probleme mit dem Darm und auch dem Magen gehabt. Bauchschmerzen oder ein erhöhter Magendruck, der durch das stoßweise Ablassen von Gasen korrigiert wird, kennen wir alle.

Der Diagnose Reizdarm gehen in der Regel folgende Ursachen voraus. Kurz gesagt sind das eine gestörte Darmperistaltik, die erhöhte Durchlässigkeit und Immunaktivität der Darmschleimhaut, eine Infektion des Magen-Darm-Trakts, eine gestörte Darmflora, ein aus dem Gleichgewicht geratener Serotoninhaushalt und Stress. Stress ist dabei nicht nur eine Ursache für Reizdarm, sondern kann die anderen Ursachen leider auch verstärken. CBD steigert zum Beispiel auch die Serotoninausschüttung und regelt somit dessen Gleichgewicht.

CBD gegen Reizdarm richtet sich gegen jene Ursachen, die durch Entzündungen, Stress oder auch nervliche Gründe ausgelöst werden.

Wie Reizdarm-Mittel wirken

Ein Allheil-Medikament gegen Reizdarm scheint aus den Laboratorien der Pharmakonzerne noch nicht herausgekommen zu sein. So unterschiedlich die Ursachen bei Reizdarm sind, so unterschiedlich sind auch die pharmazeutischen Lösungsansätze. Beispielsweise bei Durchfall bei Reizdarm werden meist Gerbstoffe, Gallensäurebinder oder Loperamid eingesetzt. Ist das Symptom allerdings längere Verstopfung kann ein Abführmittel helfen. Die Wirkstoffe dabei sind in der Regel Natriumpicosulfat oder Bisacodyl. Das „Problem“ – diese Mittel werden meist unangenehm als Zäpfchen verkauft, während CBD in Form von CBD Öl und CBD Liquide angenehm zu verwenden sind.

Interessanterweise helfen Stoffe, die den Körper entspannen, besonders gut. Spätestens hier kommt CBD gegen Reizdarm ins Spiel. CBD als Wirkstoff aus der Hanfpflanze ist im Gegensatz zu THC vollkommen legal, bewirkt keine Rauschzustände und macht nicht abhängig. CBD bei Reizdarm hat den Vorteil, dass es im Magen und im Darm ein eigenes Endocannabinoid-System gibt. An dieses Nervensystem kann externes wie körpereigenes CBD andocken und somit einen positiven Einfluss auf die Darmflora ausüben.

CBD bei Reizdarm – wie Cannabidiol wirkt

CBD Öl beim Reizdarm-Syndrom kann zu einer lindernden Wirkung beitragen. RDS gilt in der Fachwelt grundlegend als nicht heilbar. Vor dem Einsatz von CBD gegen Reizdarm sollte man sich sowohl als Patient wie auch als Mediziner sicher sein, dass die Symptome auch tatsächlich allein auf Reizdarm hinweisen. Leicht entsteht hier eine Verwechslung. Das Gute bei CBD gegen Reizdarm in diesem Punkt ist, dass das Hanfprodukt so flexibel gegen verschiedene Symptome eingesetzt werden kann, dass man mit CBD Öl oder CBD Liquiden (aufgenommen über E-Zigaretten) kaum etwas falsch machen kann. CBD hat in Asien einen anderen Namen, wird dort allerdings schon seit vielen hundert Jahren gegen allerlei Darm- oder Magenerkrankungen erfolgreich verwendet.

  • CBD Öl – Die Nummer 1 unter den Produkten

    CBD Öl ist das beliebteste CBD Produkt! Dies liegt ganz einfach daran, dass es eine einfache und zugleich sichere Einnahmevariante ist. Mittels der verschiedenen Stärken (in % auf ml) und der Pipettendosierung lässt sich für jeden Verbraucher eine perfekte Anwendung finden. Das CBD wird dabei entweder als Extrakt (Vollspektrum Öl) oder als Kristall (reines CBD Öl) in ein Trägeröl gemengt. Das Trägeröl ist dabei meistens ein Hanfsamenöl oder auch ein MCT-Öl.

  • Noch nicht so geläufig: CBD Paste

    Die sogenannte CBD Paste wird meistens in einer handelsüblichen Dosierspritze verkauft. In der Regel ist das Extrakt eine weiche, braungrüne Masse und leicht zu dosieren. Die Paste ist quasi eine Vorstufe vor dem Öl und enthält in der Regel ähnlich viele gute Cannabinoide und Terpene. Genau wie bei allen anderen CBD Produkten kann man CBD Pasten in verschiedenen Stärken bezüglich des CBD-Gehalts kaufen und anwenden.

    https://pixabay.com/de/photos/cbd-hanf-unkraut-cannabis-4349287/
  • CBD Blüten – ganz nah am Cannabis

    Die natürlichste und gleichzeitig kontroverseste Variante sind die CBD Blüten. Für den ungeübten Nutzern sind die Blüten nicht von illegalen Drogen zu unterscheiden und dies ist auch der größte Kritikpunkt für den alltäglichen Gebrauch. Allerdings zeichnen sich die "legalen" Blüten durch einen geringen und legalen THC-Gehalt aus, sodass sie jederzeit geraucht werden können. Durch die direkte Aufnahme ergeben sich positive Wirkungsmechanismen, da das CBD schnell aufgenommen wird und wirken kann.

  • Öl gepresst in Kapseln: CBD Kapseln

    Als beliebtes Produkt für Menschen, die aufgrund von Krankheiten oder des Alters mit den Pipetten der CBD Öle sowie dem Zählen der Tropfen nicht klarkommen, gibt es CBD Kapseln. Das CBD Öl wird in zumeist vegane Kapseln gepresst und somit vordosiert. Auf diese Art und Weise können beispielsweise ziemlich genau 20 Tropfen auf einfachem Weg eingenommen werden. In der Regel unterscheiden sich die CBD Kapseln der Hersteller dann im MG-Gehalt von CBD. Tipp: Zerbeißen Sie die Kapsel im Mund und behalten Sie das Öl dort, um eine bessere Aufnahme des CBD´s über die Mundschleimhäute zu gewährleisten.

  • Direkte Aufnahme mit CBD E-Liquids

    Besonders für Raucher, Dampfer und akute Einsätze sind die CBD E-Liquids geeignet. Das Cannabidiol wird dabei in Reinform, aber auch als Vollspektrum dem E-Liquid hinzugefügt und mittels eines Vaporizers oder eine E-Zigarette verdampft. Der Dampf wird nun inhaliert und über die Lungenbläschen direkt aufgenommen. Laut Studien soll das CBD somit zu 30% schneller aufgenommen werden.

  • Wasserlösliches CBD mit einer hohen Bioverfügbarkeit

    Das wasserlösliche CBD, auch als liposomales CBD Produkt bekannt, besitzt eine höhere Bioverfügbarkeit als normales CBD Öl. Das CBD wird auf Molekularebene in das Wasser gelöst und kann somit auf natürliche Weise und sehr gut aufgenommen werden. Man sagt, dass wasserlösliches CBD bis zu fünfmal besser aufgenommen wird. Somit würde die fitkive Stärke eines 4% wasserlöslichen Öls einem herkömmlichen 20% CBD Öl entsprechen.

  • CBD Kosmetik: Salbe, Creme, Lippenstift und Co.

    Die Welt der CBD Kosmetik ist vielfältig und aufregend. Es gibt nicht nur Cannabidiol Cremes, sondern auch spezielle Salben, Shampoo, Lippenstift, Tattoo Balsam und vieles mehr. Die Kosmetikprodukte eignen sich natürlich nur zur äußerlichen Anwendung und können somit genau dort helfen, wo es nötig ist. Oftmals werden die Produkte in Kombination mit einem Öl zur inneren Anwendung kombiniert.

  • CBD in Lebensmitteln und Süßigkeiten nennen sich „Edibles“

    Die CBD Edibles sind in Deutschland noch nicht so bekannt. Ihren Ursprung haben die Lebensmittel und Süßigkeiten in Kanada und der USA. Das Cannabidiol wird dabei zum Beispiel in Gummibärchen, Plätzchen oder Lutscher verarbeitet und kann dann auf herkömmlichen Weg eingenommen werden. Noch ist aber nicht einzuschätzen, ob sich die Edibles mit Cannabis auch in Deutschland durchsetzen können und ob die Behörden dagegen ankämpfen werden.

  • CBD Kaugummis für die schnelle Einnahme zwischendurch

    Da CBD besonders gut über die Munschleimhäute aufgenommen wird, liegt eine Aufnahme und Verarbeitung von CBD in einem Kaugummi auf der Hand. So hat dieses CBD Produkt auch keinen Anschein eines Medikaments und ist perfekt für den Alltagsgebrauch und die Einnahme von geringeren Mengen an CBD geeignet. Kein Wunder also, dass die CBD Kaugummis auch in diversen Drogerien zu finden sind.

  • Das reinste Produkt – CBD Kristalle

    Extrahiert man die Cannabis-Extrakte, dann wird man am Ende reines CBD isolieren können. Das Cannabidiol ist dann kristallförmig, geruch- und geschmackslos. Hierbei können hohe Reinheitsgrade erzielt werden. Die CBD Kristalle können dann sublingual angewendet, weiterverarbeitet oder in Hanfsamenöl gemengt werden. Bei diesem Produkt hat man den Vorteil, dass keinerlei THC (psychoaktiv) enthalten sein kann.

Für die Anwendung von Cannabidiol bei Reizdarm spricht auch ein weiterer Punkt. Konzentriertes CBD kann bei Reizdarm speziell dazu eingesetzt werden, gerade den Durchfall und die damit meist einhergehenden Bauchkrämpfe erfolgreich einzudämmen.

Besonders bekannt ist CBD für seine sowohl entzündungshemmenden sowie antiseptischen Eigenschaften. Dafür, dass CBD gegen Reizdarm und dessen originäre Ursachen eingesetzt wird, sprechen diese beiden positiven Eigenschaften. Somit lindert CBD bei Reizdarm sehr erfolgreich die „heißen“ Entzündungsherde im Magen und im Darm. Vielfach gehen Reizdarm-Forscher mittlerweile sogar davon aus, dass RDS in einem direkten, linearen Zusammenhang mit dem Nervensystem im menschlichen Rückenmark in Verbindung steht. Durch den Einfluss, den CBD bei Reizdarm auf das Endocannabinoid-System als Teil des Nervensystems hat, wird mittlerweile die Schlussfolgerung gezogen, dass sich so ein Teil des Einflusses des CBDs gegen Reizdarm erklären lässt.

Reizdarm kann, wie bereits angeführt, auch mit Fehlern in der (westlich industrialisierten) Ernährung in Zusammenhang gebracht werden. CBD bei Reizdarm hat die besondere Eigenschaft, dass es zum Beispiel sogenannte Nahrungsmittel-Intoleranzen in vielen dokumentierten Fällen umfänglich geblockt hat.

Neben den intrinsischen wie extrinsischen körperlichen Ursachen wirkt CBD bei Reizdarm auch auf dem psychologischen Feld. CBD wird aktuell erfolgreich sowohl gegen Angststörungen, sowie gegen Depressionen eingenommen. CBD als legaler Gemütsaufheller ist also auch ein guter Ansatz gegen Reizdarm, wenn dieser von psychologischen Problemen herrührt.

Morbus Crohn wird von Medizinern auch chronisch-entzündliche Darmerkrankung genannt und ist eine heftige Ausprägung des Reizdarms. Dabei zeigen sich Schwellungen und Entzündungen im gesamten Verdauungsapparat – angefangen von der Speiseröhre (selten) bis hin zum Dünn- sowie zum Dickdarm. Ebenso wie CBD gegen Reizdarm eingesetzt wird, ist es auch gegen Morbus Crohn sinnvoll. Da die Krankheit ebenso den Darm betrifft und in der Regel durch Entzündungen ausgelöst wird, ist CBD mit seinen entzündungshemmenden Eigenschaften eine gute Wahl bei der Behandlung.

Entscheidend beim Einsatz von CBD gegen Morbus Crohn ist, dass CBD das bereits angesprochene Endocannabinoid-System fördert, das bei einer Fehlfunktion die Magen-Darm-Motilität reduziert. Die so auftretenden Beschwerden können durch CBD bei Morbus Crohn gelindert werden. Speziell bei Morbus Crohn, wie auch bei anderen Reizdarmerkrankungen, sollte man im Vorfeld der Einnahme des CBDs und anderer Wirkstoffe immer den behandelnden Arzt konsultieren. Morbus Crohn wird laut vielen Erfahrungsberichten vor allem durch die Kombination von CBD mit dem verschreibungspflichtigen THC in medizinischem Cannabis gut behandelt.

Fazit

  • Mit CBD bei Reizdarm haben Betroffene eine natürliche Alternative zu pharmazeutischen Produkten.
  • Viele Symptome bei Reizdarm gehen auf Entzündungen und Stress zurück – beides Dinge, die hervorragend von den Eigenschaften des CBD gelindert und sogar im besten Sinne gehemmt werden können.

Weitere Studien

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22815234

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22163000

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18404144

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http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006295213000543

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20117132

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16751708

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18924447

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27133395

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27699625

Bei der Einnahme von cannabinoidhaltigen Produkten kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen. Sollten Sie selbst Medikamente einnehmen, dann ist der Einsatz von CBD und anderen Cannabinoiden vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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Über den Autor

Stefan K.

Stefan K.

Stefan ist nicht nur ein wertvoller Bestandteil des CannaTrust Magazins, nein er besticht auch mit einem fundierten Wissen zur Wirkungsweise von Cannabinoiden. Als Autor aus Österreich sammelte er gute Erfahrungen unter anderem für das Stadtblatt Salzburg. Auf "Cannabis" gekommen ist er durch die vielen positiven Medienberichte. Von der Wirkung überzeugt, schreibt er nun fundiert über alle Themenbereiche rund um das bekannteste Cannabinoid "CBD".